Warum eine Cree LED Taschenlampe? „Einleuchtend“ erklärt

 beste cree led taschenlampe test„Schau mal, meine Original Cree LED Taschenlampe für unter 20 Euro an! Da hast du deine Leuchte aber ganz schön teuer bezahlt!“

Mein Freund reicht mir freudestrahlend sein Schnäppchen herüber.

Tatsächlich, meine und seine Lampe sind anscheinend mit der gleichen Cree XM-L LED bestückt, wie wir aus den Beschreibungen erfahren.

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In mir beginnen sich leichte Zweifel zu regen: Warum verlangt Fenix fast 100 Euro? Was es mit „Cree“ auf sich hat, muss ich auf den Grund gehen!

Was ist eine Cree LED Taschenlampe?

Jede Taschenlampe mit einer LED des amerikanischen Herstellers „Cree“ im Reflektor, darf sich „Cree-Taschenlampe“ nennen. Das ist genau so, wie man zu jedem Papiertaschentuch „Tempo“ sagt, und jeder hat eine bestimmte Vorstellung davon.

Cree stellt allein die LEDs her, keine kompletten Taschenlampen.

In der Taschenlampen-Szene belegen Cree LEDs die führende Rolle im High-End Sektor.

Von diesem Kuchen wollen sich sehr günstige Anbieter natürlich auch ihr Stück abschneiden und suggerieren mit dem berühmten Namen Qualität.

Allein eine Cree LED macht noch keine gute Taschenlampe.

Die Cree LED setzt neue Standards

Die Abkürzung LED steht für „Light Emitter Diode“, was „Licht aussendende Diode“ heißt.

Große Unterschiede bei der Helligkeit, Leuchtweite und Lebensdauer haben mit der Leistung der LED zu tun, doch die gesamte Konstruktion des Lampenkopfes muss passen.

Helleres Licht bei weniger Verbrauch

Stärke und Anzahl einfacher Dioden definieren die Leistung günstiger Taschenlampen. Hochleistungs-LEDs sparen bei gleicher Lichtleistung bis zu 80% Energie gegenüber herkömmlichen LEDs ein.

Der Einsatz in Taschenlampen ermöglicht damit helleres Licht aus kleineren Batterien. Speziell für den Outdoorbereich, Militär und Rettungsdiensten bedeutet dies größere Effizienz.

Bei der Verwendung von Akkus senkt sich neben den Kosten auch die Umweltbelastung. Andererseits benötigen Hochleistungs-LEDs Aluminium, um die entstehende Wärme abzuleiten.

Längere Lebensdauer der LED

Das Unternehmen Cree hat in der LED-Entwicklung Pionierarbeit geleistet: Deutlich längere Lebensdauer von aktuell 50.000 Stunden entsprechen 5,7 Jahre non-stop Betrieb. Das ist 50 % Steigerung gegenüber herkömmlichen LEDs.

Eins der aktuellen Spitzenprodukte ist die Q5 WC LED mit 1200 Lumen Leistung. Ihre Lebensdauer ist auf 100.000 Stunden beziffert, das heißt, zu diesem Zeitpunkt gibt die LED noch 70% der ursprünglichen Leuchtkraft ab.

Cree bedient beide Präferenzen: Für unterschiedliche Anwendungen sind LEDs entweder auf Leuchtstärke LPW (Lumen pro Watt) oder auf sparsamen Energieverbrauch ausgelegt.

Weißes Licht in verschiedenen Farben – ein Widerspruch?

Cree brachte 1989 die erste blaue LED auf den Markt. Dieses erste, kalt-weiße Licht (CW, cool white) entstand durch eine UV-sensitive Phosphor-Beschichtung der LED.

Spätere Varianten mit verschiedenen Phosphor-Arten brachten andere Farbtemperaturen hervor, die eine natürlichere Wiedergabe und höhere Kontraste im Lichtkegel erzeugten.

Moderne LEDs strahlen mit roten und gelben LEDs je nach Anordnung ein breites weißes Lichtspektrum mit geringem Blauanteil aus.

Die Werte zur Farbtemperatur werden in „Kelvin“ gemessen:

  • Warm-weißes Licht – bis 3500 K
  • Neutral-weißes Licht – 3500 bis 4500 K
  • Kalt-weißes Licht – über 5000 K

Das von LEDs erzeugte Lichtspektrum enthält keine Strahlung im Infrarot- oder UV-Bereich. Materialien unter LED-Einstrahlung verändern sich daher nicht.

Zur Qualitätsbestimmung der farbechten Wiedergabe dient der Color Rendering Index CRI. Natürliches Tageslicht erreicht den höchsten CRI-Wert 100, Cree LEDs schaffen momentan 94% dessen, was für unser Auge so gut wie farbecht erscheint.

 

Qualitätssicherung durch Binning

Da bei der Produktion durchaus Unterschiede bei den Lumen und der Lichtfarbe auftreten können, werden alle LEDs einer Qualitätskontrolle unterzogen und in Behälter sortiert (englisch: Binning).

Enger oder weiter gefasste Werte bestimmen den Bereich der optischen Gleichmäßigkeit einer Partie. Je weiter die Kennzahlen der LEDs voneinander abweichen, umso größer fällt ein Behälter aus.

Diese ungleichmäßige Partie wird natürlich weit günstiger auf dem Markt angeboten, als ein eng gestecktes Binning. Aus diesem Paket bedienen sich Hersteller günstiger Taschenlampen, die ihre Produkte dann mit einer Cree XM-L LED werbewirksam vermarkten.

Aufbau einer LED-Taschenlampe

Vorweg gesagt, bis auf das Leuchtelement unterscheidet sich eine Taschenlampe mit Halogenbirne nur in Details von einer LED-Taschenlampe. Den wichtigsten Part übernehmen die Stromversorgung, elektronische LED-Treiber und der Aufbau des Reflektors.

Eine LED strahlt Lichtenergie überwiegend nach vorn ab, doch auch hier geht ein Teil nach hinten los. Der Reflektor bündelt das „Rücklicht“ und wirft es nach vorn. Das Vorsetzen einer Linse verstärkt die Bündelung und erhöht die Helligkeit weiterhin.

Bei der 5 x 5 mm große XM-L LED wird ein relativ großer Reflektor benötigt, um die optische Bündelung zu realisieren. Aus diesem Grunde entsteht ein dunkler Bereich im Zentrum des Lichtkegels, ein „Donut“.

Die hohen Lumen-Werte machen diesen Makel wieder wett, zudem in der Praxis ein geringer Donut nicht wirklich die Sicht schmälert.

Sicher im Straßenverkehr mit einer Cree LED Fahrradlampe

Sehen und gesehen werden – mit einer zusätzlichen LED-Fahrradlampe verbessert sich beides. Die gewohnten Halogen-Lampen laufen über Dynamo, doch wenn Sie anhalten, stehen Sie sofort im Dunkeln.

Die Laufzeit hängt wie bei den Taschenlampen von der Helligkeit und den Akkus ab: Diese können Sie bei den meisten Modellen mit einstellbaren Lichtmodi verlängern.

Bei längeren Touren sind Wechsel-Akkus empfehlenswert oder solche Modelle mit Micro-USB-Anschluss zum zwischenzeitlichen Energietanken an einer Powerbank.

Normalerweise sind zusätzliche Fahrradlampen nicht fest am Rahmen verschraubt. Wenn Sie kurz vor dem Supermarkt parken und das Rad allein lassen, gleicht das einer Einladung zum Diebstahl. Achten Sie daher auf eine verschraubbare Halterung, die auf dem Holperweg bei der nächsten Trekkingtour hält.

Beim Abnehmen der Lampe gibt es ziemliche Unterschiede: Beispielsweise benötigen Sie bei einigen Fabrikaten beide Hände zum Lösen der Halterung und Abnehmen der Lampe. Damen können bei dieser Gelegenheit gleich einen Termin im Nagelstudio vereinbaren.

Eine praktische Halterung benötigt nur einen Knopfdruck.

Abgeblendetes Licht

Achten Sie beim Kauf einer LED-Fahrradlampe auf ein abgeblendetes Licht, sonst können Sie schnell ein Knöllchen kassieren: Manche „Blender“ entsprechen nicht der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO), obwohl sie im Handel frei verkäuflich sind.

Lux statt Lumen bei Fahrradlampen

Lumen betrifft die gesamte Helligkeit des Lichtkegels, Lux bezieht sich allein auf den hellsten Spot. Die Werte bei Fahrradlampen liegen gewöhnlich zwischen 10 und 50 Lux.

Genügend Helligkeit erreichen 40 – 50 Lux, doch in der Praxis ist die flächige Ausleuchtung des Radweges im Nah- und Fernbereich entscheidend: Dies bewirken der verwendete Reflektor und die Linse.

Eine Cree LED Taschenlampe mit 18.000 Lumen – Wunsch oder Wahrheit?

Einschlägige Anbieter schocken potenzielle Käufer mit unglaublichen Lumen-Angaben, wie es bei einigen Modellen mit 15 x XM-L T6 LEDs der Fall ist.

Glauben Sie das nicht.

Schon ein flüchtiger Blick auf das Datenblatt der XM-L LED bringt Aufschluss: Ein Exemplar leistet 280 Lumen Output. 280 x 15 ergeben rein rechnerisch 4200 Lumen insgesamt. Somit hat der Anbieter dabei schon um 75% übertrieben.

Der nächste Punkt betrifft die Energieversorgung durch 4 x 18650 Li-Ion-Akkus und was davon netto übrig bleibt.

Ich mag jetzt Sie jetzt nicht mit zu vielen Zahlen bombardieren, doch einfach erklärt ist es so:

Aus dem Zusammenspiel der Energie-Einspeisung, LED-Treiberverlusten und den Leuchtkraftverlust durch die hohen Temperaturen kommt noch weit weniger Leistung als die theoretischen 4200 Lumen heraus.

Oder die Taschenlampe regelt bei Hitze automatisch herunter.

Die 15 x T6 Taschenlampe ist regelrecht vollgestopft mit LEDs, sodass deren Reflektoren winzig ausfallen. Damit liegt die Optik zwecks Distanz-Ausleuchtung völlig daneben.

Eine kurze Frage: Wer braucht im Nahbereich Tausende Lumen Helligkeit? Jemand, der sich die Hände wärmen will.

Und wenn ein 125°-Abstrahlwinkel die direkte Umgebung taghell erleuchtet, weiten sich die Pupillen des Anwenders. Der Effekt ist, dass er in der dunklen Ferne nun gar nichts mehr erkennen kann.

Die hellste Cree LED Taschenlampe

Cree LED Taschenlampe Thrunite TN36

Bis zu 10.000 echte Lumen sind bei Marken-Taschenlampen durchaus realistisch. Rasanter Fortschritt in der Entwicklung neuer LEDs steigert die Leistungen rapide, sodass eine Nennung schon bald nicht mehr aktuell wäre.

Trotzdem, ein aktuelles Beispiel ist die ThruNite TN36, die mit drei LED Cree XHP70 satte 7300 Lumen erzeugt.

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Was unterscheidet eine Cree von anderen LEDs?

Cree führte 2015 Silicium-Carbid als Halbleitermaterial ein, das mit Galliumkristallen eine hocheffiziente Leuchtdiode, den Chip, bildet.

Eine LED ist relativ einfach aufgebaut. Sie besteht aus folgenden Komponenten:

  • Reflektor
  • LED-Chip
  • Golddraht

  • Kathode
  • Anode
  • Kunststoff-Linse

LEDs sind elektronische Bauteile, die durch sogenannte Elektrolumineszenz Licht abgeben. Dieses Prinzip entdeckte Henry Joseph Round bereits 1907, doch erst 1967 kommen die ersten roten LEDs als Betriebsanzeigen an Elektrogeräten auf den Markt.

Das Durchleiten elektrischen Stroms erzeugt direktes Licht in rot, grün, gelb und blau aus entsprechenden Halbleiterkristallen.

Weißes Licht erzeugt eine Phosphor-Beschichtung auf blauen LEDs.

Der nötige Strom fließt über eine Anode und eine Kathode. Eine Kunstofflinse liegt schützend über dem Chip, deren Wölbung das Licht im Raum verteilt.

Die Funktion

Auf der Kathode liegt der LED-Chip in einem Reflektor, um eine hohe Lichtausbeute und einen möglichst großen Wirkungsgrad zu erzeugen. Ein Golddraht verbindet den Chip mit der Anode, um den Stromfluss zu gewährleisten.

Ein Halbleiterkristall besteht aus zwei unterschiedlichen Materialien, wofür Cree Silicium und Gallium verwendet. Eine Schicht enthält einen Überschuss positiver Ladungsträger, die andere Schicht einen negativ geladenen Überschuss.

Die positiv geladenen Defekt-Elektronen nennen Fachleute „Löcher“, die negativ geladenen Elektronen sind frei verfügbar. Wenn nun Strom in Durchlassrichtung durch den Halbleiterchip fließt, wandern die negativen Elektronen auf die positiv geladene Seite und füllen die Löcher.

Bei der „Besetzung“ wird Energie frei, die in Form von Licht abgegeben wird.

Die entstehende Hitze leiten bei hochwertigen LEDs Kühlkörper aus Aluminium ab. Gutes Wärmemanagement trägt zur Verlängerung der Lebensdauer bei.

Vergleichen Sie nun selbst, was zwei der beliebtesten Taschenlampen zu bieten haben.

Der zoombare Geheimtipp: Die Sportastisch LED Cree XML T6 Taschenlampe

Sportastisch Cree LED Taschenlampe

  • Leistung: 250 Lumen
  • Leuchtweite: 200 m
  • LED: Cree XM-L T6
  • 4 Leuchtstufen, Strobe, SOS
  • Batterien: 3 x AAA oder 1 x 18650 Li-Ion Akku

Die kompakte, schwarze Alu-Taschenlampe liegt aus gutem Grund ganz vorn in der Käufergunst: Zu günstigem Preis liefert der Hersteller Sportastisch sehr helles Licht aus einer Cree XM-L T6 LED.

Vier Lichtstärken sowie schnelles und langsames Blinken lassen sich einfach über den Heckschalter einstellen. Der Lichtkegel ist durch Schieben des Lampenkopfes zoombar, womit größtmögliche Flexibilität bei den Anwendungen entsteht: Flooder oder Thrower in einer Taschenlampe vereint.

Die Energieversorgung übernehmen wahlweise 3 AAA-Batterien (Adapter liegt der Packung bei) oder ein 18650 Li-Ion-Akku.

Vorteile

+ fokussierbares Licht
+ sehr einfache Handhabung
+ für Batterien oder Akkus geeignet

Nachteile

– keine USB-Lademöglichkeit
– keine Batterien oder Akku im Lieferumfang

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Ein taktischer Überflieger: Die Fenix TK35 R5 Cree XM-L LED U2

Fenix TK 35 R5 Cree LED Taschenlampe

  • Leistung: 860 Lumen
  • Leuchtweite: 340 m
  • LED: Cree XM-L U2
  • 4 Leuchtstufen, Strobe, Blinken
  • Batterien: 4 x CR123A oder 2 x Li-Ion Akkus

Das markant-kantige Gehäuse der neuen TK35 besteht nun komplett aus Flugzeug-Aluminium und es ist nach IPX-8 komplett wasserdicht – das kommt dem taktischer Einsatz sehr gelegen.

Über den bewährten Dual-Switch in der Endkappe klicken Sie dank Mode Memory sofort zur zuletzt benutzten Lichtstärke.

Längeres Drücken aktiviert aus jedem der 4 Modi Strobe oder SOS-Blinksignal. Mit 340 m Leuchtweite und maximal 130 Stunden lang Licht im Low Modus leistet die Cree XM-L LED eine hervorragende Performance.

Vorteile

+ robustes Alu-Gehäuse
+ IPX-8 wasserdicht
+ inklusive Holster, Handschlaufe

Nachteile

– leichter Donut im Lichtkegel
– teure CR123 Batterien
– netto 256 g schwer

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Fazit

Eine Taschenlampe mit einer oder mehreren Cree XM-L T6 LEDs ist noch lange keine Sonne auf Knopfdruck. Andere Bauteile, angefangen von elektronischer Wärmeregulierung, Reflektorwinkel oder das Material der Linse haben entscheidenden Einfluss auf die Helligkeit und die Lebensdauer.

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Ein robustes IPX-8 wasserdichtes Gehäuse aus hart anodisiertem Aluminium, sparsamer Energieverbrauch und die allgemeine Fertigungsqualität machen Preisunterschiede der Cree Taschenlampe aus, die sich schon beim ersten Herunterfallen bezahlt machen.

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