Ka-Bar USMC Messer im Test – Eine Legende Erwacht!

Review of: Ka-Bar USMC
Price:
€€

Reviewed by:
Rating:
4
On 7. September 2016
Last modified:30. April 2017

Summary:

Das Ka-Bar ist ein universell einsetzbares Messer, das trotz robuster Allgemeintauglichkeit im speziellen Outdooreinsatz etwas schwächelt.

Bevor wir zum Praxistest des Ka-Bar USMC Messer übergehen, möchte ich Ihnen eine kurze Geschichte erzählen, wie ich bei diesem Ka-Bar Messer gelandet bin.

In einem früheren Beitrag diskutierten wir ausgiebig über die Notwendigkeit eines Überlebensmessers in unserer Ausrüstung, und haben auch eine Liste der Dinge zusammengestellt, die man bei der Wahl eines guten Überlebensmessers beachten sollte.

Ich wusste, dass ich ein echtes Mehrzweckmesser als Überlebenswerkzeug wollte, und nicht nur ein Hollywood-inspiriertes, verchromtes, testosteron-triefendes, „Wannabe“ taktisches Messer, und ich wusste dass ich nicht mehr als 100 € ausgeben wollte. Ich hatte mir andere, teurere Optionen angeschaut und festgestellt, dass sie nichts Besonderes anbieten, was die Kosten rechtfertigt.

Anfangs wollte ich auch etwas, das etwas weniger brachial ist und ein geringeres Gewicht hat, habe mich dann aber anders entschieden. Ich hatte mir eine Vielzahl von großen Messern angesehen, entschied aber, dass ein großes Bowie-Messer (ich erinnere mich nicht an die Marke) oder eine Ka-Bar Big Brother mit einer 25 – 30cm langen Klinge dann doch zu groß waren.

Am Ende entschied ich mich für das USMC Messer (Made in USA) in schwarz, mit dem synthetischen Kautschuk Kraton G Griff anstelle der traditionellen USMC Version des Messers mit Ledergriff, die etwas teuerer war. Die beiden Ka-Bar Messer sind bis auf dieses Detail absolut gleich.

Diesmal entschied ich mich auch für einen Teilwellenschliff, obwohl ich normalerweise kein großer Fan davon bin, aber man muss auch mal abseits der gewohnten Wege gehen, um vielleicht etwas neues über sich zu erfahren.

Ka-Bar USMC Messer mit kratongrif und ledergriff

Ka-Bar USMC Messer im Test

Also, wie schlägt sich das KA-BAR USMC Messer mit Teilwellenschliff?

Feststehende Klinge – Check

Die feststehende Klinge des Ka-Bar Messers ist  17,78cm lang, und die Gesamtlänge des Messers beträgt 29,84cm bei einem Gewicht von 294 g – das ist schön wuchtig, ohne zu schwer für den täglichen Einsatz zu sein.

Fulltang / Vollerl – Check

Das Full-Size Ka-Bar verfügt über einen durchgenden, vollständig in den Griff eingelassenen Tang.

Guter Griff – Check

Der synthetische Kautschuk Kraton Griff gibt beim Greifen ein solides Gefühl, und der Griff verfügt über einen ausgeprägten beidseitigen Handschutz, der sich jeweils um mindestens 1,27 cm vom Griff her nach oben und unten erstreckt.

Die Grifflänge ist mit 12,7cm guter Standard – nicht zu kurz für große Hände und nicht zu lang für kleine Hände – genau richtig für ein EDC und Outdoormesser.

Klingestahl – Kohlenstoff- oder Edelstahl – Check

Das Ka-Bar USMC Messer ist aus Cro-Van Stahl (Chrom und Vanadium) hergestellt, auch bekannt als Sharon Steel Co.  170-06, 1095 Cro-Van oder 1095CV. Der Cro-Van Stahl wurde auf 56-58 HRC auf der der Rockwell-Härteskala gehärtet.

Das Design der Klinge

Das Ka-Bar Messer für das ich mich entschieden habe, hat einen Teilwellenschliff (16,51cm Flachschliff + 4,44cm Wellenschliff). Die Klinge hat einen geraden Rücken und eine, typisch für viele Bowie Messer, eine leicht konkave Clip-Point Spitze mit einer ungeschliffenen zweiten Schneide zum besseren Einstechen.

Die ursprünglichen US Marine Kampfmesser hatten eine scharfe zweite Schneide, was allerdings den zivilen Gebrauch sowhl in den USA, als auch in Deutschland stark einschränkte. Daher hat Ka-Bar diese Variante mit einer stumpfen Zweitschneide entwickelt.

Das Full-Size Ka-Bar USMC Messer besitzt eine 6,35cm lange Hohlkehle* – damit wird das Gewicht der Klinge reduziert, ohne dass es groß an der Schlagkraft einbüßt.

*Im Gegensatz zu der Meinung vieler Messerfreunde, dient die Hohlkehle nicht dazu, dass beim Einstich das Blut des Gegners oder des Tiers abfließen kann.

Die Klingenlänge übersteigt mit ~17cm die erlaubte Länge nach Waffengesetz – allerdings war mir von Anfang an klar, dass eine solche Klinge nur bei berechtigtem Interesse geführt werden darf. Wer kein solches Interesse vorweisen kann, darf das Ka-Bar immer noch im eigenen Garten oder zu Hause benutzen.

Die Klinge ist mit einer Dicke von 0,41cm ausreichend robust.

Eher ein Überlebensmesser, als ein Taktikmesser

Das Black Ka-Bar Messer, sowie die anderen Full-Size Versionen des historischen Marine Kampfmessers, ist eigentlich mehr ein robustes und vielseitiges Werkzeug, als ein spezialisiertes taktisches Messer für Kampf- oder Rettungszwecke konzipiert.

Schwarze oder Braune Lederscheide

USMCE ka bar messer mit brauner lederscheide

Die Scheide, die mit dem Messer kam, ist eine gewöhnliche schwarze Lederhülle. Nichts Besonderes.

Die Scheide hat eine sehr große Schleife die zu jedem  Gürtel passen sollte und kann, wenn man den will auch an das Bein geschnallt werden.

Ich habe das Messer bisher noch nicht im Regen benutzt, denke aber, dass ich die Hülle am Besten mit einem Imprägnierspray bearbeiten werde, damit das Leder nicht aufweicht oder schimmelt.

Rein von der Verwendung her, ist eine Kydex-Scheide auf jeden Fall praktischer.

Würde ich das Ka-Bar USMC Messer wieder kaufen?

Wenn ich es alles noch einmal machen könnte, würde ich das Full-Size Ka-Bar Messer kaufen? Ja, vor allem für den Preis. Ich habe das Ka-Bar Messer für unter 100 Euro gekauft. Der Preis mag sich zwischenzeitlich geändert haben, aber zu diesem Preis war es mir wert. Weiterhin gibt es den Teilenwellenschliff mittlerweile auch mit Kydex-Scheide.

Mein Ka-Bar Messer war bereits bei Anlieferung sehr scharf, ich habe es trotzdem ein paar Mal am Lederriemen abgezogen. Ich habe damit ein Paar Holzklötze gespaltet, Fisch verarbeitet und einige weitere Sachen im Haus erledigt – die Schneide war immer noch tipptopp.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Ka-Bar USMC Messer jede Aufgabe meistert, sich aber nicht immer gut anstellt. Ein Allzweckmesser eben.

Lässt sich damit Holz für ein Lagerfeuer machen? Ja, aber ich würde lieber ein Beil benutzen.

Kann ich damit ein Wildschwein aufbrechen? Sicherlich, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich ein spezielles Messer nehmen.

Kann ich damit…? Ja, ja und ja – die Liste kann ich endlos fortführen.

Fakt ist, das Ka-Bar ist ein grundsolides Messer, ein Alleskönner, aber kein Spezialist.

Wie es zu dem Namen Ka-Bar kam

Die Ka-Bar Website erzählt eine lustige kleine Geschichte darüber, wie das Ka-Bar Messer seinen Namen bekam. Ein alter Trapper schrieb in seinem Tagebuch, dass seine Waffe geklemmt hat, nachdem er einen Bären angeschossen hatte.

Der Bär hat ihn daraufhin offenbar angegriffen, aber er war in der Lage, den Bären mit seinem Messer zu überwältigen und zu töten. Wenn man dieser Geschichte Glauben schenkt, dann stand in seinem Tagebuch als einzig Leserliches nur „K a Bar“, woraus sich ein „Killed a Bear“ weiterspinnen lässt.

Das Unternehmen Ka-Bar produziert immer noch ihre legendären Ka-Bar Messer für das Militär und die Marine. Die Messer stehen mittlerweile als eine eigene Messerkategorie da – hier und da findet man ein „Ka-Bar Messer“, das gar nciht von Ka-Bar produziert wurde.

Das Ka-Bar ist ein universell einsetzbares Messer, das trotz robuster Allgemeintauglichkeit im speziellen Outdooreinsatz etwas schwächelt.

DAS BESTE SURVIVAL TOOL IST DEIN KOPF.

Der Survival Messer Guide Newsletter.

ACHTUNG! Wir verschicken keinen Spam.

Teilen macht Spaß!
Click Here to Leave a Comment Below 0 comments

Leave a Reply: