Enzo Trapper Messer im Test

Enzo Trapper und Enzo Messer generell sind gewiss nicht billig. Das Enzo Trapper schlägt mit knapp unter 100 € auf Amazon.de zu Buche, Enzo Bausätze gibt es für ca. 80 €, damit lassen sich mit etwas Fleißarbeit “handgemachte” Messer herstellen. An Messer dieser Preisklasse habe ich natürlich vergleichsweise hohe Anforderungen.

Gesamteindruck

Die typisch nordische Form ist klar, simpel und gut durchdacht. Die Verarbeitung des Messers ist sehr gut, ohne Spiel oder Kratzer. Das kann sich sehen lassen!

Die Klinge ist auffallend gut ausbalanciert und der Skandischliff wirkt sehr präzise und hochwertig. So wundert es nicht, dass die Klinge bereits ab Werk rasiermesserscharf ist.

Enzo Trapper

Enzo Trapper

Der Vollerl

Die Unterseite des durchgehenden Erls ist an die Kontur der Griffschalen angepasst und macht auf mich einen äußerst stabilen Eindruck. Wie von skandinavischen Klingen gewohnt, kann auch dieses Messer mit Sicherheit einiges wegstecken.

Stahl und Schliff spielen gut zusammen

Anfangs war ich zwar gegenüber der etwas gewagten Kombination aus Sandvik 12C27 (59 HRC!) und  Skandischliff etwas skeptisch, die befürchtete Brüchigkeit einer solchen Klinge konnte ich beim Trapper allerdings nicht feststellen. Anscheinend wurde bei der Wärmebehandlung saubere Arbeit geleistet.

Produkteigenschaften

  • Gesamtlänge: 210 mm
  • Klingenlänge: 98 mm (Schneide: 93 mm)
  • Klingendicke: 3,5 mm
  • Klingenbreite: 25,5 mm
  • Klingenmaterial: O1 Werkzeugstahl, auch in D2 erhältlich
  • Klingenhärte: 57-59 HRC
  • Erl: durchgehend
  • Schliffart: skandinavisch
  • Griffmaterial: Micarta
  • Scheidenmaterial: Leder
  • Preis: 115 €

Ein Vergleich mit Mora Messern

Verglichen mit dem Mora 1 ist das Enzo Trapper ein klein wenig länger, trotzdem ist aufgrund der Klingenform der gerade Teil der Schneide kürzer als beim Mora. Außerdem ist die Klinge nicht, wie beim Mora, komplett bis zum Griff geschliffen.

Dafür ist sie ein gutes Stück dicker und fühlt sich dadurch wesentlich sicherer und robuster an. Trotzdem finde ich die Klinge nicht zu dick. Hier ist es Enzo gelungen einen hervorragenden Kompromiss aus Stabilität und Vielfältigkeit zu finden.

Enzo Trapper Bausatz

Enzo Trapper Bausatz

Handlicher Griff

Der Griff gefällt mir ebenfalls sehr gut, da er länger und dicker ist, als der des Moras und so besser in der Hand liegt. Gerade in Extremsituationen ist das Gold wert. Auf den kleinen Fingerschutz am vorderen Griffende könnte man in meinen Augen allerdings komplett verzichten, aber das ist mit Sicherheit Geschmackssache.

Am meisten überrascht hat mich, wie leicht und handlich sich das Messer anfühlt. Ich habe mir Enzo-Messer immer wesentlich klobiger und schwerer vorgestellt.

Das ist für mich vielleicht sogar der größte Pluspunkt dieses Modells: es ist handlich und dabei trotzdem außerordentlich robust. Es erfüllt somit theoretisch alle Voraussetzungen für ein ausgezeichnetes Bushcraft- und Survivalmesser.

Das Enzo Trapper in der Praxis

Und auch im  Praxiseinsatz hat es sich gut bewährt und kann problemlos zum Spalten von Ästen mit bis zu 7,5 cm Durchmesser benutzt werden, ohne dass die Schneide dabei Schaden nimmt oder sich die Klinge verformt.

Sogar bei feinen Schnitzarbeiten hat mir das Trapper gute Dienste erwiesen, obwohl ich für diese Arbeiten normalerweis wesentlich schmalere Klingen bevorzuge.

Enzo Trapper zusammengebaut

Enzo Trapper zusammengebaut

Scheide aus zähem Leder

Die klassische Scheide aus dickem Sattelleder ist gut verarbeitet und kann auf zwei verschiedene Arten am Gürtel befestigt werden. Welche Variante man bevorzugt liegt ganz daran, ob man das Messer lieber starr oder beweglich am Gürtel trägt.

Anfangs sitzt das Messer zwar etwas streng in der Scheide, das ändert sich aber mit der Zeit, da das Leder noch ein wenig nachgibt.

Fazit

Alles in allem hat das Trapper auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht. Es ist jedoch schwer zu sagen, worin genau sein größter Vorteil liegt. Verglichen mit vielen anderen Messern dieser Größe und Dicke fühlt es sich leichter an und liegt einfach sagenhaft gut in der Hand.

Dadurch ist es für mich genau das richtige Messer in dieser Größenordnung, denn es ist extrem stabil und trotzdem sehr vielseitig. Egal ob im leichten Alltagseinsatz oder beim groben Bushcraften, auf das Enzo Trapper Messer ist Verlass.

Ich finde, hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis und ich werde mit diesem Messer bestimmt noch lange meine Freude haben, egal ob Zuhause, auf dem Hochsitz oder am Lagerfeuer.

Die Top 5 Der Besten Taschenmesser

Die Liste der besten Taschenmesser ändert sich natürlich von Zeit zu Zeit, aber hier sind die fünf besten Taschenmesser, die es atuell für Geld zu kaufen gibt:

1. Benchmade Griptilian

Benchmade ist bekannt dafür, Messer der Spitzenklasse herzustellen. Vor allem die Griptilian-Taschenmesser sind bei Messerfreunden sehr beliebt. Viele meinen sogar, dass es sich hierbei um die Taschenmesser mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis handelt.  Das Griptilian Mini ist eine etwas kleinere Variante, welche hervorragend als Messer für den Alltag geeignet ist. Seine Drop-Point-Klinge aus Edelstahl lässt sich problemlos mit einer Hand öffnen und der Valox-Griff vereint Griffigkeit und Haltbarkeit.

Benchmade Griptilian 556 Mini

Benchmade Griptilian 556 Mini

Ein versehentliches Einklappen der Klinge verhindert Benchmarks „AXIS-Lock-Mechanismus“. Dabei wird ein kleiner, federgelagerter Stahlstift in eine Nut im Erl des geöffneten Messers gedrückt. Mit dem größeren Griptilian Modell (551) meistern sie mühelos auch die härteste Situation. Das kleinere, leichtere Griptilian (556) ist ein perfekter Begleiter im Alltag. Beide sind bei Amazon.de mit fünf Sternen bewertet und für knapp über 100 € erhältlich.

Benchmade Griptilian 551

Benchmade Griptilian 551

2. Spyderco Tenacious

Spyderco ist ein weiterer bewährter Messerhersteller, der bei vielen Nutzern für seine Zuverlässigkeit und außergewöhnliche Messerformen sehr beliebt ist. Das unverkennbare Design sorgt dafür, dass die Klappmesser sehr ergonomisch sind. Vor allem beim Spyderco Tenacious bekommt man ausgezeichnete Qualität für sein Geld. Es verfügt über eine blattförmige Edelstahlklinge aus 8CR13MOV, wahlweise in in silber oder schwarz, die trotz ihrer Breite sehr scharf ist. Bei den meisten Anwendungen macht das Tenacious eine gute Figur; dazu zählt durchaus auch die eine oder andere gröbere Aufgabe.

Spyderco Tenacious Taschenmesser schwarz

Spyderco Tenacious Taschenmesser schwarz

Für den relativ günstigen Preis bekommt man einige großartige Features, wie etwa das große Daumenloch zum einfachen Ausklappen der Klinge oder den beidseitig verwendbaren Taschenclip. Außerdem lässt es sich manuell einstellen, wie leicht sich die Klinge klappen lässt. Der Griff aus Edelstahl ist so gestaltet, dass er trotz seines leichten Gewichts sehr steif ist and dabei denoch gut in der Hand liegt. Das für knapp 50 € erhältliche Messer setzt in seiner Preisklasse auf jeden Fall hohe Maßstäbe. Sehr beeindruckend!

3. Ken Onion Kershaw Leek

Hierbei handelt es sich aus gutem Grund um eines der meistverkauften Messer. Der bekannte und hoch geschätzte Messermacher Ken Onion hat dieses Klappmesser als Teil der Kershaw-Leek-Serie entworfen. Es ist ein außerordentlich schönes Messer, wenn auch nicht gerade preiswert. Der patentierte „SpeedSafe-Öffnungsmechanismus“ sorgt dafür, dass das Messer auch mit einer Hand problemlos geöffnet werden kann.

Ken Onion Kershaw Leek

Ken Onion Kershaw Leek

Die Klinge aus Sandvik 14C28N ist extrem scharf und hält die Schärfe sehr lang. Die Klingenspitze ist allerdings etwas fragiler als bei vergleichbaren Messern; darum empfehlen wir es nicht für besonders grobe Aufgaben. Das leichte, kompakte Taschenmesser ist sowohl mit glatter Klinge als auch mit Wellenschliff erhältlich, außerdem ist eine Vielzahl von Griff- und Klingenfarben verfügbar.

Für knapp 100 € handelt es sich hier mit Sicherheit nicht um einen Kandidaten für das Taschenmesser mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, aber für das Geld bekommt man eines der besten Taschenmesser von einem renommierten Messerdesigner.

4. SOG Flash II

SOG ist ein von vielen hochgeschätzter Hersteller und mit dem Flash II Taschenmesser hat er ein relativ günstiges Messer für den täglichen Gebrauch im Angebot. Optisch erinnert es ein wenig an das Benchmade Griptilian. Seine rasiermesserscharfe Klinge aus AUS-8-Edelstahl ist äußerst langlebig. Die Federuntersützung sorgt für ein schnelles, leichtgängiges Öffnen der Klinge und der Griff bietet guten Halt. Zusätzlich verfügt das Messer über eine Sperrvorrichtung, welche ein versehentliches Ausklappen zuverlässig verhindert.

SOG Flash II

SOG Flash II

 

Mit dem SOG Flash II erhält man ein solides Allround-Messer, das erstaunlich scharf ist. Auch wenn dieses Messer es mit einigen der kostspieligeren Taschenmesser nicht aufnehmen kann, so ist es, für unter 100 €, doch ein sehr guter Kauf.

5. Benchmade Osborne 940

Wenn man ein wenig mehr Geld ausgeben möchte, kann ich das Benchmade Osborne 940 nur empfehlen. Es ist mit Sicherheit eines der besten mittelgroßen Taschenmesser überhaupt und man kann es ganz bequem überallhin mitnehmen. Die Edelstahlklinge aus S30V ist 8,5 cm lang, endet in einer Reverse Tanto Spitze und wiegt nur etwa 82 g. Geschlossen bringt es das Osborne auf 11,25 cm, es ist also nicht gerade ein großes Messer. In meinen Augen hat es damit nahezu die perfekte Größe.

Benchmade Osborne 940

Benchmade Osborne 940

Es verfügt über den hervorragenden „AXIS-Lock-Mechanismus“, wie auch das Griptilian. Der Griff aus eloxiertem Aluminium übersteht auch die extremsten Situationen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Auch die Griffigkeit des Messers ist absolute Spitzenklasse, es fühlt sich fast wie eine natürliche Verlängerung der eigenen Hand an.

Der einzige potentielle Nachteil am Osborne 940 ist der hohe Preis von etwa 220 €. Wenn Sie in Sachen Messer allerdings großen Wert auf Qualität legen, führt jedoch kein Weg an diesem Modell vorbei.

Günstiges Taschenmesser: Buck 110 Folding Hunter

Wenn Sie etwas weniger ausgeben möchten, was ich voll und ganz verstehen kann, dann kann ich Ihnen das Buck 110 Folding Hunter Taschenmesser ans Herz legen. Hierbei handelt es sich ohne Zweifel um eines der beliebtesten Taschenmesser. Mit seinem Kultdesign aus dem Jahre 1964 gilt das Folding Hunter als eines der ersten Messer dieser Bauart. Das von Buck hergestellte Klappmesser wird weltweit kopiert und sowohl Neulinge als auch passionierte Sammler wissen dieses Modell zu schätzen. Ein Grund dafür ist mit Sicherheit die 9 cm lange Klinge aus 420HC-Edelstahl, welche sich sehr leicht schärfen lässt.

Buck 110 Folding Hunter

Buck 110 Folding Hunter

Des Weiteren ist es besonders langlebig und kommt auch mit gröberer Behandlung gut klar. Geschlossen ist das Messer knapp 12,5 cm lang. Natürlich lässt sich dieses Modell nicht mit Messern von Spyderco und Benchmade vergleichen, für die meisten Camper und Outdoorfreunde bietet es aber alles, was man braucht und das zu einem sehr guten Preis.

Premiumtaschenmesser: Chris Reeve Sebenza

Wenn Sie ein Kenner und Sammler sind oder Geld einfach keine Rolle spielt, dann werden Sie mit dem Sebenza von Chris Reeve sicherlich zufrieden werden. Der Name Chris Reeve ist unter Messerfreunden ein Garant für hohe Qualität und innovative Designs.

Chris Reeve Sebenza

Chris Reeve Sebenza

Keine Aufzählung der besten Taschenmesser wäre komplett, ohne das Sebenza zu erwähnen. Es gilt seit langem als eines der besten Klappmesser, die für Geld zu haben sind. Der Titangriff ist simpel gehalten und stellt die perfekte Verbindung aus Haltbarkeit und Griffigkeit dar. Die Klinge aus S35VN-Edelstahl hält die Schärfe unfassbar lange und ist bereits ab Werk rasiermesserscharf. “Ab Werk” ist in diesem Fall nur ein Nominalbegriff, da alle Sebenza Taschenmesser von Hand gefertigt werden.

Das Sebenza ist in zwei Größen und sowohl für Links- als auch für Rechtshänder erhältlich. Natürlich schlägt sich die außerordentlich hohe Qualität dieses Messers auch im Preis von über 500€ nieder.

Fazit

Das war unsere Auswahl der besten Taschenmesser. Haben wir ein Messer asugelassen? Wie sieht Ihre Liste aus? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

Spyderco Sharpmaker Messerschärfer im Test

Hier auf Survival Messer Guide gehen wir regelmäßig darauf ein, wie wichtig eine scharfe Klinge ist. Es gibt heute eine Vielzahl außergewöhnlicher Messer auf dem Markt, die alle haben typischerweise ab Werk eine extrem scharfe Schneide haben. So ist klar, dass der Ersteinsatz eines neuen Messers immer etwas ganz besonderes ist.

Jedes Messer wird mal stumpf

Allerdings ist genauso klar, dass das Messer früher oder später seine Schärfe verlieren und stumpf werden wird. Wann das passiert, hängt ganz vom verwendeten Stahl und Ihrem Umgang mit der Klinge ab; feststeht aber, dass alle Messer im Laufe der Zeit stumpfer werden. Darum ist es wichtig, sie regelmäßig zu schärfen. Nur so kann eine gute Schärfe und somit eine optimale Benutzbarkeit des Messers aufrechterhalten werden.

Im unserem Artikel haben wir über die Grundlagen des Messerschärfens berichtet und einige Schleiftechniken vorgestellt.  Viele Nutzer ziehen allerdings sogenannte „Schärfsysteme“ dem einfachen Stein vor. Mit ihnen können selbst Laien, ohne erst die richtige Schleiftechnik lernen zu müssen, großartige Ergebnisse erzielen.

Ein Klassiker dieser Schärfsysteme ist der Messerschärfer „Spyderco Tri-Angle Sharpmaker“. Zugegebenermaßen kein neues Produkt, aber bis heute eines der Besten. Deshalb wollen wir Ihnen im Folgenden von unserer Erfahrung mit dem System berichten.

Spyderco und seine Produkte

Spyderco, ein in Colorado ansässiger Messermacher, hat uns über die Jahre hin bewiesen, dass sie nicht nur außergewöhnlich hochwertige Messer für die Jagd produzieren, sondern auch das nötige Zubehör, um Klingen extrem scharf zu halten.

Manche Stahlsorten sind, wie Sie wissen, schwerer zu schärfen als andere. Das gilt gerade für harte, hochwertige Sorten wie D2, 154CM, VG-10 und S30V. Hier machen sich die Vorteile des Sharpmakers am deutlichsten bemerkbar.

Der Spyderco Sharpmaker

Das System besteht aus vier Keramiksteinen, zwei dunkelgrauen Steinen für gröbere Arbeiten und zwei Weißen für den Feinschliff. Durch die Dreiecksform der Steine können sowohl glatte Klingen als auch Messer mit Wellenschliff, wie das Bear Grylls Ultimate Messer geschärft werden. Hier ist der Sharpmaker gewöhnlichen Messerschärfern klar überlegen.

Spyderco Messerschärfer Tri-angle Sharpmaker

Spyderco Messerschärfer Tri-angle Sharpmaker

Ölfreie Schärftechnik

Es handelt sich um ein ölfreies System, den Kauf von Schärföl können Sie sich also getrost sparen. Der Schnittschutz des Sharpmakers besteht aus zwei Messingstangen; diese verhindern beim Abrutschen der Klinge, dass Ihre Hände in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei sachgemäßer Benutzung ist es nahezu unmöglich, sich mit diesem System zu schneiden.

Leicht und handlich

Alle Teile können sicher im 19×7,5 cm großen Kunststoffgehäuse verstaut werden. Hier zeigt sich, dass Spyderco viel Zeit ins Design des Sharpmakers gesteckt hat.

Scharfe Klinge unter Anleitung

Wenn Sie das Gerät zum ersten Mal benutzen, werden Sie verblüfft sein, wie einfach Sie eine scharfe Schneide an Ihre Messer schleifen können. Ich habe es sowohl zum Nachschleifen als auch für den kompletten Neuanschliff  (mit den Diamantstäben, siehe später) von Klingen benutzt. Positiv fällt auf, dass dem Set detaillierte Anleitungen beiliegen.

Und wem das nicht reicht, der kann sich auf der beiliegenden DVD (ACHTUNG: nur auf Englisch!) mit der Nutzung vertraut machen.  Darin erklärt Spyderco Gründer und Entwicklungsleiter Sal Glesser alles was man als Einsteiger wissen muss. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Messerwartung und Pflege stellt er die vier wichtigsten Schliffarten dar.

Gerade der historische Einblick ist sehr interessant und macht deutlich, dass es Spyderco nicht ausschließlich darum geht, etwas zu verkaufen. Vielmehr soll verständlich erklärt werden, warum der Sharpmaker so effektiv funktioniert.

Zusätzlich zur DVD gibt es natürlich noch zahlreiche Tutorials zum Sharpmaker auf YouTube. Das hier zum Beispiel:

Rückblickend muss man aber sagen, dass ein tagelanges Studium des Lehrmaterials nicht unbedingt nötig ist. Glauben Sie mir: das Gerät ist sehr unkompliziert. Ich habe damit mein Asbach-uralt Benchmade Griptilian wieder zum Leben erweckt und war im Handumdrehen in der Lage, mühelos Papier damit zu schneiden.

Die Küchenmesser meiner Frau kommen als nächstes dran!

Benchmade Griptilian MEsser

Benchmade Griptilian MEsser

Die Schleiftechnik kurz zusammengefasst

Grundsätzlich beginnt man den Schleifvorgang damit, dass die Klinge 20 mal über die Ecke des groben (grauen) Steines gezogen wird und danach 20 mal über dessen flache Seite. Anschließend wiederholt man den Vorgang mit dem feinen (weißen) Stein. Wichtig ist es, die Klinge vertikal zu halten während man sie über die Steine zieht, so entsteht eine gleichmäßige Schneide.

Nach meiner Erfahrung dauert der ganze Vorgang etwa 10 min, was ich definitiv vertretbar finde. Ich verwende meist die 40-Grad-Einstellung; damit ist man in der Regel gut bedient. Positiv ist mir aufgefallen, dass der Sharpmaker sehr präzise und schonend ist. Im Vergleich zu anderen Geräten hinterlässt er keinerlei Spuren oder gar Kratzer auf der Klinge.

Schleifen im Maße

Der Sharpmaker funktioniert so gut, dass man meiner Meinung nach aufpassen muss, keine zu scharfe Schneide an seine Messer zu schleifen, da sie sonst sehr fragil und brüchig wird. Wer vorhat, seinen Klingen eine komplett neue Schneide zu verpassen, dem rate ich auf jeden Fall zu den separat erhältlichen Diamantsteinen.

Spyderco Messerschärfer Diamant Schleifsteine im 2-er Set

Spyderco Messerschärfer Diamant Schleifsteine im 2-er Set

Diese sind wesentlich effektiver darin, große Mengen Metall in kurzer Zeit zu entfernen. Was der Sharpmaker ebenfalls nicht beinhaltet sind Steine mit sehr feiner Körnung. Damit fehlt natürlich auch die Möglichkeit seine Klingen auf Hochglanz zu bringen. Sollten sie daran Interesse haben, empfehle ich die Anschaffung eines Streichriemens, wenn Sie diesen nicht sowieso schon zu Hause haben, um Ihren Messern den “letzten Schliff” zu geben.

StreichriemenFazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Sharpmaker seine knapp 80€ auf jeden Fall wert ist und sich schnell bezahlt macht. Heutzutage wird das Set im Internet für etwa die Hälfte des Originalpreises gehandelt. Wenn das kein Schnäppchen ist! Und glauben Sie bitte nicht, das System sei nur für Taschen- und Survival-Messer geeignet. Es gibt im Internet eine Vielzahl von Nutzern die den Sharpmaker sehr erfolgreich zum Schärfen von hochwertigen Küchenmessern und Scheren benutzen. Alles in allem liebe ich das Gerät und Sie werden in Zukunft mit Sicherheit kein stumpfes Messer mehr in meinem Haus finden!

“Die 10 höchsten Gipfel Teneriffas” – Rezension zum Buch

„Die 10 höchsten Gipfel Teneriffas“ ist ein „etwas anderer Tourenbericht“ (sic!) von Laura & Michael Feigel und ist 2015 im Eigenverlag als E-Book bei Amazon.de erschienen.

Es war einmal auf Teneriffa…

Laura (13, Schülerin) und ihr Vater Michael (36, Grundschullehrer) nahmen an einem neuen EU-Austauschprojekt auf Teneriffa teil. Die beiden ambitionierten Hobbysportler nutzten diese einmalige Chance um ihre Hobbys Wandern, Klettern und Bauldern in ihrer Freizeit voll auszuleben.

Dazu bietet die zu Spanien gehörende Kanareninsel Teneriffa als waschechte Vulkaninsel optimale Voraussetzungen. Das sehr markante Gelände und die interessante Landschaft bieten ambitionierten Sportlern sehr viele verschiedene und abwechslungsreiche Routen und Wanderungen.

die 10 höchsten Gipfel Teneriffas

die 10 höchsten Gipfel Teneriffas

Nachdem sich die Feigels vor Ort eingelebt haben, beschließen sie eines Tages gemeinsam die zehn höchsten Gipfel der Insel zu besteigen. Ihre beeindruckenden Erlebnisse und zahlreiche unterhaltsame Episoden schildern Laura und Michael in diesem sehr unterhaltsamen Tourenbericht der etwas anderen Art.

Ein grundsolider Tourenbericht

Laura und Michael Feigel haben sich dazu entschieden den Reisebericht in der Gegenwartsform zu verfassen, da dies ihres Erachtens nach ein bewussteres Miterleben der individuellen Situationen ermöglicht.

Die Sprache des Tourenberichts ist im Großen und Ganzen relativ locker und jugendlich gehalten. Im Anbetracht der noch relativ jungen Autoren und dem entspannten Setting ist das auch definitiv keine schlechte Entscheidung. Teilweise lesen sich jedoch einzelne allzu saloppe und umgangssprachlich gehaltene Passagen etwas anstrengend.

Jedoch ist der Text insgesamt sehr angenehm zu lesen und der Leser hat nie das unangenehme Gefühl in einer oberlehrerhaften Art und Weise belehrt zu werden. Das ist sehr positiv, da einige bei einem Grundschullehrer als Hauptautor im ersten Moment Bedenken haben könnten.

Zahlreiche gut gemachte und sinnvoll ausgewählte Farbfotos dokumentieren den Teneriffatrip visuell und geben den Lesern zusätzliche Einblicke über die interessanten Wanderungen und Touren ohne viel Equipment.

Fazit

Besonders wenn bereits im Titel die Rede von den höchsten, meisten oder am weitesten entfernten Gipfeln ist, so kann sich der Leser im Regelfall auf seine gnadenlose Rekordjagd und Materialschlacht einstellen.

Der Tourenbericht der jungen Familie Laura und Michael Feigel ist jedoch durch und durch eine positive Überraschung. Der Bericht konzentriert sich auf das Erlebnis der beiden Hobbysportler und schafft es, sich nicht mit Details zu Ausrüstungsgegenständen und theoretischen Exkursen zu verzetteln.

Die Feigels verzichten auf übertriebenes Equipment und konzentrieren sich voll und ganz auf das eigentliche Wandererlebnis und greifen dabei nur auf eine leichte Trekkingausrüstung zurück.

Durch den angenehm lockeren und sehr ungezwungenen Schreibstil sowie die schönen Farbfotos entsteht ein wunderbares „Mitdabei“-Gefühl. Dabei wird der Reisebericht niemals langweilig und ermöglicht spannende Einblicke in die Touren und Wanderungen der Feigels.

Ein schöner Tourenbericht nicht nur für Teneriffafans, den es übrigens auch als gedruckte Ausgabe gibt!

Klappmesser vs. Festehendes Messer bei Jagd und Outdoor

Die Frage „Klappmesser oder Feststehende Klinge?“ hat in den letzten 50 Jahren für zahllose, teils hitzige Debatten gesorgt. Falls Sie ein traditioneller Jäger sind, bevorzugen sie wahrscheinlich eine feststehende Klinge, da diese erwiesenermaßen sehr stabil und haltbar sind.

Der moderne High-Tech Jäger dagegen  lässt sich oftmals von der erhöhten Handlichkeit von Klappmessern überzeugen. Zumal diese noch dazu ein höheres Maß an Sicherheit bieten. Wenn man ganz ehrlich ist muss man zugestehen, dass beide dieser Messerarten für den Jagdeinsatz geeignet sind.

Gerber Bear Grylls Klappmesser Folding Sheath Knife

Gerber Bear Grylls Klappmesser Folding Sheath Knife

Es gibt Klappmesser, die aufgrund ihrer guten Konstruktion und den hochwertigen Materialien in Sachen Stabilität einer feststehenden Klinge in nichts nachstehen und auf der anderen Seite gibt es handliche, leichte Messer mit fester Klinge die ähnlich praktisch sind wie Klappmesser.

Es kommt also letztlich alles auf Ihre persönlichen Vorlieben an. Der allgegenwärtige Bear Grylls hat allerdings sowohl bei den Klappmessern, als auch bei festehenden Messern einige Varianten vorzustellen.

Feststehende Klinge

Oft ist diese Art von Messern sehr stabil, da der Erl meist durch den kompletten Griff geht und das Messer so entsprechend steif und stabil macht. Um es mit Hüftknochen oder der Wirbelsäule aufnehmen zu können, schwören viele Jäger auf diese Art von Messer.

Gerber Bear Grylls Messer Ultimate PRO

Gerber Bear Grylls Messer Ultimate PRO mit feststehender Klinge

Solche Aufgaben sind mit einem Klappmesser nahezu unmöglich zu bewerkstelligen, ohne es dabei versehentlich zu ruinieren. Auch die Wartung und Pflege ist sehr einfach und so ist schon so manches Messer dieser, seit Generationen erprobten Bauart  zum Familienerbstück geworden.

Klappmesser

Auch diese Bauart besitzt einige spezifische Vorteile. So sind sie zum Beispiel leichter zu transportieren und so auf längeren Jagdausflügen keine unnötige Belastung.

Die Klinge ist in der Regel im Griff untergebracht und somit gut geschützt, wenn sie nicht gebraucht wird. Mit einem ordentlichen Sicherungsmechanismus, der das versehentliche einklappen der Klinge verhindert, können es gute Klappmesser mit so manchem feststehenden Messer aufnehmen.

Gerber Klappmesser Bear Grylls Scout

Gerber Klappmesser Bear Grylls Scout

Sie sind zwar oft im Outdoor-Bereich anzutreffen, eignen sich aber auch ausgezeichnet für ein zivilisierteres Umfeld um z.B. Pakete zu öffnen oder zur unauffälligen Selbstverteidigung, dafür ist allerdings ein Karambitmesser die erstere Wahl. Ein 30cm Messer am Gürtel mag vielleicht imposant aussehen, ins Büro gehen können Sie damit aber definitiv nicht.

Fazit

Wie schon in der Einleitung erwähnt, kann diese Frage nur unter Betrachtung Ihrer persönlichen Vorlieben beantwortet werden.

Wenn sie ein langlebiges Jagdmesser suchen, das sie im Bestfall noch Ihren Enkelkinder vermachen können, sind Sie mit einer feststehenden Klinge auf jeden Fall gut bedient.

Wer dagegen ein möglichst vielfältiges Messer sucht, dessen Einsatzzwecke auch ausserhalb des Waldes liegen, zu dem passt wahrscheinlich ein Klappmesser besser.