Was macht eine gute Antarktis Jacke aus? – 10 wichtige Anforderungen

beste Antarktis Jacke

Sie haben eine Reise in die Antarktis gebucht und erfüllen sich damit einen lang gehegten Kindheitstraum. Eine warme Antarktis Jacke steht ganz oben auf der Packliste: Welche Anforderungen sollte sie erfüllen und wie ist die Wetterlage am Südpol? Diese Fragen beantwortet folgender Beitrag.

Der, für Expeditionen ausgelegte, Bergans Antarctic Expeditionsparka für Damen und Herren ist in der Antarktis getestet worden. Verarbeitet ist ultraleichte, wasserfeste und winddichte Mikrofaser. Das Material ist außergewöhnlich strapazierfähig und der in doppelten Lagen verarbeitete Frontbereich mit Klettverschluss schützt vor Auskühlen. Eine Schrittschlaufe verhindert Hochrutschen der Jacke, Belüftungen unter den Armen leiten Wärme ab.

Für Damen und Herren – Bergans Antarctic Expeditionsparka
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Was macht eine gute Antarktis Jacke aus? – 10 wichtige Anforderungen

Eine geeignete Jacke für antarktische Temperaturen: Wie beim Skilaufen bildet der Parka die äußere Schicht des Zwiebelsystems.

Da die Witterung überraschend wechseln kann, sollte die Jacke folgende Kriterien erfüllen, damit Sie warm und trocken ankommen.

1. Wasserfestes Material

Auf einer Schiffsreise in den Gewässern rund um die Antarktis benötigen Sie einen wasserfest verarbeiteten Parka.

Die Wassersäule sollte mindestens 10.000 mm betragen, besser noch mehr. Achten Sie auf verschweißte Nahtbänder und dichte Taschen mit Wasser abweisenden Reißverschlüssen und Klappen.

2. Windabweisendes Gewebe

Bei fast täglichen Stürmen ist absolut winddichte Ausrüstung überlebenswichtig. Gewebe aus Nylon oder Polyester verhindert Auskühlen durch Wind-Chill mit leistungsfähigen Membranen. Einstellbare Abschlüsse an Ärmeln, am Saum und an der Kapuze blockieren kalte Luft.

3. Weiter Schnitt

Zu enge Passform verhindert die Bildung des wärmenden Luftpolsters.

Eine gute Wahl sind Outdoorjacken mit geradem Schnitt, die für polaren Einsatz konzipiert sind. So können Sie Funktionswäsche, Pullover und eine dicke Fleecejacke im Zwiebelprinzip kombinieren.

4. Eine gut sitzende Kapuze

Ideal bei starkem Wind ist eine Kapuze mit integriertem Draht zur Anpassung rund um das Gesicht, falls Sie einen Helm tragen.

Ein abnehmbarer Kunstpelzbesatz schützt die Haut vor ‘Verbrennungen’ durch starken, eisigen Wind.

5. Die Isolierung

Daunenparkas sind wie geschaffen für das besonders trockene, eisige Klima. Das Naturprodukt wärmt von allen Materialien am besten, es ist stark komprimierbar und sehr leicht.

Falls Sie eine Kreuzfahrt unternehmen oder die Jahreszeit Niederschläge erwarten lässt, empfiehlt sich eine synthetische Wattierung.

Ein weiterer Vorteil einer Loft-Füllung ist die schnelle Trockenzeit

6. Leuchtende Farben

Traditionell tragen Expeditionsteilnehmer in polaren Regionen rote Parkas oder Overalls, um in der schneeweißen Umgebung gut gesehen zu werden.

Orange, Blau oder Neongrün sind für Touristen auch akzeptabel, Hauptsache – die Farben sind auffällig.

7. Platzierung der Taschen

Die Taschen an guten Expeditionsjacken erlauben den Zugriff bei aufgesetztem Rucksack. Die Gurte laufen daran vorbei. Eine Mediatasche mit Kabeldurchführung ermöglicht unterwegs Gespräche mit dem Handy oder dem Funkgerät.

8. Robuste Reißverschlüsse

Die Reißverschlüsse funktionieren auch bei zweistelligen Minusgraden einwandfrei und haben besonders große Bänder zum Bedienen mit Handschuhen.

9. Viele Befestigungsmöglichkeiten

Achten Sie auf D-Ringe, Klett-Pads, Schlaufen und Ösen, um die Ausrüstung sicher an der Kleidung zu befestigen.

10. Belüftungsschlitze

Wandern im Pulverschnee ist anstrengend: Lange Reißverschlüsse unter den Armen sorgen für passive Erfrischung, ohne die Jacke zu öffnen.

Das Klima in der Antarktis

Auch wenn Sie bereits Reisen zum nördlichen Polarkreis unternommen haben, bringt Ihnen ein Aufenthalt in der Antarktis völlig neue Erfahrungen ein: Aufgrund der riesigen Landmasse mit hohen Gebirgen ist es in der Antarktis deutlich kälter als am Nordpol. Die Temperaturen bilden allerdings nur einen Teil des Klimas.

Temperaturen in der Antarktis

Auf dem kältesten Kontinent der Erde wechseln sich zwei Jahreszeiten ab: Sommer und Winter.

Durch die Neigung der Erdachse treffen die Sonnenstrahlen nur sehr flach auf. Da Schneeflächen die Strahlungsenergie zu 90 % reflektieren, erwärmt sich die Antarktis kaum.

Innerhalb der Antarktis herrschen große regionale Temperaturunterschiede.

Unter dem Einfluss des Meeres liegen die Küsten im milden ozeanischen Klima.

  • Im Winter beträgt die Kälte von März bis September -20 bis -30 Grad, Sommer im Küstengebiet bedeutet -25 bis 0 Grad von Oktober bis Februar.
  • Im Landesinneren kühlt extrem trockene Luft in Höhenlagen auf -60 bis -70 Grad ab.

Starke Winde

In großer Höhe einströmende Luftmassen erzeugen starke Fallwinde, die ein stabiles Hochdruckgebiet über der Antarktis bilden.

In den östlichen Gebieten gibt es pro Jahr 340 Sturmtage mit über 300 km Windgeschwindigkeit.

Niederschläge

Falls Sie sich innerlich auf Schneestürme in der Antarktis vorbereiten, trifft das nur ausnahmsweise zu. Die starken Winde verwirbeln eher bereits gefallenen Schnee in der Luft.

Allgemein fallen in der Antarktis jährlich maximal 5 cm Niederschlag, weshalb das Land topografisch einer (Eis-)Wüste entspricht.

Die extrem kalte Luft enthält kaum Feuchtigkeit, sodass Niederschläge ausbleiben. (1)

Aktuelle Klimadaten für Ihr Reiseziel in der Antarktis können Sie sich hier ansehen.

Fazit

Eine gute Antarktis Jacke erfordert neben hohem Wärmerückhalt und wasserfester Außenschicht besonders effektiven Windschutz. Kräftige Farben, vorzugsweise Rot, tragen ebenfalls zur Sicherheit bei. Tragen Sie die Jacke eine Nummer größer, um lange Ski-Unterwäsche, Pullover, eine Polar Fleece Jacke in Lagen zu kombinieren.

Über Max Wegner

Hi, ich bin Max Wegner, ein leidenschaftlicher Zweirad-Enthusiast mit über 20 Jahren Erfahrung in der Welt der Fahrräder und E-Bikes. Auf dieser Plattform teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, um Ihre Outdoorerlebnisse und Radtouren sicherer und angenehmer zu gestalten.

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