Was ist besser, Gas- oder Kohlegrill – 8 Kriterien und ein knapper Sieger

was ist besser, gas oder holzkohle grillDie Frage „Was ist besser – Gas- oder Kohlegrill“ erhitzt seit jeher die Gemüter von Hobbyköchen und Grillprofis gleichermaßen.

Sie ist wahrscheinlich die am häufigsten gestellte Frage seit „Was war zuerst da – das Huhn oder das Ei?“

Der Flammenkrieg zwischen Kohleloyalisten und Gashitzeköpfen brennt heller, als die Debatte zwischen Mac- und PC-Nutzern.

Was ist nun besser – Gas oder Kohle?

Ich verrate Ihnen ein kleines Geheimnis, damit Sie sich nicht den Kopf zerbrechen müssen, denn es ist eigentlich eine simple Entscheidung:

Was ist Ihnen wichtiger – Geschmack oder Bequemlichkeit?

Ich werde versuchen, die Qual der Wahl mit ein paar einleuchtenden (aufflammenden?) Gedanken zu lindern, indem wir die beiden Grills gegenüberstellen, sowie das Pro und Contra Gasgrill und Holzgrill untersuchen.

Und ich werde verscuhen, so objektiv, wie möglich zu sein, trotz meines neuen Schmuckstücks, des Weber Genesis II Gasgrills. Es gibt auch gute und günstigere Geräte, aber ich wollte mir einen Gasgrill nicht zwei Mal kaufen.

Weber Genesis II E-310 Gasgrill

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Gas- oder Holzkohlegrill?

 

Die wichtigsten Entscheidungskriterien in der Übersicht:

 HolzkohlegrillGasgrill
Preisab 100€ab 300€ für einen guten Gasgrill
Geschmacklangsames, indirektes Grillen mit Rauch besser als mit Gasgrillbei schnellen Gerichten dem Holzgrill gleichwertig
Räucherngut geeignetkaum machbar
Temperaturbereichab Umgebungstemperatur über 600°C und höherzwischen 100°C und 300°C
TemperaturkontrolleNur im gewissen Rahmen möglichEinfach einzustellen und zu halten
Anzünden & Abkühlen20-30 Minuten5-10 Minuten
Sauber machenRegelmäßig Asche entsorgen und Rost sauber machenGelegentlich Rost schrubben und Fettbehälter entleeren
Ergebnis4 Punkte3 Punkte

Wie bereits oben angedeutet, kann man sich den Unterschied zwischen einem Holzkohlegrill und einem Gasgrill am besten so merken:

Je intensiver und reichhaltiger der Geschmack, desto umständlicher die Bedienung – Holzkohlegrill

Je einfacher der Geschmack, desto leichter die Bedienung – Gasgrill oder Elektrogrill

Während das vielleicht größtenteils nach einem Sieg für Holzkohle klingt und mir jetzt Holzkohlepuristen salutieren, möchte ich die Gasgrill-Fans und Unentschlossene beruhigen.

„Einfacher Geschmack“ ist nicht gleich „schlechter Geschmack“!

Und wenn man nicht gerade mit Rauch arbeitet, dann ist ein Steak vom Gasgrill kaum von einem Holzkohlesteak zu unterscheiden.

Die Frage, die Sie sich stellen sollten, ist:

„Wollen Sie eine schnelle und einfache Mahlzeit, oder möchten Sie etwas mehr als das?“

Hardcore Grillmeister und Barbecue-Akrobaten behandeln diese Art der Küche viel mehr wie ein Hobby, als nur eine Möglichkeit, sich eine Mahlzeit zu bereiten.

Der Grillprozess selbst ist genauso wichtig, wie das Ergebnis am Ende.

Selbstverständlich ist das Grillen mit Kohle nun wirklich nicht so kompliziert und mit der Zeit sitzen die Handgriffe genauso zuverlässig, wie bei einem Gasgrill.

Jetzt ist aber Schluss mit dem Vorwort – auf geht’s zu den Details.

1. Preis

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Einen einfachen Weber Kugelgrill gibt es bereits für unter €100 oder für unter €150, wenn Sie einen Standgrill mit etwas Schnickschnack möchten.

Ja, man könnte sich auch einen 500€ Holzkohlegrill kaufen, der größer und stylischer ausfällt, aber selbst ein €100 Grill wird Ihnen über Jahre hinweg gute Dienste leisten.

Es gibt wirklich keinen Grund mehr auszugeben.

Ein Gasgrill hingegen hat mehr bewegliche Teile und wird Sie mehr kosten.

Sicher, Sie können sich einen Gasgrill für 100€ vom Baumarkt holen, aber dann bekommen Sie einen Grill, der allerhöchstens 2-3 Sommer durchhält.

Lesenswert: 8 Tipps zum Grillen mit Gasgrill auf dem Balkon

Bereits nach den ersten Einsätzen werden hier und da Schwachstellen offenbart, so dass Sie sich wünschen werden, dass der Grillprozess so schnell wie möglich rum ist, weil es einfach keinen Spaß macht.

Für einen soliden und guten Gasgrill, der viele Jahre halten wird, können Sie damit rechnen, mindestens ein paar hundert Euro auszugeben, und bei Premium Gasgrills geht es schnell in die Tausende.

Der Punkt geht an: Holzkohle

2. Geschmack

gas oder holzkohle - was schmeckt besser

Man könnte sich denken, dass lebendiges Holz oder Holzkohle mehr Rauch erzeugen würde und daher ein deutlich „grillaromatischeres“ Endprodukt als Ergebnis hätte.

Ist das wirklich so?

Schauen wir uns mal den Verbrennungsprozess von Gas und Kohle einmal genauer an.

Rauch hat Auswirkungen auf den Geschmack

Propan oder Erdgas brennen relativ sauber. Die Nebenprodukte ihrer Verbrennung sind meist nur Wasserdampf und Kohlendioxid.

Es lagern sich daher keine sekundären Stoffe auf dem Grillgut ab und verändern nicht den Geschmack.

Kohle hingegen produziert eine ganze Reihe anderer Moleküle, von denen einige tatsächlich auf Ihrem Essen landen und Sie es schmecken können. Aus dem gleichen Grund ist ein Gasgrill generell gesünder, als ein Holzkohlegrill, da beim Gas sich weniger Rauch mit verbrannten Partikeln entwickelt, die sich auf dem Fleisch absetzen und

Eine weitere Quelle des Geschmacks sind die Fleischsäfte (meist Fett, Wasser und gelöste Proteine) und Marinaden, die auf die heißen Grillplatten oder Kohlen tropfen.

Wenn diese Proteine ​​und Fette verbrennen, bilden sie neue aromatische Verbindungen, die sich sofort wieder auf dem Fleisch ablagern.

Wichtig: Dies geschieht unabhängig davon, ob Sie über Holzkohle oder über Gas grillen!

Die Frage ist also:

„Ist der Geschmack der aromatischen Verbindungen, die von der Holzkohle selbst erzeugt werden, stark genug, um verglichen mit Gas, den Geschmack nachhaltig und zum Besseren zu verändern?“

Für schnellbratende Lebensmittel, wie:

  • Steaks,
  • Burger,
  • Schweinekoteletts,
  • Fisch
  • oder Gemüse,

sagen die Geschmackstests: NEIN.

Bei gleicher Heizleistung und Kochzeit können Sie den Unterschied zwischen einem auf Gas zubereiteten Steak und einem auf Holzkohle gegartem nicht erkennen.

Bei Speisen, die bei indirekter Hitze über Holzkohle zubereitet werden, wie Spare-Ribs oder Rinderbrust, entwickelt sich ein dezent rauchiger Geschmack.

Das macht Sinn: Beim indirekten Grillen kommt es zu einer sehr geringen Saftentwicklung. Daher stammt die rauchige Würze von der Kohle selbst.

Der Punkt geht an: Holzkohle

Aber das nur die halbe Geschichte:

  • Für schnelles Grillgut, wie Minutensteaks oder Gemüse, stellt sich die Frage der Hitzeentwicklung: Was ist heißer – Gas oder Holzkohle?
  • Wie schnell wird die optimale Grilltemperatur erreicht?
  • Wie gut kann man diese Temperatur halten und kontrollieren?
  • Wo kann man besser Rauch separat hinzufügen?

Werfen wir einen Blick auf diese Fragen und vielleicht wird Gas sich auch mal ein paar Punkte krallen können.

3. Rauch

grillen mit rauch, räuchern

Das mit dem Rauch funktioniert etwa so: wenn Holz verbrennt, setzt es eine ganze Menge wasserlöslicher Verbindungen frei, die über Wasserdampf in die Atmosphäre gelangen.

Wenn dieser mit Rauch gefüllte Dampf auf das Fleisch gelangt, kondensiert er auf der vergleichsweise kühlen Oberfläche.

Es bilden sich winzig kleine Wassertröpfchen, die immer noch mit diesen schmackhaften Verbindungen angereichert sind.

Diese Wassertröpfchen verdampfen wiederum und hinterlassen jenen rauchigen Geschmack, den wir so schätzen.

Rauch und Räucherchips

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Bei Holzkohlegrill ist es relativ einfach – werfen Sie die Räucherchips einfach direkt auf die Holzkohle oder nehmen Sie gleichen einen guten Smoker.

Bei einem Gasgrill müssen Sie das Holz in eine Folie legen und es unter den Brennern in der Nähe der Flammen platzieren.

Ja.

Umständlich.

Damit der Rauch seine volle Wirkung effektiv entfaltet, müssen das Fleisch und die Rauchquelle zusammen abgeschlossen werden.

Damit sich die Rauchpartikel auf dem Fleisch absetzen und wieder verdampfen können.

Es muss jedoch etwas Luft in das Innere des Grills gelangen können, sonst kann das Holz nicht verbrennen.

Hier kommt einer der großen Unterschiede zwischen Holzkohle- und Gasgrills ins Spiel.

Der Unterschied zwischen Holzkohle und Gasgrill

Die meisten Holzkohlegrills, wie Ihr einfacher Weber-Kugelgrill, können sehr dicht abgeschlossen werden.

Setzen Sie den Deckel auf, schließen Sie die unteren und oberen Belüftungsschlitze…

… Et voilà!

Sie haben eine Umgebung geschaffen, die, obwohl nicht ganz hermetisch abgeriegelt, kaum Luft durchlässt und am Ende auch die Kohlen zum Erlöschen bringt.

Ein Gasgrill hingegen dichtet nicht besonders gut ab. Dies ist auch so beabsichtigt und dient als Sicherheitsmaßnahme.

Ein Gasgrill unterbricht die Gaszufuhr nicht, wenn die Flamme ausgehen sollte.

Logisch.

Was denken Sie, was würde passieren, wenn Sie einen Gasgrill vollständig abdichten?

3 Dinge:

  1. Irgendwann wird der ganze Sauerstoff aufgebraucht sein
  2. Aus Mangel an Sauerstoff geht die Flamme des Brenners aus
  3. Das Gas wird jedoch weiterhin in den abgedichteten Grill gepumpt

Ein kleiner Funke reicht, um die ganze Konstruktion auf den Mond zu schießen.

Aus diesem Grund ist es schwierig mit einem Gasgrill Raucharoma in Ihr Fleisch zu bekommen – sogar mit lang kochenden Lebensmitteln und einem ganzen Bündel Räucherchips.

Der Rauch wird einfach entweichen.

Der Punkt geht an: Holzkohle

4. Erreichbare Temperatur

Jetzt geht es wirklich ans Eingemachte: maximale und minimale Temperaturen.

Sie können es sich bereits denken – Kohle schlägt auch hier den Gasgrill.

Dabei ist es nicht so wichtig welche Temperatur die Grillfläche hat, denn das ist nicht der ausschlaggebende Faktor, wie schnell etwas braun wird oder wie schnell ein Steak durch ist.

Wichtig ist der Wärmefluss oder die Wärmeenergie.

Das ist die Menge an Energie (gemessen in British Thermal Units oder BTU), die ein Grill ausgibt, geteilt durch die Grillfläche.

Das gibt den Aufschluss, wie schnell das Essen auf dem Grill brutzelt.

Gas

Zum Beispiel hat ein Weber Spirit E-310 Gasgrill Brenner, der 32.000 BTU Wärme abgeben kann. Teilen Sie das durch die 2700 cm² Grillfläche, und Sie erhalten einen Wärmefluss von etwa 12 BTU / cm², eine respektable Heizleistung für einen Gasgrill.

Ein größerer Grill mit der gleichen BTU-Bewertung hat einen niedrigeren Wärmefluss, während ein kleinerer Grill mit der gleichen BTU-Bewertung einen höheren Wärmefluss hat.

Alles klar?

Kohle

Der Wärmefluss eines Holzkohlegrills hängt davon ab, wie viel Kohle Sie in den Kessel legen und wie Sie diese anordnen.

Kohle produziert ungefähr 20.000 BTU pro Kilo, was einer normalen Grillsitzung entspricht.

Das sind also insgesamt etwa 20.000 BTU, die, wenn über einen ganzen 37cm Durchmesser (1075 cm²) Weber Kugelgrill verteilt, unter idealen Bedingungen etwa 18,6 BTU / cm² betragen.

Aber haue die ganze Kohle unter die eine Hälfte des Grills oder setze den Grillrost etwas herab und du bist locker im 30 BTU / cm² Bereich.

Das Maximum ist nur durch die Menge an Kohle begrenzt, die Sie unter den Grill legen können.

Einfach ausgedrückt, Holzkohle brennt schneller und heißer als Gas.

Aber es ist wichtig zu beachten, dass eine hohe Temperatur beim Grillen absolut nicht alles ist. Die üblichen Verdächtigen, wie Steaks, Fischfilet, Gemüse, Grillkäse usw. erfordern keine hohen Temperaturen.

* * *

Am entgegengesetzten Ende des Spektrums schlägt Kohle auch wieder Gas.

Wie niedrig eine Temperatur bei einem Gasgrill ausfallen kann, wird durch die Größe der Flamme begrenzt, die sicher erzeugt werden kann, ohne dass das Risiko besteht, dass diese ausgeht oder nicht verbrannter Kraftstoff in den Grillbehälter gelangt.

Selbst bei der niedrigsten Einstellung produziert Ihr Gasgrill eine beträchtliche Menge an Wärmeenergie.

Mit Holzkohle regulieren Sie durch Zugabe von mehr oder weniger Kohle die Temperatur wieder selbst.

Der Punktgeht an: Holzkohle

5. Wärmemanagement

holzkohle oder gas

Wenn Sie beide Arten zu grillen – Holzkohle und Gas – bereits ausprobieren konnten, dann werden Sie bemerkt haben, dass Gas- und Kohlegrills unterschiedliche Deckel haben.

Das hat einen Grund.

Welchen?

Bei einem Holzkohlegrill wird durch das Schließen des Deckels der Sauerstofffluss unterbrochen, wodurch die Flamme effektiv gedämpft und der Wärmefluss gesenkt werden.

Lässt man den Deckel weg, bekommen die Flammen mehr Sauerstoff und brennen schneller und heißer. Man denke an das Fächern, um die Kohlen zu entfachen.

Und beim Gasgrill?

Bei einem Gasgrill passiert genau das Gegenteil: dem Brenner ist es einerseits relativ egal, ob der Deckel zu ist. Solange die Sauerstoffzufuhr gesichert ist, brennt die Flamme brennt genauso weiter, weder kälter noch wärmer.

Allerdings verhindert ein geschlossener Deckel, dass die Wärme nach Außen entweicht.

Das Ergebnis: „Der Grill wird mit geschlossenem Deckel heißer.“

Toll!

Aus diesem Grund arbeiten Gasgrills mit Edelstahlkonstruktion und internen Wärmeleitern auch effizienter, als einwandige Grills mit Aluminiumkonstruktion.

Beim Anbraten macht dies einen großen Unterschied.

Um eine schöne Kruste beim Steak auf einem Holzkohlegrill zu bekommen:

  1. Wärmen Sie den Grill auf
  2. Nehmen Sie den Deckel ab
  3. und lassen die Kohlen schön weiß anlaufen
  4. dann legen Sie das Fleisch auf den Grill

Bei einem Holzkohlegrill kommt die intensivste Wärme durch heiße Luftströme direkt von den Kohlen. Die Grillstangen sind wirklich nur da, um Ihr Fleisch davon abzuhalten, in die heißen Kohlen zu fallen.

Zum Anbraten von Steaks auf einem Gasgrill:

  1. Wärmen Sie den Gasgrill auf
  2. Machen Sie den Deckel zu
  3. Im Inneren wird die Grillfläche und der Rost heiß
  4. Legen Sie das Fleisch auf den Grill

Bei einem Gasgrill stammt die meiste Hitze von den schwereren Rosten, welche die Wärmeenergie wunderbar aufnehmen.

Es gibt sehr wenig Infrarot- oder Konvektionswärme im Vergleich zu Holzkohlegrills.

Fleisch von einem Kohlengrill wird somit gleichmäßiger braun, da die Zwischenräume auch von der Hitze erfasst werden und nicht nur die Stellen, wo das Fleisch auf dem Rost aufliegt.

Bei einem Gasgrill ist genau das Gegenteil der Fall: das Fleisch wird mit dunklen Grillspuren von den Grillstangen dekoriert, während die restlichen Stellen vergleichsweise blass bleiben.

Ist das also nur ein kosmetischer Effekt?

Nicht ganz.

Mehr braune Flächen bergen auch mehr Kruste und daher einen anderen Geschmack.

Hersteller von Gasgrills haben dieses Problem erkannt und bauen Infrarot-Zonen ein, die ebenfalls Wärme abstrahlen.

Der Punkt geht an: Holzkohle

6. Bei welchem Grill kann man die Temperatur besser kontrollieren?

Bisher steht es 4 gegen 0 für Holzkohle. Kann Gasgrill noch die Kurve kriegen?

Ich meine – JA.

In der Regel gibt es 3 Grillmethoden:

  1. Direktes Grillen – Hohe Hitze direkte Strahlung Kochen, wenn das Essen, häufig sind es Steaks, direkt über der Wärmequelle platziert wird. Normalerweise gibt es keinen Deckel über dem Fleisch und das Fleisch wird durch die hohe Hitze buchstäblich gegrillt.
  2. Indirektes Grillen – Garen für großes oder zartes Grillgut, wie ganze Hühner oder Braten, wenn die Wärmequelle seitlich platziert ist und das Essen durch zirkulierende warme Luft (Konvektion) schonend gebraten wird. Der Deckel ist in der Regel geschlossen. Die meisten Leute kennen diese Methode gar nicht.
  3. Indirekte Hitze mit Rauch – Deckel ist geschlossen und das Grillgut wird indirekt unter Zugabe von lecker duftenden Räucherchips gebraten.

* * *

Bei einem Holzkohlegrill gibt es sehr viele Faktoren, welche die Temperatur beeinflussen und sich nicht direkt steuern lassen.

  1. Der Brennstoff. Bei den Hobbyköchen sind Holzkohlebriketts beliebt, da die Hitzeentwicklung anhaltend und relativ konsistent ist. Weiterhin kann man die Wärmeenergie beeinflussen, indem man die Briketts umsortiert oder auf einer Seite stapelt.
    Beim Brennholz sieht es dagegen anders aus – je nach Scheitelgröße brennt es entweder sehr langsam ab, oder schnell und unter großer Flammenentwicklung. Am Ende brennen die Ersteren nicht, während die Letzteren bereits zu Asche verbrannt sind.
  2. Sauerstoffversorgung. Hier gibt es so viele Hebel: Lüftungsschlitze oben, unten und seitlich; die Ausrichtung, den Durchmesser und das Volumen des Deckels; ob, wie stark und in welche Richtung der Wind weht. All das sind Faktoren, die man theoretisch berücksichtigen sollte, wenn man die Temperatur steuern wollte.
  3. Längere Grillsessions. Falls Sie etwas länger Grillen wollen oder bei der ersten Ladung Holzkohle geknausert haben und diese nun aufgebraucht ist, gilt es nun neue Kohle nachzufüllen. Die neuen Stücke nehmen nun auch Einfluss auf die Temperatur(-entwicklung).

Ein Gasgrill hat all diese Probleme nicht:

  1. Schauen Sie, dass die Brenner auf die gewünschte Höhe eingestellt sind,
  2. Warten Sie, bis die gewünschte Temperatur erreicht und stabil ist,
  3. holen Sie sich ein Bier und lehnen Sie sich entspannt zurück.

Die Temperatur bleibt stabil bis Sie den Deckel aufmachen oder Ihnen der der Kraftstoff ausgeht.

Der Punkt geht an: Gas

7. Zeitaufwand: Anfeuern und Abkühlen

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Sie merken, dass der Gasgrill nun richtig an Fahrt aufnimmt, denn beim Anfeuern und Abkühlen geht er als Sieger raus.

Für viele ist die (nicht nötige) Zeit zum Anfeuern der ausschlaggebende Grund, weshalb sie sich für ein Gasgrill entscheiden.

Selbst mit einem Anzündkamin (Sie nutzen doch einen Anzündkamin, oder?), dauert es mindestens 20-30 Minuten, bis die Kohlen glühen und Sie endlich starten können.

„Na und?“, sagen die Holzkohleverfechter, „Das Anfeuern gehört nun mal dazu.“

Stimmt.

Aber vergessen Sie nicht, dass Sie nun gegen die Uhr grillen, und die Kohle nicht auf Sie wartet, bis das Fleisch vorbereitet oder die Sauce angemischt ist.

Beim Gasgrill dagegen:

  1. Gas auf
  2. Anzünden
  3. Vorheizen, fertig.

Außerdem wartet ein Gasgrill auf Sie, wenn Sie sich mit Grillgut verschätzt haben oder die Sauce doch noch anrühren möchten.

Genauso ist es nach dem Grillen.

Sie drehen den Gasknopfregler auf „AUS“ und die Flammen sind aus.

Beim Holzkohlegrill müssen die Kohlen noch ausbrennen oder erstickt werden.  Einfach wegschütten ist nicht.

Es ist umso bitterer, wenn Sie zu viele Kohlen reingemacht hatten und nach dem Grillen noch viel Glut übriggeblieben ist.

Eine Verschwendung. Schade.

Auch wenn ich nicht gerade selten grille, neige ich dazu den Grill fast randvoll mit Kohle zu machen. Ob es nun ein Paar Steaks für die Familie oder eine ganze Grillparty für den Besuch werden.

Der Punkt geht an: Gas

8. Aufräumen und sauber machen

Das ist wiederum ganz einfach.

Holzkohlegrills erzeugen bei Gebrauch Asche. Eine starke Windböe, zu viel gewedelt oder der Auffangbehälter für die Asche ist Ihnen umgekippt – schon sieht „die Welt wie gepudert aus“.

Hochwertige Grills sind da besser, doch auch nicht komplett sicher. Und die Asche müssen Sie abkühlen lassen und abschließend entsorgen.

Gasgrills besitzen spezielle Vorrichtung oder Steine, die das Aufbrennen verhindern und tropfendes Flüssigkeiten, sowie Fett in spezielle Sammelbehälter ableiten.

Ist der Behälter einmal voll, wird dieser ganz einfach entnommen und entleert.

In beiden Fällen, beim Gas und Holzkohlegrill müssen Sie ab und zu die Grillroste und weitere Teile reinigen, die im Laufe der Zeit Dreck ansetzen.

Der Punkt geht an: Gas

Fazit

Unter dem Strich kommt es auf die eigenen Vorlieben an und was man erreichen möchte.

Sicherlich, es hat was, der Meister des Feuers zu sein:

  • die Holzkohlen anzuzünden,
  • die Flammen zu zähmen,
  • mit großer Sorgfalt über die Flamme zu wahren
  • und die Kohlen zur Glut zu bringen.

Ganz zu schweigen davon, wenn man sich den Tag frei nimmt, um einen Schweinenacken über Hickory-Chips mehrere Stunden lang zu garen und dabei mit Freunden und ein paar Bier in den Abend grillt.

Herrlich!

Auf der anderen Seite, das obige Event braucht eine ordentliche Vorbereitung und Vorlaufzeit. Wenn die Schwiegereltern Sie mit einem spontanen Besuch überraschen, können Sie den Gästen nicht in 20 Minuten frisch gegrillte Würstchen und saftige Steaks auf den Tisch zaubern.

Mit einem Gasgrill muss es zum Grillen keinen besonderen Anlass geben: einfach vor die Tür treten, Gas auf, Fleisch drauf, Gas aus, fertig.

Jeden Abend, wenn Sie möchten.

Lesenswert: Grilltipps für Anfänger und Fortgeschrittene

Ach, Holzkohle, du wirst zwar für immer einen Platz in meinem Herzen haben, doch ein Gasgrill ist einfach zu bequem und zu spontan, um darauf verzichten zu können wollen.

Es gibt ja auch noch die Kombigrills, die sowohl Gas, als auch Kohle verfeuern können. Obwohl ich es nicht ausprobiert habe, weiß ich aus Erfahrung, dass es meistens besser ist, zwei Spezialisten zu haben, als einen vermeintlichen Alleskönner.

Was denken Sie?

Sind Sie ein Holzkohleanhänger oder ein Gasgrillpragmatiker? Oder gar ein Kombigriller?

Erwähnte Produkte, sowie weiterführende Links und Quellen:

https://www.kabeleins.de/sosiehtsaus/essen-trinken/grillen-bbq/tipps/gas-oder-kohlegrill-schmeckt-man-den-unterschied

https://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/ernaehrung/grillen-garzeit-grillfleisch-auflegen-tipps-100.html

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