Der ideale Reifendruck am Rennrad – Schnellhilfe für Neulinge

der beste Reifendruck am Rennrad

Wie hart sollte man die Rennradreifen aufpumpen? Rollwiderstand und Grip beeinflussen die Performance, doch auch Sicherheit und Fahrkomfort stehen in direkter Verbindung mit dem Rennrad-Reifendruck. Welche Richtwerte die beste Option sind, zeigt folgender Guide.

  • Auf trockener, ebener und schneller Strecke können Sie den Rennrad Reifendruck bis an die maximal zulässigen Werte aufpumpen, während Sie auf einer nassen Fahrbahn oder schlechtem Untergrund besser mit weniger Druck fahren.
  • Schmale Reifen benötigen grundsätzlich mehr Druck, als breite Reifen und ebenso brauchen Schlauchreifen höheren Druck als schlauchlose Systeme.

Der ideale Reifendruck am Rennrad

Wie es im Leistungssport üblich ist, werden alle relevanten Details berücksichtigt, um im Wettkampf die entscheidende Sekunde herauszuholen.

Zu den Faktoren zählen die Wetterbedingungen, das Systemgewicht aus Fahrer samt Ausrüstung und das Bike.

Einen entscheidenden Einfluss auf die Zeiten im Rennradsport nehmen die Breite der Reifen und der Reifendruck.

Einen ersten Hinweis für den richtigen Reifendruck finden Sie auf den Reifenflanken:

  • Hersteller geben an, mit welchem minimalen und maximalen Druck dieser Reifen gefahren werden sollte und die Felgengröße in Zoll.
  • Die Angaben richten sich nach der Bauart des Reifens und sollten nicht überschritten werden.

Empfehlungen für den Reifendruck am Rennrad:

ReifenbreiteReifendruck in bar
Körpergewicht in kg<55606570758085+
23 mm6,46,87,27,68,08,48,8
25 mm5,66,06,36,77,07,47,7
28 mm4,85,15,45,76,06,36,6
30 + 32 mm4,04,34,54,85,05,35,5

Hinweis: Schlauchlose Reifen werden mit geringerem Druck gefahren. Ziehen Sie für Tubeless-Reifen 1 bar aus den Angaben der Tabelle ab.

Reifendruck Rennrad Rechner

Reifendruck Rechner stellen Referenzwerte dar, die sich aus der Eingabe von Systemgewicht, Fahrradtyp, Angaben zum Laufradsatz und des Reifentyps errechnen.

Einen empfohlenen Startpunkt für die Fahrradreifen bietet der Rechner von CS|Cycling Sport.

Eine Manometer Fahrradpumpe ist unverzichtbar

Ambitionierte Radsportler überprüfen die Reifen vor der Fahrt auf Beschädigungen und erzielen den genauen Druck mit einer Manometer-Standpumpe.

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Für Rennradreifen eignet sich am besten eine Hochdruckpumpe. Als Wettkampfteilnehmer sollten Sie zusätzlich zur kleinen Mini-Handpumpe eine Gaskartusche mitnehmen, um Zeit zu sparen.

Fahrgefühl durch den Reifendruck regulieren

Das Fahrgefühl können Fahrer selbst durch die Breite der Reifen bestimmen.

Rennradreifen sind heutzutage von 23 mm bis 36 mm erhältlich. Die beliebtesten Pneus sind 23, 25 und 28mm breit.

Ältere Rennräder benötigen die schmalen 23 mm Reifen, während sich an modernen Rädern 25 mm breite Reifen als Standard durchgesetzt haben.

Mit 25 mm Breite erhöhen sich die Traktion und der Komfort, da die größere Luftkammer der Reifen mit geringerem Druck besser federt, jedoch den Rollwiderstand nicht erhöht.

Welche Reifengröße zur Felge passt, entscheidet der Innendurchmesser, während Sie die Reifenbreite flexibel wählen können.

Was passiert, wenn der Reifendruck zu niedrig ist?

Aus Komfortgründen verringern viele Leistungsfahrer im Training den Reifendruck.

Zu geringer Druck im Reifen verstärkt die Beanspruchung der Karkasse und den Verschleiß der Lauffläche.

Beim Überfahren von Kanten und schlechter Wegstrecke kann der Reifen durchschlagen und die Felge beschädigen.

Ist Reifendruck zu hoch, wird es gefährlich

Zu hart aufgepumpte Reifen mögen sich schneller anfühlen, da sich der Rollwiderstand verringert und Sie mit weniger Kraft ein höheres Tempo erzielen.

Sobald der Druck ein bestimmtes Niveau überschritten hat, verringert sich die Haftung der Reifen.

Auf nasser Straße verlieren die Reifen den Halt und die Gefahr, in einer Kurve auszurutschen, steigt rapide.

Kleinste Unebenheiten der Straße erzeugen beim Fahren hochfrequente Vibrationen, wodurch die Muskeln ermüden – Ihre Leistung lässt ebenso wie der Fahrkomfort früher nach.

Das Bike fährt nervös, übertragene Erschütterungen machen das Sitzen höchst unangenehm und das Risiko einer Reifenpanne steigt, da sich spitze Objekte leicht das Gummi durchstechen.

Wie hart sollte man die Rennradreifen aufpumpen

Je nach Körpergewicht des Fahrers haben sich den Erfahrungen bekannter Reifenhersteller nach bestimmte Richtwerte für den optimalen Reifendruck herauskristallisiert, welche die  Reifendruck Rennrad Tabelle weiter oben übersichtlich zusammenfasst.

Darüber hinaus können Sie den Druck des Vorder- und Hinterrades strategisch anpassen:

  • Für einen aggressiven Fahrstil im Wettkampf weisen beide Reifen gleichen Druck auf
  • Für mehr Fahrkomfort hat der Vorderreifen 0,3 bar weniger Druck
  • Bei Kälte und Nässe sollten Sie vorne und hinten 0,3 bar weniger aufpumpen

Eine Faustregel liefert einen guten Annäherungswert für dünne 23-mm-Reifen:

Der Druck in bar sollte 10 % des Fahrergewichts entsprechen.

Beispiel: Wenn Sie 78 kg wiegen, beträgt Ihr persönlicher Idealwert 7,8 bar Reifendruck.

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