Spyderco Military Taschenmesser im Test

Review of: Military
von:
Spyderco
Price:
€€€€

Reviewed by:
Rating:
5
On 12. Januar 2016
Last modified:31. August 2019

Summary:

Keine 5 Sterne für das Spyderco Military zu vergeben, wäre ein Sakrileg. Deshalb gibt es die Höchstnote für dieses tolle Taschenmesser.

spyderco military messer TestDas Spyderco Military Klappmesser wurde im Jahr 1996 von Sal Glesser (Gründer und Inhaber von Spyderco) entworfen und hat sich mittlerweile zu einem echten Klassiker im Segment der großen Taschenmesser gemausert. Das Katalogurgestein der Firma Spyderco wird auch nach 20 Jahren immer noch komplett unverändert produziert.

Das Spyderco Military Taschenmesser wurde damals für allgemeine militärische Zwecke entwickelt. Dieser hervorragend gelungene Entwurf wird auch heute noch höchsten Anforderungen unter schwierigsten Bedingungen gerecht. Der Hersteller gibt sich sehr selbstbewusst und wirbt mit einer lebenslangen Garantie gegen Fabrikations- und Materialfehler.

Wer könnte darauf verzichten, sich so ein außergewöhnliches Messer einmal aus der Nähe anzusehen? Ich nicht! Deshalb habe ich es für Sie auf Herz und Nieren getestet.

Spyderco Military – Der Erste Eindruck

Bereits beim Auspacken sind mir Größe und Gewicht des Spyderco Military positiv aufgefallen. Das Taschenmesser ist relativ groß (13,3cm geschlossen und 24cm geöffnet) und bringt dabei nur ein erstaunlich geringes Gewicht von 125g auf die Waage. Im Gegensatz zu zahlreichen kleineren Taschenmessern (Fällkniven U2 ist mit seinen 13cm Gesamtlänge genauso lang, wie das Military geschlossen) ist das Spyderco also auch für Messerfans mit großen Händen bestens geeignet. Wer trotzdem um eine gute Handhabung bangt, der greift zum etwas kleineren 23cm Paramilitary 2 aus dem gleichen Hause.

Das Messer sieht nicht nur gut aus, sondern liegt auch noch sehr angenehm in der Hand. Auch nach dem ersten Öffnen der Klinge bleibt der gute Eindruck erhalten: alles sitzt bombenfest und nichts wackelt.

Positive Überraschung: die Klinge war bei meinem Exemplar bereits ab Werk richtig scharf und musste nicht erst nachgeschliffen werden. Obwohl das kein Muss ist und jede Klinge mal nachgeschleift werden muss, ist das für mich ein großer Pluspunkt.

Meiner Meinung nach eignet sich das Spyderco Military aufgrund seiner angenehmen Größe, des geringen Gewichts und der sehr robusten Verarbeitung hervorragend als Arbeitsmesser und als Selbstverteidigungswaffe.

Der Spyderco Military Griff

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Der ergonomisch geformte Griff des Spyderco Military besteht aus einem extrem robusten, haltbaren und glasfaserverstärkten Hightech G10-Verbundmaterial, das teilweise durch Stahlteile und einer zusätzlichen Aluminiumplatte verstärkt wurde. Erst diese Kombination ermöglicht ein geringes Gewicht bei enormer Stabilität. Deshalb findet er vor allem in der Waffenindustrie, im Spezialfahrzeugbau und in der Luftfahrt Verwendung. Durch das schwarze Verbundmaterial, die eloxierten Stahlteile und die sichtbaren Schrauben entsteht der typische Tactical/Military Look.

Das gesamte Messer kann mit dem richtigen Werkzeug (Inbus und Torx) komplett zerlegt und wieder zusammengesetzt werden. Spyderco setzt hier nach wie vor auf Verschraubungen und verzichtet auf mittlerweile gängige „Optimierungsmaßnahmen“ wie Verklebungen und Pressungen.

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Die Klinge

Die eigentliche Klinge ist sehr typisch für Spyderco: simpel, elegant, schnörkellos und effektiv. Zwar kein Schaustück für die heimische Vitrine, jedoch perfekt zum Arbeiten oder Kämpfen. Das Messer lässt sich einhändig über das in der Klinge eingelassene Daumenloch (14mm) öffnen und die Klinge rastet sicher in der Liner-lock-Arretierung ein.

Als ich diese stabile Arretierung zum ersten Mal einrasten hörte, erinnerte mich dieses satte metallische Geräusch an eine große schmiedeeiserne Bärenfalle, wie sie früher bei der Jagd verwendet wurde. Erst einmal eingerastet, sitzt die Verriegelung bombensicher. Die Klinge hat überhaupt kein Spiel und von Wackeln kein Spur. Die meisten Mitbewerber können hier nicht einmal ansatzweise mithalten!

Bedienung

Da man solche Messer selten im heimischen Wohnzimmer einsetzt, habe ich gleich einen Versuch unternommen wie sich das Spyderco Military mit Handschuhen bedienen lässt. Egal ob mit dicken Lederhandschuhen oder dünnen Outdoormodellen, das Messer erweist sich als sehr praxistauglich. Bei meinen Tests ließ es sich auch mit den verschiedensten Handschuhen noch perfekt bedienen.

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Dieses Messer ist definitiv kein Spielzeug. Es liegt aufgrund seines großen und ergonomisch geformten Griffs ausgezeichnet in der Hand und lässt sich wunderbar führen. Wenn ich das Spyderco Military in meinen Händen halte, könnte ich es schon fast als ein sehr kompaktes zweihändiges (mit beiden Händen gleichzeitig zu halten) einstufen. Da ich über große Hände verfüge, werden es die meisten Anwender in der Praxis wahrscheinlich problemlos beidhändig führen können.

Design und Verarbeitung lassen keine Fragen offen – das Spyderco Military ist ein waschechtes Kampfmesser, das auch den hohen Anforderungen beim Militär jederzeit gerecht wird. Durch die geschickte Materialauswahl hat Spyderco ein Kampfmesser geschaffen, das sich als sehr beständig gegen Korrosion erweist und daher auch über beachtliche Outdoorqualitäten verfügt.

Materialien und technische Daten

Das Spyderco Military bringt es auf eine Gesamtlänge von 13,3cm bei eingeklappter Klinge beziehungsweise 24cm bei ausgeklappter Klinge. Die eigentliche Klinge (Plain edge) ist 10,2cm lang, 3cm hoch, 3,7mm dick und besteht aus einem sehr soliden CPM-S30V Stahl mit einer Härte von 61HRC.

Spyderco hat mit dem rostfreien und wartungsarmen CPM-S30V eine sehr gute Materialwahl für ein Kampfmesser getroffen, da dieser Stahl sehr schnitthaltig und beständig gegen Korrosion ist. Außerdem können solche Klingen sehr leicht und ohne Spezialwerkzeug, auch von weniger geübten Anwendern, geschärft werden.

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Wie viele andere Tactical-Messer verfügt das Spyderco Military über keinerlei Verstärkung in Bereich der Klingenspitze. Das ist sehr gut für ein Kampfmesser (leichteres Eindringen), jedoch sollten solche feinen Klingenspitzen nicht grob mechanisch belastet werden. Bei einer Verwendung als Arbeitsmesser sollten Sie die Klingenspitze also nicht zum Hebeln verwenden.

In meinem Test habe ich es zwar nicht geschafft das Messer zu zerstören, aber rein theoretisch könnte die Klingenspitze brechen oder sich verformen. Hier ist also ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.

Fazit

Mit einer Produktionszeit von über 20 Jahren ist das Spyderco Military zwar schon fast ein Oldtimer, jedoch konnte mich dieses hervorragende Kampf- und Arbeitsmesser auch heute noch vollständig überzeugen. Spyderco hat gut daran getan, an diesem tollen Messer nichts zu verändern.

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Das Taschenmesser besteht aus hochwertigen Materialien und liegt gut in der Hand. Es lässt sich in der Praxis auch mit Handschuhen schnell und intuitiv bedienen. Die Klinge besteht aus einem sehr guten Stahl und ist robust.

Einziges Manko ist meiner Meinung nach die fehlende Verstärkung im Bereich der Spitze. Gerade wenn man das Spyderco Military als Arbeitsmesser einsetzen will, sollte man ein vernünftiges Maß an Vorsicht walten lassen, um Beschädigungen zu vermeiden. Dies ist jedoch nur ein minimaler Kritikpunkt meinerseits, der bei normaler Anwendung nicht ins Gewicht fallen sollte.

Das Spyderco Military ist jedoch kein Messer für jedermann: wer kompakte oder gar kleine Taschenmesser bevorzugt, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Außerdem wirken Tactical-Messer bauartbedingt einfach immer ein wenig martialisch. Davon abgesehen kann ich eigentlich nichts Negatives über dieses Messer sagen.

Wer sich für das Spyderco Military entscheidet, der kauft neben einem sehr guten Messer auch ein Stück Spyderco Firmengeschichte! Mit einem solchen etablierten Klassiker kann man eigentlich nichts falschmachen, wenn man keine Probleme mit großen Taschenmessern hat.

Keine 5 Sterne für das Spyderco Military zu vergeben, wäre ein Sakrileg. Deshalb gibt es die Höchstnote für dieses tolle Taschenmesser.

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