Trekking Ausrüstung (2019) – Packliste ohne Ballast in 10 Schritten

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Meine Trekking Ausrüstung Liste ordentlich abzuspecken war mein Projekt am vergangenen Wochenende.

Der Grund: Bei der letzten Tour begleitete mich ein drückendes Problem. Ein bequemes Tragesystem und der Rucksack mit viel Volumen haben mich verleitet, das Gewicht außer acht zu lassen.

Und schon am zweiten Tour-Tag erhielt ich die Quittung für 15 Kilo auf dem Rücken: Unerträglich brennende Fußsohlen und ein heillos verspannter Nacken zwangen mich, den ganzen Vorrat an Ibuprofen zu konsumieren.

Wie der Trekkingrucksack deutlich leichter wird und die Tour trotzdem Komfort bietet, verdanke ich der gründlich überarbeiteten Packliste – holen Sie sich Tipps für die optimale Trekking Ausrüstung in unserem Beitrag!

Checkliste für die Trekking Ausrüstung

Bevor es ans Packen geht, lohnt es sich, die vergangene Tour noch einmal Revue passieren zu lassen. Vielleicht haben Sie das Reisetagebuch vor sich liegen. Welche Dinge haben Sie gar nicht benutzt? Vor allem im Bergland kostet ein schwerer Rucksack auf den Schultern Kraft.

  1. Wie schwer darf ein Trekkingrucksack maximal sein?
  2. Unnötige Dinge und Schwergewichte entlarven
  3. Bekleidung
  4. Kochen
  5. Schlafen
  6. Elektronik Gadgets
  7. Erste Hilfe
  8. Hygiene
  9. Dokumente
  10. Sonstiges

1. Wie schwer darf ein Trekkingrucksack maximal sein?

Wer einen Trekkingrucksack kauft, achtet auf hohes Volumen und viel Zuladung. Je nach Schwierigkeitsgrad der Wanderstrecke wird mehr oder weniger Ausrüstung benötigt, doch bei einer langen Tour stellt sich zwangsläufig die Frage, wie schwer das Gesamtgewicht sein darf.

Das Gesamtgewicht setzt sich zusammen aus der Zuladung und dem Eigengewicht des Rucksacks. Die Zuladung ist aus der Produktbeschreibung ersichtlich, doch dieser Wert besitzt weniger Wichtigkeit in der Praxis.

Was nützt eine hohe Zuladung, die einer schlanken Person den Boden unter den Füßen wegreißt?

Über Stunden guten Tragekomfort genießen Wanderer, deren Trekkingrucksack geringes Eigengewicht plus ein ausgefeiltes Gurtsystem aufweist. Und beide Faktoren müssen im Verhältnis zur Statur und Körpergewicht der Person passen.

Zur Orientierung gilt

Die Tragelast (Rucksack + Zuladung) sollte maximal 20% des Körpergewichts betragen. Wie viel das in Ihrem Falle ist, errechnen Sie nach der Formel:

Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch 5.

Ein 80 kg schwerer Mann sollte demnach maximal 16 kg tragen, der Rucksack einer 60 kg leichten Frau sollte 12 kg Gewicht nicht überschreiten.

Mein Favorit ist der Vaude Asymmetric, den es auch in der kürzeren Damen Version gibt. Der mehrmalige Testsieger mit der Gesamtnote 1,4 wiegt 1340 g und bietet 42 + 8 = 50 Liter Volumen. Das Gurtsystem sorgt für ausgewogene Lastübertragung und die längenverstellbare Rückenplatte rundet den Tragekomfort ab.

Möglicherweise haben Sie einen deutlich leichteren Rucksack im Visier. Dazu kann ich aus eigener Erfahrung sagen:

  • Ein Rucksack aus dünnem Material ist weniger belastbar, weshalb die Zuladung geringer ausfällt.
  • Die Gewichtsersparnis gewinnen die Hersteller aus einem puristischen Tragesystem. Da der Rucksack instabil ist, leidet der Tragekomfort enorm. Was der Rückenplatte und den Gurten fehlt, müssen Sie mit dem Körper ausgleichen.

Auf einer mehrtägigen Trekkingtour ist bequemes Tragen das A und O. Dies erreichen Sie nur durch einen gut sitzenden stabilen Backpack, der dafür gern 200 g (entspricht 2 Tafeln Schokolade) mehr wiegen darf.


2. Unnötige Trekking Ausrüstung und Schwergewichte entlarven

“So viel wie nötig, so wenig wie nötig” lautet das oberste Gebot beim Packen. Gehen Sie imaginär die Reise durch. Legen Sie alle Ausrüstungsgegenstände bereit und nehmen Sie sich jedes einzelne Teil vor.

Gibt es leichtere Alternativen? Werde ich das wirklich brauchen? Wie viel Wechselwäsche soll ich einpacken? Das Aussortieren unnötiger Dinge spart das meiste Gewicht ein, doch sollte dies nie auf Kosten der Sicherheit geschehen.

Eine gute Hilfe, schwere Dinge zu entdecken, ist eine digitale Waage. Mit dieser Methode lassen sich bereits im Vorfeld Hunderte Gramm Gewicht und Volumen einsparen. Auch wenn es bei kleinen Gegenständen wenig erscheint, es summiert sich: Krümel bringen Brot.

Bekannte Schwergewichte sind beispielsweise:

  • Beginnen Sie mit dem Trekkingrucksack selbst – Aktuelle Fabrikate (wie der Vaude Assymetric) mit ergonomischem Tragesystem wiegen um die 1000 g – 1500 g, während der bisherige Wanderrucksack locker 2,5 kg auf die Waage bringt.
  • Das Badetuch – Baumwoll Frottee ist schwerer, benötigt mehr Stauraum und trocknet langsamer als ein gleich großes Reisehandtuch aus Mikrofaser.
  • Der Schlafsack – Der alte Bundeswehrschlafsack wiegt ein Vielfaches von einem Daunenschlafsack mit gleichem Temperaturbereich.
  • Das Zweipersonenzelt mit Planen und Gestänge lässt sich gegen eine ultraleichte Kuppel oder ein Tarp eintauschen.
  • Die Isomatte sollte zur Körpergröße passen. Schneiden Sie eine zu lange Matte ab oder kaufen eine kleinere Ausführung.
  • Als Regenschutz für die Trekking Ausrüstung verwenden die meisten Wanderer einen Luggage Cover, der außen über den Rucksack gezogen wird. Damit kommen rund 150 g Gewicht dazu. Verpacken Sie Wechselkleidung und Elektronik besser in einen wasserdichten Packbeutel (Liner) aus dünner Plastikfolie (25 g) und stecken diesen ins Hauptfach.
  • Alternativ zur Kulturtasche eignen sich Ziplock Beutel, Ordnung zu halten und den Inhalt zu erkennen. Füllen Sie Shampoo, Spülung, Reisewaschmittel, Sonnencreme in kleine Plastikflaschen ab oder schauen Sie im Drogeriemarkt nach Mini-Reise-Sets. Auch Zahncreme in der Probetube sollte reichen. Brauchen Sie in der Wildnis wirklich Rasierzeug?
  • Tauschen Sie die schweren Bergstiefel (2,55 kg) gegen wasserdichte Gore-Tex Trekkingstiefel (670 g). Obwohl immer festes Schuhwerk empfohlen wurde, fand das amerikanische Militär 1984 bei einem Feldversuch heraus, dass 100 g leichteres Schuhwerk den gleichen Effekt erbrachten, wie 500 g weniger Gewicht im Rucksack. Dadurch erkannte man, dass ermüdete Muskulatur Umknicken verursacht, und nicht zu leichte Schuhe. Schwere Stiefel erfordern bei jedem Schritt mehr Kraft, was das Laufen so anstrengend macht.

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3. Bekleidung

Das Motto “Weniger ist mehr” lässt sich bei der Bekleidung am besten umsetzen, indem man unterwegs öfter wäscht und dafür weniger Bekleidung mitnimmt. Eine Daunenjacke ist ultraleicht und sie lässt sich im Liner stark komprimieren – besser als eine Fleecejacke.

Und die Isolation von Daunen ist unübertroffen, wenn in bewegungsarmen Pausen die Gefahr besteht, auszukühlen. Kälte durch einen plötzlichen Wetterumschwung ist das größte Problem im Freien, dagegen muss man sich mit einem Bufftuch, Handschuhen und einer wasserdichten Hardshelljacke wappnen.

Gegen Niederschläge ziehe ich über die Trekkinghose eine dünne Regenhose ohne Taschen und Schlitz, die ich eine Nummer größer gekauft habe.

Die erste Kleidungsschicht bildet idealerweise Merino-Funktionsunterwäsche. Das Naturmaterial ist zwar teuer, doch es nimmt auch nach tagelangem Tragen keinen Geruch an. Auf der Haut ist die Wolle sehr angenehm und wärmt auch noch in feuchtem Zustand.

Das Wichtigste: Wasserdichte Wanderstiefel

Bedenken Sie bei der Wahl neuer Trekkingstiefel, dass Sie diese für mehrere Tage auf weiten Strecken von morgens bis abends an den Füßen tragen. Bei ruppigen Etappen können Sie die Boots erst abends im Zelt ausziehen.

Qualitativ gute Socken und Schuhe läuten den Feierabend ein, ansonsten ist es nun an der Zeit, die Blasen zu verarzten.

Dringt während einer Schlechtwetterphase Feuchtigkeit in die günstigen Schuhe ein, dürfen Sie diese vor dem Schlafengehen erst einmal trocknen. Ein Lagerfeuer beschleunigt das Trocknen, doch in vielen Gebieten ist offenes Feuer verboten.

Was nun?

Die Schuhe müssen Sie mithilfe des Gaskochers trocknen. Oder Sie stopfen über Nacht Papier in die Schuhe, dass die Feuchtigkeit aufnimmt. Dabei werden die Schuhe leider nicht vollständig trocken.

Die genannten Unannehmlichkeiten sind Realität im Trekking-Alltag, wenn man am falschen Ende spart. Wasserdichte Trekkingstiefel sind daher kein Luxus.


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4. Kochen

Ohne ausreichende Kalorienzufuhr sind die Kraftreserven früh aufgezehrt. Ganz gegen den allgemeinen Trend geht es auf Trekking Tour darum, möglichst viele Kalorien und Nährstoffe aus kompakter Nahrung aufzunehmen:

  • Zum Frühstück auf der Outdoor Tour sind Haferflocken beliebt, die mit warmem Wasser zum Porridge werden. An einem anstrengenden Tag verbraucht der Körper spielend mehrere Tausend Kalorien, die idealerweise in häufigen kleineren Mahlzeiten zugeführt werden.
  • Power-Snacks mit hochwertigen Inhaltsstoffen kosten zu Recht mehr als Müsliriegel aus dem Supermarkt, die wahre Zuckerbomben sind. Alternativ lassen sich sättigende Riegel ganz einfach selbst herstellen oder nehmen Sie Nüsse und Trockenfrüchte zum Knabbern zwischendurch im Zipbeutel abgepackt mit.
  • Die herzhafte Abwechslung und höchsten Proteingehalt bieten Biltong oder Beef Jerky Trockenfleisch, mit selbst gemachtem Pemmikan lässt sich auch das warme Essen aufwerten.
  • Zum Feierabend koche ich eine warme Mahlzeit. Die günstige Variante ist das Fertiggericht aus dem Supermarkt. Nachteil hierbei ist die Kochzeit und der erhöhte Gasverbrauch. Die Kalorien- und Nährstoffwerte liegen gleich auf mit Trekking Fertiggerichten, auch geschmacklich gibt es keine Beanstandung.

Mit Abstand den höchsten Energiegehalt enthält die Marke “Summit to Eat”. Die gefriergetrockneten Gerichte werden einfach mit heißem Wasser im Beutel vermischt und einige Minuten zum Ausquellen stehen gelassen. So spart man Brennstoff und den Abwasch, was für unterwegs superpraktisch ist.


5. Schlafen

Erholsamer Schlaf regeneriert den Körper für den nächsten Tag. Ein Schlafsack im ultraleichten Kuppelzelt, darunter eine Isomatte zum Aufblasen ist eine gute Unterkunft.

Da ich mit meiner besseren Hälfte unterwegs bin, ist meine Wahl auf einen 700 g leichten Schlafsack gefallen, der sich als Doppelschlafsack für zwei Personen verbinden lässt. Als Kopfkissen dient die zusammengerollte Daunenjacke, sodass ich hier auch nochmal an Trekking Ausrüstung spare.

Vor dem Aufbauen suche ich mir ein möglichst ebenes Stück Boden als Standort aus. Falls zum Zelt Abspannseile benötigt werden, sollten Sie diese zur Stabilisierung bei starkem Wind noch separat mitnehmen.


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6. Elektronik Gadgets

Schwere Batterien und Ersatz-Akkus können zu Hause bleiben. Für alle elektronischen Geräte liefert eine kleine Powerbank die Energie. Auf eine Kamera mit zusätzlicher Speicherkarte möchte ich im Urlaub nicht verzichten, aber das ist eine persönliche Entscheidung.

Das Smartphone hat ja auch eine Kamerafunktion, genau wie es sich lohnt, Outdoor-Apps aufzuspielen. Damit nutze ich als Back-up topografische Karten und Gps, ansonsten schalte ich es nur abends kurz ein, um Mails zu checken.

Die Stirnlampe habe ich bisher nicht benötigt, aber man weis ja nie, was morgen passiert: Meine Kopflampe beherrscht sogar rot-weiß blinkende Notsignale.


7. Erste Hilfe

Eine fertig gepackte Reiseapotheke ist eine gute Basis. Ich packe den Inhalt allerdings in einen wasserdicht verschließbaren Zipbeutel und lasse die zugehörige Tasche zu Hause. Dazu benötige ich mehr Blasenpflaster, eine Blisterfolie mit Schmerztabletten, Desinfektionsmittel und einige Sachets mit Durchfallmittel.

Wichtig sind die Zeckenhaken, die ich lieber als Zangen und Schlingen benutze: Durch den fein zulaufenden Spalt lassen sich auch kleine Zecken leicht erfassen, ohne dass der Kopf beim Herausziehen stecken bleibt.

Gute Erfahrung habe ich mit dem Blister Stick gemacht: Man reibt die Ferse und vorn eventuelle Druckstellen vorher ein, wodurch die Haut erst gar keine Blasen bildet. Dies ist eine vollwertige, jedoch trockene Alternative zu Hirschtalgcreme, die ja immer einen Fettfilm bildet.


8. Hygiene

  • Universal Reise Seife (z.B. von Fibertec)
  • Kamm
  • Klappspiegel (z.B. von G2Plus)
  • Zahnbürste
  • Zahncreme Konzentrat 5×25 ml (z.B. von One Drop Only)
  • Sonnenschutz 50 ml (z.B. von Nivea)
  • Toilettenpapier
  • Papiertaschentücher 1 Päckchen
  • Mikrofaser Handtuch (z.B. von Fit-Flip)
  • Feuchttücher
  • kleine Plastiktüten

Anstelle von Shampoo, Duschgel, Spülmittel und Waschmittel nehme ich ab sofort für alles eine Universalseife auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Aus der Klopapierrolle entferne ich die Papprolle und drücke das Papier flach.

Sonnenschutzcreme in der Minitube und das Zahnputzzeug kommen in einen eigenen Ziplockbeutel. Für jeden Tag plane ich ein Zitro-Erfrischungstuch ein.

Damit spare ich Trinkwasser, um das Gesicht, aber vor allem unappetitliche Hände zu reinigen, wenn kein Bach oder eine Raststation in der Nähe ist. In den kleinen Plastiktüten nehmen wir unseren Müll mit.


9. Dokumente

  • Personalausweis
  • Reisepass
  • EC-Karte
  • Bargeld
  • Krankenversicherungsnachweis

Alle Unterlagen sollten Sie niemals im Rucksack, sondern grundsätzlich mit einer Hüfttasche oder einem Brustgurt am Körper tragen. Auch hier ersetzt ein kleiner Ziplock-Beutel die dicke Geldbörse.

Kontrollieren Sie frühzeitig die Laufzeiten von Reisepass und Personalausweis. Devisen tauschen Sie günstiger im Ausland um.


10. Sonstiges

In dieser Rubrik bringen Sie Dinge unter, worauf Sie nicht verzichten möchten.

Wann sollte man mit der Trekking Packliste beginnen?

Diese Liste soll als lediglich Anregung für Ihre eigene Reise stehen. Jeder entscheidet letztendlich allein, was eingepackt wird. Trotzdem – hinterfragen Sie jedes Teil, oder Sie ärgern sich unterwegs, denn jedes Gramm Gewicht summiert sich und der Stauraum im Rucksack ist begrenzt.

Beginnen Sie spätestens zwei Wochen vor dem Start, die Ausrüstung zusammenzustellen. Notieren Sie jeden Gegenstand in einer Liste und tauschen Sie ihn gegebenenfalls wieder aus. So erkennen Sie am besten, welche Einsparungen noch möglich sind.

Wie viel Trekking Ausrüstung für welche Tour mitnehmen?

Ganz gleich, ob Sie 500 km auf dem Lykischen Weg zurücklegen oder die Trekking Route beim Skitourengehen durch die schneebedeckten Fjord Norway Berge führt, Sie müssen für diese Zeit “aus dem Koffer leben”.

Der Trekkingrucksack sollte eher leichter als zu wohlwollend gepackt sein, oder wollen Sie bei der Wandergruppe hinterher hängen?

Erfahrene Wanderer wissen, dass sich das Gewicht auf dem Rücken mit der gelaufenen Strecke immer mehr zu erhöhen scheint – aus 10 Kilo am Morgen werden gefühlte 30 Kilo am frühen Nachmittag.

Damit Sie ein Gefühl für die Reiseplanung bekommen, stellen wir nachfolgend gängige Größenordnungen und das maximal empfohlene Gewicht für Rucksäcke vor:

  • Städtetour, Radtour – 5 kg, 10 L
  • Tagestour Rad, Ski, Wandern –  7 kg, 15 – 20 L
  • Tagestour allgemein – 8 kg, 20 – 25 L
  • Wanderung über 2 Tage – 10 kg, 20 – 35 L
  • Mehrtagestour, Skitouring, Trekking – 12 kg, 35 – 40 L
  • Expedition mit kompletter Selbstversorgung – 25 kg, 65 L

Diese Angaben sind sicher angenehmer, als Sie sicherlich noch vom Wehrdienst in Erinnerung haben. Beim Militär werden dem Körpergewicht 33% Traglast zugemutet, und dazu kommen noch Helm, Stiefel und der Koppel mit Zubehör.

Falls Sie mit der Familie wandern, empfehlen Fachleute, Kindern maximal 10% des Körpergewichts tragen zu lassen. Das im Wachstum befindliche Skelett darf noch nicht so schwer belastet werden.

Gute Versorgungsmöglichkeiten auf Strecke oder eine Hüttentour ist ein Anreiz zum Ultraleicht Trekking. Bei dieser Wander-Variante wiegt der Rucksack unter fünf Kilogramm, da Proviant, große Wasservorräte sowie die Übernachtungsmöglichkeit nicht selbst transportiert werden müssen.

Die Trekking Ausrüstung richtig einpacken

Treckking Ausrüstung Packliste - Richtig Packen

Beim Packen ist es wichtig, dass schwere Ausrüstung so nach wie möglich am Körper gepackt wird. Damit verhindern Sie, dass der Rucksack beim Gehen seitlich hin und her schwingt.

Eine günstige Gewichtsverteilung im Trekkingrucksack trägt maßgeblich zu angenehmem Tragekomfort bei. Damit Einsteigern böse Fehler erspart bleiben, die gleich die erste Tour vermiesen, sollte das Trekkingrucksack Packen nach Anleitung erfolgen.

Der Vorteil eines Packsystems ist, Sie wissen genau, wo was verstaut ist. Kramen und Umpacken ersparen Sie sich damit.

Das kommt ins Bodenfach

Füllen Sie zuerst das Bodenfach straff mit Wechselkleidung, der Isomatte zum Aufblasen und den Schlafsack aus, weil eine feste Basis das Tragesystem stabilisiert. Die Lastübertragung verbessert sich um so mehr, je dichter der Schwerpunkt am Rücken liegt.

Vor allem bei steilen Aufstiegen macht sich ein niedriger Schwerpunkt positiv beim Tragen bemerkbar: Das Gewicht wird auf die Hüften geleitet.

Ein zu hoher oder anders ungünstiger Schwerpunkt hingegen kann Sie ganz abrupt aus dem Gleichgewicht bringen und das Laufen kostet deutlich mehr Kraft.

Dieses gehört ins Hauptfach

Schwere und kantige Gegenstände wie Konservendosen, der Gaskocher und das Kochgeschirr sollten ebenfalls möglichst nahe am Rücken platziert werden.

Damit nichts drückt, wird ein Polster eingebaut: Das kann der Beutel mit Schmutzwäsche sein, Kekse, Tütensuppen oder was sich sonst noch eignet.

Das obere Fach

Über den schweren Gegenständen wird das Zelt eingepackt, die Daunenjacke, der warme Pullover und die Regenhose. Die weichen Teile liegen genau auf Höhe der Schulterblätter, die bei leichtem Vorbeugen weniger Druck ausgesetzt sind.

Falls Ihnen kalt wird oder plötzlich ein Schauer übers Land zieht, erreichen Sie schnell Ihren Wetterschutz. Auf der Rückenfront liegt die Trinkblase auf.

Schneller Zugriff auf die Trekking Ausrüstung im Deckelfach

Ganz oben im Rucksack werden Utensilien verstaut, die schnell benötigt werden: Die Sonnenbrille, Sonnencreme, Toilettenpapier, Karte und Kompass, das Erste-Hilfe-Set, Kamera, Handy oder das GPS-Gerät. Die Geldbörse, Schlüssel und Papiere sollten Sie unbedingt am Körper tragen.

Eine gute Anleitung zum Trekkingrucksack packen hat der Hersteller Deuter veröffentlicht:

Nach dem Packen folgt die abschließende Vorbereitung:

Das Tragesystem einstellen in 7 Schritten

Es ist sehr hilfreich für Einsteiger, das erste Mal den Trekkingrucksack zusammen mit einem erfahrenen Wanderer anzulegen:

  1. Lösen Sie alle Gurte und packen die komplette Ausrüstung ein.
  2. Danach können Sie den Trekkingrucksack probeweise schultern.
  3. Platzieren Sie die seitlichen Hüftflossen genau auf den Beckenknochen
  4. Ziehen Sie die Schulterriemen nicht zu fest an
  5. Die Ansätze der Schulterriemen liegen zwischen den Schulterblättern
  6. Die Einstellung passt, wenn die Hauptlast auf den Hüften ruht.
  7. Zum Schluss wird der Brustgurt eingestellt und geschlossen.

Fazit Trekking Ausrüstung Packliste – Tragekomfort durch einen leichten Rucksack

Wenn jeder Schritt zur Qual wird, ist gar nicht daran zu denken, die wunderbare Landschaft zu genießen. Diese Erfahrung mussten sicherlich die meisten Einsteiger auf ihren ersten Trekking Touren machen, doch “Learning by Doing” ist die beste Art, eine Trekking Ausrüstung zusammenzustellen.

Welche Vorteile ein durchdacht gepackter Rucksack bietet, möchte ich kurz darstellen:

  • Leichte Last beansprucht die Gelenke und Muskeln weniger
  • Kleineres Volumen erhöht die allgemeine Beweglichkeit auf schwierigen Passagen
  • Weniger Gewicht erhöht die Trittsicherheit und das Gleichgewicht
  • Mit leichtem Rucksack legen Sie an einem Tag längere Strecken zurück
  • Eine Etappe bewältigen Sie viel angenehmer
  • Ohne Zwicken und Drücken erleben Sie die Natur unbeschwert

Mit einer richtig gepackten, möglichst leichten Trekking Ausrüstung macht eine Trekkingtour Spaß. Klären Sie vorab, wo an der Strecke Trinkwasser und Proviant aufgefüllt werden können – so lässt sich die Tragelast nochmals verringern. Wenn Sie noch die Wanderstiefel mit Bedacht wählen, kann so schnell nichts schiefgehen!

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