Spyderco Delica 4 Test – Leicht, zuverlässig, günstig – Geheimtipp!

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€€

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5
On 9. August 2016
Last modified:16. März 2018

Summary:

Eines der besten und leichtesten EDC Taschenmesser, die es so günstig zu haben gibt.

Spyderco Delica 4 Test - Leicht, zuverlässig, günstig - Geheimtipp!Sowohl das Spyderco Delica 4 wie auch der große Bruder, das Endura 4, werden seit über 25 Jahren produziert. Dabei zeigt nicht nur die Nummer 4 im Namen an, dass beide Messer permanent weiterentwickelt werden. Sal Glesser, Firmengründer und preisgekrönter Messer-Designer, legt größten Wert darauf, das gerade seine Vorzeigemesser Delica und Endura permanent verbessert werden.

Zusätzlich gibt es in jeder Generation auch noch verschiedene Farben und Ausführungen, so dass es immer wichtig ist, gleich klar zu sagen, welches Delica man besprechen möchte.

Das Spyderco Delica 4 als Flat Grind

Spyderdo Delica 4

Das Spyderdo Delica 4

Denn es macht vor allem für einen EDC Test einen großen Unterschied, welchen Schliff die Klinge hat. Ich bespreche das Delica 4 mit Flachschliff, und damit ist auch gleich ganz deutlich, das dieses Messer zunächst einmal nicht mehr als zuverlässiges EDC sein will.

Unverkennbar Spyderco

Beide Messer stehen für die Marke Spyderco und man erkennt das sofort am Design: dem typischen, gut 1 cm großen Daumenloch oder so genannten Spyderhole. Oder auch an der charakteristischen Klingenform, den Griffschalen bis hin zum Gürtelclip, dem beliebten Clipit.

Delica 4 und Endura 4

Beide Messer stehen für höchste Funktionalität und sehr gute Verarbeitung. Und schließlich sind beide Messer wahre Fliegengewichte, wobei das Spyderco Delica 4 mit nur 64 Gramm eines der ultraleichtesten EDC Messer auf dem Markt ist.

Die Klinge

Wie der Name des Spyderco Delica 4 nahelegt ist dieses Messer etwas zarter, englisch „delicate“, als der große Bruder. Insgesamt liegt die Länge bei 17,5 cm bzw. 10 cm im geschlossenem Zustand.

Die typische Spyderco Drop Point-Klinge, ebenfalls ein klares Erkennungsmerkmal, ist mit 7,5 cm Länge und einer Stärke von 2,5 mm deutlich kleiner als das Endura.

Das kann natürlich vom Vorteil im Handling sein, schränkt aber vielleicht auch den Einsatzradius ein. Wir werden sehen.

VG-10 Stahl

Dennoch ist der Stahl der gleiche wie beim Endura 4. Dieser ist mit VG-10 angegeben. Das ist neuerdings ein sehr beliebter und auch hochgelobter Stahl aus Japan, den nicht nur Spyderco sehr gern benutzt. Auch bei der Konkurrenz, zum Beispiel Fällkniven, verwendet diesen Stahl neuerdings.

Dieser Stahl wird gern als das Kombi-Wunder angepriesen. Versprochen werden exzellente Schärfe bei gleichzeitiger fantastischer Schneide, und das Ganze soll auch noch extrem korrosionsresistent sein.

Für und Wider VG-10

Wie ich schon in der Besprechung des Endura 4 gesagt habe ist dieser Stahl in der Tat sehr leicht und gut zu schärfen. Natürlich muss das immer zu Lasten der Schneide-Qualität gehen.

Aber trotz kritischen Zweifeln muss man zugeben: für ein EDC Messer ist diese Qualität wirklich eine der besten, die man erreichen kann, ohne mit Kanonen auf Spatzen zu schießen – will sagen, ohne einen extrem teuren High End-Stahl für ein EDC Messer zu verwenden, mit dem man Kartons zerkleinert oder Äpfel schält.

Erst recht bei dem Preis kann man mit Fug und Recht behaupten, dass man das Beste für sein Geld bekommt.

Und ob man für diese Art von Messer, wie gesagt, wirklich einen Stahl braucht, der nur sehr schwer zu schärfen ist und besondere Gerätschaften und Geschick bedarf – ich denke nicht.

Spyderhole

Statt über einen Flipper oder Daumenstift öffnet auch das Delica 4 über das so genannte Spyderhole, das ca. 1 cm groß ist.

Die Begeisterung darüber ist berechtigt. Es erlaubt Links- und Rechtshändern ein einhändiges Öffnen, das noch dazu wirklich zackig geht.

Vielleicht bedarf es etwas Übung, wenn man das nicht gewöhnt ist, aber dann kann man das Messer wirklich sehr schnell öffnen.

Und außerdem würde ich Kritikern wieder die Frage stellen, wie schnell man ein EDC für den täglichen Gebrauch wirklich öffnen muss. Für unsere EDC Zwecke öffnet dieses Messer wirklich rasend schnell.

Die Verriegelung – Back Lock

Es gibt Vor- und Nachteile der verschiedenen Locks oder Verriegelungsmechanismen. Und vieles ist sicher einfach Geschmacksache oder eine Frage der Gewöhnung.

Dieses Back Lock, die Wippenverriegelung, sitzt mittig und sichert das Messer auf eine Weise, die mich ehrlich überrascht hat. Es sitzt nämlich wirklich fest und lässt kein Spiel zu.

Wie auch beim Endura 4 verleihen die Stahl-Liner der ganzen Konstruktion eine zusätzliche Stabilität und damit Sicherheit.

Sollte man aus welchen Gründen auch immer das Messer aus Versehen zuklappen, gibt es zwar nicht wirklich einen Fingerschutz, aber zumindest eine Mulde, die das unerwünschte Schließen verhindert.

Das Spyderco Delica 4 ist auch in dieser Hinsicht vollkommen funktional und sehr gut durchdacht. Sal Glesser wird zurecht als einer der großen Meister gefeiert.

Griffschalen

Hier verlinkt ist das grüne Spyderco Delica 4. Die Farbe ist deshalb wichtig, weil die fünf im Handel erhältlichen Farben unterschiedliche Preise haben. Die Spanne geht von 90 Euro für das braune, über blau, grün, grau, bis zum grauen Delica mit 135 Euro. Das grüne liegt mit ca. 94 Euro hier im unteren Drittel.

FRN

Ansonsten kann ich mich abermals nur wiederholen. Wie auch beim Endura 4 sind die Griffschalen sind ein echtes Highlight. Sie sind aus FRN, also aus mit Glasfaser verstärktem Nylon.

Das macht das Messer so leicht, genau wie die skelletierten Stahlliner. Außerdem sind diese FRN Griffschalen extrem griffig, besser als so manches mit G10 bestücktes Messer, wirklich beeindruckend.

Griffigkeit

Das liegt sicher auch an der Struktur der Griffe. Die Textur verläuft in zwei verschiedene Richtungen.

Das verstärkt nicht nur die eigentliche Griffigkeit, sondern gewährleistet auch bei einem Umkehrgriff bestes Handling. Und dieser macht beim Delica 4 wirklich extrem Spaß, eben weil es so gut in der Hand liegt.

Zusätzlich gibt es Jimping, geriffelte Teile, am Messer- und Klingenrücken, die dafür sorgen, dass man selbst bei Regen oder sonstigen Beeinträchtigungen nichts ins Rutschen kommt.

Clipit

Spyderco Delica 4Und der Vollständigkeit halber sei auch noch einmal der legendäre Spyderco Gürtelclip erwähnt, den fast alle Spyderco Klappmesser haben.

Diesen kann man vierfach versetzen und damit sowohl links oder rechts tragen, mit der Messerspitze nach oben oder unten, also Tip Up oder Down.

Das Spyderco Delica 4 sitzt so sicher und tief in der Hosentasche, wo es Dank seines Gewichts überhaupt nicht auffällt.

Zum Test

Das Messer, ich habe es schon gesagt, ist spektakulär leicht. Da man es also kaum spürt, kann man einfach den ganzen Tag damit arbeiten, ohne Ermüdungserscheinungen oder Druckstellen.

Der Flachschliff kommt extrem scharf, also rasiermesserscharf, aus der Verpackung.

Er eignet sich für alle Formen des Schneidens und Zerkleinerns. In der Küche ist das Spyderco Delica 4 eine wahre Freude, egal, wie hart das Gemüse.

Man muss aber schon sagen, dass dabei das Spyderhole manchmal etwas nervig sein kann, insbesondere beim Würfeln, also Zerkleinern von zum Beispiel Zwiebeln. Aber die Schneideleistung selbst ist wirklich top!

Der „Alles-Schneider“

Sogar bei etwas widerständigerem Material. Und man muss sagen, dass das Spyderco Delica 4 ein Alles-Schneider ist. Nehmen wir die Karton, dann schneidet es diese fast wie durch Butter.

Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenn das Delica 4 etwas kann, dann ist das Schneiden. Und das auf eine überdurchschnittlich befriedigende Art und Weise.

Es ist ein EDC, dass ultraleicht ist und dabei beste Schneideleistung bietet.

Ich würde nur ganz wenige Einschränkungen machen wollen. Zum Beispiel würde ich das Messer nicht zum Häuten verwenden, aber das liegt eher an der spezifischen Klingenform.

Ansonsten bleiben keine Wünsche offen, es ist wirklich Super-Schneider bester Qualität für einen guten Preis.

Und das Schärfen ging auch wirklich sehr leicht, gerade auch wegen des Flachschliffs. Man braucht nicht unbedingt einen Spyderco Sharpmaker dafür, aber der tut es natürlich in jedem Fall.

Fazit – Klein siegt!

Auch wenn dies kein Vergleich zwischen dem Spyderco Delica 4 und dem Endura war, so kommt man doch nicht umhin – man vergleicht automatisch.

In diesem Fall muss ich einfach sagen, dass das Delica 4 das Rennen um das Alltags-EDC klar für sich entscheidet. Es ist mein Held des Schneidens.

Es ist noch kleiner, noch handlicher und bietet sich für den alltäglichen Gebrauch – von wegen Briefe öffnen – einfach besser an.

Und es ist schließlich auch noch leichter als das Endura (die Betonung liegt auf „noch“), und etwas günstiger, und liegt einem damit im doppelten Sinn nicht zu sehr auf der Tasche.

Wie sein Name schon sagt ist das Spyderco Delica 4 etwas subtiler. Und jetzt kommt es: das alles bei ansonsten gleicher Qualität der Klinge, der Griffe, einfach allem.

Zusamenfassung

Dieses hochwertige EDC Klappmesser hat

  • eine VG-10 Klinge, die 2,5 mm stark und 7,5 cm lang ist,
  • FRN-Griffe und dezentes Jimping,
  • ein mittiges Back Lock,
  • hat einen vierfach versetzbaren Gürtelclip und
  • wiegt nur 64 Gramm.

Das Spyderco Delica 4 ist unschlagbar als alltäglicher Allrounder, insbesondere für Schneidearbeiten, während das Endura 4 für die etwas gröberen Arbeiten ins Spiel kommen kann.

Denn schließlich soll ja nicht unterschlagen werden, dass die Klingenstärke des Endura mit 3,3 mm etwas robuster ist, während das Delica 4 mit seiner 2,5 mm Klinge einfach mein Held des Schneidens bleibt.

Ich halte das Messer so, wie es mir vorliegt, als EDC für perfekt, und das sage ich nicht einfach so daher. Allerdings weiß ich nicht, wie die anderen Varianten abschneiden würden.

Ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob das Spyderco Delica 4 wirklich eine Kombi- oder Wellenschliff-Schneide braucht, wie sie vor allem auf dem US-amerikanischen Markt angeboten wird.

Was meinen Sie? Welches Spyderco bevorzugen Sie?

Eines der besten und leichtesten EDC Taschenmesser, die es so günstig zu haben gibt.

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