Lionsteel M5 Messer im Detail – Ein Outdoorkracher

lionsteel m5 testDas Lionsteel M5 ist ein elegantes Outdoormesser mit feststehender Klinge, das von dem italienischen Designer Michele Pensato (liebevoll „Molletta“ genannt) entworfen wurde und von Lionsteel hergestellt wird.

Lionsteel und Michel Pensato haben mit diesem Modell ein Signaturmesser erschaffen, das die Wuchtigkeit eines Outdoorgebrauchsmessers mit der leichten Eleganz eines Gentleman Messers verbindet.

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Mit einem Fokus auf das essentielle, ist es ein echtes Gebrauchsmesser, das in Sachen Design und Technik mit den ganz Großen mitspielt.

Das Lionsteel M5 im Detail

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  • Gesamtlänge: 241 mm
  • Klingenlänge: 115 mm
  • Klingenstärke: 4,5 mm
  • Gewicht: 350 gr
  • Griff: Santos Wood, Olive oder G10
  • Klingenstahl: Sleipner 60-61 HRC
  • Scheide: Leder oder Cordura
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Das erste, was Ihnen am Lionsteel M5 auffallen wird, ist es wie leicht und geschmeidig es sich in Ihrer Hand anfühlt:

  • leicht genug, um flexibel eingesetzt zu werden,
  • aber wuchtig und stabil genug, um harten Tests zu widerstehen.

Mit einer Gesamtlänge von 241 mm und einem Gewicht von 350 Gramm kann dieses vielseitige Universalmesser leicht getragen und gehandhabt werden.

Vielseitigkeit des M5

Die angesprochene Vielseitigkeit bezieht sich auf mittlere und schwere Outdooraufgaben, wie Fleisch und Holz verarbeiten.

Das Fiskars K40 ist ebenfalls ein Gebrauchsmesser, jedoch für leichte Outdooraufgaben bestimmt.

Lesenswert: Die besten Lionsteel Messer

Die Klinge – Sleipner Superstahl

Die Full Tang Klinge ist aus hochwertigem Uddeholm Sleipner Stahl hergestellt, der auf 60-61 HRC gehärtet ist und eine besseren Widerstand gegen Absplittern verspricht, als sein enger Verwandter, der D2 Stahl.

Die 115 mm lange Klinge verfügt über eine unaufdringliche Clip-Point Spitze und einen sehr flachen Hohlschliff, fast schon einen Säbelschliff.

Vor allem am Bauch der Klinge erweist sich dieser als äußerst schnittig.

Den Armrasiertest besteht das Messer sofort, das ist sehr erfreulich und gleichzeitig auch bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Klinge überhaupt nicht dünn ist.

Sie ist 4,5 mm dick.

Und die Sekundärfase ist auch nicht gerade schlank.

Dies ist ein zweischneidiges Schwert, das ich in einem Extrakasten ansprechen möchte.

Obwohl keine Drop-Point Klinge, so ist die Clip-Point Spitze stabil genug für harte Arbeiten und die Klingenform eignet sich zum einfachen Nachschärfen im Feld.

Abgeschliffene Kanten

Beim Lionsteel M5 finden Sie keine scharfen Kanten, sie sind alle rund abgeschliffen.

Bis auf die Scheide selbst natürlich.

Die ist höllisch scharf.

Spaß beiseite, das ist eine interessante Designentscheidung, die das Führen des Messers bei mittelschweren Arbeiten komfortabler macht.

Vor allem, wenn Sie oft und lange Zeit mit dem Daumen auf die Klinge drücken müssen (zum Beispiel beim Schnitzen von Holz).

Die Gegenseite ist es, dass Sie keinen Feuerstahl am Messerrücken ansetzen können, um Funken zu schlagen.

Full Tang – Ehrensache

Die Griffschalen umfassen die Full Tang Klinge (Vollerl), die am hinteren Ende als Glasbrecher oder Knochenknacker herausragt.

Der Full Tang ist es unter anderem, der bei einem harten Lionsteel M5 Test die Fahne hochhält und es erlaubt das Messer als Hebel oder zum Batoning einzusetzen.

Lesenswert: Unser Guide zum Batoning

Stone Washed und satiniert

Die Klinge ist in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich:

  • klassisch satiniert
  • und PVD-beschichtet im Stone-Washed-Look

Die satinierte Variante ist mit allen 3 Griffen (Oliven- und Palisadenholz, sowie G10) erhältlich, während die schwarze Klinge nur mit G10 Griffschalen angeboten wird.

Dicke Sekundärfase

Um das Problem gleich beim Namen zu nennen: mir ist die sekundäre Fase mit 0,8-0,9mm etwas zu dick. Aus meiner Sicht lässt sich die volle Stärke des Sleipner Stahls damit nicht ausspielen.

Normale Stähle zwingen einen immer zum Kompromiss zwischen Schnitthaltigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit.

Sleipner ist ein sogenannter „Superstahl“, der mit ausgezeichneter Schnitthaltigkeit und Verschleißfestigkeit punktet und dabei auch noch kaum rostet.

Es ist schade, dass man diese potenziell lange haltbare Schärfe an einem derartig stumpfen Schleifwinkel „verschwendet“.

Andererseits kann ich auch verstehen, dass das Lionsteel M5 als Allrounder-Messer für die Jagd gedacht ist, auch mal rau angefasst werden möchte und deshalb keinen Schleifwinkel wie ein Filetiermesser aufweist.

Der Griff – Holz oder G10

Meine Begeisterung für das Lionsteel M5 am Anfang des Artikels ist nicht zuletzt dem formschönen Griff geschuldet. Der Griff des Lionsteel M5 ist mit einer der besten, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe.

Mit seiner Länge von 126 mm ist es auch mit großen Händen oder dicken Handschuhen sehr einfach zu greifen.

Das Gesamtdesign und die Form werden minimalistisch gehalten: Sie werden vergeblich nach ergonomischen Tricks, wie Fingerrillen oder ausgeprägtem Griffrücken, wie beim Mora Garberg suchen.

Dafür verspricht die feine Texturierung der Griffschalen Griffigkeit.

Die Texturierung ist übrigens bei allen Griffen nahezu gleich designt. Sie werden wissen, ob Sie Holz oder G10 angefasst haben

Klar.

Aber die Textur ist bei beiden Materialien sehr ähnlich.

Es fühlt sich gut in der Hand an und es passt perfekt zum Designgedanken dieses Messers: „Praktisch und zuverlässig, aber auch sexy“.

Die Schalen gibt es in 3 Varianten:

  • Olivenholz
  • Santos Palisadenholz
  • oder G10

Auch wenn ich die Kunststoffgriffe in der Regel immer vorziehe (es sei denn es handelt sich, um ein besonderes Messer, wie das Buck 110), so haben Holzgriffe sicherlich ihren Charme.

Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie das Lionsteel M5 wirklich testen wollen und nicht nur in der Vitrine bewundern möchten, dann greifen Sie zu G10 Griffen.

Wenn Sie es nur hin und wieder (aus der Vitrine) nehmen und nicht besonders hart damit umgehen, so dass nicht sofort Abnutzungserscheinungen sichtbar werden, dann nehmen Sie Holzgriffe:

  • Olivenholz ist mir zu hell,
  • Palisadenholz dafür genau richtig.

Die Klinge zwischen den Griffen wird durch ein Torx-T8-Verschlusssystem aus rostfreiem Stahl zusammengehalten, das Sie selbst öffnen können, um beispielsweise die Schalen auszuwechseln.

Die Scheide – Leder oder Cordura?

Der Lionsteel M5 kommt mit zwei verschiedenen Arten von Scheide, abhängig davon, für welche Griffschalen Sie sich entschieden haben.

Haben Sie die Holzschalen (Oliven- oder Palisadenholz) gewählt, so kommt das Messer stilsicher mit einer braunen Lederscheide.

Wählten Sie stattdessen G10 als Griffmaterial, dann erwartet Sie eine robuste schwarze Cordura-Scheide.

Mit G10 und Cordura, und vor allem mit der PVD-Beschichtung nimmt das Lionsteel M5 Outdoormesser, taktische Elemente in sein Repertoire auf.

Lesenswert: Gibt es gute Taktische Messer?

Cordura Scheide

Die Cordura Scheide ist MOLLE-kompatibel und bietet eine kleine Fronttasche für Zubehör, wie:

  • einen Feuerstahl (achten Sie, dass ein Zündschaber dabei ist, da der Messerrücken beim M5 keine Kanten hat)
  • einen kleinen Messerschärfer

Die Scheide erlaubt vertikalen oder horizontalen Transport am Gürtel und sie kann an jedem MOLLE-kompatiblen System (Rucksack, taktische Weste, andere Kleidung) befestigt werden.

Fester Kunststoff ziert die Innenseite der Scheide.

Lederscheide

Die Lederscheide ist pflegebedürftiger, als Cordura, aber dennoch sehr praktisch.

Sie kann ausschließlich klassisch senkrecht am Gürtel befestigt werden, enthält aber einige durchdachte Details, wie das kleine runde Stück Stoff unter dem Verschlussknopf.

Dieser Stoff soll Kratzer auf der Klinge durch wiederholten Druck verhindern, wenn das M5 in die Scheide stecken und den Druckknopf schließen.

Die Kratzer sind zwar nicht so sichtbar, wie bei einer beschichteten Klinge, aber warum da schöne Messer verunstalten, wenn man es verhindern kann?

Die Cordura-Scheide des M5 hat übrigens einen Plastikknopf, der mit der Zeit eventuell abnutzt und beginnen wird, die Klinge zu reiben.

Der Gesamteindruck der Scheide ist ordentlich und man merkt, dass nicht die gesamte Designkapazität in das Messer selbst versenkt wurde.

Auch eine gute Scheide vervollständigt das Gesamtbild eines schönen Premiummessers.

Fazit

Lionsteel und Molletta haben an vielen Projekten zusammengearbeitet und einige hochwertige Klingen wie das M3, das TM1 oder das SR1 entwickelt.

Das Lionsteel M5 ist keine Ausnahme, mit vielen Eigenschaften, die das Know-How des Designers und die sorgfältige Detailverliebtheit bezeugen, die in die Realisierung dieses Projekts gesteckt wurde.

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Und das möchte ich nochmal besonders anmerken.

Abgesehen von dem ästhetischen Blickfang, hat selbst das kleinste Detail hat ihren funktionalen Zweck.

Und das Lionsteel M5 Messer hat viele davon.

Diese Balance, die ich anfangs angesprochen hatte, zwischen Schönheit und Funktionalität ist vielleicht die wertvollste Eigenschaft des M5.

Es ist ein klassisch aussehendes Messer, das mit modernen Technologien und für die Praxis entworfen wurde.

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