E-Bike Akku brennt – Soforthilfe für Neulinge

E-Bike Akku brennt

Ein brennendes E-Bike löst einen Großeinsatz der Feuerwehr aus: Fassungslos verfolgen Sie die Nachrichten, schließlich sind auch Sie neuerdings motorisiert unterwegs. Gewissenhafter Umgang mit der Batterie reduziert Risiken, doch es kann auch Sie treffen: Wie Sie einem Akkubrand vorbeugen und was zu tun ist, wenn der E-Bike Akku brennt, erklärt dieser Beitrag.

Hinweis: Der folgende Beitrag basiert auf sorgfältiger Recherche und stellt keine rechtliche Beratung dar.

E-Bike Akku brennt – 4 Sofortmaßnahmen

Die Wahrscheinlichkeit ist gering, doch ein nicht erkennbarer Defekt im Akkupack kann zur Selbstentzündung führen – der E-Bike Akku gerät in Brand.

Jetzt heißt es schnell zu handeln!

1. Die Feuerwehr alarmieren

Melden Sie sich unter der Rufnummer 112 zuerst bei der Feuerwehr. Da es sehr schwierig ist, einen brennenden Lithium-Ionen-Akku zu löschen, sollten Profis diesen Einsatz sachgerecht durchführen. (1)

2. Nicht mit dem Wassereimer löschen

Wenig Wasser aus einem Eimer oder einer Getränkeflasche auf den brennenden Akku geschüttet, löscht nicht, sondern kann eine Explosion verursachen.

Der Elektrolyt setzt in Sekundenbruchteilen große Energie frei, die einer Person schwere Verbrennungen und Verätzungen zufügen kann.

Nur kontinuierlich viel Wasser aus einem Gartenschlauch kühlt den Akku ab.

3. Ins Freie bringen

Falls der Brand noch im Anfangsstadium ist, versuchen Sie, den E-Bike Akku schnell aus dem Wohnbereich zu entfernen.

Warnen Sie gegebenenfalls Personen, die sich in der Nähe aufhalten und werfen den Akku vom Balkon oder aus einem Fenster auf die Grünfläche am Haus.

4. Die Sauerstoffzufuhr blockieren

Schließen Sie das Fenster und die Tür, wenn die Flammen schon lodern und halten Sie sich vom Brandherd fern, da giftige Gase entweichen.

Falls erst Rauch sichtbar ist, werfen Sie Decken oder Sand über den Akku.

Abdecken verlangsamt bestenfalls einen Akkubrand, denn in den Zellen gebundener Sauerstoff nährt den Brand weiterhin.

So greifen die Flammen aber langsamer auf die Umgebung zu.

E-Bike Akku Brand verhindern

Voraussschauende Maßnahmen sorgen dafür, dass erst gar keine Feuergefahr entsteht oder sich auf die Umgebung ausweitet.

1. Feuerlöscher für Lithium-Ionen Akkus

Nicht jeder Feuerlöscher kann einen Lithium-Brand löschen, da über 1000 °C Hitze und chemische Reaktionen freiwerden.

Herkömmliche Pulver- und Schaum- Löschmittel bewirken wenig.

Im Handel sind spezielle Gel-Feuerlöscher erhältlich, die eine luftdichte Schicht bilden, den Brand kühlen und ersticken.


Gel-Feuerlöscher für Lithium-Ionen-Akku
ANSEHEN*


Das Gel kann bei der Lagerung defekter Akkus auch vorbeugend aufgetragen werden.

Schaumlöscher bilden helle Flammen, die eine Aufspaltung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff begleitet – Explosionen folgen.

Die Löschwirkung von Schaum ist bei diesen Temperaturen unzureichend, zudem behindert das Pulver die Sicht fast komplett. Nachdem der Pulverlöscher leer ist, brennt der Akku unvermindert weiter.

Die Wirkung von Schaum-, Pulver- und Gellöscher zeigt dieser Test:

2. Feuerfeste Akkutasche

Die Lagerung in einer feuerfesten Akkubox ist empfehlenswert bei der Lagerung im Haus. Sicherheit bieten hochwertige Aufbewahrungsboxen aus technischem Glasfasergewebe mit Silikonbeschichtung. Die Tasche sollte mindestens 1000 °C hitzebeständig sein.

Eine seitliche Öffnung ermöglicht das Laden mit dem Akku in der verschlossenen Tasche, während Tragegriffe und ein Schultergurt den Transport erleichtern.

Wasserfeste Nähte und Klettverschlüsse halten ausgelaufene Flüssigkeiten im Innern zurück, von außen her dringt keine Feuchtigkeit ein.

Achten Sie auf die passende Größe für Ihren Akku:


E-Bike Akku Brandschutztasche
ANSEHEN*


Zusätzlichen Brandschutz bietet feuerhemmendes Granulat, das einen Brand im Frühstadium ersticken kann. Die Beutel betten den Akku in der Box rundum ein.


Feuerlöschgranulat
ANSEHEN*


E-Bike Brandschaden reduzieren

Überlassen Sie nichts dem Zufall, wenn es um die Lagerung des Akkus geht. Dies betrifft auch die kurzzeitige Aufbewahrung zwischen den Ausfahrten im Alltag. Jeder Lithium-Ionen-Akku stellt eine Zündquelle dar.

1. In sicherer Umgebung laden

Legen Sie die Batterie und das Ladegerät nur auf einer schwer entflammbaren Fläche ab, wie dem Fliesenboden und sorgen für gute Belüftung. Decken Sie den Akku nicht ab und verstauen ihn nicht samt Charger in einem kleinen Schrankfach.

2. Raumtemperatur beachten

Warten Sie mit dem Ladevorgang, bis ein erhitzter oder kalter Akku Raumtemperatur angenommen hat. Legen Sie den Akku nicht auf eine warme Heizung oder setzen ihn auf der Fensterbank direkter Sonneneinstrahlung aus.

3. Original Zubehör verwenden

Auch wenn der Stecker des anderen Ladegerätes passt, sollten Sie ausschließlich die vom Hersteller freigegebenen Kabel, Adapter und Charger anschließen. Ladegeräte von Drittanbietern haben andere Ampere Ladestromstärke oder es fehlt Überladungsschutz, wodurch ungleichmäßig ausbalancierte Zellen zum Brandrisiko werden.

4. Unter Aufsicht laden

Während der Ladezeit sollten Sie in der Nähe bleiben, um Auffälligkeiten wie eine blinkende LED am Charger zu bemerken.

Daher warnen Hersteller vor dem Laden über Nacht, da sich ein Defekt unbemerkt zum Brand ausweiten kann. Bei trockenem Wetter während der Saison bieten sich Balkon, Terrasse oder eine Garage als Laderaum an.

5. Ladezustand einhalten

Der Akku sollte im Alltag nie komplett leer und völlig voll geladen werden. Halten Sie die Kapazität zwischen 20 % und 80 %, um den Elektrolyten zu schonen. Wenn Sie den voll geladenen Akku am Ladegerät lassen, verkürzt sich die Lebensdauer der Zellen ebenso, wie eine Tiefentladung auf 0 %.
Beschädigte Akkus bergen Gefahren

Falls Ihnen versehentlich die E-Bike Batterie auf den Boden fällt, empfehle ich Ihnen eine Diagnose beim Fachmann durchführen zu lassen.

Auch bei Symptomen wie erheblicher Leistungsabfall, Verformungen des Gehäuses, punktuelle Erwärmung und Ladefehler kann der Techniker Schäden lokalisieren und entsprechende Maßnahmen einleiten.

Fazit

Zum jahrelangen sicheren Betrieb sind nur etwas Aufmerksamkeit und sachgemäßer Umgang nötig. In Deutschland zugelassene E-Bike Akkus werden routinemäßig bei jeder Inspektion geprüft, sodass Abweichungen früh abzusehen sind. Nur wenn Ihnen der Akku herunterfällt oder sichtbare Veränderungen eintreten, sollten Sie einen Fachmann aufsuchen, um einen Brand auszuschließen. Wenn der E-Bike Akku brennt, alarmieren Sie die Feuerwehr und nutzen unsere Tipps, um dem Brand Herr zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.