Welcher Stromerzeuger für Dauerbetrieb? – Diesel vs. Benzin

Welcher Stromerzeuger für Dauerbetrieb - Diesel vs Benzin

Ein Diesel Stromerzeuger für den Dauerbetrieb überbrückt lange Stromausfälle und liefert dort Energie, wo Netzstrom fehlt. Nicht jedes Aggregat eignet sich zu diesem Zweck: Worauf es ankommt, erfahren Sie im Beitrag.

Für den Dauereinsatz in Krisenzeiten oder in Orten ohne Stromanschluss eignet sich der stationäre Diesel Stromerzeuger. Sparsamer Verbrauch, kaum Wartungsaufwand, und Betriebssicherheit sprechen für den leisen Generator in Einfamilienhäusern, Industrie und Gewerbe.


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Ein Diesel Notstromaggregat hält den Betrieb dauerhaft aufrecht

Vielen Betriebe sichern ihre Energieversorgung durch Diesel Notstromaggregate ab, denn ein Stromausfall erzeugt empfindliche Schäden:

  • Im verarbeitenden Gewerbe müssen Kühlketten fortbestehen,
  • Computer und Server könnten Daten verlieren
  • und im Krankenhaus hängen sogar Menschenleben an der Stromversorgung;
  • Auf Baustellen betreiben Diesel Aggregate Maschinen und Werkzeuge,
  • auf Schiffen stellen sie die allgemeine Stromversorgung sicher
  • und in immer mehr Bewohner von Einfamilienhäusern sorgen mit einem ‘Stromjockel’ für Krisenzeiten vor.

Doch warum kommen zum Dauerbetrieb keine Benzin Aggregate zum Einsatz?

1. Diesel Generatoren sind sicher

Wegen akuter Gasentwicklung dürfen Benzin Aggregate nicht in Räumen betrieben werden:

Es besteht akute Explosionsgefahr, die allein schon durch einen Funken ausgelöst werden kann, wenn Sie das Licht einschalten.

Zudem kann sich auf dem Motorgehäuse abgesetzter fettiger Staub durch Vibration selbst entzünden. Nicht so bei Diesel Stromerzeugern: Sie benötigen beim Start keine Zündfunken und dürfen in ausreichend belüfteten Räumen betrieben werden.

2. Günstiger Betrieb

Dieselkraftstoff ist preiswerter als Benzin. Sparsamer Verbrauch schlägt vor allem bei Dauerbetrieb zu Buche, hinzu kommen niedrige Wartungskosten:

  • Der Luftfilter hält bei Diesel Aggregaten rund 500 Betriebsstunden,
  • bei Benzinern ist nach 200 Stunden ein Austausch fällig.

Ebenso verhält es sich mit Kraftstoff- und Ölfiltern, Zündkerzen fallen weg.

3. Geringe Lärmentwicklung

Vor allem in Wohngebieten sollte Lärmbelästigung ausbleiben. Entscheiden Sie sich möglichst für ein gekapseltes Gerät, dessen Lärmschutzhaube auch die Pflege des Motors erleichtert.

Ein Diesel Generator erzeugt generell weniger Lärm als ein Benziner, doch bedenken Sie beim Dauerbetrieb über 24 h, dass auch nachts Motorgeräusche aus dem Kellerfenster dringen.

Die Auslastung sollte daher maximal 75 % betragen, denn unter Volllast steigt der Lärmpegel sowie der Kraftstoffverbrauch.

4. Wovon hängt die Laufzeit ab?

Das Notstromaggregat läuft so lange, bis der Tank leer ist, doch der Zeitpunkt ist in gewissem Maße steuerbar: Unter Volllast liegt der Verbrauch deutlich höher gegenüber einem Generator, der nur mit Teillast läuft.

Tipp: Den geringsten Verbrauch erzielt eine ⅔ Auslastung.

Ein größerer Tank verlängert die Laufzeit ebenfalls.

Aufgrund seines hohen Flammpunktes liegt bei Diesel so gut wie keine Explosionsgefahr vor. Dieseltanks können Sie übers Jahr befüllen, wenn die Preise besonders niedrig liegen. Für den Dauerbetrieb sind damit genügend Kraftstoff-Reserven lagerbar. Bei einem integrierten Tank finden Sie Daten zu Verbrauch und Laufzeit in der Betriebsanleitung.

5. Langsamläufer oder Schnellläufer?

Jeder Stromerzeuger läuft mit einer bestimmten Generator- oder Motordrehzahl.

  • Leichte Ausführungen erzeugen 3.000 U/min, wodurch die Lebensdauer von 3.000 bis 8.500 Betriebsstunden beträgt.
  • Planen Sie den Dauerbetrieb, ist ein Langsamläufer mit 1.500 U/min die richtige Wahl.

Eine Überholung ist nach 25.000 Betriebsstunden fällig.

6. Ein mobiler oder stationärer Stromerzeuger?

Für den Dauerbetrieb sollten Sie sich für einen stationären Generator entscheiden. Mit der physischen Größe ist auch eine hohe Leistung verbunden, die der Betrieb aller wichtigen Verbraucher erfordert. Kühlgeräte, Licht, Heizung, Waschmaschine und Beleuchtung sind so gesehen auch nicht im mobilen Einsatz.

Das stationäre Aggregat wird an einen großen Lagertank angeschlossen, womit die unterbrechungsfreie Kraftstoffzufuhr gesichert ist. Das manuelle Nachfüllen darf erst nach einer Wartezeit erfolgen, bis der Motor abgekühlt ist. Damit fallen mobile Generatoren für den Dauerbetrieb schon aus. Kleine Geräte erhitzen sich stark unter dauerhafter Last.

7. Welche Leistung ist empfehlenswert?

Legen Sie eine Liste an und addieren den Verbrauch der angeschlossenen Geräte. Zu der ermittelten Summe rechnen Sie gewöhnlich noch 25 % Leistungsreserve hinzu, bei Dauergebrauch sollten Sie die Reserve auf 50 % erhöhen, empfehlen Praktiker.

Bei induktiven Verbrauchern dient die Höhe des Anlaufstroms als Richtlinie für den Generator.

8. Ist Inverter Technologie notwendig?

Der Betrieb spannungssensibler elektronischer Geräte erfordert ‘sauberen’ Strom mit exakter Sinuskurve, der nur ein Aggregat mit Inverter liefern kann. Bei der Inverter Technologie arbeiten Generator und Verbrennungsmotor separat, weshalb beide mit unterschiedlichen Frequenzen laufen können.

Diese Eigenschaft ermöglicht die automatische Anpassung der Drehzahl nach unten, wodurch sich der Kraftstoffverbrauch und die Laufgeräusche verringern. Herkömmliche Aggregate ‘hämmern’ auch bei geringer Entnahme immer in fixer Drehzahl.

Inverter sind unerlässlich bei Geräten zur Krankenversorgung, bei digitaler Datensicherung und Unterhaltungselektronik vom Tablet bis zum Fernseher.

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9. Welche Spannung ist erforderlich?

Entscheiden Sie sich bei 230V Geräten für einen 1-phasigen Stromerzeuger, falls schwere Maschinen angeschlossen werden, ist 400V Starkstrom möglich. Moderne Generatoren für beide Spannungen lassen sich entsprechend umstellen.

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