Ist Barbour eine gute Marke? 3 Gründe dafür und 3 dagegen

Ist barbour eine gute Marke

Ist Barbour eine gute Marke? Gewachste Barbour Jacken sind das Aushängeschild für britischen Lifestyle: Seit weit über 100 Jahren trotzen sie allen Modetrends, besser gesagt, die wetterfesten Outfits liegen in jeder Saison Trend bei Liebhabern des eleganten Looks.

  • Lohnt es sich, eine Barbour Jacke zu kaufen? Die Traditionsmarke bietet weit mehr als Herrenmode: Hochwertige Garderobe, Schuhe und Accessoires für Damen und Kinder komplettieren das umfassende Angebot
  • Barbour Jacken sind die richtige Antwort auf nasskaltes, windiges Wetter in Großbritannien

3 Gründe, warum Barbour eine gute Marke ist

1. Hoflieferant des britischen Königshauses

Nicht nur Weltstars wie der US-amerikanische Schauspieler Steve McQueen oder Bond-Darsteller Daniel Craig tragen Barbour Jacken, auch das britische Königshaus schätzt die lokalen Designs.

In den 1980-er Jahren setzte Prinzessin Diana modische Standards, zuvor schon zierte das Wappen des Duke of Edinburgh die Etiketten, auch Prinz Charles und Queen Elizabeth II tragen in ihrer Freizeit gern die gewachsten Wetterjacken

2. Nachhaltigkeit seit über 100 Jahren

Langlebigkeit war schon Ende des 18. Jahrhunderts eine Säule der Barbour-Produkte. Dauerhafte Robustheit und wasserfeste Eigenschaften zeichnen die Baumwolljacken bei richtiger Pflege aus, wenn ein Mal pro Jahr die Wachsschicht erneuert wird. Die Schutzschicht konserviert auch den originalen Farbton.

3. Reparaturservice

Falls Sie die Jacke professionell nachwachsen lassen möchten, geben Sie Ihr gutes Stück in einem Barbour-Shop ab, der die Jacke zur Aufarbeitung einsendet. Bereits seit 1921 bietet Barbour einen Reparatur- und Änderungs-Service an, wo pro Jahr rund 100.000 Jacken aus aller Welt nachgewachst und ausgebessert werden.

Vor der Reparatur prüfen Näherinnen die Jacke. Falls die Arbeiten voraussichtlich länger als zwei Stunden in Anspruch nehmen, empfiehlt die Marke, dieses Teil zu ersetzen.

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3 Nachteile von Barbour

1. Andere Reißverschlüsse

Käufer, die nach teils Jahrzehnte langer Tragezeit einen Nachfolger gekauft haben, berichten von stark nachlassender Qualität der Barbour Jacken. Die YKK-Reißverschlüsse wurden gegen eine hakelige Option ausgetauscht, auch die übrige Wertigkeit der Verarbeitung und der Materialien entspricht nicht mehr dem bekannten Standard.(Quelle)

2. Klassisch oder spießig?

Über Barbour Jacken scheiden sich die Geister. Die einen finden das britische Label elegant und zeitlos schick, die anderen rümpfen die Nase: langweilig und spießig. Die Träger meist mittleren und höheren Alters demonstrieren gehobenen Lifestyle mit dem Image von Golf, Segeln, Jagd und Reitsport.

Die andere Käufergruppe wünscht sich Farben, die im Straßenverkehr besser sichtbar sind, modische Details und coole Passform, aber keinen braunen Cordkragen und kariertes Futter.

3. Wenig atmungsaktiv

Die Wachsschicht lässt kaum Feuchtigkeit nach außen verdampfen, wodurch bei körperlicher Tätigkeit Schwitzen vorprogrammiert ist. Waschen soll man die Jacken nicht, höchstens mit kaltem Wasser spülen. Zudem sind die Baumwolljacken relativ schwer.

Wer steckt hinter der Marke Barbour?

Der Schotte John Barbour gründete seine Firma 1894 in Großbritannien. Sein Geschäftsfeld bildete sogenannte ‘oilskin’, also Ölzeug, für Outdooraktivitäten wie Angeln, Segeln, Schießsport und Wandern. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Bekleidung für Motorradfahrer hinzu, die das Unternehmen bis heute unter dem Namen ‘Barbour International’ führt.

Die bekannten olivgrünen Wachsjacken für Reitsport und die Jagd kamen erst 1980 auf den Markt, später folgten dunkelblaue Modelle. Seit 2008 produziert Barbour nur noch Klassiker, wie die ‘Beaufort’ in Schottland, die übrige Fertigung lagert die Marke nach Bulgarien, Portugal und die Türkei aus.

Welche Zielgruppe spricht Barbour an?

Die Farbpalette klassischer Barbourjacken kommt nicht von ungefähr: Ursprünglich konzipierte die Marke wetterfeste Ausstattung für Landwirte, Fischer und den britischen Adel bei der Jagd. Später eroberten die Jacken internationale Großstädte, wo sie gewisses Prestige repräsentierten.

Die primäre Zielgruppe für neue Jacken besteht aus der konservativen Oberschicht, Juristen, Akademiker, Politiker und neureichem Geldadel. Abgewetzte Jacken werden zum Kultobjekt für Künstler, Klima-Aktivisten, Musiker, Hipster, Aussteiger und Individualisten.

Fazit

Barbour steht mit klassischen Modellen und authentischen Materialien wie ein Fels in der Brandung saisonaler Modetrends. Die Produktion im Ausland begründet sich in dem erweiterten Sortiment mit jährlich neuen Kollektionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Hoflieferant sollte jedoch ein offenes Ohr für Beschwerden wegen nachlassender Qualität haben, um den guten Ruf zu behalten.

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