Wasserabweisende Daunen – Jacken, Pflege und Vorteile

 

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Daunen sind Kunstfasern weit überlegen, wenn es um das Verhältnis von Gewicht und Isolation geht. Sie sind bei vielen Outdoor-Aktivitäten die beste Option, wenn sie nur nicht einen entscheidenden Nachteil hätten: Die beste Daunenjacke verliert in nassem Zustand ihre Wärmewirkung. Sind wasserabweisende Daunen die Lösung?

Wasserabweisende Daunen erscheinen wegweisend in der Outdoor-Branche. Imprägnierte Füllungen erweitern den Einsatzbereich der ultraleichten wärmenden Jacken enorm. Entscheiden Sie selbst, ob die klassische oder versiegelte Variante für Ihre Touren die meisten Vorteile bringt!

Daunen sind von Natur aus wasserabweisend

Das Gefieder von Gänsen und Enten ist komplett wasserabweisend. Diese hydrophoben Eigenschaften können Sie sehr gut beobachten, wenn sich die Wasservögel beim Putzen schütteln – die Tropfen fliegen nur so davon.

Eine vergleichbare Technologie ist bis heute von Menschenhand geschaffen noch kaum erreichbar.

Bevor Daunen als Isolation in Jacken und Schlafsäcken genutzt werden können, müssen sie von Fetten gereinigt werden. Dies ist nötig, da sich ansonsten an naturbelassenen Daunen modriger Geruch bildet, wenn die Fette ranzig werden. Die Reinigung reduziert jedoch die wasserabweisenden Eigenschaften.

Die gängige Methode war bis dato das ‘Verpacken’ der Daunen-Isolierung in wasserfeste Shell-Materialien.

Ein Nachteil dabei ist die eingeschränkte Atmungsaktivität der Daunen sowie die Bildung von Feuchtigkeit im Innern einer gut isolierten Outdoor-Jacke.

Wer hat die ersten Daunen wasserabweisend ausgerüstet?

Das US-Militär entwickelte eine Technologie, um Daunen auf molekularer Ebene mit einer Polymer-Beschichtung auszurüsten. Das Verfahren ist für die kommerziellen Anbieter nicht übermäßig kostspielig: Die ersten wasserabweisenden Daunenjacken und Schlafsäcke kamen um 2012 unter den Markennamen Dri-Tek und DownTek™ auf den Markt.

Entscheidend ist, dass die Daunen in trockenem oder nassem Zustand ihre Bauschkraft behalten.

Die minimale Gewichtserhöhung ist nicht relevant. Komplett wasserfeste Eigenschaften ist zwar bisher unerreicht, doch hydrophoben Eigenschaften machen die Jacke deutlich widerstandsfähiger gegen Schwitzen oder Nässe von außen.

Tests mit Daunen-Schlafsäcken im Zelt haben ergeben, dass die naturbelassene Füllung morgens noch 70 % Bauschkraft aufweist, wasserabweisende Daunen hingegen 98 %. Falls beschichtete Daunen durchnässen, trocknen diese 33 % schneller. Mit Beschichtung werden Daunenprodukte nun auch in tropischen und feuchten Klimazonen nutzbar.

Haben wasserabweisende Daunen Nachteile?

Manchen Naturfreund wird es stören, dass zuerst die Daunen entfettet werden, um sie anschließend mit Chemie zu konservieren. Eine echte Bereicherung für den Umweltschutz bietet diese Technologie kaum. Outdoor-Marken entwickeln ständig neue Imprägnierungen, Behandlungen und Beschichtungen, um Umweltbelastungen zu vermindern.

Bisher galt der Grundsatz:

  • Je umweltfreundlicher eine chemische Aufbereitung ist, desto kürzer ist ihre Wirksamkeit.
  • Je mehr kritische Substanzen zum Einsatz kommen, desto haltbarer ist eine Beschichtung.

Eine Vorreiterrolle bei PFC-freier Imprägnierung nimmt Nikwax ein:

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Die Nikwax Hydrophobic Down Imprägnierung erfüllte bereits vor Jahren die Ansprüche für den Outdoor-Bereich, wobei die Weiterentwicklung mit Riesenschritten vorangeht:

NHD+, aktueller Nachfolger der Nikwax Hydrophobic Down-Imprägnierung, erhält die Leistungsfähigkeit der Isolierung hinsichtlich Bauschkraft und Wärmeleistung nach 7 Tagen Dauerregen immer noch aufrecht. Da sich in trockenen Daunen kaum mehr zersetzende Bakterien ansammeln, verlängert NHD+ die Lebensdauer der Jacke beträchtlich.

Natürlicher Schutz gegen Feuchtigkeit

Wenn eine Daune auf dem Wasser treibt oder in der Isolationsfüllung feucht wird, saugt sie sich nicht sofort mit Wasser voll. Dieser Aspekt fordert von den Jackendesignern Beachtung.

Findige Produktentwickler sind ständig auf der Suche nach Lösungen, so wie für einen praktikablen Nässeschutz bei klassischen Daunenfüllungen. Es hat sich herauskristallisiert, dass die Nähte verklebt sein müssen und die Anordnung der Daunen eine entscheidende Rolle spielt.

Die Form der Kassetten-Steppung und vor allem die Füllmenge beeinflusst, wie sich Feuchtigkeit in den Daunen verbreitet.

Mit diesem Wissen gelingt es Herstellern, Outdoor Kleidung zu optimieren. Wenn man es sich recht überlegt, wird wasserabweisende Daune alltags nur kurzzeitig benötigt: für Sprints zum Auto, wenn es gerade zu regnen beginnt.

Am Berg hingegen, bei starkem oder langanhaltendem Niederschlag, ist eine Daunenjacke mit wasserdichtem Obermaterial oder das Überziehen einer wasserfesten Hardshelljacke nach wie vor die sichersten Maßnahmen vor Durchnässen. Das Zwiebelprinzip bietet die beste Anpassung an wechselnde Witterung.


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Für Herren – Schöffel Insulated Jacket Boston M
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Wie pflege ich wasserabweisende Daunen?

Die Imprägnierung der Daunen nutzt sich wie am Obermaterial mit der Zeit ab. Nach vier bis fünf Wäschen, jedoch auch durch gewöhnliche Verschmutzung, verliert sich die wasserabweisende Eigenschaft. Eine neue Versiegelung können Sie zu Hause in der Waschmaschine selbst vornehmen. Beachten Sie zuvor die Pflegehinweise auf dem Etikett!

  • Waschen Sie die Jacke mit einem Daunenwaschmittel. Nur auf einer sauberen Jacke kann sich die Wirkung des Imprägniermittels richtig entfalten.
  • Füllen Sie die angegebene Menge Wash-In Imprägnierung für Daunen in das Waschmittelfach der Maschine und starten das Programm erneut.
  • Wählen Sie den Schongang für Wolle oder Feinwäsche mit erhöhtem Wasserstand auf 30 °C. Verzichten Sie auf den gewohnten Schleudergang, da hohe Drehzahlen die relativ schweren nassen Daunen und Federn beschädigen.
  • Wählen Sie dafür separates Kurzschleudern auf kleinster Tourenzahl. Lockern Sie die Jacke auf und wiederholen den Schleudergang mehrmals.
  • Wenn zulässig, darf die Daunenjacke in den Trockner. Geben Sie drei Tennisbälle hinzu, um die Füllung aufzulockern. Wählen Sie ein Programm für Funktionskleidung oder die niedrigste Temperatur beim Zeittrocknen.

Ansonsten trocknen Sie die Daunenjacke nach dem bekannten Verfahren durch Aufhängen an einem schattigen Platz an der frischen Luft oder im Liegen auf dem Wäscheständer.

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