E-Bike Schaltung kracht – So lösen Sie das Problem

E-Bike Schaltung kracht - Schnellhilfe für Neulinge

Nichts ist störender, als eine laut krachende Gangschaltung an einem E-Bike. Oder ist Ihnen schon die Kette neben das Ritzel gesprungen und hat sich bei voller Fahrt im Laufrad verklemmt? Ein kleiner Dreh an den richtigen Schrauben wirkt Wunder: Es ist nicht schwer, die Schaltung richtig einzustellen – wie es geht, damit die E-Bike Schaltung nicht mehr kracht, lesen Sie hier.

Durch die Abstimmung mittels drei Schrauben und Einstellung der Kettenspannung schalten alle Gänge schnell und leise. Vorausschauender Fahrstil und Schaltvorgänge ohne Belastung erhöhen die Haltbarkeit aller Komponenten.

E-Bike Schaltung kracht – Moderne Kettenschaltungen selbst einstellen

Für manchen Biker stellt es eine große Herausforderung dar, ein Schaltwerk korrekt einzustellen. Dabei sind nur wenige Schritte und ein 2 mm Inbus notwendig, um eine gute Performance einzurichten. Im Wesentlichen teilt sich die Justierung in 3 Parameter auf:

  • Die Schaltung justieren
  • Die Umschlingung
  • Der Umwerfer

1. Die Schaltung justieren

Überprüfen Sie zuerst den Schwenkbereich. Hinten am Schaltwerk befinden sich zwei Schrauben für die Anschläge mit den Bezeichnungen H und L (High Speed und Low Speed). Diese verhindern das Abspringen der Kette. Durch falsche Justierung lassen sich der kleinste und größte Gang nicht einlegen.

  • High Speed Anschlag einstellen – Legen Sie den kleinsten Gang ein und lösen den Schaltzug, um die Spannung auszuschließen. Stellen Sie die H-Schraube so ein, dass sich das obere Schaltröllchen mittig unter dem kleinsten Ritzel befindet.
  • Low Speed Anschlag einstellen – Schalten Sie bis zum größten Ritzel hoch und justieren mit der L-Schraube. Es sollte mittig über der Führungsrolle des Schaltwerks liegen. Ein zu weit innen eingestellter Anschlag schaltet nur schwer auf den größten Zahnkranz.

2. Einstellung des Schaltzugs

Spannen Sie den Zug, wenn sich die Kette schlecht in höhere Gänge schalten lässt, bei verzögerndem Herunterschalten in einen kleineren Gang lockern Sie die Spannung mit einer viertel oder halben Drehung der Einstellschraube.

3. Die Umschlingung

Der Winkel, in dem die Kette die Kassette umläuft, nennt sich Umschlingung. An Shimano Schaltungen befindet sich an der Rückseite des Schaltwerks eine Markierung, die mit dem größten Ritzel übereinstimmen sollte.

Über den Schrauben H und L sitzt die Schraube B, die den Abstand des oberen Schaltröllchens zu den Ritzeln justiert.

Falls ein ratterndes Geräusch auftritt, ist Abstand zwischen den Ritzeln zu klein und die Schaltung springt. Die richtige Distanz beträgt rund 5 Millimeter.

Wann sollte ich die Kassette tauschen?

Falls die E-Bike Gangschaltung kracht, sind wahrscheinlich die Ritzel verschlissen. Durch zu geringe Trittfrequenz verschleißen die Zahnräder früher, was speziell an den kleinen Ritzeln sichtbar ist.

Neulinge schalten häufig unter Last, was beim Herunterschalten von schweren Gängen sehr laut ist. Bei idealen Gangwechseln wirkt möglichst wenig Kraft auf das Hinterrad ein.

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4. Der Umwerfer

Falls Ihre Schaltung nur ein Kettenrad aufweist, fällt dieser Schritt weg.

Bei 2- und 3-fach Kettenblättern sollten die Leitbleche des Umwerfers parallel zu den Ritzeln stehen. Korrigieren Sie die Anschläge des Schwenkbereichs an den Schrauben. Die Feineinstellung erfolgt mit der Schraube am Zug.

Eine Shimano Kettenschaltung einstellen – so geht’s:

Die E-Bike Schaltung kracht bei bestimmten Gängen – So beseitigen Sie das Problem

Dies ist eine Einstellungssache, die Sie mit Feingefühl in den Griff bekommen. Entsprechend der Beschreibung weiter oben:

  • Schrauben H und L am hinteren Umwerfer justieren
  • Die Stellschraube am Zug lockern oder spannen
  • H und L Schraube am Schaltwerk richten

5. Das Schaltauge ist verbogen

Ist das Schaltauge schief, steht das Schaltwerk nicht mehr in einer Flucht zur Ritzelkassette. Es kann beim Hochschalten oder beim Herunterschalten von schweren Gängen krachen und schlimmstenfalls die Kette abspringen.

6. Die optimale Kettenspannung

Die ideale E-Bike Kettenspannung liegt vor, wenn sie diese rund 2 cm eindrücken können:

  • Zu lose Spannung führt zum Überspringen der Zähne auf Kettenblatt oder Ritzel, sodass der Fahrer ins Leere tritt.
  • Zu hohe Kettenspannung erschwert Schaltvorgänge und beschleunigt den Verschleiß an Ritzeln, Kettenblatt und der Kette selbst.

Bei einem normalen Fahrstil beträgt die Lebensdauer einer E-Bike Kette 5.000 bis 10.000 Kilometer.

Bei sportlicher Beanspruchung und einem ruppigen Fahrstil hält die Kette maximal zwei Sommer, wenn sie vorher nicht reißt. Die Kettenspannung lässt sich bei einer Kettenschaltung über das Schaltwerk einstellen.

7. Bergauf frühzeitig schalten und Belastung der Kette vermeiden

Sie sollten vor dem Anstieg frühzeitig schalten, um mit höherer Trittfrequenz leicht die Steigung zu bewältigen. Am besten gelingt das, indem Sie ordentlich Schwung holen und dann schalten. Falls Sie sich verschätzt haben, steigen Sie ab und heben das E-Bike am Heck an. Drehen Sie mit einem Fuß die Tretkurbel und schalten in den leichtesten Gang.

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