Die besten Puma Messer – Von der Legende zum Sammlerstück

puma messer testWie ich wieder bei einem Puma Messer gelandet bin?

Mein Outdoormesser ist zwar ok, doch ich möchte einmal eine andere Klinge schwingen.

Also schaue ich mir die Offerten unserer renommierten Solinger Marken an, da ich eine bestimmte Vorstellung habe.

Bei Puma Messer werde ich fündig, doch da gibt es Puma Solingen, Puma IP und Puma Tec?

Und dann noch Puma Individual 111? Welche Marken dahinterstecken und wie das mit der Qualität aussieht, werde ich gleich einmal auf den Grund gehen.

Hier schonmal vorab meine persönlichen Highlights, wenn Sie Ihren eigenen Puma Messer Test nicht abwarten können:

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1. PUMA White Hunter mit Hirschhornschalen

PUMA White Hunter mit Hirschhornschalen

  • Klinge: rostfreier 1.4116 Stahl
  • Klingenlänge: 155 mm
  • Gesamtlänge: 270 mm
  • Griff: Hirschhornschalen
  • Gewicht: 408 g

Puma entwarf das White Hunter für die Ostafrikanische Jagdorganisation, der europäische und amerikanische Großwildjäger angehörten. Erstmals kam es 1956 auf den US-Markt, wo es mit seiner damals innovativen Klingenform einen neuen Standard für Jagdmesser setzte.

Hohe Popularität in der deutschen Öffentlichkeit erwarb das markante Jagdmesser 1962 als Begleiter von Old Shatterhand, der es in dem Winnetou-Klassiker „Der Schatz im Silbersee“ trug.

Die Klinge

Die bis zu 5 mm dicke Klinge ist aus rostfreiem 1.4116-Edelstahl handgefertigt und endet in einer breiten Drop Point Spitze.

Diese Spitze ist auch das Wiedererkennungszeichen eines Puma White Hunter Messers.

Auch ihr Rücken ist angeschliffen, was etwas Gewichtsersparnis bringt. Der sehr bauchige Schwung verlängert die Schneidekante deutlich.

Damit verlagert sich das Gewicht weit nach vorne, um schweres Hacken und das Trennen von Wirbeln und Gelenken zu unterstützen.

Im hinteren Bereich der Schneide liegt ein kurzer Abschnitt feiner Zahnung und der Rücken endet in einer gezackten Daumenmulde.

Der Griff

Griffschalen aus Hirschhorn umschließen den Voll-Erl, der am Ende in einem leicht hakenförmigen Knauf endet. Drei Messingnieten und eine Messing-Öse zur Befestigung des Fangriemens sind auf dem Heft vorhanden.

Das an der Unterseite geschwungene Aluminium-Parierelement bietet der Hand besonders bei kraftintensivem Schneiden und Hacken Schutz vor dem Abrutschen in die Schneide.

Für manche großen Männerhände mag der gesamte Griff etwas klein ausfallen, was allerdings bei der Kopflastigkeit des Messers bewusst so gestaltet ist.

Lesenswert: Puma White Hunter Messer unter der Lupe

Das Zubehör

Das Puma White Hunter Hirschhorn wird mit einer handgenähten Scheide aus braunem Sattelleder geliefert.

Vorteile

+ das erste Messer seiner Art
+ ideal für grobe Aufgaben
+ Solinger Qualität

Nachteile

– zum Abfangen zu breite Spitze
– Rundungen schwierig nachschleifbar
– Griff relativ klein

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2. Ein Jubiläumsmesser: Das Puma Jagdmesser White Hunter 240

puma jagdmesser

  • Klinge: 14125 rostfreier Stahl
  • Klingenlänge: 15,5 cm
  • Gesamtlänge: 27 cm
  • Griff: Olivenholzschalen
  • Gewicht: 363 g

Puma hat seinen Klassiker White Hunter bereits in einer ganzen Reihe exquisiter Sonderausgaben vorgestellt. Die Editionen mit Namen wie „White Hunter II“, „Wildlife“ oder „Treibwehr“ sind mit Echtgoldbeschlägen, Gravuren in Sterlingsilber und sehr seltenen Griffschalen aus schwarzem Micarta, Grenadill- oder Jacarandaholz ausgestattet.

Das Puma Jagdmesser mit der Bezeichnung „240“ erschien 2010 zum Anlass des 240-jährigen Firmenjubiläums.

Die Klinge

Das neu aufgelegte Puma Outdoormesser wirkt mit seiner Beil-Klinge wie ein reines Haumesser, doch es bleibt ein Jagdmesser, das zur Nachsuche und zum Aufbrechen und Zerlegen starken Rot- und Schwarzwildes konzipiert ist.

Aufgaben beim Survival und Camping sind ein Klacks für rostfreien 440 C Stahl mit geprüfter Härte von 57 – 60 Rockwell.

Die Schneidekante ist durchgehend glatt geschliffen, bis auf die kleine Schleifkerbe vor der kurzen Fehlschärfe, die schön abgerundet mit dem Parierstück abschließt.

Die Schneidekanten haben ein satiniertes Finish, was die Klinge auf ihrer 15,5 cm Gesamtlänge zu einem hervorragenden Chopper macht.

Der Griff

Wahlweise ist der Griff des Puma White Hunter 2 auch in Hirschhorn erhältlich. Die Variante mit Olivenholzgriff stammt aus der internationalen Produktion (IP) der spanischen Manufaktur. Der nur leicht abgerundete 11,5 cm lange Griff lässt sich gleich gut von Links- und Rechtshändern führen.

Wie gehabt setzt Puma die typischen drei Messingnieten und die Lanyard-Öffnung, um den Vollerl zu fixieren.

Das Zubehör

Wie allen White Hunter Jagdmessern liegt dem 240er Jahresmesser ein handgenähtes braunes Leder-Holster mit Gürtelschlaufe bei.

Vorteile

+ werksmäßig scharf geschliffen
+ günstiger als deutsche Fertigung
+ schnitthaltige Klinge

Nachteile

– unansehnliches Olivenholz
– minderwertiges Leder der Scheide
– teilweise schlampige Fertigung

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White Hunter vs. White Hunter 240

Das ursprüngliche White Hunter behielt ein halbes Jahrhundert lang seine Vorreiterrolle unter den großen Jagdmessern. Die Erkenntnisse über Ergonomie entwickelten sich in dieser langen Zeit weiter, was am dynamischen Design des White Hunter 240 Jagdmessers gut erkennbar ist.

An der Neuauflage wurde keinesfalls etwas rationalisiert, sondern das Gegenteil ist der Fall. Das 240er Messer wiegt 120 g mehr als das Original und das überarbeitete Design der Griffschalen kommt der Haptik entgegen. Olivenholz empfinden viele Nutzer einfach angenehmer in der Hand als knittriges Hirschhorn.

Die Schneide ist breiter, dafür allerdings von 5 mm auf 4 mm Stärke reduziert.

Auch die Gestaltung des Schliffs erhielt ein Remake. Bei der Schneidkante verzichtete Puma auf den partiellen Wellenschliff, da dieser lange, saubere Schnitte eher behindert.

Ebenso fehlt die Fingermulde (Choil) vor dem Parierstück. Die Daumenauflage am Rücken, beim Wild Hunter I noch gezackt, ist hier flacher und glatt.

Wo das Original mit einer erhabenen Linie die Blattmitte markiert, ziert die Breitseite der Neuauflage eine polierte glatte Fläche, die der Kennzeichnung Platz bietet. Sie teilt in elegantem Schwung den Messerrücken in zwei separat geschliffene Segmente auf.

Das Parierstück, beim Wild Hunter 1 aus Edelstahl gefertigt, wird beim Puma 240 Jagdmesser zum Glanzpunkt aus poliertem Messing.

Die zugehörige Lederscheide besteht beim White Hunter I aus geschmeidigem Sattelleder, bei der spanischen Produktion hört man Klagen über minderwertige Lederqualität. Allerdings heißt es in der Artikelbeschreibung ausdrücklich „Lederscheide“, jedoch nicht „Sattelleder“.

3. Der stolze Spanier: Puma Messer IP Outdoor Palmwood

Puma Messer IP Outdoor Palmwood

  • Klinge: rostfreier 1.4125 Stahl
  • Klingenlänge: 13,4 cm
  • Gesamtlänge: 24,5 cm
  • Griff: Palmenholz
  • Gewicht: 200 g

Sein Name „IP Outdoor Palmwood“ verrät ohne Umschweife, um was es geht: ein kerniges Outdoormesser aus Pumas spanischer Kooperative, das seine Stärken beim Hacken ausspielt. Trotzdem ist es nicht zu schwer und von transportabler Größe, was es für vielfältige Aufgaben prädestiniert.

Die Klinge

Dieses Messer ist aus einem einzigen Stück rostfreiem 1.4125 Stahl herausgearbeitet. Die Schneidenform an sich ist wenig bauchig, was sie beweglicher fürs Batoning macht.

3,5 mm Klingenstärke machen sich bei 13,4 mm Länge in angenehm handlichen 200 g Gesamtgewicht bemerkbar. Der werksseitig tadellos scharfe Schliff formt sich übergangslos zum Handschutz aus.

Der Klingenrücken verläuft kerzengerade ohne Daumenablage. Rund zwei Drittel bis zur relativ schlanken Drop Point Spitze ist zudem angeschliffen: so sieht das ideale Arbeitsmesser aus.

Der Griff

Einmal ganz etwas anderes hat sich Puma für die Griffschalen einfallen lassen – Palmenholz, ein widerstandsfähiger Werkstoff, wie er traditionell am Mittelmeer Verwendung findet. Rein optisch macht die interessante Maserung viel her: Käufer loben die erstklassige Verarbeitung und wie gut der Griff in der Hand liegt.

Das Palmwood findet man in einigen Angeboten mit nur zwei anstatt üblicherweise drei Messingnieten. Direkt bei Puma ist eine zusätzliche silberfarbene Niete in der Griffmitte gesetzt und der Preis liegt rund 20 Euro höher. Bei den ansonsten gleichen Ausführungen ist die Fangriemenöse am hinteren Ende vorhanden.

Das Zubehör

Das Puma Outdoormesser steckt in einer robusten Lederscheide. Vereinzelte Kritiken beziehen sich auf die unsaubere Verarbeitung: Die Stärke des Leders wird durch mehrere dünne, aufeinandergelegte Lagen erreicht.

Damit die offenen Kanten nicht irgendwann wie ein Fächer auseinanderstehen, werden sie verklebt. Dieses unsaubere Finish wertet das Gesamtbild des Gürtelholsters leider ab.

Vorteile

+ 4 Jahre Garantie
+ aus einem Stück gefertigt
+ liegt gut in der Hand

Nachteile

– unsauberes Finish der Lederscheide

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4. Ein Pfund Survival – Puma Deutsches Expeditionsmesser

Puma Deutsches Expeditionsmesser

  • Klinge: rostfreier 1.4116-Stahl
  • Klingenlänge: 17 cm
  • Gesamtlänge: 29 cm
  • Griff: Integral
  • Gewicht: 448 g

Das Deutsche Expeditionsmesser wurde von A. J. Lennartz entworfen. Es besticht durch sein spezielles Design, bei dem die Full-Tang-Klinge für den Griff verwendet wird.

Ursprünglich stammt das Expeditionsmesser von der Firma Karl Schlieper, die 1306 Stück herstellte. Nach dem Konkurs 1989 erwarb Puma die Rechte an dem Schlieper Expeditionsmesser und brachte es ab 1991 unter eigenem Namen auf den Markt.

Die Klinge

Die Klinge ist 17,0 cm lang und mit einer Stärke von 5,0 mm für jede Art von Outdoor-Aktivitäten geeignet. Ihr Rücken ist gerade ohne Daumenmulde und endet in einer Clip-Point-Spitze. Die Unterkante ist über die gesamte Länge ohne Fehlschärfe und Coil bis zum Handschutz glatt geschliffen.

Verwendet wurde hier 1.4116. Edelstahl. Diese nicht allzu harte Klinge der Rockwell-Kategorie 55 – 57 HRC mit muss zwar öfter geschliffen werden, doch Zähigkeit ist bei vielen Tätigkeiten vorteilhafter gegenüber sprödem Carbonstahl.

Der Griff

Der Rahmengriff in Skelettbauweise verleiht dem Messer höchste Stabilität, da Erl und Klinge aus einem Stück bestehen. Seine Unterseite hat eine konvexe Form, die gut in der Hand liegt. Ein Quersteg teilt die mittige Öffnung.

Der gerade Knauf des 12 cm langen Griffteils kann als Hammerfläche benutzt werden und wer den Grip verbessern möchte, kann das Griffstück mit einem Lanyard umwickeln.

Das Zubehör

Zu dem ziemlich puristischen Deutschen Expeditionsmesser spendiert Puma eine hochwertige dunkelbraune Lederhülle und verschickt das Set in einer schönen Holzschatulle.

Vorteile

+ einfach nachzuschärfen
+ zähe Klinge
+ sehr robust

Nachteile

– rutschiger Griff
– zieht Kälte an

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5. Ein Puma IP Catamount Olive Jagdmesser für die kleine Beute

  • Klinge: rostfreier 440 C Stahl
  • Klingenlänge: 9,2 cm
  • Gesamtlänge: 20,5 cm
  • Gewicht: 130 g

Puma benennt sein Catamount Outdoormesser nach einer Wildkatze, die dem Cougar ähnelt. Das schlichte Äußere des Messers lässt auf den ersten Blick nicht die Kraft und Wendigkeit erkennen, die in ihm steckt – genau wie bei der träge in der Sonne dösenden Großkatze.

Zum 222. Firmenjubiläum von Puma erschienen 222 exquisite Exemplare des Catamount mit Ahornbeschalung, einer hoch schnitthaltigen Klinge aus 154 CM Stahl und 29 cm Gesamtlänge in einer Holzbox.

Die Klinge

Das handgefertigte Puma IP Catamount Olive stammt aus spanischer Produktion. Die Full Tang Klinge wurde aus 440C rostfreiem Stahl mit 57 – 60 HRC Rockwell-Härte hergestellt, um ihre scharfe Schneide und Gesamtwirksamkeit auf lange Sicht beizubehalten.

Die hohl geschliffene Schneidekante ist mit einem breiten satinierten Finish versehen und der gerade Rücken läuft ohne Daumenmulde durch. Eine kurze Fehlschärfe und ein kleines Parierstück begrenzen die Schnittkante am Griffende.

Der Griff

Die gemaserten Griffschalen aus hellem Olivenholz harmonieren schön mit den Messingbeschlägen. Der leicht gekrümmte Griff entlastet die Arbeitshand bei Schneide- und Schnitzarbeiten. Zum Spalten oder Holzhacken hat das Catamount schlicht zu wenig Masse.

An der Unterseite ist eine Fingermulde eingearbeitet, womit sich das Messer bei Feinarbeiten gefühlvoll führen lässt. Verhaltene Kritik hört man über die Verarbeitungsqualität des an sich wunderbaren Messers:

Der Flacherl steht teilweise über den Griffschalen hinaus, was eine unangenehme Kante ergibt. Möglicherweise wird zu frisches Holz verarbeitet, das von Hand bündig angepasst wird und bei der Lagerung einschrumpft.

Das Zubehör

In der mitgelieferten Steckscheide können Sie das Messer am Gürtel tragen. Die Klingenlänge liegt vom Waffengesetz her gesehen im grünen Bereich.

Vorteile

+ ein Handschmeichler
+ ein handliches Allroundmesser
+ fällt nicht unter das Waffenrecht

Nachteile

– Scheide ohne Verschluss
– teils Erl und Holz nicht bündig

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6. Der Platzhirsch mit den drei Gesichtern: Puma Messer IP Catamount II Stag

  • Klinge: rostfreier 440 C Stahl
  • Klingenlänge: 11,4 cm
  • Griff: Olive, Eiche, Hirschhorn
  • Gesamtlänge: 222 cm
  • Gewicht: 198 g

Puma stellt seine Kunden beim IP Catamount II Jagdmesser vor die Qual der Wahl: Es gibt drei Griff-Varianten, die jedes für sich besonderen Charme ausstrahlen. Dunkles Eichenholz, zünftiges Hirschhorn (Stag) sowie schön gemasertes Olivenholz.

Die Klinge

Spanische Messermacher haben Klinge samt Flacherl aus einem Stück rostfreien 440 C Stahl herausgearbeitet. Das Blatt verbreitert sich zum Griff leicht, sodass die Drop Point Spitze relativ kurz wirkt.

Drei Millimeter Rückenstärke und eine feine hohl geschliffene Schneidekante verleihen der Klinge gute Kraftübertragung, wenn sich das Schnittgut zäh, fest oder allgemein widerspenstig gibt. Ein halbrundes Parierteil(-chen) setzt den Übergang zum Griff.

Der Griff

Der hintere Bogen des Parierteils setzt sich in die extra flache Mulde für den Zeigefinger fort, drei weitere Bögen sowie das hintere Parierstück verleihen der so umschlossenen Hand sehr guten Grip.

Wie schon gesagt, stehen Eichenholz, Hirschhorn und Olive als Griffoption zur Auswahl, was sich auch in unterschiedlichen Verkaufspreisen niederschlägt. Das Design ist natürlich identisch mit drei Nieten und der Fangriemenöse am Ende.

Das Zubehör

Zum bequemen Transport unterwegs liegt eine Steck-Scheide aus Sattelleder mit Gürtelschlaufe bei. Beides zusammen wird in einer Geschenkbox mit Zertifikat und Schleifanleitung geliefert.

Vorteile

+ schnitthaltige Allroundklinge
+ hochwertige Materialien
+ mit Holzgriffen preiswert

Nachteile

– ohne Schleifkerbe und Daumenrampe
– werksmäßig stumpfe Auslieferung
– teils unsaubere Verarbeitung

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Puma Catamount I vs. Puma Catamount II

Das Catamount 2 reicht genau bis an die frei tragbare Klingenlänge heran. Die Gesamtlänge wächst von 20,5 cm auf 22,2 cm. Den Zuwachs verbucht allein die Klingenlänge von 9,2 cm auf 11,4 cm, doch ihre Stärke wurde bei 3 mm belassen.

Damit erhält das Catamount II einen weiteren Wirkungsbereich, indem es deutlich längere Schnitte zieht, was die Arbeit effizienter gestaltet. Dieser größere Hebel benötigt natürlich mehr Krafteinsatz.

Dem kommt wiederum der aufwendige Griff entgegen, der beim Catamount 2 an der Unterseite mit vier Fingermulden gestaltet ist. Bei der kleinen Ausführung ist nur die Zeigefingermulde mit dem Handschutz vorhanden, was bei feinen Schneidearbeiten oder beim Broteschmieren unterwegs völlig ausreicht.

Größe geht natürlich ins Gewicht, was beim Catamount II etwa 60 g mehr ausmacht. Warum auch immer, mit Olivenholz-Griffen ist das kleine Catamount teurer.

7. Ein Vintage Multitool: Das Puma Jagd Und Waidmesser

  • Klinge: rostfreier 1.4109 Stahl
  • Klingenlänge: 11,1 cm
  • Griff: Hirschhornschalen
  • Gesamtlänge: 22,9 cm
  • Gewicht: 238 g

Die enge Zusammenarbeit von Puma mit dem Forstmann Walter Frevert brachte viele jagdliche Messer hervor, die nach seiner Beratung angefertigt zu Klassikern wurden.

Dazu zählt auch dieses Puma Waidmesser für Schalenwild, das der Nachfolger des „Jägermessers“ ist.

Die Klinge

Es handelt sich um ein mittelgroßes Messer von knapp 30 cm Gesamtlänge, das für kleines bis mittelgroßes Wild eingesetzt werden kann. Seine recht schlanke Klinge mit vorstrebender Spitze penetriert mit geringerem Kraftaufwand feste Schwarten und Muskelgewebe.

Das 4 mm dicke Blatt wurde als Full Tang aus rostfreiem 1.4109 Stahl gestaltet, was das Puma Waidmesser beim Hebeln belastbar macht. Die Rockwell-Härte 55 – 58 HRC ermöglicht schnelles Nachschleifen zwischendurch.

Die Schneidekante ist fein und glatt geschliffen, weder Schor noch Fehlschärfe ist vorhanden. Das Parierstück liegt relativ weit vor den Griffschalen, da sich im Metallbereich die Fingermulde anschließt. Auf eine Daumenrampe wurde verzichtet, da die Grifftechnik beim Öffnen dies anscheinend erübrigt.

Der Griff

Erstklassige Hirschhorn-Griffschalen an Werkzeugen kennzeichnen wie der Gamsbart die Jägerzunft. Doch die Magie des Waidmessers liegt in seinem Innern: Eine starke Knochensäge mit Kapselheber und eine Aufbruchklinge mit Daumenkerben zum Aufklappen sind hier integriert.

Die Einschubfächer beider Werkzeuge trennt der Vollerl und als Drehachse fungiert die hintere der drei Nieten. Alles zusammen wiegt knapp 240 g.

Laut Hersteller stammt das Hirschhorn von einem der größten Vertreter seiner Art, dem Cervus Elaphus Rothirsch. Diese Spezies steht inzwischen auf der IUCN Red List für gefährdete Tierarten.

Das Zubehör

Jederzeit griffbereit kann das Messer in der zugehörigen braunen Lederscheide am Gürtel getragen werden. Wer es noch kompakter bevorzugt, sollte sich einmal das optisch sehr ähnliche Puma Jagdtaschenmesser mit den gleichen Werkzeugen ansehen.

Vorteile

+ bewährter Klassiker
+ in Solingen gefertigt
+ integrierte Knochensäge und Aufbrechklinge

Nachteile

– ohne Fangriemenöse

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8. Das Puma Cougar spielt in der größten Messerklasse

  • Klinge: rostfreier 1.4112 Stahl
  • Klingenlänge: 16,5 cm
  • Griff: Hirschhornschalen oder Jacaranda-Holz
  • Gesamtlänge: 29 cm
  • Gewicht: 320 g

Das schwere Jagdmesser Puma Cougar wird nach dem Entwurf des renommierten Messermachers Richard Hehn gefertigt. Es zählt seit Jahrzehnten zu den Klassikern bei den jagdlichen Puma-Messern.

Das Cougar ist auch in Varianten mit Griffschalen aus Jacarandaholz oder mit einer Damast-Klinge ein begehrtes Sammlerstück.

Die Klinge

Die 16 cm lange Klinge ist aus rostfreiem 1.4112 Hochleistungsstahl geschmiedet. Ihre Härte beträgt gut nachschärfbare 55 – 57 Rockwell, was für ihre Zähigkeit spricht.

Mit stattlichen 5,5 mm Rückenstärke weist die Klinge die passende Dimension zum Aufbrechen von Hochwild als auch zum Zerschlagen von Schalen, Holz oder anderen Objekten auf.

Der glatte Schliff läuft durchgehend von der fast dolchähnlich lang gezogenen Drop Point Spitze bis zur Fehlschärfe.

Der Griff

Ausgewählte Griffschalen aus Hirschhorn machen jedes Cougar Messer zum Unikat. Das solide beidseitige Parierstück stützt die Hand bei groben Arbeiten ab.

Beide Elemente sind aus hochglänzendem Edelstahl gefertigt. Das hintere Ende des Hefts ist mit einer Fangriemenöse versehen und endet mit abgerundetem Parierstück.

Das Zubehör

Die Lieferung enthält zum sicheren Transport eine handgenähte Scheide aus geschmeidigem Sattelleder, das Messer selbst präsentiert sich in einer hochwertigen Geschenkbox.

Wissenswertes zum Puma Cougar Jagdmesser

Das Puma Cougar Messer besitzt keinen durchgehenden Flacherl, sondern Griffstück und Klinge sind miteinander verbunden. Die Klinge läuft in einem 3,5 cm langen Ricasso-Erl aus.

In diesem Erl befindet sich eine Öffnung mit dem Durchmesser einer 5-Cent-Münze. Zwecks Aufnahme des Erls ist das Griffstück vorn geschlitzt. Auf Höhe des Knebels ist am Griffstück eine zweite, gleich große Öffnung eingelassen.

Nachdem die Klinge eingesetzt ist, wird die massive Niete mit dem Puma-Logo durch die Backen eingeschlagen. Da diese Niete größer ist, fixiert sie die Klinge bombenfest.

Diese Bauweise benutzte Puma bereits beim Vorgänger des Cougar, dem Defender und beim Modell Ironman. Auch bei den Damastmessern dieser Reihe wird so verfahren.[Quelle: Jörg Hübner, Messerdesigner]

Vorteile

+ ästhetisch ausgewogenes Design
+ wertvolles Sammlerstück
+ hochwertige Sattelleder-Scheide

Nachteile

– Klingenlänge nur zur beruflichen Nutzung erlaubt
– zum Abfangen zu breite Klingenspitze

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Puma hat Messergeschichte geschrieben

Die Marke Puma zählt zu den ältesten Deutschen Unternehmen. Die Eintragung in die Solinger Messermacherrolle ist auf 1769 datiert, doch schon weit früher betrieb Puma-Gründer Johann Wilhelm Lauterjung eine Schleiferei an den Ufern der Wupper.

Mithilfe von Wasserkraft und Sandsteinen erhielten Klingen für Säbel, Friseurscheren, Rasiermesser und Hirschfänger ihren Schliff.

Die Erfindung der Dampfmaschine bewog den Urenkel des Gründers 1855, die Fabrikation ins nahe gelegene Solingen anzusiedeln. Hier entstanden die ersten Puma Klappmesser, ein Puma Hirschfänger sowie Säbel und Stilette.

Das Deutsche Fahrtenmesser

Bis dahin expandierte Puma im großen Stil und stieg ins Exportgeschäft ein. Ab 1933 produziert Puma nach Vorgaben der Kriegsindustrie Offiziersdolche, Bajonette und ein Deutsches Fahrtenmesser, das bis 1945 die HJ und das Jungvolk als optionale Ausrüstung zur Uniform trugen.

Ab 1946 modifizierte Puma das Deutsche Fahrtenmesser für Pfadfinder und das Grundmodell diente als Vorlage für das alte BW-Feldmesser. Daneben lief die zivile Fertigung von Haushalts- und Taschenmessern wieder an.

Doch es mit der großen Anzahl Solinger Messermacher gleichzutun, empfand der Ehemann von Renate Lauterjung als unbefriedigend. Ab 1953 macht Oswald von Frankenberg und Ludwigsdorf sein Hobby zum Beruf: Der passionierte Jäger tat sich mit Oberforstmeister Walter Frevert und dem Schweißhundeführer Tassius zusammen.

Lesenswert: Fahrtenmesser – Die Top 5 im Vergleich

Die Puma Klassiker entstehen

Funktionelle Arbeitsmesser für die Jagd, für Angler und Outdoorfreunde sollten fortan zum neuen Schwerpunkt im Hause Puma werden. Unter fachlicher Beratung genannter Spezialisten entstanden praxisorientierte Produkte, die heute wertvolle Sammlermesser sind:

nach Walter Frevert entstanden

  • der Jagdnicker, das Waidmesser
  • das Waidbesteck (Waidblatt u. Nicker im Set)
  • die Saufeder, das Universal Jagdmesser

nach Tassius entstanden

  • der Wildtöter
  • das Jagdmesser Rüdemann

Eine Legende wird geboren: Der White Hunter

Alte Puma Messer setzen Standards, doch gehen sie auch mit der Zeit. Als bestes Beispiel prägt das White Hunter mit seinen zahlreichen Editionen und hochkarätigen Sonderausgaben den „Puma Stil“.

Das 1956 für die Ostafrikanische Jagdgesellschaft gefertigte Messer hatte ein bis dato völlig neues Klingendesign: eine mächtige Schneide, die bei der Nachsuche Astwerk beseitigt und dann auch am Wild zum Einsatz kommt.

Das Puma Auto Messer, ein Allrounder für alle Fälle


Der große Erfolg auf dem amerikanischen Markt bewog Puma, das White Hunter leicht abgewandelt für Nicht-Jäger aufzulegen.

Es entstanden das Puma Automesser mitsamt Halterung für Pkws, dass sich nur durch den Holzgriff vom White Hunter unterschied. Wie die rundum nutzbare Klinge zum Hebeln, Hämmern und Hacken dient, wird in der ausführlichen Gebrauchsanweisung beschrieben.

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Was unterscheidet das Puma Überlebensmesser für Piloten?

Die Deutsche Luftwaffe orderte das Puma Automesser erstmals 1967 als Überlebensmesser. Es stellte sich heraus, dass hohe Gravitationskräfte bei Einsatz des Schleudersitzes die Klinge durch die Scheide drückte und die Uniform zerschnitt.

Glücklicherweise kam es zu keinen Verletzungen, doch Puma verstärkte umgehend die Holsternaht mit einer dicht gesetzten Reihe Nieten.

Das Puma Automesser lernt schwimmen

Mit Kunststoff- und Gummikomponenten ausgestattet kam das Puma Auto Messer als Boots- und Tauchermesser als „Frogman“, „Skipper“, und „Capri“ ins Sortiment. Großkunden sind beispielsweise Feuerwehren, THW, Küstenwache und GSG 9.

Who is who bei Puma Knives

Puma ist längst einer der größten Global Player, was qualitative Messer betrifft. Die klassischen Gebrauchsmesser werden immer noch mittels traditioneller Handarbeit, doch auch mit modernster Fertigungstechnologie in Solingen hergestellt.

Ob es sich um ein kleines Taschenmesser oder das gewaltige Puma Bowie Messer dreht: Beim technisch ausgereiften Design bringen bekannte Messermacher und Outdoor-Experten ihr Know-how ein.

Auf Pumaknives, so der Name der Homepage, präsentiert sich das Hauptsortiment aus deutscher Fertigung:

  • klappbare und feststehende Jagdmesser, Trekking- und Outdoormesser
  • Wassersportmesser, Sportschließmesser
  • Sammler- und Ambientemesser
  • Zubehör, Accessoires, Pflege-Utensilien

In Solingen arbeitet das Puma Qualitätsmanagement. Die durchgehende Rückverfolgung aller Produktionsschritte ist bei jedem einzelnen Messer über die 1965 eingeführte Garantienummer möglich.

Puma IP – die Internationale Produktion

Seit 2003 besteht die Zusammenarbeit mit spanischen Partnern. Puma Solingen liefert das Design, überwacht die Produktion und führt die abschließende Qualitätskontrolle durch, die Fertigung erfolgt in Spanien.

Der mediterrane Einfluss zeigt sich in der häufigen Verwendung von widerstandsfähigem Oliven- und Palmenholz für die Griffschalen. Bewährte Klingen der Serien Hunter, Pal und Jagdnicker erhielten 2010 ein Remake im Olivenholz-Look.

Puma IP Messer sprechen mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis Outdoorfreunde und Profis gleichermaßen an.

Puma Tec Messer – die moderne Linie

In dieser internationalen Auftragsfertigung lässt Puma ein sehr großes Messer-Spektrum produzieren. Seit 2008 finden Messerliebhaber vom klassischen Puma Tec Gürtelmesser mit Sandelholzgriff bis zum Puma Tec Einhandmesser im taktischen Alu-Design alles, was das Outdoor-Herz höher schlagen lässt.

Bei den Griffmaterialien werden sowohl exotische Hölzer, Hirschhorn, Metalle als auch Kunststoffe wie G-10 verarbeitet. Besonders schnitthaltige Klingen bestehen aus Keramik oder Damaststahl, wobei ausgefallene Designs und Farbgebung eine Spezialität der Puma Tec Outdoormesser darstellt.

Puma individual 111 – das jüngste Konzept

Mit einem Online-Konfigurator können Sie sich aus vielerlei Komponenten wie Stahlsorte und Klingenform, Griffmaterial, Intarsien, Backen, bis hin zur Gravur ein individuelles Messer zusammenstellen und anfertigen lassen (Quelle: puma-individual.de)

Schnäppchen aus dem Puma Messer Werksverkauf

Das Wunschmesser vor dem Kauf in die Hand zu nehmen und mit anderen Modellen zu vergleichen ist im Solinger Werksverkauf möglich. Im Verkaufsraum können Sie aktuelle Messer sowie Auslaufmodelle von Puma-Solingen, Puma Tec und Puma IP zu vergünstigten Preisen erstehen.

Die Puma Klinge hat ein Loch!

Vielfach sehen Käufer das kleine Loch auf der unbeschrifteten Klingenseite als Fertigungsmangel, doch es ist genau umgekehrt ein Qualitätsmerkmal: Zur Rockwell-Härteprüfung wird ein Diamantkegel aufgepresst, dessen Eindrucks-Tiefe den HRC-Wert ergibt.

Fazit

Messer von Puma sind Messer fürs Leben. Haltbarkeit, Ergonomie und Ästhetik finden bei allen Modellen zueinander, doch die Hauptsache ist, dass dieses Messer zu Ihnen und den zugedachten Aufgaben passt.

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Ob Sie klassische Hirschhorngriffe an einer handgeschmiedeten Klinge bevorzugen oder lieber das modernste High-Tech-Tool mitführen, ist zweitrangig: Auf ein Jagdmesser muss man sich verlassen können, es ist das wichtigste Teil der Ausrüstung.

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