10 Fahrradsättel im Vergleich – bequem unterwegs!

fahrradsattel testUnsere große Fahrradreihe nimmt mächtig Fahrt auf und heute kommen wir zu einem wichtigen Faktor, dem richtigen Fahrradsattel.

Wer gern und lange Fahrrad fährt oder schon einmal eine längere Tour gemacht hat, der weiß: es geht nichts über einen bequemen Fahrradsattel.

Schließlich will man nicht Gefahr laufen, sich einen Wolf zu radeln, denn dieser kann unangenehme Folgen haben, bis hin zu einer Sitzknochenentzündung.

Den richtigen Sattel zu finden ist für jedermann und jeden Anspruch wichtig.

Wie so oft vergleichen wir bis zu einem gewissen Grade unten Apfel mit Birnen. Sehen Sie es mir also nach, wenn ich heute mehr als zwei Kategorien auszeichne.

Bester und bequemster (Touren-) Fahrradsattel – SQlab 621 Active
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Günstiger Fahrradsattel – Fischer Sattel mit Memory Foam
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Guter Ledersattel – Brookes Flyer
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Bester MTB Fahrradsattel – Selle SMP
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Der bequemste Fahrradsattel der Welt…

Gern denke ich an das Fahrrad meines Opas zurück, ein grobschlächtiges, einfaches Rad, heute würde man „City-Rad“ sagen, auf dem man gemütlich wie auf einer kleinen Jolle hoch über dem Asphalt hin und her schaukelte.

Selbst der große, stattliche (um nicht zu sagen „übergewichtige“) Opa wusste den sehr breiten und gefederten Sattel zu schätzen.

Doch heißt das jetzt je breiter, desto besser?

Und sind Federn besser, oder ist eine Gel-Polsterung das non-plus ultra?

Der richtige Fahrradsattel

Nun kann ich Ihnen viel erzählen über meine Favoriten, doch das heißt noch lange nicht, dass diese Sättel auch für Sie die besten sind. Fahrradsättel sind sehr individuell, da es neben anderen Faktoren natürlich auf den Körperbau ankommt.

Also schön.

Doch wie finde ich den richtigen Sattel für mich und worauf sollte ich beim Kauf achten?

Wie schon bei unseren Fahrradhelmen und Fahrradtaschen geben wir Ihnen auch dieses Mal einen Kriterienkatalog an die Hand, um den bequemsten und besten Fahrradsattel für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Doch bevor wir zum Ratgeber kommen, stellen wir Ihnen zunächst 10 Fahrradsättel im Vergleich vor.

Der Vergleichbarkeit halber haben wir uns bei unseren Beispielen auf Herren bzw. Unisex Fahrradsättel konzentriert und diese insgesamt unterteilt in Touren- und Mountainbike Fahrradsättel.

Los geht’s!

1. Empfehlung – SQlab 621 Active Sattel

SQlab 621 Active Sattel test

  • Fahrstil: Freizeit, Trekking
  • Material: CroMo, wasserabweisend
  • Polsterung: Schaum
  • Breite: verschiedene Breiten
  • Halterung: N/A
  • Preis: mittleres Preissegment

Im Gegensatz dazu gibt es den SQlab 621 Active Sattel in verschiedenen Größen, und das ist wichtig, wie ich weiter unten ausführe. Das ist also schon einmal ein großer Vorteil.

Ein weiteres großes Plus ist, dass der Sattel nicht nur eine Entlastung für die Sitzknochen und den Dammbereich verspricht, sondern auch – dank der Dämpfung, eine Entlastung des Rückens und der Bandscheibe. Da können die Schlaglöcher ruhig kommen.

Die Nase ist schon etwas ausgeprägter bei (durchschnittlich) mittlerer Breite, so dass sich dieser Sattel ausgezeichnet für Trekking und längere Touren wie auch City-Fahrten eignet.

Vorteile

+ Kombi-Konstruktion Entlastung und Dämpfung
+ verschiedene Größen

Nachteile

– Preis

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2. Günstig – FISCHER Touren/City Sattel MEMORY FOAM

FISCHER Touren/City MEMORY FOAM fahrradsattel test

  • Fahrstil: Freizeit, Trekking
  • Material: N/A, wasserabweisend
  • Polsterung: Memory Foam
  • Breite: breit
  • Halterung: N/A
  • Preis: Budget

Der Fischer Touren Sattel ist grundsolide. Er ist breit mit einer relativ kurzen Nase und ist daher bestens für einfache und kurze Touren, zum Beispiel in der Stadt, gemacht.

Der Schaum, oder Memory Foam, verspricht individuelle Anpassung, und die Bequemlichkeit wird zusätzlich gesteigert durch die Aussparung im Dammbereich. Egal, ob Mann oder Frau, das ist definitiv angenehmer und bequemer zu fahren.

Praktisch ist auch das Material, das pflegeleicht ist und zumindest wasserabweisend. Für den Preis bekommt man einen grundsoliden, bequemen Fahrradsattel. Daher ist der Fischer Touren Sattel mit Memory Foam mein Preis-Leistungsfavorit.

Vorteile

+ Preis
+ Aussparung
+ Memory Foam

Nachteile

– nur in einer Breite erhältlich

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3. Velo Trekking Sattel

Velo Trekking Sattel test

  • Fahrstil: Trekking
  • Material: Kunstleder
  • Polsterung: Schaumstoff
  • Breite: mittlere Breite
  • Halterung: Stahl
  • Preis: Budget

Der Velo Trekking Sattel bietet alles, was man sich für eine längere Tour wünscht. Eine mittellange Nase und mittlere Breite (wobei die 26 cm Einheitsgröße vielleicht nicht für jedermann passt).

Die Verarbeitung sowohl des Unterbaus als auch des Schaumsitzes mit Aussparung im Dammbereich dürften bei diesem Preis jedem zusagen.

Allerdings ist das Obermaterial für heftige Regengüsse eher weniger geeignet. Ein Fahrradsattelüberzug, der vor Regen schützt, ist empfehlenswert.

Vorteile

+ Preis
+ solider Trekking-Sattel

Nachteile

– nicht wasserabweisend
– nur in einer Breite erhältlich

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4. Brooks Flyer – Fahrradsattel

Brooks Flyer - Fahrradsattel Leder Test

  • Fahrstil: Trekking
  • Material: Leder
  • Polsterung: N/A,m aber gefedert
  • Breite: mittlere Breite
  • Halterung: Stahl, schwarz emailliert
  • Preis: mittleres Preissegment

Kommen wir zu unserem ersten Ledersattel. Ein Retro-Sattel, der nach wie vor sehr beliebt ist. Und das zu recht, wie ich weiter unten diskutiere.

Der Brooks Flyer ist so klassisch-schön, wie hochwertig. Nachdem man sich diesen Sattel eingefahren hat, und das dauert leider seine 300 Kilometer, bekommt man einen soliden, gut gefederten Sattel.

Dieser ist allerdings alles andere als pflegeleicht. Man muss in gut behandeln und sollte ihn lieber nicht extremen Witterungen aussetzen.

Vorteile

+ Material
+ individuelle Anpassung
+ Design

Nachteile

– pflegeintensiv

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5. Lepper Primus Kernledersattel

Lepper Primus ledersattel test

  • Fahrstil: Trekking
  • Material: Leder
  • Polsterung: N/A, gefedert
  • Breite: mittlere Breite
  • Halterung: Stahl
  • Preis: oberes Preissegment

Mit dem Lepper Primus stellen wir Ihnen noch einen Kernledersattel vor, der etwas (!) weniger pflegeintensiv ist als der Brookes Flyer, dafür aber auch deutlich teurer.

Lohnt sich das?

Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Aber gerade im Vergleich mit dem Klassiker zeigen sich doch einige Innovationen am Lepper.

Vor allem ist der Lepper Primus deutlich mehr gefedert. Zudem hat dieser schöne Fahrradsattel eine Aussparung im mittleren Sitz und das Leder ist nachspannbar.

Ein ganz toller Sattel, der im Premiumsegment angesiedelt ist. Für den Durchschnittsfahrer – und der Lepper Primus ist ja kein Rennradsattel, sondern eher ein Trekking-Sattel – lohnt sich diese Anschaffung vielleicht.

Vorteile

+ Federn
+ Aussparung
+ Nachspannbar

Nachteile

– Preis

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6. Wittkop Vito Medicus

Wittkop Vito Medicus test

  • Fahrstil: Freizeit
  • Material: Kunststoff
  • Polsterung: Gel und Federung
  • Breite: mittlere Breite
  • Halterung: N/A
  • Preis: mittleres Preissegment

Von der Premium-Ausführung nun zur Budget-Variante. Der Wittkop Vito Medicus ist ein Gel-Sattel, die sehr beliebt sind. Warum, ist mir nicht ganz klar, da Gelpolsterungen auf Dauer im Gegensatz zu gutem Schaum nachlassen, aber gut.

Einmal abgesehen davon, dass ich persönlich diesen Sattel nur zum aufrechten Fahren, also als „City“- Freizeitsattel empfehlen würde, hapert es bei diesem sehr günstigen Sattel vor allem am Material und an der Verarbeitung.

Vorteile

+ Preis

Nachteile

– Gel
– schlechte Verarbeitung
– Kunststoff nicht wasserdicht

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7. Selle Royal Show-Gel

Selle Royal Show-Gel test

  • Fahrstil: Freizeit
  • Material: Kunststoff
  • Polsterung: Schaum
  • Breite: breit
  • Halterung: N/A
  • Preis: Budget

Mit dem Selle Royal haben wir noch einen  günstigen City-Sattel, aber diesmal einen durchaus robusten, gut verarbeiteten Fahrradsattel, der sein Geld definitiv wert ist.

Aber Achtung!

Der Selle Royal ist definitiv ein Freizeit-Sattel für aufrechtes Fahren. Der Sattel ist relativ breit und einer relativ kurzen Nase. Zusätzlich zur Schaumpolsterung handelt es sich um einen gefederten Fahrradsattel.

Damit erinnert er mich persönlich an Opas breiten, einfachen Sattel, mit dem man ganz bequem zum Markt fahren kann, aber eben nicht unbedingt eine Fahrradtour unternehmen möchte.

Ein rundum bequemer Fahrradsattel.

Vorteile

+ Preis
+ sehr bequeme Konstruktion

Nachteile

– nur für aufrechtes Fahren

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8. Terry Figura GTC Gel

Terry Figura GTC Gel radsattel test

  • Fahrstil: Trekking, Sport
  • Material: Microfiber, wasserfest
  • Polsterung: Gel
  • Breite: schmal
  • Halterung: Stahl
  • Preis: mittleres Preissegment

Mit dem Terry Figura werden wir wider sportlich. Der Fahrradsattel ist relativ schmal mit einer langen Nase, was ihn zwischen Trekking und schnellen, langem Fahren ansiedelt.

Für einen gehobenen Preis bekommt man eine solide Verarbeitung und gutes Material bei diesem Gel-Sattel, den es für Damen in einer etwas breiteren Variante gibt.

Für diejenigen, die viel und sportlicher Fahrradfahren möchten, ist der Terry mit seiner extra Aussparung im Dammbereich eine Überlegung wert.

Vorteile

+ Aussparung

Nachteile

– nur in einer Breite erhältlich

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9. XLC Fahrradsattel MTB

XLC MTB Fahrradsattel test

  • Fahrstil: Mountain Bike
  • Material: Kunststoff
  • Polsterung: N/A
  • Breite: schmal
  • Halterung: N/A
  • Preis: Budget

Zu guter Letzt nun noch zwei Mountainbike Fahrradsättel. Ich beginne mit der Budget-Variante, dem XLC Fahrradsattel.

An MTB Sättel werden ganz besondere Ansprüche gestellt. Aber der XLC kann durchaus mit dem Selle SMP mithalten, bis auf einen ganz gravierenden Unterschied, einmal abgesehen von Materialunterschieden.

Der XLC Fahrradsattel hat keine Aussparung, und ist damit druckintensiver.

Vorteile

+ Preis

Nachteile

– keine Aussparung

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10. Selle SMP

Selle SMP fahrrad sattel test

  • Fahrstil: Mountain Bike
  • Material: carbonverstärkte Kunststoffschale
  • Polsterung: N/A
  • Breite: schmal
  • Halterung: N/A
  • Preis: mittleres Preissegment

Schließlich noch mein bequemer MTB Sattel Testsieger. Man muss für den Selle SMP vielleicht etwas mehr ausgeben, aber es lohnt sich.

Sämtliche Fahrrad- bzw. Sattellagen kann der Sattel gut unterstützen. Die insgesamt schmale, längere Form hat nicht nur eine Aussparung die für Druckentlastung und Belüftung sorgt.

Das hintere Ende ist ebenfalls, und sehr viel deutlicher als beim XLC zum Beispiel, so ausgeprägt, dass ich gut und bequem nach hinten rutschen kann.

Allerdings macht sich die Sportlichkeit auch leider bei den Abstrichen in der Bequemlichkeit bemerkbar, wie so oft.

Dieser Sattel ist deutlich härter, als die anderen Trekking-Sättel, die wir oben besprochen haben.

Vorteile

+ Sattelform

+ Aussparung

Nachteile

– relativ harter Sattel

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Der beste Fahrradsattel…

…ist definitiv für jeden ein anderer. Es hängt vor allem davon ab, wie Sie Fahrradfahren möchten, und auch wie oft und wie weit Sie fahren. Und natürlich vom Körperbau.

Es ist also schwer, Fahrradsättel zu vergleichen. Dennoch helfen uns die unterschiedlichen Kriterien, auf die ich unten ausführlich eingehe, gepaart mit qualitativen Merkmalen der einzelnen Sättel, zu unserem Urteil zu kommen.

Summa summarum ist der Vergleichssieger für uns über alle Material- und Fahrstile hinweg der SQlab 621 Active.

Ich halte ihn für den besten Fahrradsattel in unserem großen Vergleich, denn er bietet den größten gemeinsamen Nenner, was Fahrstile und Ansprüche angeht, ist wunderbar verarbeitet und kann in verschiedenen Größen bestellt werden. Eine runde Sache.

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…und der günstigste Fahrradsattel

Dass günstig nicht immer gleich „billig“ bedeutet, haben mehrere der oben vorgestellten Sättel illustriert. Aus ähnlichen Gründen wie beim SQlab 621 muss ich aber den  Fischer Sattel mit Memory Foam zum Preis-Leistungssieger küren.

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Fahrradsattel kaufen – Unsere 7 Kriterien

rennrad sattel

Grundsätzlich kann man nichts verkehrt machen, wenn man sich die folgenden Punkte überlegt und die daraus resultierenden Aspekte beim Kauf beherzigt.

  1. Bequemlichkeit,
  2. Fahrstil,
  3. Breite
  4. Material,
  5. Polsterung,
  6. Sattelform,
  7. Preis.

Der richtige Fahrradsattel

Das Wichtigste ist wohl, ob der Fahrradsattel bequem ist oder nicht. Nun kann man aber nicht einfach einen Sattel kaufen und erst einmal lange Probe fahren – über verschiedene Strecken, mit unterschiedlichen Ansprüchen.

Wie also kann ich schon vor dem Kauf herausfinden, ob ein Sattel bequem ist?

Nun, wir sollten zunächst überlegen, welche Faktoren für die Bequemlichkeit eine Rolle spielen. Die folgenden Punkte sollen dabei helfen, sich vor dem Kauf einige Gedanken darüber zu machen.

1. Bequemlichkeit – Was beeinflusst sie?

Bequemlichkeit ist subjektiv und sollte unbedingt entsprechen der Kriterien unten getestet werden. Doch wenngleich mein allerliebster Sattel für den Nächsten eine Tortur bedeutet, kann man dennoch einige wenige allgemein gültige Faktoren zusammentragen.

Ein Fahrradsattel kann unbequem sein, weil die Höhe nicht stimmt, der Winkel angepasst werden muss, man seinen Fahrstil ändern sollte oder weil sich vielleicht gesundheitliche Faktoren negativ auswirken können.

Wie also Fahrradsattel einstellen?

Höhe – Fahrradsattel einstellen

Wenn der Fahrradsattel zu hoch ist, rutscht man automatisch ständig von einer Seite auf die andere. So wird das Gewicht auch permanent verlagert. Man fährt sich so leicht einen Wolf, wenn man nicht auf lange Sicht den Rücken damit schädigt.

Auf die „richtige Einstellung“ kommt es also an, das gilt für die Höhe wie für den Winkel.

Winkel

Ich sollte also meinen Fahrradsattel immer für mich richtig einstellen, auch wenn mehrere Personen das Fahrrad benutzen, lohnt es sich, Höhe und Winkel entsprechend neu zu justieren. Das mache ich im Auto ja auch jeden Tag wie selbstverständlich.

Der Fahrradsattel sollte im Winkel verstellbar sein, das heißt, man sollte den Winkel des Sattels nach vorne oder hinten neigen können. Das ist kein schickes Extra, sondern zumeist eine einfache Schraube direkt unter der Sitzfläche, die sich leicht lockern lässt.

Und das kann Wundern wirken. Schon eine kleine Veränderung kann den Druck verringern. Wenn Ihr Sattel zu flach und deshalb zu unbequem ist, dann sollte dieser etwas nach vorne geneigt sein.

Fahrstil

Permanente Erschütterungen, zum Beispiel bei zu rasantem Fahren oder bei schlechten Straßen wie in besagter Heimatstadt, können natürlich auch schnell unbequem werden. Um dem Ungemach etwas vorzubeugen, kann man

  • kurz alle 10 Minuten auf den Pedalen stehen,
  • leicht aufstehen bei Unebenheiten, so dass die Beine zu Stoßdämpfern werden,
  • sich gute Stoßdämpfer, zum Beispiel bei einem Mountain Bike zulegen, oder gleich einen Fahrradsattel, der gute Stoßdämpfung, also gute Federung besitzt,
  • sich natürlich ein Liegerad zulegen.

Andere Faktoren

Schließlich können noch gesundheitliche Faktoren eine Rolle spielen.

Diabetes, Übergewicht, Rauchen oder zu hoher Blutdruck können dazu beitragen, dass die Durchblutung des Gesäß´ beeinträchtigt wird.

Und wenn Sie genau aus diesen Gründen Fahrrad fahren – sehr gut, Sie sind auf dem richtigen Weg.

2. Fahrstil

Mountain Bike Fahrradsattel

Wenn Sie überlegen, sich einen neuen Fahrradsattel zuzulegen, überlegen Sie sich, wann Sie das Fahrrad benutzen wollen und für welche Art von Radfahren.

Freizeitradler

Wenn Sie bequem durch die Stadt oder Landschaft cruisen wollen und vor allem kurze Strecken zurücklegen, sitzen Sie gerade auf Ihrem Tourenrad. Dann empfiehlt sich ein gut gepolsterter Sattel.

Im Idealfall ist der Fahrradsattel breit und ist wie gesagt gepolstert, im Idealfall hat er sogar ausgeprägte Federn. Egal, ob gefederter Sattel oder nicht, die Nase bleibt in jedem Fall eher kurz.

Und rückblickend wird mir klar: der Opa hatte genau so einen Sattel!

Rennrad Sattel

Wenn Sie schnell fahren und viele Kilometer zurücklegen wollen, dann sollten Sie nach einem Sattel Ausschau halten, der lang, schmal und nur minimal gepolstert ist.

Dann erscheint vielleicht auf den ersten Blick paradox. Zwar fährt man länger und intensiver Rad, aber die Haltung ist eine andere. Die Sitzknochen werden beim Rennradfahren nur gering belastet.

Der Fahrradsattel muss schmal sein, um Reibungsverluste (und eben auch Reibung und Druckstellen) möglichst gering zu halten.

Für Einsteiger sei trotzdem ein weicher Fahrradsattel zu empfehlen, schließlich muss man sich ja erst einmal an diesen Fahrstil gewöhnen.

Der bequeme Mountain Bike Fahrradsattel

Wenn man mit dem Mountain Bike unterwegs ist, und wirklich auf entsprechenden Strecken fährt, dann ist der Fahrstil auf ganz besondere Art und Weise beeinflusst.

Abwechselnd steht man, setzt sich weit zurück oder kaum auf den Sattel, oder sitzt fast gebückt.

Die Herausforderung liegt also darin, dass ein guter Mountain Bike-Sattel verschiedene Ansprüche erfüllen muss. Man braucht sowohl Polsterungen für die Sitzknochen, einen stromlinienförmigen Sattel für die Bewegungsfreiheit und eine äußerst strapazierfähige Oberfläche.

Der beste Trekkingsattel

Auf der Langstrecke braucht man wiederum einen Sattel, der am besten aus Leder ist. Was die Form angeht, sollte er zwischen einem Rennrad-Sattel und einem MTB-Sattel liegen.

Der beste Fahrradsattel für lange Touren sollte es also ein gut gepolsterter Sattel sein mit einer relativ langen, schmalen Nase.

Frauensache Frauensattel?

Wir wissen, was von Generalisierungen zu halten ist. Dennoch können Verallgemeinerungen manchmal hilfreich sein.

Wenn ich also sage, dass Frauen für gewöhnlich breitere Hüften haben, aber gleichzeitig kleinere Körper, dann ist das natürlich nur bedingt zutreffend – man muss sich ja nur einmal umschauen. Und ich denke, die entscheidenden Unterschiede liegen weniger am Knochenbau denn am Fettgewebe.

Dennoch sollten diese Unterschiede in der Hüftbreite, ob geschlechtsspezifisch oder nicht, im Hinterkopf behalten werden.

3. Ganz wichtig: die Breite

Grundsätzlich gilt, dass der Fahrradsattel, ob Damen oder Herrensattel, die richtige Breite haben sollte. Ist der Fahrradsattel zu breit, kommt es leicht zu Druck- und Scheuerstellen. Ist er zu schmal, wird der Sattel schnell unbequem an den Sitzknochen.

Schmerzfrei fahren Damen (und Herren) am besten mit einem Fahrradsattel, der die geeignete Breite für ihre Gesäßknochen hat. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man den Abstand der Sitzknochen messen sollte und dann einfach 2 cm zugibt.

Doch die Breite hängt wieder mit dem Fahrstil zusammen. Wieder eine Faustregel: je aufrechter man sitzt, desto breiter kann der Sattel sein.

Fahrradsattel für schwere Jungs

Zusammenfassend kann man noch hinzufügen, dass für längere Strecken, Fahrer über 90 Kilo oder Fahrer mit ausgeprägten Sitzknochen den festeren Schaum bevorzugen sollten. Weicherer Schaum und erst recht Gelpolsterungen geben zu schnell nach und halten bei diesen Parametern nicht so lange.

Für schwere Männer eignen sich also die festeren Schaum-Sattel.

Sattelauflage und Überzüge

Nun kann man aber auch eine zusätzliche Auflage wählen, zum Beispiel einen Gel-Sattelbezug, die einem extra Komfort bietet. Das kann vielleicht sehr angenehm sein, aber diese Auflage kann natürlich leicht verrutschen, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

Für eine Freizeitradfahrerin sicher kein Problem, aber bei längeren oder gar schnellerem Fahren kann das leicht stören. Reicht der Sattel dennoch nicht immer aus, kann man lieber in gepolsterte Hosen investieren.

Und dann gibt es noch die Überzüge, flauschig für extra Wärme oder als Wetterschutz, besonders für Ledersättel.

4. Material: Ledersattel – ein alter Hut?

retro ledersattel

Die meisten Fahrradsättel sind heutzutage aus irgendeinem Kunststoffgemisch hergestellt, von der Form über die Polsterung hin zum Fahrradsattelbezug. Das hat nicht nur Vorteile für das Gewicht des Fahrradsattels, auch sind diese Sättel sehr pflegeleicht.

Viele Fahrradfahrer, ob Rennfahrer, Touren- oder Freizeitradler, schwören aber (immer noch) auf einen klassischen braunen Ledersattel, die, das leuchtet ein, besonders strapazierfähig sind.

Nur die Mountainbiker wollen zumeist nicht auf ihre Polsterungen verzichten.

Doch wieso können sich vermeintlich altmodische Retro-Sättel immer noch behaupten?

Konstruktion und smarte Anpassung

Das liegt vor allem an ihrer Konstruktion. Ein Stück zähsten Leders wird in einen Metallrahmen gespannt. Nach gut 300 Kilometern hat sich der Sitz dem eigenen Gewicht und Gesäßform schön angepasst.

Also wie ein gutes altes Paar eingetragener Stiefel, die nach etwas Mühe passen „wie angegossen“.

Ledersättel haben auch noch oft die Schlitze und Aussparungen, die ich oben schon erwähnt habe, und verfügen zusätzlich als Federsattel für mehr Komfort. Und Leder bleibt überraschend kühl, selbst bei längeren Fahrten.

Nachteile von Retrosätteln

Die Nachteile, die ich natürlich nicht unterschlagen möchte, liegen fast auf der Hand:

  • es ist anstrengend, den Fahrradsattel einzufahren.
  • Leder ist nicht wasserfest und verwittert leicht. Es muss also schön gepflegt werden.

Um die Lebenszeit des Fahrradsattels zu verlängern, empfiehlt sich auch eine Abdeckung, wenn man nicht fährt.

5. Polster-Arten für Fahrradsättel

Nun wird es etwas technisch. Ein Fahrradsattel ist zumeist gepolstert. Polsterungen sind gut und bequem, klar. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn die zwei herkömmlichen Polsterungen reagieren ganz unterschiedlich unter Druck.

Gel Fahrradsattel oder Schaum?

Da ist zum einen die Gel-basierte Polsterung, die mir einen fast plüschigen Komfort beschert.

Die meisten Freizeitsportler wählen diese Art von Polsterungen. Ein Gel-Fahrradsattel eignet sich tatsächlich am besten für den durchschnittlichen Anspruch – und die durchschnittliche Beanspruchung – eignet. Denn Gelsattel geben schneller nach als Schaum.

Und Schaum bietet eine Polsterung, die schnell nach Gebrauch die ursprüngliche Form wieder herstellt. Schaum ist nicht ganz so weich wie Gel, oder um es positiv zu formulieren: Schaumpolsterungen geben auch genug Halt und Widerstand, so dass insbesondere Rennrad- und Langstreckenfahrer diese Art bevorzugen.

6. Sattelformen

Ganz speziell für diejenigen, die sich schwertun, den perfekten Fahrradsattel zu finden, gibt es auch noch einen komplett geteilten Sattel fast ohne Nase. Diese Sättel bieten den breitesten Komfort bei geringstem Druck.

Keine Nase?

Die meisten Fahrradsättel haben eine Nase, aber es gibt mittlerweile auch welche ohne. Das verringert den Druck natürlich ungeheuer. Allerdings braucht es die Nase auch, um die Balance zu halten und das Fahrrad zu kontrollieren. Fahrradsättel ohne Nase eignen sich daher eigentlich nur zur ganz bequemen Bummelfahrt bei wenig Verkehr.

Ein Loch ist im Sattel!

Doch es gibt noch andere, besondere Sattelformen. Sie haben sich vielleicht schon gewundert – warum haben einige Sättel Löcher?

Ein guter Fahrradsattel sollte die Zone zwischen den Gesäßknochen schonen. Hier laufen viele Nervenstränge und Arterien zusammen.

Die Löcher entlasten nun noch einmal zusätzlich diesen Bereich und sorgen auch für die richtige Luftzirkulation bei längeren Fahrten.

Jede Anatomie ist anders, doch die meisten Radfahrer, sowohl Männer als auch Frauen, wissen diese Aussparung zu schätzen. Es eignen sich die Sättel mit Löchern besonders für Frauen, die im Allgemeinen anfälliger für Druck- und Wundstellen sind.

Aber damit in ein ganz wichtiger, urologischer Aspekt unterschlagen, der unbedingt berücksichtigt werden sollte. Denn es wird immer häufiger darauf hingewiesen, dass diese Aussparung und besonders in Kombinationen mit Stufen-Polsterungen auch für die Krebsprophylaxe von Vorteil sind. Man spricht daher auch manchmal von Prostata-Sätteln.

7. Fahrradsattel Preis – Wie viel will man ausgeben?

bequemer fahrradsattel einstellen

Sie haben es schon bemerkt – Fahrradsättel gibt es für jedes Budget, doch es kann auch schnell teuer werden. Die Faustregel: Preise steigen, sobald die Pfunde purzeln und das Material sich verbessert.

Also ein Fliegengewicht von Fahrradsattel mit Titan-Halterung ist erwartungsgemäß teurer als der Durchschnitt. Das gleiche gilt – auch keine Überraschung – für Maßanfertigungen.

Weitere Kaufkriterien

Wenn man sich also überlegt hat, wie, wo und wie lange man mit seinem Fahrrad fahren möchte und für welches Material man sich entscheidet, kann man die Auswahl noch einmal begrenzen, und das durch

  • testen,
  • Halterung inspizieren,
  • Preise vergleichen.

Fahrradsattel Test?

Ja, natürlich! werden Sie rufen. Jedes Kind versteht, dass man den Sattel ausprobieren sollte.

Das verstehen auch die Fachgeschäfte. Sollten die nicht das genaue Modell vorrätig haben, haben sie sicherlich etwas Vergleichbares.

Man sollte den Fahrradsattel testen, indem man Positionen (Winkel) variiert, sowohl schnell, als auch langsam fährt und dabei auch gleich noch ein paar Unebenheiten mitnimmt.

Chrom oder Titan?

Die Befestigungen, mit denen Sie den Fahrradsattel an der Stange anbringen, sind entweder verchromt oder aus Titan.

Für die meisten Ansprüche ist Chrom vollkommen ausreichend, aber etwas Anspruchsvollere Fahrer wissen das stärkere, widerstandsfähigere, aber flexiblere Titan zu schätzen.

Welcher Fahrradsattel passt zu mir?

Diese Frage müssen Sie immer noch für sich beantworten. Aber wir hoffen, dass wir Sie mit den obigen Vergleichen inspirieren konnten und mit unserem Ratgeber Ihnen einige wertvolle Informationen und Kriterien mit auf dem Weg geben.

Um es ganz kurz zu machen: Wofür Sie sich auch entscheiden, maßgeblich sind Form und Breite des Fahrradsattels. Und diese werden bestimmt durch den Fahrstil und den eigenen Körperbau.

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Hier noch einmal die Faustregeln zum Schluss: Je gerader man sitzt, desto mehr Polsterung braucht man.

Je „sportlicher“ man nach vorne gelehnt fährt, desto schmaler und härter sollte der Sattel sein. Die individuelle Breite sollte der Sitzknochenabstand plus 2 cm betragen, darf aber bei aufrechter Position gern etwas breiter sein.

Und egal, welchen Geschlechts, ideal sind Aussparungen im Dammbereich, da diese den unangenehmen Druck deutlich minimieren.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem „perfekten“ Fahrradsattel? Haben wir wichtige Aspekte vergessen?

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