Shimano Alfine 11 Probleme – Schnellhilfe für Neulinge

Die Shimano Alfine 11 ist zuverlässig, solange sie läuft: Irgendwann jedoch beginnt ein Knacken oder die Gänge rutschen. Bestimmte Probleme treten auf, die man als typisch für diese Schaltung bezeichnen kann. Informieren Sie sich hier über häufige Probleme der Shimano Alfine 11 Schaltung und wie sie zu beheben sind.

Die Alfine 11 Nabenschaltung arbeitet zuverlässig, wenn Sie frühzeitig Fehlern nachgehen und sie beheben. Nicht immer ist die Werkstatt gefragt, doch sollten Sie möglichst die Gewährleistung in Anspruch nehmen, da genannte Shimano Alfine 11 Probleme häufig vorkommen.

Die 8 häufigsten Probleme der Shimano Alfine 11 Schaltung

1. Alfine 11 Gänge springen

Die wohl häufigste Auffälligkeit betrifft überspringende Gänge, die ‘herausfliegen’, weil die Sonnenrad Sperrklinken nur unvollständig ausgefahren sind. Selbst bei neuen Schaltungen tritt der Fehler auf, wenn die komplett ausgefahrenen Klinken noch Grate an den Rändern haben. Trotz exakter Einstellung kann die Fertigungstoleranz abweichende Werte haben.

Lösung:

Viele Alfine 11 Besitzer haben durch langes Ausprobieren eine etwas versetzte Einstellung belassen, wobei die Markierungen an der Nabe bis zu 1,5 mm von der gegenüberliegenden Position abweichen. Nur durch Demontage und Zerlegen wird klar, ob der Schaltvorgang asynchron von der Sperrklinkenfunktion läuft.

Durchrutschen unter Last vergrößert die Grate und zerstört auf Dauer das Getriebe. Wenden Sie sich an Ihren Händler, wenn innerhalb zwei Jahren nach Kauf Gänge springen und nehmen die Gewährleistung in Anspruch.

2. Alfine 11 Schalthebel – Hoher Verschleiß

Große Empfindlichkeit gegenüber den Einstellungen und Variationen in der Aufbautoleranz beeinträchtigen die Funktion des Schalthebels.

Der Schaltarm besitzt einen Radius von maximal 135 Grad, umgerechnet also 15 Grad pro Gangwechsel.

Diese Begrenzung verursacht der rechts liegende Konus.

Zwischen den zwei Stützzinken liegt der Mechanismus für die Gangwahl.

Dies kompliziert den Aufbau der Nabe und erhöht die Sensibilität gegenüber ungenauer Einstellung. Bei neuen Naben setzt sich die Länge des Schaltzuges, sodass die ideale Justierung nicht immer am besten läuft.

Lösung:

Die Form der Verbindungsmuffe für die Schaltungsansteuerung ist bei dem SL-S700 Schalthebel länger und leichtgängiger, als bei der Alfine 8 (1). So entstehen höhere Schaltkräfte und mehr Verschleiß.

Da Shimano keine alternativen Schalthebel für aufrechte Lenker anbietet, die zur Alfine 11 passen, bleibt allein der Austausch von Bauteilen oder der komplette Austausch des Schalthebels. Fehlerhaft sind die Schalthebel mit der Datumscodierung IF, während JF, KJ und IK gut funktionieren.

3. Alfine 11 Arretierung in den Gängen 1 – 6

Wahrscheinlich hat Shimano erst gegen Ende der Entwicklungsphase die Schrägstirnräder in Stufe 1 des Getriebes hinzugefügt, um die Geräuschentwicklung einzudämmen.

Leider erzeugen diese Schrägstirnräder eine Axiallast, die bei der Arretierung des Sonnenrades 1 stört:

Unter Last beim Pedalieren drückt es nicht gegen die starre Schulter links, sondern gegen die Halteklammer auf der rechten Seite.

Lösung:

Der Fehler macht sich vor allem bei hartem Pedalieren in den Gängen 1 bis 6 bemerkbar.

Es entsteht fast der Eindruck eines Konstruktionsfehlers. Wenn die Schrägung genau andersherum wäre oder Sie die Komponente gegen ein Zahnrad mit gerader Form austauschen, wäre das Problem beseitigt. Wer die Nabe beim Service reklamiert, ist auf der sicheren Seite.

4. Alfine 11 Ölverlust

Shimano Naben neigen dazu, undicht zu werden. Es ist nicht ganz klar, wie und wo die Nabe entlüftet werden kann. Meist tritt das Öl auf der rechten Seite aus. Das ölgeschmierte Getriebe ist weniger anfällig für Wassereintritt als die Nexus oder die 8-Gang Alfine Nabe.

Lösung:

Warten Sie die Nabe regelmäßig und achten auf ausreichende Ölmenge im Innern. Achten Sie auf die große rechts liegende Lagerdichtung, die den Ölverlust verursacht. Es ist auffällig, dass starke Änderungen von Luftdruck und Temperatur die Leckage verstärken.

Stellen Sie das Rad in einen Unterstand, der die gleiche Temperatur wie außen hat und füllen auch zwischen zwei Inspektionsterminen reichlich Öl nach.

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Alternatives synthetisches Getriebeöl hat sich bewährt, doch benutzen Sie es erst nach gegebener Zeit, denn durch das Einfüllen fremden Öls erlischt die Garantie.

5. Alfine 11 metallisches Geräusch

In den Gängen 7 bis 11 produziert die Nabe plötzlich metallische Geräusche, die sich so anhören, als würden sich die Zahnräder gegenseitig beim Lauf behindern. Die Einstellung des Schaltzugs und der Schalthebel kann der Biker als Ursache ausschließen.

Lösung:

Nach dem Zerlegen stellt sich heraus, dass zwei Zähne aus dem Kupplungsrad ausgebrochen sind, wodurch die benachbarten Zahnräder übermäßig abgenutzt aussehen. Im Fahrradhandel können Sie das Ersatzteil bestellen und austauschen.

6. Alfine 11 Leertritt

Immer wieder berichten Fahrer von Leertritten. Diese entstehen, wenn die vier Rollenkupplungen nicht richtig greifen.

Lösung:

Auslöser dieses Fehlers ist die dünne Feder an jeder Komponente. Sie erzeugt Vorspannung auf den Gleitflächen der Rollenkupplungen. Sind der Rollenkäfig nicht in der richtig vorgespannten Position, die Federn ausgehakt oder defekt, rastet die Kupplung nicht sofort ein und auch bei geringer Last entsteht der Leertritt. Tauschen Sie die Federn aus.

7. Alfine 11 blockiert

Sämtliche Shimano Naben weisen sehr kleine Spaltmaße auf. Abrieb über 0,25 mm Partikelgröße führen zur Blockierung einer oder mehrerer Übersetzungen oder beschädigen die Zahnräder.

Falls Stufe 2 oder 3 blockieren, könnten Sie zur Not immer noch fahren, doch blockiert Stufe 1, entsteht ein ernsthaftes Problem.

Das Sonnenrad S1 ist mit der Achse verschränkt, das heißt, die Gänge der Stufe ein müssen sich beim Pedalieren jederzeit mitdrehen.

Lösung:

Bauen Sie das Getriebe aus, lagern es im Ölbad und reinigen es sorgfältig. Ersetzen Sie anschließend das Getriebeöl.

8. Alfine 11 Riemenantrieb Probleme

Neu ausgelieferte Bikes mit Gates Riemenantrieb machen Probleme, doch Schalthebel, Zug und Nabe sind korrekt eingestellt.

Lösung:

Die Antriebsriemen sind werksseitig viel zu locker montiert. Erhöhen Sie die Riemenspannung und die Probleme verschwinden sofort.

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