Softshelljacke richtig waschen – In 5 einfachen Schritten!

softshelljacke richtig waschen

Die Softshelljacke ist inzwischen ein wesentlicher Bestandteil der Outdoorkleidung für viele Extremsportarten, den Weg zur Arbeit und Freizeitaktivitäten. Das bequeme Polyestermaterial schützt vor Kälte, Wind und Nieselregen im Alltag, auf dem Bike oder am Berg. Was gilt es beim Waschen und Trocknen von Softshell zu beachten? Wie Sie lange Freunde an den komfortablen Funktionen haben, erfahren Sie hier!

Sind Softshelljacken waschbar?

Softshellmaterial ist in der Maschine und von Hand waschbar.

Für alle Funktionsmaterialien mit Membran und Beschichtung gilt:

So wenig wie möglich und so oft wie nötig waschen!

Auch wenn die Jacke augenscheinlich sauber ist, steckt hier der Teufel im Detail:

  • Schweißrückstände,
  • Sonnenschutzmittel
  • und Creme

verstopfen die Poren der Membran.

Infolge dessen verringert sich die Atmungsaktivität, Sie beginnen in der Jacke zu schwitzen oder zu frieren. Normale Verschmutzung, Flecken und Körpergerüche sind nach der Wäsche verschwunden.

Wann sollten Sie Ihre Softshelljacke waschen?

  • Angeschmutzte Ärmel oder kleine Flecken erfordern noch keine Maschinenwäsche. Feuchten Sie ein Tuch mit lauwarmem Wasser an und tupfen auf die Stellen. Nach kurzer Einwirkzeit lässt sich die Verschmutzung leicht entfernen.
  • Nach kurzen Einsätzen erfrischt bereits gründliches Lüften die Fasern: Hängen Sie die Jacke auf links gewendet auf einen Bügel an einen schattigen Platz ins Freie. Matschspritzer lassen Sie trocknen und bürsten sie ab.
  • Im Anschluss an eine anstrengende längere Tour, wenn sich Schweißgerüche festgesetzt haben und ältere Verschmutzungen sichtbar sind, ist Waschen natürlich notwendig.

Bei normalem Gebrauch reichen gewöhnlich drei bis vier Wäschen pro Jahr aus.

Softshelljacken richtig waschen in 5 Schritten

Beachten Sie vor der Wäsche immer die Pflegehinweise. Falls das Etikett unleserlich oder nicht vorhanden ist, machen Sie mit der Einstellung für Hand / Fein / Wolle alles richtig. Wählen Sie ein Wäscheprogramm mit erhöhtem Wasserstand aus.

  1. Behandeln Sie grobe Verschmutzungen vor. Fettflecken, Ärmelbündchen und speckige Kragen feuchten Sie an und tragen etwas Funktionswaschmittel auf.
  2. Schließen Sie alle Reißverschlüsse und Klettstreifen, leeren alle Taschen und wenden die Jacke auf links. Besonders schonend übersteht die Softshelljacke die Wäsche in einem Wäschenetz.
  3. Legen Sie die Softshelljacke zusammen mit anderen Wäschestücken in die Maschine. Die Trommel sollte höchstens zu zwei Dritteln gefüllt sein, damit das Wasser die Fasern intensiv durchspülen kann.
  4. Stellen Sie einen Schonwaschgang mit 30 Grad Temperatur ein. Wählen Sie Optionen wie erhöhter Wasserstand und einen zusätzlichen Spülgang mit klarem Wasser aus.
  5. Verzichten Sie auf Schleudern oder lassen höchstens mit geringster Tourenzahl kurz anschleudern.

Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich flüssiges Waschmittel oder ein spezielles Produkt für Funktionskleidung wie Nikwax Tech Wash. Waschpulver kann die Atmungsaktivität der Membran ruinieren, da Rückstände die Poren verstopfen.

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  • erneuert den Abperleffekt und belebt die Atmungsaktivität
  • für Funktionsbekleidung (Hardshells, Softshells, Fleece)
  • Imprägnierwirkung hält 4
  • 8 Wäschen
  • ausreichend für 3 Waschund Imprägniervorgänge
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Softshelljacken mit Weichspüler waschen?

Achtung! Verzichten Sie unbedingt auf Weichspüler, Bleichmittel und Bügelhilfe – enthaltene Chemikalien zerstören die Membran!

Weitere Besonderheiten von Softshell

Softshell bezeichnet eine weite Kategorie von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Zum einen gibt es leichte elastische Modelle mit weichem Futter aus Wolle oder Fleece, zum anderen bestehen die Jacken aus einem 3-lagigen Laminat mit einer winddichten Membran.

Softshell-Materialien sind in der Regel aus Polyester gefertigt. So profitieren Sportler von ausgezeichneter Wasserdampfdurchlässigkeit, guter Isolation sowie Winddichtigkeit. Die Membran ist mit dem Obermaterial fest verbunden und bei 3-lagiger Ausführung zusätzlich noch mit Futterstoff ausgestattet:

  • Der Oberstoff ist robust und abriebfest konstruiert. Damit möglichst wenig Feuchtigkeit eindringt, ist die Außenseite der Jacke mit einer DWR-Behandlung (Durable Water Repellent) umweltfreundlich imprägniert.
  • Weiches Fleece- oder Wollfutter verleiht Tragekomfort und leitet Schweiß in Form von Wasserdampf nach außen.
  • Die Membran in der mittleren Laminat-Schicht bestimmt die zentrale Eigenschaft der Softshelljacke: Sie bietet entweder möglichst hohe wasserabweisende Funktion, optimale Atmungsaktivität oder hohe Winddichtigkeit.

Neben Materialstärken für Sommer- und Winter kombinieren die Hybridjacken winddichte Front und Seitenbereiche mit einem atmungsaktiven Rückenteil. Diese Variante ist für anstrengende Trekkingtouren interessant, da der Sportler von vorne nicht auskühlt und Schweiß rund um den Rucksack ausdampfen kann.

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Pflege einer Softshelljacke mit Daunen oder Merino

Für wärmende Softshelljacken mit einer Daunen-Isolierung oder einem Futter aus Merinowolle sollten Sie das Wäscheprogramm nach den empfindlichsten Komponenten einstellen.

Benutzen Sie ein spezielles Flüssigwaschmittel für Wolle oder Daunen, dessen Formel frei von Proteasen ist. Diese Enzyme bauen mit der Zeit Wollfasern und Daunen ab. Achten Sie bereits beim Einkauf darauf, ob die Formel Protease enthält.

Können Softshelljacken in den Trockner?

Die schonendste Methode zum Trocknen der Softshelljacke ist das Aufhängen an der frischen Luft auf einem Kleiderbügel. Der Platz sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt liegen, da UV-Strahlung Kunstfasern versprödet.

Bei einer Daunenfüllung empfiehlt sich das liegende Trocknen auf einem Wäscheständer und regelmäßiges Aufschütteln.

Falls es die Pflegeanleitung zulässt, dürfen Softshelljacken auf niedrigster Stufe in den Trockner.

Wie schnell trocknet Softshell?

Softshelljacken trocknen vergleichsweise schnell, da das synthetische Material kaum Feuchtigkeit aufsaugt.

Winterjacken mit Merino- und Wollfutter benötigen geringfügig längere Trockenzeit.

Tipp: Wenden Sie gefütterte Jacken am besten auf links, damit die natürlichen Bestandteile Zugluft ausgesetzt sind.

Softshelljacke (wieder) imprägnieren

Die Wärme dient nicht allein zum Trocknen, sondern zur Aktivierung oder Reaktivierung der DWR-Imprägnierung.

Die alte Imprägnierung wieder aktivieren

Nach zwei oder drei Wäschen bemerken Sie möglicherweise, dass die Wassertropfen nicht mehr so gut abperlen wie am Anfang oder ins Gewebe einziehen.

In Abhängigkeit von dem verwendeten Imprägnierverfahren ist es möglich, die dauerhaft wasserabweisende Funktion zu reaktivieren.

Mit dem Trockner:

  • Nachdem die Softshelljacke an der Luft getrocknet ist, stellen Sie den Trockner auf das Schonprogramm mit der niedrigsten Temperatur ein.
  • Nach 15 bis 30 Minuten ist der Vorgang abgeschlossen. Die Jacke bietet anschließend wieder den gewohnten Wetterschutz gegen kurze Schauer und Nieselregen.

Mit dem Bügeleisen:

  • Legen Sie ein sauberes Geschirrhandtuch auf die trockene Jacke und bügeln ohne Dampf mit kleinster Einstellung.
  • Üben Sie keinen Druck auf das Gewebe aus, sondern gleiten leicht und in gleichmäßigen Zügen über das Außenmaterial.
  • Vorsichtiges Föhnen erzielt den gleichen Effekt.

Achtung! Entnehmen Sie dem Etikett, ob der Hersteller eine Aktivierung mit Wärme erlaubt!

Eine Softshelljacke in 5 Schritten neu imprägnieren

Nach mehrmaliger Reaktivierung ist die Wirkung der wasserabweisenden Beschichtung verbraucht. Wenn die Wärmebehandlung erfolglos bleibt, ist der Zeitpunkt für eine neue Imprägnierung gekommen. Da ein zuverlässiger Wetterschutz das entscheidende Merkmal der Softshelljacke ist.

Zur Wahl stehen Imprägnierspray oder Wash-in Imprägnierung.

  • Waschen Sie zunächst die Softshelljacke in der Maschine, wie oben beschrieben. Rückstände von Schweiß, Fett und Schmutz beeinträchtigen gleichmäßiges Aufbringen sowie die Funktionalität des Imprägniermittels. Wir empfehlen PFC-freie Produkte zum Aufprühen auf das Obermaterial. Manche Produkte werden auf die trockene, andere auf die feuchte Jacke aufgesprüht. Beachten Sie die jeweilige Gebrauchsinformation, ob die Imprägnierung nach dem Aufbringen eine Aktivierung durch einen Trockengang, Bügeln oder Föhnen erfordert.
  • Schließen Sie die Reißverschlüsse der Softshelljacke, legen sie ausgebreitet auf einen Wäscheständer oder hängen sie auf dem Bügel an der Wäscheleine auf. Arbeiten Sie an einem gut belüfteten Ort.
  • Bedecken Sie den Fußboden mit einem alten Bettlaken oder Malerfolie, denn das Imprägnierspray hinterlässt Fliesenböden und Laminatbeläge spiegelglatt!
  • Sprühen Sie die Jacke von allen Seiten aus etwa 20 cm Abstand an. Beachten Sie besonders die Nähte, Unterseiten der Ärmel, die Kapuze und die Schultern. Lassen Sie die Imprägnierung nach Anweisung einwirken und arbeiten danach Überschüsse mit einem feuchten Küchenschwamm oder Tuch in das Obermaterial ein.
  • Durch sorgfältiges Verreiben vermeiden Sie unschöne Fleckenbildung. Hängen Sie die imprägnierte Softshelljacke zum Trocknen an einen schattigen Platz ins Freie.

Auf ein Wash-in Imprägniermittel sollten Sie bei Softshell mit porenloser Membran wie Dermizax sowie mehrlagigen Laminaten verzichten. Diese Produkte werden in der Waschmaschine im Spülgang oder in einem Imprägnierbad von Hand verwendet.

Da dieses Verfahren auch die Innenseite des Kleidungsstücks mit einer wasserfesten Schicht ausrüstet, funktioniert die Membran nicht mehr. Die verstopften Fasern ruinieren die atmungsaktiven Eigenschaften. Empfehlungen zu Imprägniermitteln können Sie auf der Homepage des Herstellers nachlesen.

Was ist noch bei der Imprägnierung zu beachten?

Es ist hilfreich, vor dem Kauf des Imprägniermittels das Pflegeetikett der Jacke zu fotografieren. Rufen Sie im Zweifelsfall einen Verkäufer, der Ihnen ein geeignetes Mittel zeigt, um die Verwechslung mit Imprägniermittel für Zelte und Schuhe im gleichen Regal zu vermeiden.

Zudem verträgt nicht jede Softshelljacke verträgt eine Behandlung mit dem Trockner, Bügeleisen oder Föhn. Bei einem durchgestrichenen Trocknersymbol benötigen Sie ein Produkt, dass ohne Wärmeeinwirkung auskommt.

Imprägniermittel mit und ohne PFC

Die chemische Zusammensetzung kann PFC enthalten.

Der Zusatz von PFC galt lange Zeit als beste wasserfeste Imprägnierung, bis kritische Effekte auf die Gesundheit bekannt wurden. Kurzkettige PFC-Verbindungen gelangen beim Auftragen über die Atemwege in den Organismus.

Achtung! PFC wird in der Deklaration der Inhaltsstoffe nicht angegeben. Es gilt der Umkehrschluss, dass Hersteller PFC-freie Produkte ausweisen.

PFC-freie Imprägniermittel basieren auf unbedenklichen chemischen Inhaltsstoffen. Neben Paraffin und Silikon kommen Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA) und Polymerverbindungen aus Polyurethan (PU) zum Einsatz. Auch hier sind die Hersteller nicht zu einer vollständigen offenen Deklaration verpflichtet.

PFC-freie Imprägnierungsmittel sind daher die erste Wahl.

Damit räumen Sie auch das Risiko aus, vormals PFC-freie Kleidung mit Giftstoffen zu kontaminieren. Bekannte Produkte ohne Wärmebehandlung aus dieser Kategorie sind:

Fazit

Unsere einfache Waschanleitung, nützliche Tipps zum Trocknen und sicheren Imprägnieren sollen ärgerliche Fehler bei der Pflege Ihrer Softshelljacke vermeiden helfen. Mithilfe unseres Ratgebers haben Sie sicherlich jahrelang Freude an Ihrem atmungsaktiven, wind- und wetterfesten Begleiter.

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