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Welches E-Bike hat die größte Reichweite? 6 Faktoren für eine lange Puste

Welches E-Bike hat die größte Reichweite

Welches E-Bike hat die größte Reichweite? Ein Kunde, der mit dieser Frage den Fahrradverkäufer begrüßt, sollte einen Vormittag Zeit mitbringen.

Die Antwort fällt etwas länger aus, da manche Faktoren beim realen Fahren die Akkukapazität ganz anders fordern, als ein Labortest.


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Welches E-Bike hat die größte Reichweite? 6 Faktoren spielen eine Rolle

1. Die Akkukapazität

Die Reichweite hängt unter anderem von der Akkukapazität ab. Zwei Akku-Generationen früher lag der Höchstwert bei 500 Wh, heute fassen die Energiespeicher 600 bis 750 Wh.

Falls der Hersteller andere Werte als Watt pro Stunde (Wh) angibt, können Sie diese leicht errechnen, indem Sie Amperestunden mit der Voltstärke multiplizieren.

2. Die Tretunterstützung

Überlässt ein Fahrer den Großteil der Arbeit seinem Motor und tritt selbst nur minimal in die Pedale, verkürzt sich die Reichweite. Einstellbare Unterstützungsstufen sparen demnach Energie ein.


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3. Der Wirkungsgrad

Wie viel Speicher-Energie tatsächlich als Bewegungs-Energie genutzt wird, bestimmt der Wirkungsgrad. Die Getriebe bei Mittelmotoren erzeugen gewissen Reibungswiderstand, der die im Motor erzeugte Kraft mindert.

4. Die Fahrstrecke

Ein gleichmäßiger Asphaltbelag auf ebener Straße besitzt einen kleineren Rollwiderstand als ein ruppiger Trail mit kleinen Kurven und Anstiegen im Gelände. Weiter steigern eine aufrechte Sitzposition sowie weite Kleidung den Luftwiderstand und damit den Energieverbrauch.

Höheres Körpergewicht plus Zuladung verringern die Reichweite ebenso.

Die meiste Energie verbraucht ein Akku im Stadtverkehr, wo es zu häufigen Stopps kommt. Das Anfahren aus dem Stand, vor allem mit dem Wocheneinkauf in den Packtaschen oder dem Nachwuchs im Sitz, fordert der Akkukapazität die meiste Energie ab.

5. Der Reifendruck

Wie man es vom konventionellen Fahrrad kennt, erfordern weiche Reifen viel mehr Kraft zur Fortbewegung. So ist es auch beim E-Bike, dass bei zu geringem Reifendruck der Akku mehr leisten muss. Achten Sie auch auf ausreichendes Profil und wechseln abgefahrene Reifen aus.

6. Das Wetter

Sogar das Klima nimmt Einfluss auf die Reichweite. Nicht nur starker Gegenwind und Regen erfordern mehr Kraft, auch bei Kälte verringert sich die Reichweite merklich.

Wenn Sie allen genannten Punkten frühzeitig entgegenwirken, macht sich dies in größerer Reichweite bemerkbar. Doch dies waren noch nicht alle Faktoren, die die Reichweite günstig beeinflussen.

Sind Laborwerte verlässlich?

Unter Laborbedingungen festgestellte Werte und Leistungskurven fallen anders aus, als wie bei einem Radler, der durch die Natur fährt. Jeder Mensch tritt anders in die Pedale:

  • Ein Fahrer pedaliert mit einem Klicksystem “rund”,
  • der andere forciert nur die Abwärtsbewegung mit Plateau-Pedalen und Straßenschuhen mit weichen Sohlen.

Variierende Trittfrequenz und Trittleistung unterscheiden sich bei jedem Fahrer individuell, sodass ein Reichweitentest mit einer Maschine im Labor keine anwendbare Grundlage darstellt, ob sich dieses oder jenes E-Bike besser eignet.

Sehr wohl können Sie jedoch erkennen, ob ein Antriebssystem mit Mittel- oder Heckmotor besser zu Ihren persönlichen Anforderungen passt.

E-Bike Reichweite erhöhen – 2 Tipps

1. Ersatzakku mitnehmen

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Die einfachste, aber nicht unbedingt die günstigste Möglichkeit die E-Bike Reichweite zu erhöhen bietet ein Ersatzakku. Ein vollgeladener Ersatzakku verdoppelt bei sonst gleichbleibenden Faktoren die Reichweite eines E-Bikes.

Die negativen Punkte liegen auf der Hand:

  • Das zusätzliche Gewicht (ab 3 kg) wiegt schwer im Rucksack
  • Der relativ hohe Preis des Akkus möchte sich nicht jeder nach einem doch noch relativ teuren E-Bike Kauf leisten

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2. Energiesparende Fahrtechnik

Sie können durch eine aktive Fahrweise den Akku schonen und den Aktionsradius vergrößern. Eine flotte Kadenz greift den Energievorrat weniger an, als mit zögerlichem Tempo in die Pedale zu treten.

Die richtige Fahrdynamik hilft ebenso, Ressourcen einzusparen: Nehmen Sie in Kurven den Schwung mit und vermeiden Sie Stopps an Steigungen. Fahren Sie so vorausschauend, dass Sie möglichst wenig abbremsen müssen.

Falls Sie seit Kurzem stolzer Besitzer eines E-Mountainbikes sind, empfehlen wir, einen E-Bike-Kurs zu besuchen.

Das Fahrsicherheitstraining wird in vielen Städten angeboten (1), womit wie in der Fahrschule wertvolle Grundlagen vermittelt werden.

Fazit

Die Reichweite des E-Bikes lässt sich nicht allein an der Akkukapazität festmachen, denn der Energiebedarf steht in engem Zusammenhang mit äußeren Einflüssen. Umsichtige Fahrtechnik und gute Pflege verlängern den Spaß und halten die Kosten im Rahmen.

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