Angelmesser Test 2017 – Die 5 Besten im Vergleich

Nach den Jagdmessern stellen wir Ihnen heute kurz fünf Angelmesser im Vergleich vor und überlegen wie immer kurz, worauf man achten sollte.

Ich habe daran auch diesmal ein persönliches Interesse, denn ich bin dieses Jahr umgezogen, in ein Haus nicht weit vom See. Bis zu diesem Sommer waren Seen immer nur schönes Beiwerk, die gegebenenfalls zum Schwimmen und vielleicht zum Rudern einluden.

Und dann hat mich wider Erwarten doch die Leidenschaft für das Angeln gepackt. Doch bevor ich näher von meinen ersten Versuchen berichte, hier ist mein Fischermesser-Favorit.

Angelmesser – Testsieger 2017

Die Angel- oder Fischermesser, die ich getestet habe, waren allesamt sehr günstig. Daher fand ich es schwer eine Preis-Leistungs.Empfehlung auszusprechen, aber es ist mir auch diesmal, wie ich finde ganz gut gelungen.

Testsieger – das Herbertz Anglermesser
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Preis-Leistungs-Sieger – das Fiskars k40 „Allerweltsmesser“
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Angler- und Fischermesser im Test 2017

Im heutigen Angelmesser-Test finden sich allersamt sehr günstige Angelmesser. Ich weiß, dass ich mir mit der folgenden Aussage wenig Freunde unter den Angler-Veteranen machen werde, aber ich meine, dass die Ansprüche an ein Angelmesser, verglichen mit Jagd- oder gar Survivalmessern, geringer ausfallen.

Aus diesem Grund denke ich auch, dass ein Anglermesser nicht teuer sein muss!

1. Herbertz Anglermesser

Herbertz AnglermesserDieses Messer ist Qualitäts-Anglermesser von Herbertz, der Solinger Traditionsmarke. Für ungefähr 20 Euro bekommt man ein solides Messer in zeitloser „Großvater“-Optik.

Erwartungsgemäß ist es aus rostfreiem Stahl – Herbertz versteht sein Geschäft. Und wer jetzt denkt, das sollte bei Angler- oder Fischermessern Standard sein – korrekt, aber weit gefehlt, wie Sie bei den anderen Stücken in unserem Angelmesser Vergleich sehen werden.

Weitere Highlights unseres Testsiegers:

  • Es wiegt trotz Stahl und Holzgriffen „nur“ 195 Gramm,
  • Die Holzgriffe sind überraschend griffig und ergonomisch,
  • Die Klingenlänge mit 9,8 cm, also noch unter 10 cm, finde ich auch begrüßenswert.

Das Messer hat auch noch einen Fischschupper, Kapselheber, Hakenlöser. Das brauche ich nicht unbedingt, aber vielleicht freuen sich ja einige über diese Extras.

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2. Linder Angelmesser

Linder AngelmesserDas Messer kostete zum Testzeitpunkt um 20 Euro und ist damit in etwa so teuer wie das von Herbertz. Ich denke, das ist ein guter Preis, aber es gibt gehörige Abzüge dafür, dass die Klinge nicht aus rostfreiem Stahl gefertigt ist. Obgleich das bei den heutigen Stählen kein Muss ist, würde ich das als vorteilhaft empfinden.

Vorteil

  • Die Kingenform selbst ist ideal bei einer Klingenlänge von 10,3 cm.
  • Das Messer liegt gut in der Hand und die Griffe, obwohl sie aus Holz sind, sind gut verarbeitet und scheinen einiges auszuhalten.

Nachteil

  • Die Gesamtlänge beträgt 22,6 cm. Damit ist das Messer für meinen Geschmack schon etwas zu groß,
  • Kein Edelstahl,

Fazit: Für das Messer ist es ein fairer Preis, dennoch bekommt man bei Herbertz mehr. Auf die Säge hätte man verzichten können, wenngleich sie einige vielleicht zum Abschuppen verwenden wollen.

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3. No-name Fischermesser mit Klinge, Hakenlöser, Fischschupper

Fischermesser mit Klinge, Hakenlöser, FischschupperFast die Hälfte kostet dieses No-Name Messer, und da ich die gleichen Kritikpunkte habe, kann man auch gleich dieses Messer anstelle oder zusätzlich zum Linder Fischermesser ausprobieren.

Es ist fast gleich groß mit einer Länge von 22,5 cm. Allerdings ist die Klinge nur 10 cm lang.

Vorteile

  • Dieses Messer hat einen extra Hakenlöser und einen Fischschupper, ob man das braucht, sei dahin gestellt.

Nachteil

  • Allerdings sind die Griffe und die Klingenform weniger überzeugend, als beim Linder.

Fazit: Man sollte lieber die ca. 10 Euro mehr investieren oder zumindest beide Messer miteinander vergleichen. Oder gleich das Herbertz-Messer kaufen.

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4. Angler Victorinox Offiziersmesser

Victorinox Offiziersmesser für AnglerEs mag einigen von Ihnen als Sakrileg oder zumindest als Skandal erscheinen, aber bei mir ist das Angler Victorinox heute auf Platz 4.

Wie kann das denn sein? Ja, man bekommt Victorinox-Qualität, und die ist einfach super, gar keine Frage. Aber als Anglermesser finde ich es zu klein, unpraktisch und die vielen Gimmicks einfach unnötig.

Gerade angesichts des Preises im Vergleich zu anderen Anglermessern in unserer Übersicht, muss man dann einfach feststellen – hier wird Augenwischerei betrieben. Nur, weil das Messer von Victorinox ist und „Angler“ heißt, ist es deshalb nicht mehr geeignet für das Angeln und Fischen wie die anderen Messer – oder, wenn wir schon dabei sind, ein x-beliebiges EDC.

Im Gegenteil, beim Angeln wünscht man sich ein Universalmesser, nicht ein Zweihandmesser mit vielen verschiedenen Funktionen, bei dem man erst lange suchen muss.

Hier dennoch die Vorteile:

  • es ist leicht mit 118 Gramm und kleiner als die anderen (9 cm Klinge)
  • rostfreier Stahl

Fazit: Der Klassiker ist immer schön zu haben und zu Verschenken. Diese „Angler“-Variante muss nicht sein, macht aber großen Fans vielleicht Spaß.

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5. Fiskars Universalmesser

fiskars messer fürs angelnZu guter Letzt noch zu einem feststehenden Messer. Leider handelt es sich nicht um ein Full Tang-Messer, dass ist natürlich eigentlich nicht in Ordnung. Allerdings, wie ich weiter unten nochmals berichten werde:

  1. man übt ja nicht sehr viel Druck auf das Messer aus, so dass man es sich doch vielleicht überlegen möchte,
  2. man schaue auf den Preis – unter 10€!

Der Kostenpunkt für dieses Messer liegt unter 10 Euro und das mag diejenigen interessieren, die vielleicht nicht oft Angeln gehen und ein extrem einfaches und pflegeleichtes Messer suchen.

Dieses beliebte Messer ist ein echtes Arbeitstier, das man immer im haus oder in der Werkstatt hat.

Vorteile

  • ultraleicht: 70 Gramm bei 22 cm Länge,
  • gute Rost- und Korrosionsresistenz,
  • Plastikscheide mit Abfluss,
  • extrem pflegeleicht.

Nachteil

  • die Plastikscheide, die ich erweicht habe war leider billig und war mir sofort zerbrochen.

Fazit: Man kann es ausprobieren. Bei diesem Preis kann man nicht viel verkehrt machen, wie es so schön heißt.

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Warum ein Angler- oder Fischermesser

Angeln oder Fischen ist eine Form der Jagd. Und genau wie bei unser Jagdmesser-Besprechung angedeutet, gibt es auch beim Angeln die verschiedensten Arbeiten zu erledigen.

Dafür braucht man (auch) ein sehr gutes Angelmesser. Absehen von den üblichen Outdoor-Anforderungen reicht die Reihe an Arbeiten beim Fischen vom

  • Ausnehmen
  • Abschuppen
  • Haken entfernen
  • Angel-Sehnen durchtrennen
  • bis hin zum Filetieren.

(K)ein Messer für Alles?

Grundsätzlich suchen wir alle das eine Messer, das eine ultimative Outdoor-Tool. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und wenn Sie mich fragen – ich finde es auch nicht schlimm, wer kauft nicht gern noch mehr Messer being jeder Gelegenheit?

Im Ernst, man braucht im Prinzip als Angler zwei gute Angelmesser – einen Allrounder und ein Filetiermesser.

Auf letztere wollen wir heute nicht weiter eingehen, denn diese ganz besonderen Messer für Küche und eben auch Jagd schreien nach einem eigenen Beitrag. Konzentrieren wir uns also kurz auf die Allrounder und fragen uns: Worauf muss ich achten?

Anglermesser – 10 wichtige Kaufkriterien

Ich würde mir die folgende Liste vor Augen halten, wenn ich mir ein Anglermesser kaufen möchte bzw. mir das nächste kaufen werde. Diese ist meine persönliche Liste, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Deshalb werde ich unten ausführlich erklären, wie ich zu diesen Punkten gekommen bin:

  1. Einfach-Klinge, also keine Multitools,
  2. rostfreier Stahl, am besten beschichtet,
  3. glatter Flachschlliff, ggf. auch Kombi-Klinge,
  4. Klingenstärke um 2,5 mm,
  5. Clip Point-Spitze,
  6. sehr rutschfeste Griffe,
  7. feststehende Klinge mit Full Tang (optional),
  8. Messerscheide aus Kunststoff mit Loch,
  9. bei Taschenmessern unbedingt Einhandmesser,
  10. Fangriemenösen, „Lanyard-Holes“.

Diese Liste beschreibt den Idealfall – also doch ein Wunschkonzert. Lassen Sie mich  kurz darauf eingehen.

Stahl – Rostend vs. Rostträge

Warum ich mir den rostfreien Stahl wünsche ist wohl offensichtlich. Man hantiert nicht nur nahe am Wasser, sondern auch teilweise im Wasser. Zudem, wie bei jedem Jagen, ist das Ausnehmen und Abschuppen eine klebrige, schmuddelige Angelegenheit. Daher sollte das Messer unbedingt pflegeleicht und natürlich nicht rostanfällig sein.

Und auch korrosionsresistent, daher (auch) die Beschichtung. Ein anderer Aspekt ist das leichtere Schneiden, gerade, wenn man doch mit diesem Messer filetieren möchte.

Auf der anderen Seite, wie ich bereits beim Lindermesser oben angedeutet hatte, ist hohe Rostträgheit aus meiner Sicht kein Muss. Bevor jetzt manche aufschreien – lassen Sie mich kurz erklären.

Wenn Sie mit einem Messer regelmäßig arbeiten und pfleglich damit umgehen, d.h. wenn sie Ihr Fischmesser zum Ausnehmen benutzt haben, sie es danach gründlich sauber machen und abtrocknen, dann wird Ihnen auch ein Nicht-Edelstahlmesser schon nciht in der Hand wegrosten!

Wenn Sie allerdings dazu tendieren, Ihre Messer lange herumliegen zu lassen (ich bin selbst schuldig, im Sinne der Anklage) – dann greifen Sie besser zu einem rostträgen Stahl.

Aber Achtung: rostträge bedeutet nicht, dass das Messer niemals Rost ansetzen wird! Es dauert in der Regel nur länger, als bei einem Nicht-Edelstahlmesser.

Am sichersten fahren Sie, wenn Sie jedes Messer nach Benutzung säubern, trocken lagern und es natürlich oft einsetzen!

Schliff – Flach oder mit Welle?

Beim Schliff bin ich hin- und hergerissen. Ich denke wie immer, dass ein einfacher Flachschliff die besten Allround-Eigenschaften hat.So auch die Empfehlung von mir:

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Allerdings spricht auch einiges dafür, sein Anglermesser mit einer Kombiklinge auszustatten. Denn zum Einen könnte das beim Abschuppen helfen, aber auch bei reißenden Schnitten gute Dienste leisten.

Die meisten Anglermesser sind mit einer zweiten Klinge ausgestattet, so dass Sie sich selbst ein Bild davon machen können, ob sich eine zweite Klinge für Sie lohnt oder nicht.

Clip-Point Klinge zum Einstechen

Was die Klingenstärke angeht, ist das etwas trickreicher. Man möchte bei einem Allrounder schon eine robuste Allzweckklinge. Diese darf gern um 3 mm und aufwärts sein, erst recht, wenn damit auch noch Outdoord-Arbeiten ausgeführt werden sollen.

Aber es geht eben nicht primär um ein Outdoor-Messer, sondern ein Anglermesser, mit dem man den Fisch gleich bearbeiten kann. Dafür braucht es eine stabile Klinge, die schmal genug ist, um damit gut schlitzen zu können.

Der Fokus liegt also gerade auch auf einer schmalen Spitze – also eben gerade keiner, mit der man Dosen öffnen oder Löcher ins Holz bohren kann.

Ausnahmsweise möchte ich daher bei meinem Anglermesser eine Clip Point, statt meiner Standard Drop Point-Klinge. Diese hilft mir, vorsichtig in den Fisch einzustechen, ohne aus Versehen größeren Schaden anzurichten.

Griffe für guten Halt

Jedem mag das sofort einleuchten. Es ist ohnehin eine nasse Angelegenheit, der Fisch ist glitschig und dann noch das Ausnehmen – die Griffe unseres Anglermessers sollten so rutschfest wie möglich sein.

Das heißt vielleicht aus Gummi für extra Griffigkeit, das muss aber nicht sein. Dennoch sollte das Messer gut in der Hand liegen und gegebenfalls einen Fingerschutz haben, damit man nicht abrutscht.

Ein letzter und wie ich finde wichtiger Punkt bei den Griffen. Sie sollten aus sehr widerstandsfähigem Material sein. Ständige Nässe und Korrosionen können den Griffen sehr zusetzen und dann kann man das Messer eigentlich gleich vergessen.

Full Tang oder Einhandmesser

Um es gleich vorweg zu nehmen. Ein feststehendes Messer muss es nicht sein. Aber wie gesagt, und das gilt insbesondere für Einsteiger, denn das Angeln ist eine feuchte, „glitschige“ Angelegenheit, man hantiert mit dem Fisch, es wird vielleicht schon dunkel – Verletzungsgefahren gibt es viele.

Ein feststehendes Messer halte ich einfach für sicherer. Und wenn, dann im Idealfall unbedingt mit durchgehender Klinge, Full Tang. Keine halben Angelegenheiten, auch wenn man denkt, dass man bei einem Anglermesser vielleicht nicht allzu viel Druck auf die Klinge ausüben muss. Bei größeren Fischen sieht es dagegen vielleicht etwas anders aus.

Offene Messerscheide aus Kunststoff

Dann braucht es natürlich eine Messerscheide. Die sollte wegen der Verschmutzungen unbedingt aus Kunststoff sein und möglichst noch Löcher zum Reinigen bzw. auspülen haben. Keine Lederscheide!

Nun sind aber die meisten der unten besprochenen Messer Klappmesser. Das hat natürlich auch Vorteile. Ein Taschenmesser fällt nicht ins Gewicht, ist leicht zu verstauen, etc.

Der Nachteil ist:

  1. ein Zweihandmessern ist den Umständen entsprechend unpraktisch
  2. die Taschenmesser sind manchmal nicht gleich griffbereit.

Lanyard-Holes

Das bringt mich zu meinem letzten Punkt auf der Liste. Ich würde mir von einem Angelmesser wünschen, dass ich es an einer längeren Schnur befestigen kann. Ich kann es so um den Hals hängen (siehe Neck Knives), oder auch am Gürtel sichern. Ein sehr guter Gürtelclip geht aber natürlich auch.

Angelmesser Waffengesetz

Angelmesser und Waffengesetz ist ein heikles Thema, wenn man nicht weiß was man darf und was nicht. Die Faustregel gilt: transportieren Sie ihr Messer immer in einem abgeschlossenen Behälter (Rucksack, Etui im Kofferraum) und packen Sie es erst am Ort der Benutzung aus.

Beim Angeln dürfen Sie das Messer seinem Zweck entsprechend verwenden. Nach der Benutzung packen Sie es für den Rücktranport wieder in den Behälter ein.

Ihre Meinung ist gefragt

Wir haben Ihnen fünf gängige Angler- oder Fischermesser vorgestellt und unseren Testsieger, das Herbertz Angelmesser, gekürt. Ich, als blutiger Anfänger bin ganz exzellent damit zurechtgekommen.

Doch zusätzlich habe ich aufgrund dieser Testerfahrungen eine Wunschliste für das – für mich – perfekte Anglermesser zusammengestellt.

Aber ich schrieb ja oben schon ganz offen – ich bin ein Angelneuling. Zwar lebe ich in einem Haus, das vom Vorbesitzer regelrecht für das Angeln bzw. Fische bearbeiten ausgerichtet ist. Zum Beispiel gibt es ein spezielles Becken in einer extra Waschküche im Keller, die über einen separaten Eingang verfügt.

Aber das heißt ja noch nichts. Ein Freund von mir hat sich in den USA eine Kirche gekauft und lebt darin, und der ist auch nicht besonders fromm.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich möchte von Ihnen wissen, was Sie von einem guten Anglermesser erwarten und was Sie über die Liste denken.

Was erwarten Sie von einem guten Anglermesser? Habe ich etwas vergessen? Was denken Sie über die Frage „feststehende Klinge oder Taschenmesser“?

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