E-Bike Akku richtig einfahren – Schnellhilfe für Neulinge

neuen E-Bike Akku am anfang richtig einfahren

Muss man einen neuen E-Bike Akku einfahren? Man kennt es von den Bremsbelägen, aber elektronische Komponenten sollten doch gebrauchsfertig geliefert werden, ist eine landläufige Meinung. Die ersten Kilometer entscheiden jedoch über die spätere Leistung des Akkus – wie Sie die maximale Leistung herausholen, erfahren Sie nachfolgend.

Ein neuer Akku kann erst durch richtiges Einfahren am Anfang seine maximale Leistung entwickeln. Mehrmaliges Entladen und Laden kalibriert die Elektronik, um die volle Kapazität bereitzustellen. Anschließend sorgen mittlerer Ladestand und Teilladungen für eine lange Lebensdauer.

E-Bike Akku am Anfang einfahren und leerfahren – ist das noch zeitgemäß?

Im Zeitalter von Lithium-Ionen-Technologie ist der Memory-Effekt kein Thema mehr.

E-Bike Akkus sollen sogar häufig und nicht mit voller Kapazität geladen werden, empfehlen die Hersteller.

Die größte Warnung im Umgang mit der Batterie betrifft die Tiefentladung, doch stehen sich die Aussagen nicht gegenüber?

Nein – die Anfangsphase ist eine besondere Situation.

E-Bike Akku richtig einfahren

Aus der Betriebsanleitung ist ersichtlich, wie der Akku eingefahren werden muss.

  • Die Batterie wird teilgeladen geliefert. Laden Sie den Akku vollständig auf und fahren, bis sich der Motor von selbst abstellt.
  • Wiederholen Sie die volle Aufladung und das Leerfahren drei bis fünf Mal.
  • Danach können Sie den Akku nach Bedarf laden.

Warum sollte ich den neuen Akku mehrmals vollständig entladen?

Die Zellen benötigen das Entladen nicht, da sich die Kapazität durch das Einfahren nicht verändert.

Vielmehr benötigt der Akku eine gewisse Zeit, um seine endgültige Leistung zu entfalten. Auf den ersten Touren kommt es zu ungenauen Anzeigen, was Sie nicht weiter beachten sollten.

Nach dem Einfahren zeigt das Display den korrekten Akkustand und das BMS berechnet die Reichweite richtig.

Lange Touren zu fahren trägt nicht zur Entfaltung der endgültigen Leistung bei, sondern die ersten Vollladungen sind entscheidend, um das elektronische Batterie-Management-System BMS anzulernen.

Einen E-Bike Akku kalibrieren

Kalibrieren am Anfang bereinigt den Arbeitsspeicher intelligenter Systeme.

Bei einem neuen Akku setzt dieses Verfahren unter anderem Grenzwerte für den minimalen und maximalen Ladestand, Temperaturlimits gewährleisten die sichere Nutzung und die Spannung wird überwacht.

Nach dem Einfahren schont ein mittlerer Ladezustand zwischen 30 % und 70 % die Zellen optimal.

Wie häufig sollte der Akku kalibriert werden?

Einmal jährlich nach der Lagerung in der Winterpause ist der perfekte Zeitpunkt für die Kalibrierung.

E-Bike-Akkutasche zum Überwintern
ANSEHEN*

Die Reichweite verringert sich einerseits durch Zellalterung und Selbstentladung, andererseits bildet sich der BMS Memory-Effekt aus.

Wenn Sie den Akku immer bei gleicher Kapazität laden, ignoriert die Elektronik den Restbestand.

Die Kalibrierung stellt die volle Leistung wieder zur Verfügung.

Schadet späteres Leerfahren dem neuen Akku?

Leerfahren am Anfang und bei der Kalibrierung hält den E-Bike Akku gesund. Den E-Bike Akku ständig leerzufahren sollten Sie vermeiden. Die Elektronik sorgt dafür, dass immer noch eine Restkapazität vorhanden ist, auf die das System beim normalen Fahren jedoch nicht zugreifen kann.

Ein 36V-Akku, der mangels Kapazität abschaltet, führt immer noch 30V bis 32V, um die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Stunden Strom für die Beleuchtung am Bike zu liefern.

Die minimale Spannung der Akkuzellen liegt um 3V, erst danach setzt die schädliche Tiefentladung ein.

Zwischenladungen im mittleren Kapazitätsbereich ist eine Strategie, die Lebensdauer einer Lithium-Ionen-Batterie zu verlängern.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.