E-Bike Klapprad für Übergewichtige – 150kg – 10 Anforderungen

E-Bike Klapprad für Übergewichtige - 150kg

Übergewichtige Damen und Herren sind motiviert, etwas für die Fitness zu tun, doch ein geeignetes E-Bike Faltrad zu finden, ist gar nicht so einfach. Ein herkömmlicher Rahmen, Felgen und Federung halten der starken Belastung nicht lange stand. Zum Glück gibt es elektrische Klappräder in robuster XXL-Ausführung, deren Besonderheiten ich Ihnen heute vorstellen möchte.

Ein E-Bike Klapprad für Übergewichtige erleichtert durch seinen Tiefeinsteiger Rahmen das Auf- und Absteigen. Täglich 30 Minuten Radeln mit Motorunterstützung fördert die Fettverbrennung und die Kondition. Als Neueinsteiger vermeiden Sie Überlastungen mit einem Pulsmesser, womit Sie den gesundheitlichen Aspekt optimal nutzen können.


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E-Bike Klapprad für Übergewichtige bis 150kg – 10 Anforderungen

1. Extra hohes Gesamtgewicht

Standard E-Bikes sind allgemein für 120 kg oder 130 kg Gesamtgewicht konzipiert, bei Falträdern liegt der maximale Wert noch darunter. Doch gerade für dicke Menschen hat das Radfahren viele positive gesundheitliche Aspekte, da es die Gelenke bei der Bewegung schont. Einige Hersteller bieten stabile E-Bikes mit Gesamtbelastung bis zu 150 kg oder 200 kg an.

Das zulässige Gesamtgewicht bedeutet nicht Fahrergewicht, sondern bildet die Summe aus:

  • E-Bike Gewicht
  • Fahrergewicht
  • Gepäck / Zuladung wie Fahrradschloss, Taschen, Trinkflasche
Beispiel: Wenn Sie 150 kg Gesamtgewicht zugrunde legen, bleibt bei 25 kg für den E-Bike Rahmen plus Akku und Motor sowie 5 kg für die Fahrradkette, Trinkflasche und Tasche noch 120 kg für den Fahrer inklusive Helm und Kleidung übrig.

Nehmen Sie diese Vorgabe ernst, um die Sicherheit beim Fahren zu gewährleisten. Falls ein Schaden durch zu hohe Gewichtsbelastung auftritt, erstattet weder der Hersteller noch Ihre Versicherung eine Reparatur, falls diese noch möglich erscheint.

Ein E-Bike für Menschen mit Übergewicht weist bis zu 200 kg Gesamtgewicht auf, womit mehr Spielraum gegeben ist.

2. Ein robuster Rahmen

Das Fahrwerk besitzt dickere Wandstärken und einen größeren Durchmesser, um die Festigkeit auch bei schlagartigen Belastungen, wie beim Herunterfahren einer Bordsteinkante, aufrechtzuerhalten.

Ein E-Bike-Rahmen hält noch rund 30 % mehr Belastung als angegeben stand, um vorzeitig Risse, Verbiegen und Materialermüdung auszuschließen. Mehr Material begründet den höheren Preis.

3. Motor und Akkukapazität

Elektromotoren führerscheinfreier Pedelecs leisten allgemein 250 Watt. Achten Sie auf die Angabe zum Drehmoment (Nm), der für Durchzugskraft und Beschleunigung steht.

Bewährt haben sich die leistungsstarken Bosch Motoren der Performance und Performance CX-Baureihe. Die 4. Generation besitzt nach dem Update eine verbesserte Software und starke 85 Nm Drehmoment.

Bedenken Sie, dass der Akku mehr Energie liefern muss, um das höhere Gesamtgewicht zu bewegen.

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Wählen Sie je nach benötigter Reichweite für kurze Stadtstrecken mindestens 500 Wh, für regelmäßige längere Fahrten bis zu 1000 Wh Kapazität. Mit höherer Kapazität steigt allerdings das Akkugewicht, was Sie beim Transport über Treppen berücksichtigen sollten.

4. Die Schaltung

Zur Wahl steht die Nabenschaltung mit fünf bis acht Gängen und die Kettenschaltung mit bis zu zwölf Gängen.

Fahrer mit Übergewicht fahren besser mit einer Kettenschaltung, da sich über feinere Abstufungen der Gänge die körperliche Belastung besser verteilt. Dies ist eine spürbare Erleichterung in hügeligem Gelände mit anstrengenden Anstiegen und bei Gegenwind.

5. Die Bremsen

Aufgrund des hohen Gesamtgewichts müssen die Bremsen vor allem bei scharfem Abstoppen mehr Kraft aufbringen.

Empfehlenswert sind hydraulische Scheibenbremsen, die einen größeren Wirkungsgrad als einfache Felgenbremsen (V-Brakes) bieten. Ausführungen von 180 bis 200 mm Durchmesser mit einem 4-Kolben-System kontrollieren bei der Bergabfahrt die Geschwindigkeit zuverlässig.

6. Felgen und Reifen

Besonders starke Stahlfelgen mit V- oder Hochprofil sowie mehr als 32 verstärkte Speichen mit Metallnippeln am E-Bike Klapprad für Übergewichtige verteilen die Belastung gleichmäßig und versprechen daher lange Haltbarkeit. Mehrfach abgedrückte Laufräder mit besonders vielen Speichen haben sich für den täglichen Einsatz bewährt.

Auch die Reifen sind auf höhere Belastungen als die normale Ausführung ausgelegt:

  • Der größere Durchmesser und verstärkte Seiten sorgt für ruhigen Lauf,
  • bessere Abfederung von Unebenheiten
  • sowie mehr Traktion auf festem und lockerem Untergrund;
  • Gleichzeitig senkt sich die Wahrscheinlichkeit, einen Platten zu fahren.

Manche Fahrer mit Übergewicht bevorzugen schlauchlose Reifen, da sich gegenüber herkömmlichen Schlauch-Mantel-Systemen der Rollwiderstand verringert und ein Plattfuß so gut wie ausgeschlossen ist. Rund 150 ml eingefüllte Dichtmilch komplettieren mit dem Felgenprofil und den Seitenkarkassen sicheren Luftabschluss der Räder.

7. Die Federung von Gabel und Sattelstütze

Da herkömmliche Federsysteme bei übergewichtigen Menschen schnell anschlagen, sind bei elektrischen Klapprädern mit erhöhtem Gesamtgewicht verstärkte Ausführungen verbaut. Achten Sie beim Kauf auf die zugelassenen Gesamtkräfte, die auf diese Federgabel einwirken dürfen.

Wenn Sie Rückenprobleme haben und ganz sicher vor Aufsetzern fahren möchten, bietet eine Tandem-Federgabel höchsten Komfort. Diese Bauart kommt aus dem MTB-Bereich und ist für 180 kg Gesamtgewicht zugelassen. Auch eine Sattelfederung erhöht den Fahrkomfort auf unebenen Strecken deutlich. Der Federweg kann mit Luft befüllt sein und ist auf die Belastung einstellbar.

8. Ein bequemer Sattel

Da sich das Übergewicht über den ganzen Körper gleichmäßig verteilt, fällt auch das Gesäß füllig aus. Ein zu schmaler Sattel verdirbt den Spaß am Fahren schon nach wenigen Kilometern. Besten Komfort erzielen Sie mit der Sitzknochenvermessung, um den Abstand der Druckpunkte genau zu bestimmen und danach den richtigen Sattel auszuwählen.

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Reichliches Hüftgold hat mit dem Sitzknochenabstand nichts zu tun. Zudem sollten Sie auf weich gepolsterte Sättel verzichten, da diese schnell durchsitzen und Schmerzen verursachen. Ideal ist eine straff gepolsterte Sitzfläche in einem ergonomischen Sattel mit einer entlastenden Öffnung in der Mitte. Der Bezug sollte aus einem Stück bestehen, denn Nähte scheuern am Bein.

9. Pedale und Lenker

Pedale mit größerer Auflage verbessern das Fahrgefühl und erhöhen die Sicherheit. Der Austausch ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Falls das Radeln Verspannungen in den Schultern und schmerzende Handgelenke hinterlässt, beugen Sie sich zu weit vor und das Gewicht lastet auf den Armen.

Stellen Sie den Lenker höher, um die Sitzposition zu verbessern. Hilft dies nicht, können Sie einen Vorbau an der Lenkstange montieren und den Sattelabstand anpassen. Ergonomische Griffe ersparen Ihnen eingeschlafene Hände oder Kribbeln in den Fingern.

10. Leichtgängige Scharniere

Lassen Sie sich das Zusammenlegen des Faltrades zeigen und üben dies einige Male. Achten Sie auf einfache Handhabung und Sicherung. Probieren Sie aus, ob die E-Bikes in den Kofferraum passen, falls Sie mit dem Pkw zu einem weiter entfernten Ausflugsziel ins Grüne aufbrechen, um dort zu radeln.

Brauche ich zum E-Bike fahren mit Übergewicht einen stärkeren Motor?

Nein! Schließlich möchten Sie Kalorien verbrennen und Ihren Kreislauf in Schwung bringen. Stärkere Motoren zählen als Kleinkraftrad, sie sind führerscheinpflichtig und benötigen ein Versicherungskennzeichen. Entscheidend ist ein leistungsstarker Akku, denn der Stromverbrauch erhöht sich aufgrund des höheren Gewichts.

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