Barfußschuhe gegen Hüftschmerzen! – Einlagen bringen Rückschritt

Barfußschuhe gegen Hüftschmerzen

Entstehen Hüftschmerzen durch Barfußschuhe oder bessern Minimalschuhe die Beschwerden? Viele Menschen sind über Jahre beim Orthopäden in Behandlung, da die Hüfte Probleme macht. Meist werden Einlagen und Spezialschuhe angepasst, um das Problem zu therapieren. Barfußschuhe verfolgen einen ganz anderen Ansatz.

Die Informationen in diesem Beitrag ersetzen nicht die ärztliche Behandlung. Nachfolgend werden vielmehr mögliche Ursachen von Hüftschmerzen und der Einfluss von Barfußschuhen erörtert.

Ursachen von Hüftschmerzen nach dem Laufen

Schmerzen in der Hüfte haben viele Gründe. Wird ein Beckenschiefstand diagnostiziert, kommen dafür angeborene oder erworbene Ursachen infrage.

  • Für das kürzere Bein erhält der Betroffene eine Einlage, die das Becken wieder geraderückt. Diese Maßnahme erschließt sich auch für einen medizinischen Laien als logisch. Doch in den wenigsten Fällen ist ein Bein tatsächlich kürzer als das andere: Der Abstand bis zum Boden ist verschieden groß.
  • Eine Vermessung der Oberschenkelknochen gibt Klarheit, ob eine vererbliche Beinlängendifferenz oder eine Rückgratverkrümmung vorliegt. Wenn auch Verschleiß und Entzündungen ausgeschlossen werden, lösen oftmals muskuläre Dysbalancen Hüftschmerzen aus.

Überlastung und Fehlbelastung

Schmerzen in der Hüfte, die nur nach dem Lauftraining auftreten, haben offen mit falscher Belastung zu tun. Zu lange oder zu intensive Betätigung in Verbindung mit zu kurzer Regeneration zwischen den Aktivitäten kann eine Schleimbeutelentzündung des großen Rollhügels verursachen. Eine “Bursitis trochanterica” schmerzt tief in der seitlichen Hüfte (1).

Weitaus häufiger ist ungeeignetes Schuhwerk Auslöser der Hüftschmerzen:

Harte Sohlen, dicke Dämpfung oder abgetragene Schuhe tragen dazu bei, die Bein- und Hüftmuskulatur zu verkürzen.

Daneben kann auch ein unausgeglichener Laufstil das Zusammenspiel von Hüfte, Knie und Sprunggelenk stören. Muskeln, Bänder und Sehnen werden überlastet.

Barfußschuhe – Hoffnungsträger gegen Hüftschmerzen

Mit dem Barfußschuh ändert sich der Laufstil grundlegend. Nicht nur die Füße, sondern auch die Arme, die Knie und die Hüfte schwingen bei jedem Schritt mit. Daher empfinden manche Menschen das Laufen in Barfußschuhen anfangs befremdlich, fast haltlos.

1. Der Fersengang mit Schuhen

Festes Schuhwerk zwingt uns den Fersengang auf:

  • Das linke Bein wird vorgestreckt und dabei der Fuß Richtung Knie hochgestreckt. Dann lässt sich der Läufer nach vorn fallen, bis das gestreckte Bein mit der Ferse auf den Boden “knallt”.
  • Der Fuß wird nach vorn abgerollt, wobei die Zehen regungslos liegenbleiben. Jetzt wird der Oberkörper nachgezogen und der gleiche Ablauf rechts wiederholt.

Was ist daran verkehrt?

Der Mensch läuft vor seinem körperlichen Schwerpunkt und das gesamte Gewicht stößt auf die Ferse. Daher sind Schuhe mit Fersendämpfung ausgestattet. Der Aufprall verläuft jedoch trotz dessen wie eine Schockwelle durch den gesamten Körper.

Nicht nur die Hüftgelenke werden malträtiert, sondern vielfach ist der Fersengang Ursache von Nackenverspannungen, Kieferschmerzen und Kopfschmerzen. Die Aufprallkräfte können Sie eindrucksvoll wahrnehmen, indem Sie die Ohren zuhalten und dann auf Fliesenboden einige Schritte gehen.

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2. Barfuß Lauftechnik entlastet die Hüfte

Beim Gehen im Ballengang hingegen dämpft der Körper selbst die Schritte und belastet Muskeln und Sehnen, wie von der Natur vorgesehen:

Die Schritte in Barfußschuhen fallen kürzer, flacher und geschmeidiger aus, da automatisch der Vorder- oder Mittelfuß zuerst aufsetzt. Die Beine bewegen sich genau unter dem Körperschwerpunkt, der Haltung streckt sich.

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3. Barfußschuhe stellen ausgewogene Motorik wieder her

Die schrittweise Umgewöhnung auf barfuß laufen kann auf Dauer einseitige Belastung des körperlichen Stützapparats auflösen, die zu Beckenschiefstand führt. Hüftschmerzen durch Barfußschuhe schließen auf einfachen Muskelkater, da bisher brach liegende Muskeln plötzlich gefordert werden.

Was passiert mit Einlagen in Barfußschuhen?

Einlagen in Barfußschuhen sind nicht nur kontraproduktiv, sondern können die Hüftschmerzen noch verstärken. Fußbewegungen werden von den Muskeln im Unterschenkel gesteuert.

  • Passive Muskulatur bildet sich zurück, wodurch die körperliche Balance von anderen Muskelgruppen übernommen wird. Ein Ungleichgewicht entsteht, was sich unter anderem in Hüftschmerzen äußert.
  • Einlagen machen den Sinn der Barfußschuhe zunichte: Die dünne Sohle wird dick, die Null-Linie verschwindet und die Zehen werden eingeengt. Allein das Barfußlaufen bietet eine sehr effektive Methode, alle Körperteile langsam in ihre optimale Position zu bringen.

Fazit – Barfußschuhe gegen Hüftschmerzen

Barfußschuhe gegen Hüftschmerzen zu tragen, führt bei Fehlbelastungen von Muskulatur und Gelenken oftmals zum Verschwinden der Beschwerden. Die Umstellung der Lauftechnik benötigt jedoch Zeit.

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