Seit mehreren Jahren erfreuen sich sogenannte Japanmesser wachsender Beliebtheit in deutschen Küchen. Die mit Abstand beliebteste Form der japanischen Küchenmesser sind die sogenannten Kai Shun Santokumesser. Diese japanischen Kochmesser werden vor allem zum Schneiden von Fleisch, Gemüse und Fisch verwendet (jap. Santoku = drei Tugenden). Solche Chefmesser verfügen über ein relativ breites Blatt und lassen sich so sehr komfortabel am Fingerrücken führen.

1. Kai Europe Santoku Tim Mälzer Messer Edition

Kai Europe Santoku Tim Mälzer Edition, japanmesser

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Der japanische Schneidwaren und Messerhersteller Kai stellt seit mehr als 100 Jahren Messer her und ist den meisten ambitionierten Hobby- und Meisterköchen (siehe die Steffen Henssler Messer aus der „Grill den Henssler“ TV-Sendung) mittlerweile ein Begriff. Vor allem die in Zusammenarbeit mit dem bekannten TV-Koch Tim Mälzer entwickelten Messer (Tim Mälzer Messer) erfreuen sich die Japanmesser von Kai aufgrund ihrer Qualität hoher Beliebtheit.

Das Kai Shun Santokumesser aus dieser Serie bildet hier keine Ausnahme und landet damit als Testsieger auf dem ersten Platz in unserem Santokumesser-Vergleich.

Mit einer Gesamtlänge von 30cm (18cm Klinge und 12cm Griff) und einem Gewicht von 213g liegt es hervorragend in der Hand. Dank seiner ultimativen Schärfe und der angenehmen Balance eignet sich dieses hochwertige japanische Küchenmesser bestens für alle anfallenden Schneidarbeiten.

Die 18cm lange Klinge besteht aus einem 32 lagigen korrosionsbeständigen Damaszenerstahl und weist eine beeindruckende Härte von 61 (+/-1) HRC auf. Die handgearbeitete Hammerschlagoberfläche harmoniert optisch perfekt mit dem aus laminiertem braunem Walnussholz bestehenden Griff.

Durch den beidseitigen Schliff der Klinge und der ergonomischen Griffform ist dieses japanische Kochmesser für Rechts– und Linkshänder gleichermaßen geeignet.

Lediglich der etwas hohe Straßenpreis von ca. 200 Euro könnte einige Interessenten abschrecken, wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass sich die Investition in hochwertiges Werkzeug langfristig auszahlt! Das bestätigen auch die meisten Testberichte.

2. Wüsthof 4174 Grand Prix II Japanmesser

Wüsthof Santoku Grand Prix II Japanmesser

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Das Familienunternehmen Wüsthof wurde bereits im Jahr 1814 in der deutschen Klingenhauptstadt Solingen gegründet und stellt seitdem qualitativ hochwertige Küchenmesser (-sets) aller Art her. Preislich im Mittelfeld angesiedelt, hat sich der Hersteller vor allem auf die Produktion von geschmiedeten Messern spezialisiert.

Das Japanmesser Grand Prix II ist in dieser Version 31cm lang und bringt angenehme 154g auf die Waage. Die 17cm lange geschmiedete Klinge des japanischen Santoku Küchenmessers besteht aus einem korrosionsbeständigen Schmiedestahl und ist in einem 14cm langen Griff aus rutschfestem Kunststoff eingelassen.

Die Klingen werden nach dem Schmieden auf den sehr guten Wert von 58 HRC gehärtet. Anschließend werden sie präzisionsgeschärft und die Schneidgeometrie wird lasergeprüft. In Kombination mit dem ergonomisch geformten Kunststoffgriff lassen sich diese gut ausbalancierten Messer optimal handhaben.

Ich kann Japanmesser von Wüsthof als Einstieg in die Welt der geschmiedeten Santokumesser empfehlen, da diese noch relativ günstig sind und der Anwender alle Vorzüge einer solchen Klinge genießen kann. Höhere Schnitthaltigkeit, und besseres Handling sind nur einige Vorzüge gegenüber den einfacheren gestanzten Klingen.

3. Zwilling Twin Pollux Santokumesser

Zwilling Twin Pollux Santokumesser

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Der deutsche Hersteller Zwilling stellt seit 1731 Messer, Besteck und Kochtöpfe in Premiumqualität her. Neben den klassischen europäischen Messerformen, hat Zwilling mittlerweile zahlreiche verschiedene asiatische Messerformate, darunter auch die beliebten Japanmesser, im Sortiment. Besonders die Kai Shun Santokumesser überzeugen mit hoher Qualität bei moderaten Preisen.

Die kürzere Version des Twin Pollux Santokumessers verfügt über eine gestanzte Klinge mit einer Länge von 14,5cm und erreicht in Kombination mit dem 11cm langen Kunststoffgriff  eine Gesamtlänge von 25,6cm. Eine Besonderheit dieser Messer ist die eisgehärtete Friodurklinge aus einer firmeneigenen Sonderschmelze. Sie ist rostfrei und dank des Kunststoffgriffs könnte dieses Messer sogar in der Spülmaschine gereinigt werden. (Nicht empfohlen!)

Gestanzte Klingen sind bauartbedingt etwas leichter als ihre geschmiedeten Pendants. In Kombination mit dem dreifach genieteten Kunststoffgriff ist dieses japanische Kochmesser angenehm leicht und bringt nur 159g auf die Waage. So kann das Messer auch von weniger geübten Anwendern leicht und ermüdungsfrei geführt werden.

Dieses robuste japanische Küchenmesser bietet ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis und eignet sich meiner Meinung nach optimal für Hobbyköche und Einsteiger die noch nicht allzu viel Geld in ihr neues Hobby investieren möchten. Hier kaufen Sie ein gutes Santokumesser für wenig Geld!

4. Fiskars Santokumesser im Test

Fiskars Santokumesser, Japanmesser

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Die 1649 gegründete Firma ist das älteste Unternehmen Finnlands. Das Familienunternehmen hat mit der Herstellung von Scheren und Messern begonnen und stieg nach dem zweiten Weltkrieg schnell zu einem der führenden Anbieter von Konsumgütern für Garten, Außenbereich und Haushalt auf. Mittlerweile gehören viele internationale Marken wie zum Beispiel Gerber, Iittala und eben Fiskars zum skandinavischen Konzern.

Mit dem unkonventionellen Japanmesser Fiskars „Edge“ im Santoku-Stil gewann der Konzern sogar den RedDot Design Award 2013. In dieser Version verfügt das Messer über eine 17cm lange Klinge aus gestanztem Stahl. Mit dem 14cm langen Kunststoffgriff ist das Messer insgesamt 31cm lang und 141g leicht.

Das schlanke moderne Design ist in den Konzernfarben schwarz/orange gehalten. Durch den Einsatz von Polymerwerkstoffen ist das Japanmesser sehr einfach zu handhaben und erfordert kaum Pflege. Vor allem die PTFE beschichtete Klinge (53 HRC) ist relativ robust und auf der Verpackung prangt ein großes „geeignet für Spülmaschinen“-Logo. Lebensmittelreste bleiben laut Hersteller  weder an der Klinge noch am Griffstück haften.

Das Fiskars Japanmesser ist sowohl das unkonventionellste als auch das günstigste Messer im Vergleich.  Wer sich mit der eigenwilligen Optik anfreunden kann, erhält ein solides Messer für sehr wenig Geld. Wobei ich natürlich daran erinnern muss, dass man von Messern in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten darf.

5. Culinario Damaszener Chefmesser

Culinario Damaszener Chefmesser, Japanmesser

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Culinario ist eine Eigenmarke des deutschen Küchenutensilienherstellers  Steuber. Während Steuber Produkte im gehobenen Preissegment angesiedelt sind, richten sich Culinario Artikel bevorzugt an Einsteiger und preisbewusste Verbraucher.

Die Klinge dieses Japanmessers besteht aus einem schmiedeverschweißtem Damaszenerstahl mit 67 Lagen der auf 60 HRC gehärtet wurde.  Ich empfehle stets eine relativ weiche Schneidunterlage wie zum Beispiel eine Bambusmatte zu verwenden, da eine solche Klinge sonst sehr schnell stumpf wird.

Wie bei Messern in dieser Preisklasse üblich handelt es sich um handelsüblichen Messerstahl der mit einer zusätzlichen Schicht Damaszenerstahl beschichtet wurde.

Das Messer ist 29cm lang, wovon 17cm auf die nicht rostfreie Klinge und 12cm auf den gummiummantelten Griff aus Edelstahl entfallen. Die Verarbeitung und Balance sind in Ordnung, jedoch ist mir aufgefallen, dass sich einzelne Rezensenten über die Qualität/Passgenauigkeit des Soft-Touch-Griffs beschwert haben.

Lesenswert: Moki Messer Test – Japanische Taschenmesser

Weitere Santoku-Messer Marken

  • Sabatier Santoku Messer
  • Berghoff Santoku
  • Schmiedeglut Santoku

Fazit Japanmesser

Das Kai Europe TDM-1702 ist meiner Meinung nach, trotz seines stolzen Preises von ca. 200 Euro, das mit Abstand beste Japanmesser im Vergleich. Verarbeitung und Qualität überzeugen einfach. Die beiden  Japanmesser auf dem zweiten und dritten Platz sind bedeutend günstiger (ca. 60 Euro) jedoch müssen Sie als Käufer Kompromisse eingehen. Wer damit leben kann, kann bedenkenlos zugreifen – ich empfehle das Santoku Messer von Wüsthof, da es über eine geschmiedete Klinge verfügt.

Eine echte Überraschung war das robuste Fiskars 978331: trotz des geringen Preises von ca. 25 Euro war es dem Culinario (ca. 50 Euro) überlegen. Wer dieses moderne Design mag kann hier ein echtes Schnäppchen machen!

DAS BESTE SURVIVAL TOOL IST DEIN KOPF.

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