Welches Fahrrad bei Bandscheibenvorfall (2020) – Haltung, Sattel & mehr

Welches Fahrrad bei Bandscheibenvorfall

Ist Fahrrad fahren bei Bandscheibenvorfall gut für den Rücken oder verstärken sich die Schmerzen? Betroffene möchten verständlicherweise Risiken ausschließen. Bewegung bringt Rückengeplagten tatsächlich Vorteile, doch die Fahrradsuche beim Bandscheibenvorfall oder gar gleich drauf los radeln will überlegt sein.

Was Sie zur richtigen Sitzposition, der Lenkerhöhe und zum Fahrradsattel beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Welches Fahrrad bei Bandscheibenvorfall?

Wichtig: Bei der Diagnose „Bandscheibenvorfall“ sollten Sie Ihre Aktivitäten mit dem Arzt absprechen.

Fahrrad fahren ist zu Recht ein beliebter Volkssport, da er so facettenreich ist. Verschiedene Fahrradtypen erfüllen den Wunsch nach gemütlicher oder sportlicher Bewegung.

  • In der richtigen Haltung ist Rad fahren gut für den Rücken, auch wenn die Diagnose “Bandscheibenvorfall” heißt. Ärzte, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler vertreten eigene Empfehlungen zur Sitzhaltung auf dem Fahrrad.
  • Der Winkel zwischen Oberkörper und Armstellung hängt vom Rahmen sowie der Sattel- und Lenkerhöhe ab. Mit den Effekten der Sitzposition auf den Rücken beschäftigt sich diese Studie.

Lesenswert:


1. Das Trekking Fahrrad bei Bandscheibenvorfall

Das Citybike Fahrrad bei Bandscheibenvorfall

Touren- und Trekking Bikes bieten die komfortabelste Sitzposition. Die konventionelle Sitzhaltung um die 74 Grad und der größere Radstand bieten im Vergleich zum Sportrad geringere Wendigkeit.

Die Rückenbelastung

Da Rückenpatienten eher nicht auf Bestzeiten trainieren, tritt die Aerodynamik in den Hintergrund. Vorteil des Trekkingrades ist sein zuverlässiger Geradeauslauf, wodurch sich das Fahrgefühl stabilisiert.

Untrainierte Radler und solche, die Bandscheibenschmerzen vorbeugen möchten, fahren mit einem Trekkingrad am besten.

2. Das Citybike Fahrrad bei Bandscheibenvorfall

Als Alltagsrad für kurze Wege im Stadtgebiet ist das Citybike eine gute Wahl.

Vermeiden Sie dies: Radler sitzen häufig kerzengerade auf dem Sattel, sodass die Gewichtsbelastung hinter dem Tretlager wirkt. Die Pedalkurbeln liegen daher zu weit vorne.

Die aufrechte Sitzhaltung auf einem hoch eingestellten Sattel leitet die größte Belastung zum unteren Rücken. Dazu werden die Arme bei einem zu hoch eingestellten Lenker gerade durchgedrückt. Am Ende verspannen die Schultern.

Die Rückenbelastung

Die gestauchte Lendenwirbelsäule kann Bandscheibenprobleme in diesem Bereich auslösen, obwohl der gesamte Rücken vergleichsweise wenig belastet wird.

Der richtige Sitzwinkel auf dem Cityrad beträgt 60 bis 70 Grad, was einer leichten Vorbeugung des Rückens entspricht. Die Beine übertragen in dieser Sitzposition die Tretkraft optimal auf die Pedale.

3. Das Mountainbike

Im Gegensatz zum Hollandrad oder City Bike stützt ein Mountainbike Fahrer sein Gewicht auf seine Schultern und Arme. Häufig nehmen MTB Fahrer eine zu weit nach vorne geneigte Sitzposition ein.

Die Rückenbelastung

Durch den “Katzenbuckel” muss der Mountainbike Fahrer seinen Kopf in den Nacken legen. So wird die Halswirbelsäule stark belastet, infolge verkrampft die Schultermuskulatur.

Eingeengte Nerven können die Extremitäten nicht mehr ausreichend versorgen, was sich in Kribbeln und Taubheitsgefühlen bemerkbar macht.

Bei der idealen Sitzposition auf dem MTB bilden Oberkörper und Arme einen Winkel von 30 bis 60 Grad.

Für den Rücken ist diese Position schonend.

Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass Sie mit dem ausgestreckten Bein die Ferse auf das Pedal setzen können.


Welcher Fahrradsattel eignet sich?

Der Sattel sollte eine ergonomische und feste Sitzfläche bieten, wie der SQlab Sattel 621 Ergolux Active Infinergy 2.0.

Zusätzlich kommt das SQlab-Active System Menschen mit Bandscheibenvorfall entgegen: Seitliches Kippen der Sitzfläche bei jeder Kurbeldrehung bildet die natürliche Gehbewegung nach.

SQlab 621 Fahrradsattel
ANSEHEN

Für die nötige Dämpfung können Sie eine gefederte Sattelstütze montieren. Im Gegensatz zur Polsterung bewegt sich der gesamte Fahrradsattel mit, wodurch die Wirbelsäule effektiv entlastet wird.


4. Das Hollandrad

Oftmals sieht man Damen, die mit Hohlkreuz auf dem Sattel thronen. Diese Fehlhaltung überträgt jeden Stoß von der Fahrbahn auf die bereits zusammengedrückte Wirbelsäule.

Die Rückenbelastung

Als Schutzhaltung nehmen Fahrerinnen eine stocksteife Haltung ein, wodurch allerdings das Gegenteil der erhofften Schonung eintritt:

Muskeln verkrampfen sich und das Risiko für einen erneuten Bandscheibenvorfall steigt an.

Stellen Sie Sattelhöhe und Lenker so ein, dass die Arme zum Oberkörper im 90 Grad Winkel stehen. So ist der Sitzkomfort mit sensiblem Rücken auf dem Hollandrad optimal.

Sie sollten mit diesem Rad einen Radius von höchstens zehn Kilometern in flachem Gelände fahren, da die hoch am Körper gehaltenen Arme nicht die volle Tretkraft erlauben.

5. Das Rennrad

Die gestreckte Sitzhaltung ist sehr kritisch, da der Kopf in den Nacken gelegt und das Becken aufgerichtet wird. Eine stark zusammengeschobene Halswirbelsäule verursacht Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit.

Die Rückenbelastung

Bandscheibenbeschwerden verlagern sich bei Rennradfahrern oftmals auf die Hals- und Brustwirbel. Neben den Knorpeln werden auch Nerven belastet, die durch die Wirbel verlaufen.

Die unnatürliche Körperspannung begünstigt Bandscheibenvorfälle an jeder Stelle der Wirbelsäule, auch taube Finger sind an der Tagesordnung.

Fazit

Welches Fahrrad bei Bandscheibenvorfall das richtige ist, richtet sich nach Ihrer Körpergröße und dem Fahrprofil. Die beste Entlastung für die Bandscheiben bietet eine leicht gebeugte Sitzhaltung und vor allem, die individuell angepasste Sattel- und Lenkerhöhe.

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