Yamaha E-Bike Motor schaltet ab – Schnellhilfe für Neulinge

Yamaha E-Bike Motor schaltet ab - Schnellhilfe für Neulinge

Hardseven, Fullnine oder Allmtn: Der starke Yamaha Sduro Antrieb ist exklusiv an sportlichen Haibike Modellen verbaut. Zwischen die Erfolgsmeldungen mischen sich allerdings Erfahrungen, dass der Motor während der Fahrt Zicken macht. Der Yamaha E-Bike Motor schaltet einfach ab – Woran kann das liegen?

Yamaha E-Bike Motor schaltet ab – Schnellhilfe für Neulinge

1. Die Unterstützung fällt aus

Nicht wenige Mountainbiker haben es erlebt: Bei längeren Ausfahrten in steilem Gelände kommt die größte Unterstützungsstufe dauerhaft zum Einsatz.

Die Fahrer treten natürlich ordentlich in die Pedale, um maximalen Speed zu erreichen. Dann plötzlich beginnen unter Last kurze Motoraussetzer von einigen Sekunden während der Fahrt – jedoch nicht bei jeder Steigung.

Der Motor bleibt dabei ausgesprochen kühl, sodass man eine Überhitzung gleich ausschließen kann. Die Fehlersuche geht beim Akku weiter.

2. Ist der Akku defekt?

Ein Akku, der unter extremer Belastung am Berg dauerhaft höchste Leistung abgibt, kann zuweilen ‘in die Knie gehen’.

Der Motor zieht mehr Spannung ab, als die Batterie liefern kann. Eine Schutzabschaltung setzt dann ein, um Tiefentladung entgegenzuwirken. Messungen ergeben bei der Entladung eine stark abfallende Spannungskurve, die erhöhte Volt pro Zeiteinheit dokumentiert.

Die Spannung steht in diesem Fall nicht in Zusammenhang mit dem Ladezustand, der noch ausreichende Energie zur Verfügung stellt. Die Elektrolyten in den Zellen sind von Temperatur abhängig, was ja nicht zutrifft.

Später in flacherem Gelände produziert der Motor keine Aussetzer mehr, sodass der Akku in Ordnung zu sein scheint.

3. Den Speed Sensor kontrollieren

Auch ein verschobener Speed Sensor Magnet führt zu Stottern.

Der Yamaha Motor schaltet bei unterbrochener Kommunikation ab. Kontrollieren Sie, ob der Speichenmagnet richtig sitzt und korrigieren gegebenenfalls die Position um einige Millimeter und wischen den Schmutz vom Mitnehmer ab.

Ist das alles in Ordnung, liegt eventuell ein Bruch des Sensorkabels zum Antrieb vor.

Einen Kabelbruch erkennen Sie von außen nicht. Der feine Kupferdraht ermüdet durch ständiges Verbiegen, das die harten Erschütterungen bei Geländefahrten mit sich bringen. Yamaha verbaut bei sämtlichen Antrieben immer das gleiche Kabel mit identischen Steckern. Der Plug-and-Play Kabeltausch ist daher unkompliziert.

Dazu gibt es ein Video:

4. Ein Tuning-Chip stört

Wollen Sie noch mehr Speed und bauen einen Tuning-Chip ein, reagiert die Motor-Software auf ein unplausibles Verhältnis der Werte des Tretsensors und der Übersetzung.

Bei Überschreitung vom Hersteller programmierter Limits stellt sich der Motor sofort ab – auch mitten in der Fahrt.

5. Einen Neustart probieren

Entnehmen Sie der Yamaha Fehlerliste die Aussage für den angezeigten Hinweis. Tipp: Fotografieren Sie mit dem Smartphone die Liste, um sofort nachsehen zu können. Ansonsten stellen Sie das E-Bike am Display aus, warten mindestens 10 Sekunden und probieren einen Neustart.

Auch den Akku herauszunehmen und am Akkuknopf zu starten, kann helfen, das System einzuschalten.

6. Das können Sie am Akku prüfen

Haibike verbaut hochwertige Komponenten. Der Lithium-Ionen-Akku ist sicher, leistungsstark und langlebig.

Falls der Yamaha Motor während der Fahrt abschaltet, könnte es daran liegen:

  • Falls der Akku zu locker in der Aufnahme sitzt, reißt der Kontakt beim Fahren ab. Provisorisch können Sie mit Schaumgummi-Pads zwischen Rahmen und Gehäuse dem Akku mehr Halt geben. Bei nächster Gelegenheit sollten Sie die Akkuhalterung passend versetzen.
  • Feuchtigkeit auf den Kontakten unterbricht den Stromfluss. Trocknen Sie die Kontakte und konservieren das Metall mit etwas Silikonfett oder ähnlichem Korrosionsschutz.

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  • Falls der Motor im normalen Temperaturbereich ist und abschaltet, könnte das Batterie-Management-System fehlerhafte Impulse an das Display übertragen. Resetten Sie den Akku oder bringen ihn zur Diagnose in die Werkstatt.
  • Falls unter Last zu hohe Temperaturen im Antrieb entstehen, setzt eine Schutzschaltung den Akku außer Betrieb.

7. Fehlermeldungen, die zur Abschaltung des Motors führen können

Yamaha Fehlermeldungen SPD Sensor (Speed Sensor) und CHK Magnet (Check Magnet) weist auf den verdrehten Speichenmagneten hin. Falls dort alles in Ordnung ist, sollten Sie Steckverbindungen an den Kabeln prüfen.

  • Fehlercode 31 / 32 bedeutet einen Kabeldefekt zwischen Drehmomentsensor und Controller / Kabeldefekt zwischen Spule und Leiterplatte. Dahinter kann ein Wackelkontakt stecken, weil sich ein Kabel gelöst hat.
  • Fehlercode 33 bis 37 zeigt anormale Ruhespannung oder anormale Spannung im Betrieb an. Falls das System keine Fehler lokalisiert hat, reicht Ein- und Ausschalten, um in den Normalbetrieb zurückzukehren. Achtung: Nach mehrmaliger Wiederholung kann das System sich nicht wieder reaktivieren und der Termin in der Werkstatt ist unumgänglich.
    • Ersetzen Sie den Controller
    • Stellen Sie die Bezugsspannung des Drehmomentsensors ein
    • Tauschen Sie den Drehmomentsensor aus
  • Fehlercode 38 / 39: Ersetzen Sie den Drehmomentsensor, den Controller oder die Antriebswelle. Möglicher Kurzschluss.

Fazit

Ausfall der Motorunterstützung während der Fahrt ist mehr als ärgerlich. Wenn der Fehler häufig auftritt, sollten Sie zur Sicherheit eine Diagnose durchführen lassen.

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