Wo produziert Schöffel? Fair und nachhaltig?

Wo produziert Schöffel Fair und nachhaltig

Schöffel ist ein Hersteller aus Bayern für hochwertige Outdoor- und Sportbekleidung. Das Schwabmünchener Familienunternehmen setzt auf Langlebigkeit, zeitlosen Stil und qualitative Verarbeitung. Ist die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit, Fair Trade und Wirtschaftlichkeit gelungen? Wo produziert Schöffel, ist die Herstellung fair und nachhaltig?

Schöffel, das deutsche Label für Sportbekleidung, ist ein Vorreiter in Sachen ökologischer Produktion. Bei allen Aktivitäten steht der Mensch im Mittelpunkt, sei es die Arbeiter in den Fertigungsstätten oder umweltbewusste Kunden.


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Wo werden Produkte von Schöffel hergestellt?

2017 erfolgt die Produktion mit 48 Produktionspartnern in 17 Ländern (aktuell 11 Länder):

  • wobei der Schwerpunkt in Asien liegt: 78,81 % der Fabriken fertigen in China, Vietnam, Indonesien und Myanmar.
  • In Europa entstehen 14, 42 % der Produktion. Standorte verteilen sich von Deutschland über Osteuropa bis zur Türkei.
  • In Äthiopien beträgt der Anteil 6,77 %.

Entsteht Schöffel Mode fair?

Bereits 2011 tritt Schöffel der Fair Wear Foundation (FWF) bei, die den Grundsätzen von Fair Trade entspricht. Durch erstklassiges Engagement Unternehmen erhält das Unternehmen 2020 nicht nur zum 6. Mal in Folge den Leader-Status, sondern erzielt vor allen anderen Outdoormarken den 1. Platz mit 100 % im Score.

Übrigens: In jährlichen Performance-Checks prüft FWF, wie weit sich ein Hersteller für gute Arbeitsbedingungen einsetzt. Einen wichtigen Beitrag dazu bildet das Beschwerde-System für Arbeiter. Berechtigte Beanstandungen werden korrigiert und veröffentlicht.

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Wie fair sind die Schöffel Produktionsbedingungen?

Transparenz hat bei Schöffel oberste Priorität. Ein mehrstufiger Aufnahme-Prozess neuer Partner trennt die Spreu vom Weizen. Die Anforderungen an sozialer Verantwortung (CSR, Corporate Social Responsibility), Beschaffung und Qualität hat das Unternehmen in jüngster Vergangenheit nochmals verschärft. Im letzten Schritt nach dem Inspektionsbericht bestätigt der Produzent:

  • Keine Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit
  • Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Zahlung des Existenzlohns
  • Keine überlangen Arbeitszeiten sowie ein rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektiverhandlungen

FWF-Inspektoren prüfen regelmäßig die Umsetzung der oben genannten Sozialstandards durch Sichtung der Personalverträge oder Überstundennachweise.

Die Ergebnisse werden im Nachhaltigkeits-Report veröffentlicht.

Mindestens zwei Mal jährlich besucht Peter Schöffel die Produktionsstätten, daneben besuchen Schöffel-Mitarbeiter der Qualitätssicherung die Fabriken.

Fall von Kinderarbeit konnte aufgeklärt werden

Fair Trade, hier ist es Fair Wear Foundation, wurde ein Fall von Kinderarbeit über die Beschwerde-Hotline gemeldet. Durch Überprüfung der Personalpapiere des Arbeiters stellte sich heraus, dass die Einstellung zwei Wochen vor dem 16. Geburtstag erfolgte. Vorwürfe konnten damit durch sofortige Reaktion konkret ausgeräumt werden.

Sind Schöffel Materialien nachhaltig?

Seit 2013 ist Schöffel bluesign-Partner, womit die höchsten Anforderungen an nachhaltiger Produktion sowie Materialien erfüllt werden.

Neue Materialien werden intensiv geprüft, ob sie den hohen Qualitätsstandards der Schöffel-Produkte entsprechen. Da Outdoorbekleidung wetterfest sein soll, verwendet Schöffel nur geringe Anteile Naturfasern, doch die Auswahlkriterien liegen hoch.

  • Baumwolle wird verwendet, doch darf diese nicht aus Usbekistan bezogen werden, da Kinder- und Zwangsarbeit bei der Ernte vorkommt. Gleiches gilt für die chinesische Region Xinjiang.
  • Verwendung recycelter und PFC-freier Materialien
  • RDS zertifizierte Daunen
  • Aus Holz werden Knöpfe angefertigt. Das Naturprodukt darf nicht aus Regenwäldern oder illegaler Ernte stammen.
  • Wolle von Schafen ohne Mulesing-Verfahren
  • Verzicht auf Mohair, Angora und Pelz
  • Leder darf nur als Nebenprodukt der Lebensmittelherstellung verarbeitet werden oder es wird durch Kunstleder ersetzt. Leder bedrohter und geschützter Tierarten werden abgelehnt.

In den Produktionsstätten und beim Transport mit Schiff und Zug sparen Verbesserungen immer mehr CO₂-Emissionen ein. Verpackungen werden möglichst plastikfrei eingesetzt.

Nachhaltigkeit durch Reparatur von Kleidung: Ein besonderes Projekt in Schwabmünchen kommt bei der Kundschaft besonders gut an: In der Service Factory reparieren rund 200 Mitarbeiter Kleidungsstücke, womit das Unternehmen seine Nachhaltigkeit untermauert.

Innovative Schöffel Materialien

Eine umfangreiche Auswahl isolierender, atmungsaktiver und wetterfester Hightech-Technologien aus Kunstfasern und Naturmaterial zeichnet Schöffel-Outdoormode aus (1). Interessante ökologische Alternativen bilden Lyocell Zellulosefasern aus Holz nachhaltig bewirtschafteter Wälder, während bei S.Café aus Kaffesatz und Polyestergranulat eine antibakterielle, geruchsneutralisiere Faser entsteht.

Auch in der Airmem-Membran sorgten 25 % Kaffesatz für Geruchshemmung und den Ersatz Erdöl basierter Rohstoffe. PerPETual aus recycelten PET Flaschen reduziert Abfallmengen und verbraucht 86 % weniger Wasser bei der Produktion.

1 Gedanke zu „Wo produziert Schöffel? Fair und nachhaltig?“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe mir heute eine Weste der Firma Schöffel bei Breuninger gekauft.
    Sie gefällt mir gut und Sie lässt sich wunderbar tragen.

    Leider habe ich im Laden nicht auf den Ort der Herstellung geachtet.
    Zuhause habe ich gesehen, dass dieses Produkt in Cina hergestellt wird.
    Ich hätte es nicht gekauft, wenn ich es vorher gelesen hätte.
    Schade, dass auch Schöffel die doch recht hochpreisige Ware auch in Asien herstellen lässt. Viele Grüße

    Antworten

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