Welcher Stromerzeuger für Hauseinspeisung? 6 Dinge sind zu beachten

Welcher Stromerzeuger für Hauseinspeisung - 6 Dinge sind zu beachten

Hochwasserkatastrophen, Sturm oder ein Störfall im Kraftwerk schneiden Ihr Haus plötzlich von der Stromversorgung ab – was nun? Ein Notstromaggregat im Hausanschluss versorgt elektrische Geräte mit Strom, die nicht ausfallen dürfen, sei es in der Krankenpflege, aus beruflichen Gründen oder die Kühltruhe mit Lebensmittelvorräten.

Ein Notstromaggregat sichert Ihr Haus vor Energieausfall. Besonders, wenn zwingende Gründe für durchgehende Stromversorgung bestehen, ist der Hausanschluss eines sparsamen, modernen Generators eine sinnvolle Investition.


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Welcher Stromerzeuger für Hauseinspeisung? 6 Dinge sind zu beachten

1. Welchen Stromerzeuger brauche ich im Haus?

Unabhängig von der Anschlussart sollte das Notstromaggregat so viel Leistung erzeugen, dass es alle großen Verbraucher wie die Waschmaschine, Kühlgeräte und der Küchenherd mit ausreichender Energie versorgt.

Der Betrieb darf keinesfalls unter Volllast erfolgen, sondern mit maximal 70 % Auslastung, damit noch Raum für Überlast-Spitzen bleibt.

Natürlich wünschen Sie sich, mit dem Notstromgenerator alle elektrischen Verbraucher ohne Einschränkung zu benutzen. Das deutsche Stromnetz beinhaltet allerdings Stromqualitäten, die noch andere Verbraucher als Haushaltsgeräte bedienen. Welche Leistung der Stromerzeuger bieten sollte, richtet sich nach den elektrischen Eigenschaften der angeschlossenen Verbraucher.

2. Benötigen die Geräte 1-phasigen und 3-phasigen Strom?

Welche Spannung ein Verbraucher benötigt, sehen Sie ganz einfach an seinem Stecker:

  • Ein normaler zweipoliger Haushaltsstecker weist auf eine 1-phasige 230V Spannung hin,
  • während ein sogenannter ‘Starkstromstecker’ am Küchenherd oder für den Betrieb schwerer Maschinen in einer Werkstatt 3-phasigen 400V Drehstrom erfordert.

Falls Sie beide Spannungen benötigen, schauen Sie nach einem Generator mit einem Umschalter, womit Sie den Spannungsausgang wählen können.

Wichtig: Schließen Sie niemals 1- und 3-phasige Verbraucher gleichzeitig an!

3. Manuell oder automatisch ins Hausnetz einspeisen?

Sie haben die Wahl zwischen Generatoren, die Sie bei Stromausfällen manuell einschalten oder solche, die automatisch starten.

  • Die manuelle Variante nimmt immer einige Minuten in Anspruch, wenn Sie in der dunklen Umgebung zuerst eine Taschenlampe suchen müssen und sich zum Aggregat vortasten, das aus Sicherheitsgründen außerhalb des Wohnbereichs steht. Der manuelle Anschluss ist preiswert und einfach zu installieren, jedoch benötigen Sie als Verbindungsteil zwischen Hausstrom und Generator noch einen Einspeisungsverteiler. Bei Notstromversorgung betätigen Sie den Umschalter und starten dann den Generator. Für Senioren und technisch unbegabte Personen empfiehlt sich eher, das automatische System zu installieren.
  • Die ATS, automatische Stromversorgung, startet bei Störungen automatisch und stellt sich bei Rückkehr des Netzstroms wieder ab. Ein entscheidender Vorteil ist die kurze Zeitspanne bis zum Auto-Start, womit Sie Versorgungssicherheit genießen. Notstromaggregate mit integrierter ATS-Einheit vereinfachen den Hausanschluss noch.

4. Brauchen Sie einen USV – Hausanschluss?

USV bedeutet unterbrechungsfreier Stromanschluss. Hierfür werden Batterien alle Verbraucher angeschlossen, die unter keinen Umständen abgeschaltet werden dürfen. Dieses System überbrückt die Zeit vom Stromausfall bis zum Start des Generators. Später lädt das Notstromaggregat die Akkus automatisch auf.

Bestimmen Sie die Laufzeit der Akkus nach Bedarf zwischen Minuten und mehreren Stunden. Welche sensiblen Geräte sind im Haushalt vorhanden, die ein Stromausfall beschädigt? Ein USV ist unverzichtbar bei sensibler Computertechnik und einem Server für das heimische Büro und bei der Krankenversorgung mit künstlicher Beatmung oder Dialyse.

5. Welcher Kraftstoff ist empfehlenswert?

Die Notstromversorgung mit Benzin, Diesel und Gas haben Vor- und Nachteile, die Sie für Ihren Fall abwägen sollten.

  • Benzin Stromerzeuger zeichnen sich durch günstige Anschaffungskosten und kompakte Bauweise aus. Der Verbrauch ist etwas höher als bei einem Diesel Aggregat und die Lagermenge auf 20 Liter Benzin begrenzt. Vergaser und Leitungen benötigen regelmäßige Wartung.
  • Diesel Stromerzeuger überbrücken mehr Zeit durch längere Laufzeiten, wobei der Kraftstoff günstiger als Benzin ist. Dagegen stehen die größere Bauart, die eingeschränkte Haltbarkeit eingelagerten Diesels, laute Laufgeräusche und höhere Anschaffungskosten.
  • Gas Stromerzeuger können Sie mit LPG oder Erdgas betreiben. Die Verbrauchskosten liegen sehr niedrig, leise und rückstandsfreie Verbrennung schont die Umwelt, wodurch kaum Wartung anfällt. Bei Erdgasanschluss am Haus benötigen Sie keinen extra Tank, Gasdruckminderer und Überdruckventil sorgen für hohe Sicherheit.

Tests mit verschiedenen Kraftstoffen haben ergeben, dass ein Gas Generator nur 60 % Kraftstoff gegenüber einem Benzin Notstromaggregat mit gleicher Leistung verbraucht. Auf die überdurchschnittlich lange Nutzungsdauer berechnet amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten und Hausbesitzer sparen danach deutlich je nach Gebrauch.

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6. Die Notstromversorgung anschließen

Einen Stromgenerator sollten Sie möglichst an einem Standort außerhalb des Hauses aufstellen, damit der Wohnbereich frei von Abgasen bleibt. Ideal ist ein witterungsfestes Metallgehäuse mit Lüftungsschlitzen, doch auch ein Schuppen oder wasserfester Unterstand eignen sich. Achten Sie wegen der Nachbarn auf leise Laufgeräusche.

Wichtig: Einen Hausanschluss und die Einspeisung darf nur eine zugelassene Elektrikerfirma installieren. Eingehende Erfahrung und versierte Fachkenntnisse garantieren die Sicherheit Ihrer Familie. Darüber hinaus könnte vor der Installation eine Prüfung und Genehmigung Ihres Energieversorgers (EVU) oder einer Behörde erforderlich sein.

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