Wie lange hält ein Stromaggregat? – Schnellhilfe für Neulinge

Wie lange hält ein Stromaggregat

Es dauerte 6 Tage, bis die Haushalte nach dem Schneechaos im Münsterland wieder mit Strom versorgt waren. Händler für Stromgeneratoren berichten anschließend von großen Umsatzsteigerungen. Eine der am häufigsten gestellten Fragen ist: Wie lange hält denn eigentlich ein Stromaggregat? Die Antwort gibt Ihnen dieser Beitrag.

Die Lebensdauer eines Notstromaggregats kann viele Jahre erreichen:

  • Dieselgeneratoren mit 1500 U/min halten laut Hersteller rund 20.000 Betriebsstunden.
  • Diesel- oder Benzingeneratoren mit 3000 U/min halten bis zu 5.000 Stunden
  • Voraussetzung dafür sind regelmäßige Wartung und Auslastung mit etwa 25 % Leistungsreserve. Ein größeres Modell, das mit halber Last läuft, hält länger als ein ständig überlasteter, zu klein dimensionierter ‘Moppel’.

Wie lange hält ein Stromaggregat?

Benzin- und Dieselgeneratoren unterscheiden sich in zwei bauartbedingten Kategorien, die unterschiedliche Standzeiten aufweisen.

1. Schnellläufer:

  • Diesel- oder Benzinmotoren mit 3000 U/min
  • Der Tageseinsatz beträgt 4 – 10 Stunden
  • Die Lebensdauer beträgt: ca. 3.000 bis 5.000 Stunden

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2. Langsamläufer:

  • Dieselmotoren mit 1500 U/min
  • Für den Dauereinsatz geeignet: 24 Stunden
  • Lebensdauer: 10.000 bis 20.000 Stunden

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Schätzen Sie ab, ob Sie den Generator für den Dauerbetrieb oder nur für kurzzeitige Notfälle benötigen.

Betriebsdauer über den vom Hersteller empfohlenen Tageseinsatz lässt den Motor schneller verschleißen.

10 Faktoren, die die Lebensdauer des Stromaggregats beeinflussen

Die Lebensdauer lässt sich nicht verallgemeinern, denn individuelle Kriterien beeinflussen die Funktion des Stromerzeugers.

Es liegt maßgeblich an der Pflege und der Handhabung, wie viele Betriebsstunden das Notstromaggregat arbeitet.

  1. Dieselmotoren leisten im Allgemeinen höhere Standzeiten als Benziner
  2. Regelmäßige Wartung durch den Händler oder selbst durchgeführt, verlängert die Lebensdauer. Ölwechsel, Reinigung und Austausch verschlissener Komponenten sorgen für einen ruhigen und sparsamen Lauf.
  3. Lange Inaktivität schadet dem Motor: Lassen Sie den Generator von Zeit zu Zeit unter Last laufen.
  4. Ein witterungsgeschützter Aufstellort verlängert die Haltbarkeit.
  5. Moderate Temperaturen: Kein Motor verträgt extreme Hitze oder Kälte gut. Sorgen Sie während des Betriebs im Sommer für gute Luftzirkulation. In kleinen Räumen hilft es, einen Ventilator hinzustellen.
  6. Vermeiden Sie besonders im Winter Kaltstarts unter voller Last. Lassen Sie dem Motor Zeit zum Warmlaufen, bevor Sie die Verbraucher anschließen.
  7. Die optimale Auslastung liegt bei 75 % der Nennleistung. Damit bleibt genügend Reserve für kurzfristige Spannungspeaks. Bei ⅔ Auslastung läuft der Motor leise und verbraucht weniger Kraftstoff. Ein zu klein bemessenes Aggregat, das ständig an der Leistungsgrenze hämmert, lässt eine kürzere Nutzungsdauer erwarten.
  8. Wenn Sie Diesel einlagern, sollten Sie die Menge spätestens alle sechs Monate austauschen oder verwenden. Nach dieser Zeit beginnen Bakterien mit der Zersetzung biologischer Bestandteile. Die Schwebstoffe aus überlagertem Diesel verstopfen den Motor. Benzin ist besser haltbar, verliert auf Dauer jedoch seine Oktanwerte, schlechtere Verbrennung verursacht unregelmäßigen Lauf.
  9. Nur den vorgeschriebenen Kraftstoff verwenden. Einen Dieselmotor sollten Sie nicht mit Soja- oder Rapsöl befeuern, da die Zündung das dickere Pflanzenöl schlechter verbrennt. Infolge können Beschädigungen der Kraftstoffpumpe auftreten und die Düsen verkleben. Die Effizienz ist geringer, es qualmt schwarz und überall im Motor lagert sich Fett ab.
  10. Stand-by-Generatoren – Häufiges Ein- und Ausschalten mit kurzer Laufzeit belastet den Motor. Wenn Sie mit den angeschlossenen Verbrauchern nicht durchgehend arbeiten, sollten Sie sich für ein Stand-by-System entscheiden, das in Pausen die Drehzahl herunterfährt. Leerlauf ohne flexible Drehzahl leert den Tank schnell.

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