Fahrradhelm oder Skaterhelm – Ein guter Rat fürs Rad?

Fahrradhelm oder skaterhelm

Fahrradhelm oder Skaterhelm – eignen beide Helmtypen für die andere Sportart? Das coole Skater-Design spricht viele Radler an, die ihren Kopfschutz auch als modisches Accessoire tragen.

Doch schützt ein “artfremder” Skateboard Helm ausreichend bei einem Sturz mit dem Fahrrad?

Die kurze Antwort lautet: JA, ein Skaterhelm schützt ausreichend beim Fahrradfahren. Wie? Dies beantwortet der folgende Beitrag!


Beliebte Skaterhelme:

Skullcap® BMX Helm – Skaterhelm
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Unterschiede bei Skaterhelm und Fahrradhelm

Zuerst gehen wir auf die Konstruktion ein:

Skateboard Helme besitzen im Gegensatz zu Fahrradhelmen eine geschlossene Schale. Diese bedeckt die Schläfen, die Stirn sowie den gesamten Hinterkopf bis zum Nacken.

Wenige, dafür große Belüftungsöffnungen sorgen für ausreichende Klimatisierung. Skaterhelme sind in verschiedenen Designs erhältlich:

  • Ergonomische Modelle werden in einem speziellen Gießverfahren hergestellt, die den Hartschaumkern flächig mit der dünnen Kunststoffschale verbindet. Damit erhöht sich die Haltbarkeit und das Gewicht fällt geringer aus.
  • Robuste Modelle aus ABS-Werkstoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol) für waghalsige Stunts und Sprünge sind aufgrund ihres Volumens meist in dunklen Farben gehalten.
Bei jedem Skaterhelm sollten Sie auf TÜV-Prüfsiegel, das CE-Zeichen und die europäische Sicherheitsnorm DIN EN 1078 achten. Idealerweise ist der Helm zusätzlich nach DIN EN 1080 zertifiziert, wonach ein Selbstöffnungsmechanismus integriert ist.

Mit einem Skaterhelm aufs Rad?

Um diese Frage exakt zu beantworten, müssen wir beide Aktivitäten miteinander vergleichen und noch einen Schritt weitergehen: Beim Skating unterscheiden sich Freizeit Skating und Speed Skating.

Bei Speed Skating und Rennradsport bestehen helmtechnisch die gleichen Anforderungen:

  • Stabilität auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt
  • Gute Belüftung erforderlich
  • Geringes Gewicht

Die Sturz-Choreographie ist ebenfalls identisch. Der Speedskater (auf Inline-Skates) ist noch mehr gefordert, Unebenheiten durch Körperhaltung auszugleichen. Bei einem Sturz “fliegen” beide Kandidaten in Fahrtrichtung hart nach vorne.

Speed Skater und Rennradfahrer stellen gleiche Anforderungen an ihre Helme


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Freizeit Skater und Radler

Außerhalb des Leistungssports ändern sich die Anforderungen an den Helm.

Freizeit Skater bewegen sich langsamer und da die Fahrstrecken rauer sind, kommt es öfter zu Stoppern. Daher muss ein Skaterhelm in diesem Fall anders aufgebaut sein.

  • Die Belüftung muss bei geringem Tempo funktionieren. Weiter auseinander gesetzte Helmstreben vermeiden Hitzestau unter der Schale.
  • Bei Verlust des Gleichgewichts zieht es Skatern die Füße nach vorne, wodurch der Hinterkopf zuerst aufschlägt. Die bis in den Nacken hinuntergezogene Helmschale schützt zuverlässig.

Der “normale” Radfahrer hingegen fährt immer noch mit relativ hoher Geschwindigkeit. Ein Sturz läuft beim Freizeitfahrer und Leistungsfahrer gleich ab – Richtung voraus.

Das Fahrgebiet – Straße oder Park – entscheidet über den geeigneten Skaterhelm

Sicherheit durch optimale Passform

Ob sich Ihr Kind einen wünscht oder Sie selbst einen Skaterhelm tragen möchten, die gute Passform hat vor dem Design absolute Priorität. Nicht jedes Modell harmoniert mit jeder Kopfform.

  • Leichte Inmold-Helme mit Hartschaumkern verfügen meist über ein Drehrad zur Einstellung des Kopfumfangs.
  • Hardshell-Helme können alternativ mit wechselbaren Schaumstoff-Pads gepolstert sein.

Hersteller bieten oftmals unisex Skaterhelme an, die sich allein durch das Design unterscheiden.

Achtung: Auf keinen Fall darf der Helm eine Nummer zu groß gewählt werden, falls geplant ist, im Winter eine Mütze unterzuziehen.

Beim Kopfschütteln darf sich die Schale nicht bewegen. Das Gurtsystem sollte vor dem Ohr verlaufen und fest einstellbar sein, ohne dass es unter dem Kinn zwickt.

Welche Haltbarkeit haben Skater- und Fahrradhelme?

  • Der Fahrradhelm sollte nach dem ersten Sturz ausgetauscht werden, da Haarrisse im Material die Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr gewährleisten.
  • Ein rundum bedeckender Skaterhelm ist auf langsamere Fortbewegung und häufige Stürze ausgerichtet. Anders gesagt:
    • Ein Freizeitfahrer Skaterhelm entspricht einem Fahrradhelm mit größeren Belüftungslöchern.
    • Beim schnellen Radfahren tragen Speed-Skater und Leistungsfahrer leichte Rennradhelme.
Ein No-Go: Benutzen Sie niemals einen Fahrradhelm zum Inline Skaten oder auf dem Waveboard, da die kurze Schale der Hinterkopf nicht ausreichend schützt.

Wie bewertet Stiftung Warentest Skaterhelme?

Bisher hat sich Stiftung Warentest noch nicht mit Skaterhelmen in einem Test beschäftigt. Ausführliche Informationen über Helme finden Sie auf Skateboard- und Waveboard-Seiten, die sich ausschließlich diesem Sport widmen.

Vor- und Nachteile für den Skaterhelm beim Rad fahren

Pro

+ Schützt Seiten und Hinterkopf
+ Hardshell ist für häufige Stürze konstruiert
+ Erfüllt Sicherheitsstandards

Contra

– Schwerer als ein Fahrradhelm
– Nicht so effektive Belüftung
– Geringere Aerodynamik

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Fazit

Ihnen steht im Grunde frei, zum Radeln einen Skaterhelm zu tragen. Nur umgekehrt ist ein Fahrradhelm auf Inline Skatern nicht sinnvoll. Auch ein Skater Kinderhelm schützt den Nachwuchs auf dem Rad rundum beim Fahren lernen oder wenn es mit den Freunden sehr rabiat zugeht.

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