Verursacht Noni Saft Leberschäden? So sicher ist der Heilsaft

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Löst Noni Saft Leberschäden aus? Einige Fälle akuter Erkrankungen sorgten im Jahr 2005 für Unsicherheit, ob der exotische Trank doch ein gesundheitliches Risiko darstellt.

Die Europäische Kommission hat den Saft aus Frucht der Indischen Maulbeere (Morinda citrifolia) 2003 als Lebensmittel zugelassen. Wie passt das zusammen?

Noni Saft ist eine Nahrungsergänzung

Der exotische Noni Saft zählt zu den neuartigen Lebensmitteln (1). Für jedes Produkt muss der Hersteller eine Zulassung beantragen, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA nach eingehender Prüfung vergibt.

In diesem Zusammenhang wird die tägliche Verzehrempfehlung von maximal 30 ml pasteurisiertem Noni Saft als unbedenklich eingestuft. Seit 2010 sind auch Noni Püree und Noni Konzentrat zugelassen, die als Zutaten in Mixgetränken dienen (2).

Akute Hepatitis und Leberschäden durch Noni Saft?

Drei wissenschaftliche Publikationen (3, 4, 5) beschreiben plötzlich aufgetretene Lebererkrankungen, die sich augenscheinlich nach dem Konsum von Noni Saft bildeten.

  1. Ein 45-jähriger erkrankter Mann erklärte, keine weiteren Medikamente regelmäßig einzunehmen. Bei der körperlichen Untersuchung wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Während der Untersuchung erzählte er, aus „prophylaktischen Gründen“ in den letzten 3 Wochen Noni Saft getrunken zu haben. Diese Aussage führte zu einem Verdacht auf giftige Wirkstoffe, die sich durch die Lebererkrankung bestätigten. Nach Absetzen des Noni Saftes lagen die Leberwerte vier Wochen später im normalen Bereich.
  2. Zwei weitere Fälle von Leberschädigung wurden im August 2005 veröffentlicht. Ein 29-jähriger Mann mit toxischer Hepatitis in Verbindung mit Paracetamol und Einnahme einer chinesischen Kräutermischung entwickelte nach Konsum von 1,5 l NONI-Saft über 3 Wochen ein schleichendes Leberversagen. Eine dringende Lebertransplantation wurde erforderlich. Eine 62-jährige Frau ohne Anzeichen einer früheren Lebererkrankung entwickelte ohne äußere Einflüsse akute Hepatitis, nachdem sie über 3 Monate lang 2 Liter Noni Saft konsumiert hatte. Ärzte vermuten in Noni Saft enthaltene Anthrachinone als mögliche giftige Bestandteile. (6)
  3. Eine 24-jährige Frau wurde 2006 mit kritischen Blutwerten eingeliefert. In den 6 Wochen zuvor wurde ihre Multiple Sklerose Erkrankung mit Interferon Beta-1a behandelt. Nach Ausschluss einer Virushepatitis wurde das Interferon unter dem Verdacht der Arzneimittel bedingten Hepatitis abgesetzt. Eine Woche später wurde die Patientin mit stark gelb gefärbter Haut erneut eingeliefert. Die Blutwerte wiesen auf einen Zustand kurz vor akutem Leberversagen hin. Andere Ursachen inklusive einer Autoimmunerkrankung schlossen Tests aus, doch man stellte Symptome einer Medikamentenvergiftung fest. Bei dieser Gelegenheit sprach die Patientin davon, vier Wochen lang Noni Saft eingenommen zu haben. Nach Beendigung der Einnahme bildete sich die Lebererkrankung zurück. (7)

Neubewertung für Noni Saft

EFSA hat daraufhin eine Neubewertung für Noni Saft veranlasst. Unter Einbeziehung aller verfügbaren Informationen kommt die Institution zu dem Ergebnis, dass Noni Saft in den empfohlenen Verzehrmengen kein Risiko einer Leberschädigung enthält.

Es wurden keine überzeugenden Beweise im Zusammenhang mit Hepatitis gefunden.

Ein Test mit gesunden Freiwilligen, die einen Monat lang täglich 750 ml Noni Saft zu sich nahmen, verursachte keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen.

Vielmehr wären die Auswertungen genannter Einzelfälle auf die Einwirkung anderer Substanzen wie Pflanzendrogen, Medikamente und Alkoholgenuss zurückzuführen. Bereits vorhandene Leberschäden hätten sich verschlechtert. (8)

Noni Saft seit 1996 unauffällig

Seit der ersten internationalen Zulassung 1996 wurden über 80 Millionen Flaschen Noni Saft verkauft. Dazu bestätigen weltweit über 700 Studien (9) die positive Wirkung der traditionellen Heilpflanze bei verschiedensten Symptomen.

Fazit

Die gesundheitlichen Vorteile von Noni Saft konnten bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Allerdings sind die Präparate in vorgegebener Verzehrmenge auch nicht schädlich. Von daher sind genannte Lebererkrankungen auf persönliche Unverträglichkeiten zurückzuführen.

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