Brose E-Bike Motor Erfahrungen – Schnellhilfe für Neulinge

Brose E-Bike Motor Erfahrungen

Der Berliner Hersteller ist ein Seiteneinsteiger: Durch umfassendes Know-how über Elektromotoren für die Automobilbranche hat sich das Unternehmen erfolgreich in der E-Bike Branche etabliert. Seit 2014 vertrauen viele E-Bike Hersteller auf die Kompetenz made in Germany. Wie steht es mit den Erfahrungen echter E-Biker mit dem Brose E-Bike Motor?

Ist ein Brose E-Bike Motor gut?

Ein wesentlicher Vorteil bei Brose Antrieben ist das Open-Source-Prinzip. Fahrradherstellern ist es erlaubt, im offenen System Modifikationen an der Hardware und Software vorzunehmen. So lassen sich die Fahreigenschaften auf unterschiedliche Bedürfnisse der Zielgruppen anpassen. Seit 2019 ergänzt Brose sein Angebot mit kompletten Antriebssystemen aus Motor, Akku und Bordcomputer.

Besonderheiten der Brose Motoren

Die Produktpalette ist in diverse Leistungsklassen klar strukturiert. Ein weiteres Merkmal von Brose Motoren ist die Option, neben den normalen Ausführungen auch Varianten mit Magnesium- und Aluminium-Gehäuse auszuwählen. Die Metalle leiten besser Hitze ab und Aluminium spart 500 g Gewicht ein, was dem sportlichen Einsatz zugutekommt.

Anstelle einer herkömmlichen Kette treibt ein Carbonriemen die Motoren an. So entsteht ein angenehm leises Fahrgeräusch und der Verschleiß beteiligter Komponenten fällt weitaus geringer aus. Durch die optionale Montage eines doppelten Kettenblattes ergeben sich mehr Übersetzungen bei der Gangwahl.

Ein doppelter Freilauf entkoppelt Getriebe und Tretkurbeln komplett, wodurch sportliche Biker jenseits des 25-Kilometer-Limits ohne Tretwiderstand wie mit einem konventionellen Fahrrad pedalieren.

Wie viel Newtonmeter hat ein Brose Motor?

  DRIVE CDRIVE TDRIVE TFDRIVE S
AluminiumgehäuseGewicht3,4 kg3,4 kg3,4 kg3,4 kg
Drehmoment Nm50709090
Nennleistung W250250250250
Max Unterstützung280 %320 %380 %380 %
Unterstützung bis25 km/h25 km/h45 km/h25 km/h
Schiebehilfe bis6 km/h6 km/h20 km/h6 km/h
Abmessungen213 x 150 x 128 mm
MegnesiumgehäuseGewicht2,9 kg2,9 kg2,9 kg2,9 kg
Drehmoment Nm50709090
Leistung W250250250250
Max. Unterstützung280 %320 %400 %410 %
Unterstützung bis25 km/h25 km/h45 km/h25 km/h
Schiebehilfe bis6 km/h6 km/h20 km/h6 km/h
Abmessungenhorizontal 204 x 150 x 115 mm
Abmessungenvertikal 198 x 150 x 137 mm

Welcher Brose Motor ist der Beste?

Jeder der vier Antriebe ist für seinen Einsatzzweck die beste Wahl:

  • Brose Drive C für die City – Harmonisches Fahrgefühl und kräftige Durchzugskraft im Stadtverkehr sind im Vergleich zu anderen City-Bikes komfortabel. Die zwischen 20 und 70 Pedal-Umdrehungen komplett abrufbare Unterstützung ermöglicht leichtes Anfahren auf Kurzstrecken im Alltag unauffällige Integration in den Rahmen sorgt für eine schlanke Optik.
  • Brose Drive T für Trekking und Touren ist sozusagen der Vorgänger des Drive S. Äußerlich sind beide fast identisch, doch die Sensoren reagieren feiner auf Trittfrequenzen. Hohe Effizienz und leise Laufgeräusche runden lange Freizeitfahrten angenehm ab.
  • Brose Drive TF – der Sprinter startet kraftvoll durch und unterstützt bis 45 km/h vor dem Entkoppeln. Die Anfahrhilfe bis 20 km bringt Pendler bevorzugt frühmorgens auf höhere Reisegeschwindigkeit mit dem S-Pedelec.
  • Brose Drive S – der Gipfelstürmer bezwingt anspruchsvolles Gelände mit dem zusätzlichen ‘Flex Power Mode’ bis 380 % in der Aluminium-Version und bis zu 410 % als Magnesium-Version. Extrem schnelle sensorische Reaktionen und dynamische Power qualifizieren den Antrieb für High-End MTB-Sportbikes

Wie lange hält ein Brose Motor?

Die Elektronik und das Getriebe basieren auf einem Lenkungsmotor aus dem Automobilbereich. Von daher ist die Laufleistung auf mindestens 160.000 km oder 8.000 Stunden unter Volllast ausgelegt. Was den Unterschied ausmacht, ist die Fahrweise.

Unter hoher Belastung im Gelände, bei eindringendem Wasser und Sand, kommt es naturgemäß früher zu Defekten einzelner Komponenten.

Zusätzlichen Schutz vor Umwelteinflüssen bietet eine Motor- oder Akkuabdeckung:

Motorabdeckung
ANSEHEN*

Bei normaler Nutzung, Austausch der Verschleißteile und regelmäßiger Pflege laufen die Brose Motoren der ersten Stunde immer noch.

Bei qualitativen Antrieben liegt die Lebenserwartung je nach Nutzungsintensität zwischen fünf und zehn Jahren.

Welche E-Bike Hersteller verbauen Brose Motoren?

Mehr als 30 Marken haben sich für Brose Motoren entschieden. Darunter sind: Rotwild, Bulls, Fischer, Hercules und BH Bikes. Weitere bekannte Namen folgen: Specialized, Scott, Rockrider und Qwic.

Brose E-Bike Motor im Test – Welche Erfahrungen gibt es in der Fachpresse?

  • World of MTB: ”Die Kraft ist da, das Rad läuft klasse. Bei der Motorperformance ist noch Luft nach oben drin.” (1)
  • eMTB-news: “Hochwertig verarbeitet und auf die speziellen Anforderungen eines E-Bikes zugeschnitten: Der Motor von Brose. Der Blick ins Innere verrät, dass hier alles am richtigen Platz sitzt und nichts dem Zufall überlassen wurde. Dank der Möglichkeit, den Motor einmal komplett zu zerlegen und hinter das Motorgehäuse zu schauen, verstehen wir den ihn jetzt noch besser und sind von der gezeigten Qualität beeindruckt.” (2)
  • ebike-mtb: “Brose ist nicht gleich Brose: Bei keinem anderen Motor im Test haben die Bike-Hersteller so viel Spielraum bei der Motor-Charakteristik, der Integration und der App-Entwicklung wie beim Drive S Mag. Die Qualität des Gesamtpakets um den Motor steht und fällt entsprechend mit der Umsetzung der Bike-Hersteller. Generell ist er bei allen Herstellern kraftvoll und durchzugsstark. Ein natürliches und intuitives Fahrgefühl bekommen aber nicht alle hin.” (3)

Welche Erfahrungen haben E-Biker mit dem Brose Motor?

Der Großteil der Brose Biker ist sehr zufrieden mit langfristig störungsfreiem Betrieb. Man muss jedoch berücksichtigen, dass jede Rad-Marke eigene Software oder andere Konfiguration einspielt. In den Foren (z. B. auf pedelecforum.de) ähneln sich die Kommentare:

  • Wenn auch viele Probleme am Bike aufgetreten sind, der Brose Motor schnurrt wie am ersten Tag.
  • Nach 7.500 km keine Probleme
  • Alles läuft perfekt und 10.000 km ohne Probleme, nur nach den ersten 1.000 km musste der Motor getauscht werden
  • Vereinzelt berichten Biker von gerissenem Riemen bei 100 kg Fahrergewicht und elektronische Fehler wie selbstständiges Einschalten sowie Schleifgeräusche am Tretlager

Welche Brose Motor Probleme sind bekannt?

In den Statistiken des E-Bike-Portals pedelecmonitor.com kommen Brose Motoren nur selten vor.

Nachdem der Motor beim Service ausgelesen wurde, begann bei Kilometerstand 1.732 ein ständiges Tickern. Bei 1.900 km wurde der Antrieb ausgetauscht, obwohl er noch einwandfrei gelaufen ist. (4)

In einem anderen Fall hat sich der Gesamtkilometerzähler alle 200 bis 250 km auf null zurückgesetzt. Trotz Firmware-Update ist dieser Fehler immer wieder aufgetreten. Obwohl kein mechanischer Defekt vorgelegen hat, tauscht Brose diesen Motor im Rahmen der Gewährleistung aus. (5)

Sporadische Aussetzer des gesamten Systems kommen häufiger vor. Die Ursache ist nicht konkret bekannt. Sehr wohl bekannt waren in der Vergangenheit Probleme mit gerissenen Antriebsriemen durch Spitzenbelastungen beim Drive S mag. Aufgrund lawinenartiger Schadenszahlen hat Brose mittels neuer Software die maximale Leistung gedrosselt und die Hersteller verlängern die Garantie auf 4 Jahre.

Lesenswert: Brose E-Bike Fehlercode Tabelle – Ursachen und Lösungen

Fazit

Das Fahrverhalten von Brose Motoren derselben Baureihe fällt nach individueller Konfiguration der Radmarken unterschiedlich aus. Wenn Sie sich vor dem Kauf intensiv mit dem zukünftigen Einsatzbereich auseinandersetzen, werden Sie sicherlich das bekommen, was Sie erwartet haben.

1 Gedanke zu „Brose E-Bike Motor Erfahrungen – Schnellhilfe für Neulinge“

  1. Ich habe seit zweieinhalb Jahren ein Ebike von Bulls mit Brosemotor. Ich bin mit dem Ebike ,was sportliches Fahren, Kraftunterstützung und Laufgeräusch anbelangt, sehr zufrieden.allerding hatte ich schon viele Ausfälle. Beim ersten Ebike hatte ich das Problemm, daß ich immer wieder sporadisch Komplettausfälle des gesamten Systems hatte. Das heißt, es hat zwar alles angezeigt, hatte aber keine Motorunterstützung mehr. Dann nach unterschiedlichen Zeiten, funktionnierte es auf einmal wieder, bis zum nächsten Ausfall. Der Fehler konnte nach vier Reperaturversuchen nicht behoben werden, dann wurde es getauscht. Ich entschied mich dann nach einigen Probefahrten mit anderen Modellen für das gleiche Fahrrad. jeder Hersteller sollte eine zweite Chance erhalten, da ich ja mit dem sportlichen Carakter des Ebikes zufrieden war. Beim zweiten Ebike das das Selbe war, war zwar dieser Fehler nicht mehr,aber es tauchten ander Probleme auf. Mindestens dreimal wurde hinten der kleine Zahnkranz erneuert, weil immer wieder, beim Bergauffahren auf dem kleinen Ritzel im 3. Elektrogang die Kette übersprang und dabei stark krachte. Dieses Problem ist übrigens heute noch vorhanden. Und der Höhepunkt war dann, daß nach 3500 km der Motor defekt war. Man hörte ein Geräusch, aber ohne Antriebsunterstützung, wie wenn zwei Zahnräder nicht mehr ineinander greifen. Der Motor wurde komplett getauscht. Trotz meiner Begeisterung über dieses Fahrrad, würde ich mich nach so vielen Mängeln nicht mehr für diese Antriebsart entscheiden.

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