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Die richtige Sitzposition auf dem MTB – 7 Schritte zur persönlichen Bestzeit

richtige Sitzposition auf dem MTB einstellen

Die optimale Sitzposition auf dem MTB bringt Vorteile für zweierlei Fahrer: Während ambitionierte Sportler Steigerung bei Ausdauerleistung und Tempo beabsichtigen, wünschen sich Hobbyfahrer für lange Touren beschwerdefreien Sitzkomfort. Wir zeigen Ihnen, wie Sie richtig auf dem Mountainbike sitzen:

In 7 Schritten die richtige Sitzposition auf dem MTB einstellen

Mit einigen einfachen Hilfsmitteln, wie Zollstock, Lot und Wasserwaage lässt sich die persönliche Sitzposition perfekt einstellen.

1. Die Schrittlänge

Die Innenbeinlänge ist der zentrale Wert zur Bestimmung der passenden Sattelhöhe. Am besten misst eine Hilfsperson die Länge vom Fußboden bis in den Schritt.

2. Die Sattelhöhe

Mit der Schrittlänge lässt sich die ideale Sattelhöhe berechnen, woraus beste Kraftübertragung resultiert. Die Sitzhöhe betrifft den Abstand zwischen Mitte Tretlager und oberer Sattelkante.

Die Formel dazu lautet:

Schrittlänge in cm x 0,885 = Sattelhöhe.

Wählen Sie entsprechend dem Fahrstil einen Satteltyp aus:

  • Enduro Sattel: Für häufige Positionswechsel mit weichem Übergang zwischen Nase und Heck
  • Race Sattel: Kaum gepolstert mit kurzem Entlastungsbereich
  • Ergonomischer Sattel: Eine lange Aussparung beseitigt Taubheitsgefühle
  • MTB Allrounder Sattel: Ein langer Entlastungskanal teilt die straff gepolsterte breite Sitzfläche und eine breite Sattelnase. Dieses Modell bevorzugen die meisten Fahrer
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3. Die Sattelneigung

  • Fahren Sie ein Hardtail MTB, wird der Sattel waagerecht justiert. Positionieren Sie das Bike gerade auf ebenem Untergrund und legen die Wasserwaage in Fahrtrichtung auf die Sitzfläche.
  • Bei einem Fully MTB dürfen Sie die Sattelnase minimal absenken, da der Federweg für eine waagerechte Ausrichtung sorgt.

4. Die Cleats – Pedalplatten

Wenn die Längsachse der Füße im 90° Winkel zu den Pedalen steht, sind ist das Radschuh System richtig eingestellt. Das Gelenk der Großzehe sollte genau über der Pedalachse ruhen.

Tipp: Schaffen Sie sich eine Schablone an, womit sich die Cleats an den Schuhsohlen exakt justieren lassen.

5. Der Nachsitz

Pedale und Knie in der Sitzposition auf dem Rennrad

Justieren Sie den Sattel so weit voraus oder zurück, bis bei waagrechter Pedal Ausrichtung (¼ vor 3 Stellung) die Lotschnur vor dem Knie genau auf die Pedalachse trifft.

Falls die Sattelklemmung nicht genügend Spielraum hergibt, ermöglicht eine Sattelstütze mit Versatz weitere Einstellungen.

6. Die Sitzlänge

Messen Sie den Abstand der Lenkermitte zur Sattelspitze. Der Wert sollte etwa der Formel
{ Körpergröße x 0,3 } entsprechen. Erscheint Ihnen die errechnete Sitzposition zu gebeugt oder zu aufrecht, korrigiert dies ein anderer Lenkervorbau.

7. Die Sattel-Lenker-Überhöhung

Platzieren Sie das Bike waagerecht und messen jeweils vom Boden aus bis zu den Oberkanten der Griffe und des Sattels. Bei MTB Komfort Fahrern liegt die Sattelhöhe 2 cm über dem Lenker, bei Sportlern 2 cm unter dem Lenker.


Die Grundeinstellung der MTB Sitzposition nach Fahrstil

Wenn Sie einen Mountainbiker nach der Problemzone am Bike fragen, wird er garantiert Sattel und Gesäß nennen. Dies erklärt sich durch die Tatsache, dass 70 % des gesamten Körpergewichts auf der kleinen Sitzfläche lasten.

Die individuelle Sitzposition auf dem MTB lässt sich jedoch vielseitiger variieren, als es den Anschein hat.

Beispielsweise kennt man die Wirkung geänderter Einstellungen vom Rucksack her:

Ohne körpergerechte Anpassung der Gurte kommt es zu falscher Körperhaltung, die auf Dauer zu Verspannungen an Nacken, Schultern und Rücken führen.

So ist es auch auf dem Mountainbike, wo die Kontaktpunkte im Verhältnis zum Fahrer stehen sollten. Eine passend eingestellte Sattelposition am MTB korrespondiert:

  • mit dem Lenker,
  • den Griffen
  • und den Cleats auf den Pedalen.

Die Mountainbike Geometrie

Die Rahmengröße bei Mountainbikes wird gewöhnlich in Zoll angegeben. Ein Zoll entspricht 2,54 cm. Wenn andere Hersteller die Rahmenhöhen in S, M, L bis XL kategorisieren, sind gar keine Abmessungen daraus ersichtlich.

Am Rahmen sind zwei prägnante Kenngrößen zu berücksichtigen: Stack und Reach.

  • Stack bezeichnet den Abstand zwischen Tretlager Mitte und Steuerrohr Oberkante in der Senkrechten.
  • Reach beschreibt den Abstand zwischen Tretlager Mitte und Steuerrohr in der waagerechten Linie nach vorne.

Mit diesen Werten lässt sich exakt die Rahmengröße bestimmen.

Das Verhältnis von Stack to Reach zueinander

Anhand der Stack und Reach Abmessungen, genau gesagt dem Quotienten daraus, ersehen Käufer genau, ob der Rahmen eher lang und tief oder kurz und hoch ausfällt. Der größte Vorteil von Stack und Reach Werten ist die Möglichkeit, damit unterschiedliche Mountainbikes direkt miteinander zu vergleichen.

Wenn Sie Stack durch Reach dividieren, ergibt sich in der Regel ein Quotient von 1,35 bis 1,65:

  • Liegt das Ergebnis bei 1,45, kann der Fahrer eine sportlich horizontale Sitzposition einnehmen.
  • Werte von 1,45 bis 1,55 lassen auf eine moderate sportliche Sitzposition schließen
  • Werte höher als 1,55 versprechen eine komfortable aufrechte Sitzposition auf dem MTB.

Stack und Reach sind inzwischen in den Datenblättern der Mountainbikes aufgeführt. Damit kann ein Käufer ohne vorheriges Fitting einen passenden Rahmen finden.

Was ist die effektive Oberrohrlänge?

Inzwischen sind modifizierte Rahmenformen erhältlich, die beispielsweise ein abknickendes Sitzrohr aufweisen. Die genaue Größe eines Designs lässt sich nicht über den Reach Wert bestimmen.

Speziell für Mountainbikes hat sich daher die Angabe der effektiven Oberrohrlänge etabliert.

Mit diesem Rahmenmaß lässt sich die Sitzlänge bestimmen, wodurch unterschiedliche Mountainbike Modelle vergleichbar werden.

Lenker und Bremse einstellen

Abgeknickte Handgelenke verursachen taube Hände. Hier hilft die ergonomische Einstellung des Lenkers sowie großflächige Griffe. Ebenso kann eine größere Lenkerbreite den Druck auf die Innenhand vermindern.

Entscheidend für blitzschnelle Reaktionen sind perfekt erreichbare Bremshebel. Die Finger liegen idealerweise am äußeren Hebel Ende und sie bilden mit Hand und Unterarm eine gerade Linie.

Lesenswert: Die Fahrradlenker Höhe richtig einstellen – Der Rücken sagt danke

Die Sitzposition testen

Nachdem Sie alle Schritte sorgfältig durchgeführt haben, sollte das Bike Fitting richtig gut sitzen. Unternehmen Sie nun eine ausgiebige Probefahrt, um über einige Kilometer das neue Fahrgefühl kennenzulernen.

Ein gut eingestelltes Mountainbike lässt sich über längere Zeit beschwerdefrei fahren. Die Sitzposition bleibt über längere Distanzen unverändert, da irgendwo Druck, Verspannungen oder Taubheitsgefühle auftreten.

Fazit

Die richtige Sitzposition auf dem MTB macht den Physiotherapeuten arbeitslos. Ausgepowert doch schmerzfrei das Ziel zu erreichen ist mit einem richtig eingestellten Bike durchaus möglich. Die Zeit in Bikefitting zu investieren, zahlt sich in verbesserter Fahrzeit sofort wieder aus.

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