Ich brauche keine Wildkamera. Bei mir genügt ein Blick aus dem Fenster in den Wald oder aus dem Auto. Neulich auf dem Weg nach Hause sind mir tatsächlich der Reihe nach erst drei Rehe vor das Auto gesprungen, dann ein Fuchs, gefolgt von einer Eule – na gut, die ist natürlich streng genommen nicht gesprungen. Und dann saß auch noch ein beleibter Kater auf dem Feldweg und glotzte mich einfach nur scheel an.

Was soll man sagen, bei so viel „Wild“ auf einmal erwischte ich mich dann doch dabei zu überlegen, ob mein Totem-Tier mir etwas mitteilen wollte (und wenn ja, welches der vier es wohl wäre – ich wünsche mir die Eule und fürchte doch, es ist die fette Katze).

Diese Frage kann und will ich hier nicht erschöpfend behandeln, wohl aber die Frage, für wen Wildkameras gedacht sind und wann sich die Anschaffung einer solchen lohnt.

Heute besprechen wir die besten Wildkameras im Test, worauf es bei einer Wildkamera ankommt und wie man sie am besten tarnt.

Doch schon vorab die Wild Überwachungskamera Testsieger 2016 für Eilige:

Der erste Platz geht an die Wild-Vision Full HD 5.0
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Der Preis-Leistungssieger ist eindeutig die TEC.BEAN HD Wildkamera
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Aber kommen wir zu unserem Vergleich der Wildkameras 2016.

1. Wild-Vision Full HD 5.0 Wild Überwachungskamera

Wild-Vision Full HD 5.0 - die beste Wild Überwachungskamera im TestDiese Kamera wurde nicht ohne Grund von der Deutschen Jagdzeitschrift zum Testsieger gekürt. Auch ich gratuliere zu dieser gelungenen Kombination aus solider Technik und robuster Ausstattung.

Ich halte diese Kamera für eine sehr gute Überwachungskamera, als Wildkamera für den Durchschnittsbürger empfehle ich meinen Preis-Leistungssieger aufgrund der unten aufgeführten Nachteile bzw. der Ausstattung der Tec.Bean.

Ob Sie diese Kamera im Garten oder tatsächlich als Wildkamera benutzen möchten, der geringe Stromverbrauch und die 8 GB Speicherkarte macht diese Kamera sehr flexibel einsetzbar.

Auch beeindrucken die verschiedenen Modi, die neben Foto und Video auch einen Kombimodus anbieten, und das Zubehör im Lieferumfang.

Weitere Vorteile: Die Kamera hat allerhand Pluspunkte, doch das beste ist wohl die Einsatzfähigkeit auch bei bitteren Frosttemperaturen. Auch sind im Lieferumfang Batterien, USB-Kabel, Videokabel, Montagegurt und eine 8 GB Speicherkarte enthalten.

Nachteil: wetterbeständig mit Schutzklassse IP54, geringer Erfassungswinkel, Sensorreichweite lässt auch zu wünschen übrig.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick

  • Unsichtbarer Black Flash,
  • Blitz-Reichweite von bis zu 20 Meter,
  • Foto, Video sowie Kombi-Modus,
  • Infrarot-Sensoren, 52 Grad,
  • umschaltbare No Glow -LEDs (19 bzw. 40),
  • Display 5,2 cm.

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2. TEC.BEAN HD Wildkamera

TEC.BEAN HD WildkameraDie hochauflösende Kombikamera ist für Tag und Nachtaufnahmen bestens geeignet. Sie hat ebenfalls einen geringen Stromverbrauch (laut Herstellerangaben – im Stand-by Modus weniger als 0,3mA).

Vor allem überzeugt diese Kamera bei diesem Preis wegen ihrer Wetterbeständigkeit, der 0.6 Sekunden Auslösezeit, dem Weitwinkel von 120 Grad und dem patentierten Bewegungsmelder.

Mein Preis-Leistungssieger und beste Wildkamera für den Alltgsgebrauch!

Weitere Vorteile: Weitwinkel von 120 Grad, patentierter Bewegungsmelder auch für Reptilien geeignet.

Nachteil: Geringer Lieferumfang.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick

  • Unsichtbarer Black-LED-Blitz,
  • Sensorreichweite von bis zu 23 Meter,
  • Foto, Video sowie Kombi-Modus,
  • Zeitraffer-Funktion,
  • 12 Megapixel,
  • No-Glow-Infrarot,
  • LED Display 5,2 cm,
  • wetterbeständig mit Schutzklassse IP66,
  • Auslöser 0,6 s.,
  • Foto- und Videobezeichnungen (Druck, GPS, Mondphase, Uhrzeit, Datum und Kamera-ID),

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3. CCbetter Wildkamera

Wildkamera CCbetter 2,4 Zoll 12 MegapixelEine wunderbare Kamera für Einsteiger von Tierfotos und Videos. Die Ausstattung kann sich fürwahr sehen lassen, allein bei der Wetterbeständigkeit gibt es gehörige Abzüge.

Vorteile: Weitwinkel von 120 Grad, großes Display, 32 GB Speicherkarte, sämtliche Funktionen.

Nachteil: Weniger wetterbeständig, nur IP 54.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick

  • Infrarot,
  • Sensorreichweite von bis zu 25 Meter,
  • Foto, Video sowie Kombi-Modus
  • 12 Megapixel,
  • No-Glow-Infrarot,
  • wetterbeständig mit Schutzklassse IP54,
  • hohe Bildfrequenz und Intervallfunktion,
  • Extra-Funktionen: Gleitzeit, Zeitraffer, Auslöseverzögerung,
  • Display 6 cm.

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4. SecaCam HomeVista Full HD

SecaCam HomeVista Full HDAuf dem vierten Platz bei ebenfalls vergleichbaren Kosten kommt die SecaCam, die wie der Name schon verrät wieder eher in die Kategorie Haus- und Hofüberwachung fällt.

Weitere Vorteile: Das Tarnmuster macht es fast überflüssig, die Kamera zusätzlich zu tarnen. Auch bei dieser Kamera ist der Lieferumfang wieder recht großzügig,  8 GB Speicher, acht Batterien, Montagegurt, USB- und Video- Kabel.

Nachteil: Wetterbeständig nur mit Schutzklassse IP54, Weitwinkel nur 100 Grad.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick

  • 100° Weitwinkel ohne Bildverzerrung
  • Dark Motion Freeze Technologie für noch schärfere Nachtaufnahmen
  • Auslöser 0,4 sec.
  • Black Flash-LED-Blitz
  • Nachtsicht-Reichweite auf 15 Meter
  • Infrarot-Sensoren
  • verstellbar: 25-56 No-Glow-LEDs

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5. Crenova 12MP HD Wildkamera

Crenova 12MP 1080P HD Wild Überwachungskamera 120 grad weitwinkelDiese Kamera, bis auf wenige Highlights, liegt bei ungefähr dem gleichen Preis der Tec.Bean grundsätzlich im unteren Mittelfeld und bei unserem Vergleich auf dem letzten Platz.

Weitere Vorteile: 1 Jahr Garantie, Intervall, Zeitraffer, Timer, Kennwortschutz, Zeitstempel, Serie, Alarm bei niedriger Batterieleistung.

Nachteil: Wetterbeständig nur mit Schutzklassse IP54.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick

  • Video mit Audioaufname,
  • Foto mit 5 Megapixel, Video 12 Megapixel,
  • Erfassungswinkel 120 Grad,
  • Infrarot-Filter IR-Filter,
  • 42 LED für Nachtsicht auf 20 Meter,
  • Zeitstempel.

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Mit Wildkamera Wild beobachten

Natürlich sind Wildkameras hauptsächlich für Jäger gemacht, klar. Doch werden diese kleinen und oft gut getarnten Kameras immer beliebter bei Tierfreunden oder Fotografen. Und schließlich benutzen einige Leute diese Kameras auch, um Haus und Hof zu überwachen.

An dieser Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten wird eines schnell klar: die Kategorie „Wildkamera“ ist so weit gefasst, dass man schon genau spezifizieren muss, wofür man sie möchte. Denn die jeweiligen Einsatzbereiche fordern ganz unterschiedliche Eigenschaften von den Kameras.

Und in diesem Sinne lohnen sich bestimmte Kameras eben und andere nicht. Ich möchte auf diese jeweiligen Anforderungen kurz eingehen.

1. Professionelle Wildkameras – Die „Platzhirsche“

Beginnen wir mit den eher „professionelleren“ Kameras für Jäger. Diese sind relativ teuer und dienen dazu, den Wildbestand im Revier zu kontrollieren, individuelle Tiere zu studieren sowie bestimmten Revierverhalten auf die Spur zu kommen.

Das geht am besten mit einer (geruchsneutralen) Wildkamera, und die Vorteile liegen auf der Hand. Das gute Wild hält sich an keinen Fahrplan, man will nicht 24 Stunden im Hochsitz verbringen, die Auslöseverzögerung ist lang und so weiter.

Die Anforderungen an eine derartige Kamera sind relativ hoch. Die Tiere sind zumeist nachtaktiv oder in der Dämmerung unterwegs, das bedeutet – Nachtsicht und man braucht mindestens einen Infrarot-Blitz, um die Tiere nicht zu verschrecken.

Da die Tiere größtenteils in Bewegung sind, nicht immer den gleichen Pfaden folgen und sich nicht immer im gleichen Abstand zur Kamera befinden, braucht es:

  • eine hohe Bildfrequenz,
  • schnelle Auslöser,
  • im Nahbereich, wie auf Distanz eine gute Bildschärfe, also eine entsprechende Auflösung,

um nur einige Faktoren zu nennen.

Auch sind diese Kameras viel stärker den Witterungsbedingungen ausgesetzt und sollten über langlebige Akkus oder Batterien verfügen, sowie einer großen Speicherkarte.

2. Günstige Wildkameras – „Kleiner Tierfreund“

In meinem oben beschriebenen Fall wäre es nun aber doch schön gewesen, eine Kamera gehabt zu haben.

Hier geht es weniger um professionelles Tracking, als eher um die Faszination Tierwelt und darum, die vielfältigen Arten zu beobachten. Oder eben auch ganz bestimmte Tiere genauer zu betrachten, wie Vögel zum Beispiel.

Oder man wünscht sich wie ich einen Beweis für das Spektakel. denn einen Fuchs oder einen Waschbären sieht man nicht alle Tage. In diesem Fall der einmaligen Vorkommnisse tut es vielleicht auch ein normaler Blitz, erst recht, wenn man tagsüber die bunte Farbenpracht einfangen möchte.

Und vertreiben kann man die Tiere dann auch nicht so leicht (und in meinem Fall waren sie ja ohnehin gewissermaßen auf der Durchreise).

Dennoch, ein schneller Auslöser und eine hohe Bildfrequenz sind allerdings wiederum wünschenswert, ebenso eine sehr hohe Auflösung. Und da es auch in meinem Fall schon dunkel war, kann „Nachtsicht“ auch nicht schaden.

Und um die ganze ungeheuerliche Aneinanderreihung dieser Vorkommnisse tatsächlich anderen zeigen zu können, wäre eine zusätzliche Videoaufzeichnung wünschenswert.

3. Wildkameras zur Grundstücksüberwachung – „Graue Katzen“

Wenn man nicht gerade dort wohnt, wo sich Fuchs und Hase „gute Nacht“ sagen, oder sich einfach nicht sonderlich für das deutsche Wildlife interessiert, dann möchte man vielleicht einfach nur den Nachbarn beim Apfelklau überführen, oder sonstigen Spitzbuben auf die Spur kommen.

Hierfür wünscht man sich vielleicht am ehesten einen „unsichtbaren“ Black Flash und Nachtsicht, vielleicht eine kombinierte Video- und Fotokamera. Schön müssen die Aufnahmen ja nicht sein, und nachts sind ohnehin, wie der Volksmund weiß – alle Katzen grau.

Dafür kann die Kamera vielleicht so angebracht werden, dass sie nicht so sehr der Witterung ausgesetzt ist, man braucht keine große Speicherkapazität und Akku-Leistung oder Sensorreichweite.

Grundsätzliche Kriterien

Daraus ergeben sich schon wesentliche Anhaltspunkte für die grundsätzlichen Anforderungen.

Oben beschrieben, finden sich 5 gute Wildkameras, die sich alle an die mittleren Ansprüche richten. Sie sind alle im unteren bis mittleren Preissegment von teilweise unter 100 Euro angesiedelt, und  verfügen alle zumindest über ein gutes Mittel in den folgenden Kategorien.

  • Wasserdichte bzw. Wetterbeständigkeit,
  • Bildfrequenz,
  • Sensorreichweite,
  • Infrarot,
  • Nachtsicht,
  • Art des Blitzes,
  • Auslöser und Auslöserverzögerung,
  • Auflösung und Mega-Pixel,
  • Weitwinkel,
  • Foto- und Video-Funktionen,
  • sonstige Funktionen und Modi.

Diese Liste kann Ihnen auch als Kaufkriterien dienen. So können Sie die Wildkameras vor dem nächsten Kauf in Ruhe vergleichen. Hier ist nochmal die Empfehlung:

Testsieger – Wild-Vision Full HD 5.0
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Preis-Leistungs-Sieger – TEC.BEAN HD Wildkamera
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7 Tipps Wildkameras tarnen

Um die besten Aufnahmen machen zu können, empfehlen wir folgende Tipps zu beachten und Ihre Wildkamera zu tarnen.

  1. Hängen Sie die Kamera möglichst nach Norden, damit die Sonne Ihren Aufnahmen nicht in die Quere kommt.
  2. Je kleiner und leiser (!) die Kamera, desto besser.
  3. Tarnen Sie Ihre Kamera mit einer Kamerabox in Tarnfarben und einigen Zweigen und Laub zusätzlich.
  4. Im Zweifel lieber keinen normalen Bltz verwenden, sondern Infrarot-Kameras.
  5. Die Kamera sollte nicht zu hoch, aber auf gar keinen Fall zu niedrig gehängt werden, ca. 1,80 oder 2 Meter mit einem leichten Neigungswinkel.
  6. Die Kamera sollte auch nicht zu nah an den Tieren, deren Brutstätten oder ihrem Fressen sein, besser in ca. 10 Meter Entfernung.
  7. Last but not least: die Kamera sollte geruchsneutral sein. Es gibt spezielle Sprays dafür, seine eigenen verräterischen Spuren zu beseitigen und die Tiere nicht zu alarmieren.

Fazit

Es ist schon ganz erstaunlich, wie weit die Überwachungstechnik gekommen ist, dass man sich als Normalbürger durchaus eine Überwachungskamera leisten kann. Mittlerweile bekommt man für relativ wenig Geld eine Kamera, die für die eigenen Ansprüche schon vollkommen ausreichend ist.

Gilt das gleiche auch für die Wildkameras im engeren Sinne? Definitiv.

In unserer Zusammenschau von fünf Kameras waren grob gesagt zwei deutlich als Überwachungskameras gekennzeichnet, aber drei sind sicherlich auch als Wildkameras sehr geeignet.

Dabei sind die Ausstattungen und Möglichkeiten, die einem die jeweiligen Kameras bieten für Preise deutlich unter 200 Euro, wenn nicht sogar unter 100 Euro schon ganz beachtlich.

Ich werde mir jetzt doch defintiv eine anschaffen, nicht zuletzt, um meinem Totem-Tier doch noch auf die Spur zu kommen.

Zu welchem Zweck verwenden Sie Wildkameras? Welche Wildkamera haben Sie ausprobiert?

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