Wandern und Gesundheit – Warum Spazieren Gehen So Gesund Ist

Einer Statistik zu Folge werden die Deutschen immer wanderfauler. Die Mehrheit wandert ohnehin nicht in ihrer Freizeit, aber diese Zahl ist in den letzten Jahren auch noch stetig gewachsen.

Dabei ist Wandern, oder auch nur ein Spaziergang an der frischen Luft unfassbar gesund. Und schön. Und überhaupt eine wunderbare Art, die einheimische Natur kennnen zu lernen.

Grund genug für eine kleine Zusammenschau der Vorteile des Wanderns, gepaart mit hilfreichen Tips für all diejenigen, die noch überzeugt werden müssen.

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Warum Wandern den Deutschen wieder am Herzen liegen sollte

Wandern ist aus der Mode gekommen. Das klingt schon so antiquiert. Für einige vielleicht nach Volksmusik, Eiche rustikal und Hirschgeweih.

Und wieso Müllermeister besonders gerne wandern, wurde einem auch nie erklärt. Aber angesprochen fühlt man sich davon sicher nicht..

Hier gibt es eine schnelle Lösung. Das heißt nicht mehr wandern, sondern neudeutsch „hiking“. Und Lieder wie im Kindergarten müssen auch nicht mehr dabei gesungen werden.

Und die gesundheitlichen Vorteile dieses Hiking sind enorm. Das beste daran: wandern oder spazieren gehen kann fast jeder!

Unfassbar gesund

Ja, stundenlang zu gehen, besonders in etwas anspruchsvollerem Gelände ist anstrengend und verbraucht Kalorien, na und?

Anders formuliert ist Wandern eine Ausdauersportart. Das heißt, sie wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, reguliert den Blutdruck und erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut.

Damit werden unter anderem die Risiken für Schlaganfall und koronare Herzkrankheit gemindert.

Und dadurch, dass der Stoffwechsel angeregt wird, wird auch das Diabetes-Risiko eingeschränkt. Bereits 30 Minuten Wandern oder Spazieren gehen täglich verringert das Risiko um 30%

Schrittmacher

Einem herkömmlichen Herzschrittmacher wird damit sicherlich vorgebeugt.

Dafür sind aber Schrittzähler gerade ganz enorm in Mode. Ganz einfach eine App auf das Smartphone geladen, ein paar Daten wie Schrittlänge oder Gewicht eingegeben, und los geht´s.

Die App zählt nicht nur die Schritte, sondern berechnet die Entfernung, die Geschwindigkeit und den Kalorienverbrauch.

Wie viele Schritte pro Tag

Auch wenn es nicht sofort zur nächsten Wandertour geht, lohnt es sich einmal seine täglichen Schrittzahlen spaßeshalber zu überprüfen.

Die empfohlene Schrittzahl sind 10.000 Schritte pro Tag, mindestens sollte man jedoch 4.000 pro Tag hinter sich legen, um halbwegs gesund zu bleiben.

Wer jetzt denkt, das ist der schiere Wahnsinn und überhaupt nicht zu schaffen, den kann ich beruhigen. Es ist ganz erstaunlich, wie viele Schritte man auch nur im eigenen Zuhause macht. Wenn dann noch die normalen täglichen Gänge – zur Bushaltestelle zum Beispiel – hinzukommen, die kleinen Strecken zwischendrin, dann hat man schnell mehrere tausend Schritte.

Klar, wenn man das Auto nimmt, um zum Briefkasten um die Ecke zu fahren, legt es geradezu darauf an, gesundheitliche Probleme zu bekommen, ganz abgesehen von der Umweltverschmutzung. Aber im Normalfall und im Allgemeinen ist es in Deutschland schon sehr schwer, nicht auf seine 4.000 Schritte zu kommen.

Vitamin D und Calcium

Früher hieß es, man sollte sich täglich 30 Minuten an der frischen Luft bewegen. Das ist immer noch eine gute Sache, denke ich.

Allein schon wegen der täglichen Vitamin D Dosis. In Deutschland ist das schwieriger, da die Sonnenintensität geringer ist als in anderen Breitengraden.

Gerade im Winter leiden viele Menschen unter Vitamin D-Mangel, was natürlich daran liegt, dass man seltener vor die Tür geht.

Das sollte man aber unbedingt tun. Denn insbesondere bei schönem Winterwetter ist die Sonnenstrahlen tatsächlich intensiver. Das erhöht nicht nur das Vitamin D, sondern wirkt sich auch auf den Calciumhaushalt aus.

Hüftschwung

Das komplexe Zusammenspiel von Vitamin D und Calcium während eines Spaziergangs wirkt damit auch auf die Gesundheit der Knochen aus. Und dann ist da natürlich noch der Bewegungsaspekt an sich.

Aber der neue Fokus auf der Schrittzahl verweist auf etwas anderes, dass zum Beispiel Fahrrad fahren nicht leistet. Durch das Gehen bleiben die Hüftgelenke mobil, die Knochen werden gestärkt. Und auch der Oberkörper wird mitbewegt, und das weitaus schonender als Jogging.

Kopf

Auch wenn das vielleicht nicht gleich auf der Hand liegt, wird mit erhöhter Durchblutung und dem Sauerstorffgehalt natürlich auch die Gehirnaktivität gesteigert. Und angeblich auch die Kreativität, und zwar bis zu 50%, heißt es.

Wer also ein schwieriges Problem zu knacken hat oder Inspiration braucht, dem sei das Wandern empfohlen.

Nervennahrung

Gleichzeitig ist diese Form des Ausdauertrainings für jederman auch wunderbar geeignet, genau einmal den rasenden Gedanken – oder der Wut – zu entkommen.

Stressabbau auf traditionelle Art also, und das auf ganz simple Art. Die Anstrengung baut Adrenalin ab. Nach einer Weile kommt man in einen Rhythmus, wie beim Laufen, was noch dazu Endorphine ausschüttet.

Kurzum: wer längere Zeit wandert, baut Stress ab und wird dabei auch noch glücklich. Und das weitaus schonender für die Gelenke oder das Herz-Kreislauf-System als beim Joggen.

Und bei manchem hat die ganz einfache Nähe zur Natur auch schon stimmungsaufhellende Wunder bewirkt.

Spazieren Gehen und Abnehmen

Diese Art von Kalorienverbrennen hilft tatsächlich beim Abnehmen. Verbrennt man viele Kalorien pro Stunde?

Das kommt auf viele Faktoren an. Wie anstrengend die Strecke ist, wie alt und wie schwer man ist, auch auf das Geschlecht, und so weiter. Hier kann einem die Schrittzähler-App gute Anhaltspunkte geben.

Aber durch die regelmäßige Bewegung werden andere, tiefer liegende Muskelgruppen aufgebaut, die einem erstens länger erhalten bleiben und zweitens den allgemeinen Grundumsatz erhöhen.

Und zu guter Letzt ist der Schlaf natürlich wesentlich tiefer und erholsamer. Nicht nur, aber auch deshalb hat man einfach mehr Energie.

Gesundheitlicher Alleskönner

Alle genannten Aspekte hängen natürlich zusammen und wirken sich äußerst positiv auf das Gesamtbefinden aus.

Ferner leiten Studien daraus ein verringertes Risiko verschiedener Krebserkrankungen ab, sowie einen verlangsamten Alterungsprozess.

Vorteile auf einen Blick

Viele Dinge sind gesund, aber nicht unbedingt attraktiv.

Doch das Wandern oder einfach nur Spazieren gehen in Deutschland hat viele weitere attraktive Vorteile. Hier habe ich einige Highlights im Überblick zusammengestellt.

  • es ist gesund, gesund, gesund
  • es ist für jedermann
  • es ist kostengünstig
  • es ist fast überall vor Ort und gut erreichbar
  • man braucht kaum Ausrüstung
  • man kann es sowohl allein als auch in Gemeinschaft genießen
  • man erlebt die Schönheit der Natur und „erläuft“ sich eine Kenntnis über die einheimischen Gefilde

Was braucht man zum Wandern

Hobbies oder Sportarten sind teuer und erfordern ein entsprechendes Know-how oder Training.

Das ist beim Wandern nicht der Fall. Wenn es nicht gerade eine Alpenüberquerung ist, dann braucht man nur Wanderschuhe, einen Rucksack, vielleicht eine Regen– oder Outdoor-Jacke, das war es. Zur optionalen Ausrüstung gehören Outdoorhosen, ein Taschenmesser, eine gute LED Taschenlampe oder Kopflampe (falls es dunkel werden sollte) und eine Softshelljacke / Hardshelljacke / Outdoorjacke (je nach Außentemperatur und Witterung). Schlafsäcke für Kinder, Erwachsene oder Hüttenschlafsäcke, sowie Feldbetten sind bei entsprechend langen Touren zu bedenken.

Weitere Empfehlungen sind Karten, ein Kompass und eine Schrittzähler-App – also heutzutage ein Smartphone.

Aber nicht vergessen: es gibt auch in Deutschland noch Funklöcher, vielleicht lohnt sich die analoge Hardware, das bedeutet eine Wanderkarte Deutschlands, also in diesen Fällen doch.

Und man sollte seine eigenen Grenzen kennen, besonders bei der Wahl der Strecke und der Planung einer Tour.

Wanderwege in Deutschland

Deutschland hat viele Wanderwege, kurze und lange. Zusammengenommen betragen sie fünfmal den Erdumfang.

Und wunderschöne Naturschutzgebiete: 97 an der Zahl und das größte davon ist der Schwarzwald mit rund 6.009m².

Da ist für jeden etwas dabei. Vom kurzen 2 km Rundweg im Naturschutzgebiet vor den Toren der eigenen Stadt, über zahlreiche Strecken in Deutschlands Mittelgebirgen, wie dem Harzer Hexenstieg mit 94 km bis zum bayrischen Goldsteig.

Mit 660 km ist der Goldsteig der längste Weitwanderweg Deutschlands.

Auswahl des Wanderwegs

Zunächst einmal sollte man sich überlegen, was man sich zumuten kann. Das bedeutet sowohl, welche Art von Strecke welcher Länge man zurücklegen möchte.

Zum Beispiel stellt sich auch die Frage, ob Wandern in den Bergen in Frage kommt oder lieber auf dem flachen Land.

Dann spielt auch noch die Jahreszeit eine Rolle. Im Hochsommer bietet sich vielleicht eine eher schattige Strecke an. Und in Deutschland gibt es wunderbare Wanderwege, die auch im Winter zu bewandern sind. Aber Wandern im Winter ist vielleicht etwas aufwändiger oder anstrengender.

Aber wer sagt denn, dass Wandern nicht auch ein Genuss sein kann?

Planung

Man muss ja keine Wandertouren unternehmen, aber ein Plan ist schon zu empfehlen. Dabei hilft zum Beispiel auch die Informationen des eigenen Schrittzählers:

  • Vielleicht realisiert man, dass neulich der Spaziergang mit 20,000 Schritten über mehrere Stunden schon sehr anstrengend war. Auch kann man sehen, wieviele Kilometer pro Stunde zurückgelegt wurden.
  • Also überlegt man sich wieviel man pro Tag wandern möchte, wieviel man pro Stunde wandern schafft, ob man auf Geschwindigkeit beim Wandern achten möchte und so weiter.
  • Zum Schneewandern bietet sich zum Beispiel ganz wunderschön am Ruhpolding oder am Ochsenkopf an.
  • Im Hochsommer sind eher kurze Touren zu empfehlen, wie zum Beispiel in den Westerwald oder ins Moseltal.

Vorbereitung

Zum Abschluss hier noch einmal die wichtigsten Tipps zur Vorbereitung auf den längeren Spaziergang oder die Wandertour:

  • Man sollte die Wetterlage im Auge behalten und sich die Wettervorhersage anschauen. So gibt es keine bösen Überraschungen und man ist garantiert richtig angezogen.
  • Man packt seinen Rucksack nur mit dem nötigsten, und das liegt eigentlich auf der Hand. Wasser, eine gesunde Brotzeit, Karte, Regenjacke und so weiter.
  • Man sollte sich vorher erkundigen, wie das Gelände beschaffen ist, also in welchem „Zustand“ der Wanderweg ist. Das bestimmt nicht nur die nötige Ausdauer, sondern auch das entsprechende Schuhwerk.
  • Man sollte wie schon erwähnt unbedingt einen realistischen Wanderplan aufstellen, um sich nicht gleich am ersten Tag zu überfordern. Eventuell macht es Sinn sich Etappenziele zu stecken. Das gilt natürlich insbesondere, wenn es sich um mehrere Tage handelt und man plant, vor Ort übernachten möchte.

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