Der beste Rennrad Sattel (2019) – Richtige Einstellung ist alles

rennrad sattel test

Es liegt vor allem am Rennrad Sattel, ob das Fahren Spaß macht oder die Touren kürzer ausfallen, als geplant. Viele Vorbereitungen sind nötig, bis das Bike zum ganz persönlichen Unikat wird.


Beliebte Rennradsättel:


Es ist nicht damit getan, den coolen gelben Rennrad Sattel zu montieren: Finden Sie die optimale Sitzposition und erfahren Sie im Beitrag, welche Einstellungen gegen Schmerzen helfen und die Kraftübertragung steigern.

Die besten Rennrad Sättel

1. Empfehlung – Brooks Flyer Rennrad Sattel

  • Maße: 275 x 175 x 87 mm
  • Sattelrahmen schwarz emailliert
  • Kernleder Farben: Honig, schwarz, braun
  • Passend für Patent-Sattelstützen
  • Gewicht: 860 g
  • Preis: ANSEHEN

Der Brooks Rennradsattel spricht nicht nur den Sportler, sondern auch den Individualisten an.

An den Rändern abgeschliffene, schmal eingezogene Flanken bieten den Beinen völlige Bewegungsfreiheit beim schnellen Pedalieren. Schwarz emaillierte Stahlfedern sowie von Hand eingeschlagene Kupfernieten verleihen dem klassischen Retro Rennrad Sattel nicht nur eine sehr wertige Optik, sondern auch hohen Sitzkomfort.

Da sich der Flyer als Rennrad Sattel für lange Touren bewährt, eignet er sich bestens für das Trekkingrad. Der Rennrad Sattel kommt in braun, honigfarben oder schwarz ohne Kloben.
Ansonsten lässt sich der Flyer an alle gängigen Patent Sattelstützen montieren.

Der Brooks Rennrad Sattel im Vintage Look benötigt allerdings regelmäßige Pflege, um jahrelang ansehnlich und geschmeidig zu bleiben. Eine Probe Proofide Lederpflegemittel und das Werkzeug zum Nachziehen der Spannschraube legt der Hersteller dazu.

Nach der Einfahrzeit passt sich das Leder am Rennrad Sattel genau der Anatomie seines Fahrers an, wodurch die optimale Sitzfläche wie bei einer Maßanfertigung entsteht.

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2. SQlab 612 Ergowave Active S-Tube

  • Länge: 275 mm
  • Material: S-Tube Streben, C84, Superlight Foam
  • Einsatzbereich: Road & MTB Race
  • Max. Belastung: 100 Kg
  • Gewicht: 214 g (ohne Elastomere)
  • Preis: ANSEHEN

Der ergonomische Rennrad Sattel aus der SQlab Ergowave Serie passt vielen Sportfahrern sofort perfekt.

Mit erhöhtem Heck, was vom Stufensattel Konzept übernommen wurde, sowie einem leicht hochgezogenen Rand gibt das Modell 612 auch Mountainbikern ausreichenden Halt auf unbefestigten Strecken.

Wo sich sonst Radler nur durch Vor- und Zurückrutschen behelfen mussten, bewirkt die Vertiefung in der Mitte beim SQlab Rennrad Sattel Dammentlastung.

Druckstellen und Taubheitsgefühl minimieren sich. Im Nebeneffekt erhöht eine angenehme Sitzposition durch die tiefer liegende Nase optimale Kraftübertragung auf das Pedal.

Straffe Elastomer Polsterung macht den SQlab Rennrad Sattel bereits richtig bequem, die Kippbewegungen der Active Technologie runden den Fahrkomfort ab:

  • Druckpunkte minimieren sich
  • und die Bandscheiben werden durch kraftzehrende Beinarbeit spürbar weniger strapaziert.

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3. Velo Sattel Airthru Gel

Velo Sattel Airthru Gel Rennrad Sattel

  • Größe: 273 x 141 mm
  • perforierte Sattelschale und Bezug
  • Gestell: CrMo mit Skala
  • Polsterung: weiches Honeycomb-Gel
  • O-Zone Base Cut zur Druckentlastung
  • Preis: ANSEHEN

Velo stellt ein Multisport Modell vor, das dank ausgeklügelter Rennrad Sattel Federung auch bei MTB und Triatlon zum Einsatz kommt:

Die Dämpfung nach dem Cross Bow Prinzip absorbiert Vibrationen und Schläge auf Strecke effektiv.

Für angenehm weiche Polsterung sorgt das integrierte Honeycomb Gel.

Zwecks Verbesserung der Performance durch gute Klimatisierung sind die Sattelschale und der Bezug perforiert, was sich auch in leichtem Gewicht zeigt: Der Velo Sattel Airthru Gel wiegt nur 268 g.

Leistungsorientierte Sportler schätzen den O-Zone Base Cut, eine ergonomische Aussparung, die ausreichende Blutzirkulation im Dammbereich sichert. Das robuste Chrom Molybdän Untergestell lässt sich dank Skala ohne viel Probieren exakt justieren.

Anerkennung des Rad Magazins

Für sein gut gelungenes Gesamtkonzept prämierte das deutsche Radmagazin Bike den Velo Airthru Gel Rennrad Sattel mit einer Empfehlung als Preis-Leistungs-Tipp.

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4. Selle SMP Extra Color Edition Rennradsattel für Herren

Selle SMP Extra Color Edition Rennrad Sattel

  • Einheitsgröße
  • Gewicht: 395 g
  • Material: Karbon verstärktes Nylon, Edelstahl
  • 6 Farben
  • Ergonomisches Design
  • Preis: ANSEHEN

Formschönes und hoch funktionelles Design zeichnet den Selle SMP Extra als ergonomisch günstigen Rennrad Sattel für Herren aus.

Für Profis

Von dem Rennrad Sattel mit Aussparung profitieren speziell Profifahrer, die viele Stunden auf dem Rad verbringen: Der anatomische Entlastungskanal in der Mitte erhöht laut medizinischem Gutachten die Durchblutung von Beinmuskulatur sowie Genitalbereich um 100 %. Im Rennrad Sattel Test wurde Leistungssteigerung beobachtet, Prellungen und Reibungen an der Haut verringern sich.

Die Sitzfläche ist 275 x 140 mm groß und mit straffer Polsterung ausgestattet.

Der Bezug an diesem Rennrad Sattel besteht aus der Carbon Nylon Faser Xsenium, die angenehm weich jedoch abriebfest ist. Käufer loben den rutschfesten Halt der leicht profilierte Struktur.

Der mittels Vakuumtechnik wasserfest versiegelte Rennsattel lässt sich bequem auf dem Mountainbike oder Trekkingrad fahren. Die Color Edition bringt Farbe ins Spiel: Der Rennrad Sattel ist in

  • weiß, blau, gelb,
  • rot, braun und schwarz lieferbar.

Auch für Damen hat Selle Italia Rennrad Sattel im Programm, die ergonomisch optimiert besten Sitzkomfort bieten.

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5. Selle Italia Turbo 1980 Weißer Rennrad Sattel

Selle Italia Turbo 1980 Weiß Rennradsattel

  • Maße: 275 x 146 mm (L x B)
  • Material Schale: Rylsan, Nylon N6
  • Bezug: Microfiber
  • Streben: Stahl-Eisen-Carbon-Legierung (FeC)
  • Sattelstreben: 7 x 7 mm
  • Preis: ANSEHEN

1980 revolutionierte der Turbo Rennrad Sattel Selle Italia mit dem ersten voll anatomischen Design die Rennradwelt. Schnell entdeckten Profis wie Le Mond, Fignon und Indurain die Vorteile des damals innovativen Modells und verhalfen dem Rennsattel zu internationaler Bekanntheit.

Heute feiert der Turbo 1980 ein glänzendes Comeback als Retro Fahrradsattel nach originalem Vorbild. Der Rennrad Sattel damaliger Profis ist in dieser modernen Ausführung mit Mikrofaser bespannt, alternativ ist die Vollnarbenleder Ummantelung im Angebot.

Auch die authentische Nylon-Kunststoffschale und das Karbon-Gestell sind heute an Fixie und Single Speed die erste Wahl.

Der italienische Hersteller entwickelte parallel das ID-Match System: Mit diesem funktionellen und anthropometrischen Test lassen sich alle Parameter bestimmen, um die optimale Sattelform für den Fahrer zu finden.

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Rennrad Sattel Test und Kauf – 10 Kriterien

rennrad sattel test und kauf

Gel bringt nicht immer Sitzkomfort und ein leichter Sattel ist kein Garant für eine schnellere Zeit. Wohl kaum ein anderes Teil der Sportausrüstung sollte ein Radsportler intensiver testen, als seinen Rennrad Sattel.

Kein Wunder, dass unter Insidern allerlei Witze und Klischees kursieren, die sich um den falsch gewählten Sattel drehen:

Von Impotenz über Knochenhautentzündung bis zu unerträglich schmerzhaften, langen Touren auf einer unpassenden Sitzgelegenheit.

Den Herstellern ist wohl einiges zu Ohren gekommen, denn die Forschung hat inzwischen zahlreiche Technologien und Erkenntnisse hervorgebracht, die frühere Rennrad Sattel Probleme beseitigen.

Achten Sie bei der Kaufentscheidung und in der Einfahrzeit auf diese zehn Punkte:

10 Kaufkriterien für einen Rennradsattel

1. Ein neuer Sattel drückt
2. Die erste Ausfahrt im Frühjahr
3. Das Augenmaß kann täuschen
4. Rennrad Sattel für Damen und Herren
5. Kunststoff oder Leder?
6. Tempo vs. Komfort
7. Profis nehmen es leicht
8. Das Rennrad Sattel Fitting
9. Die Familienplanung
10. Der perfekte Rennrad Sattel

1. Ein neuer Sattel drückt

Die Probefahrt ist unverzichtbar, denn sie hilft bei der Kaufentscheidung ungemein. Lassen Sie sich Zeit, denn auf den ersten Fahrten kann selbst der richtige Rennrad Sattel Schmerzen an den Sitzknochen verursachen.

Dies ist eine normale Reaktion der Knochenhaut an den Sitzhöckern.

Während Sie die optimale Position auf dem Rennsattel suchen, entzündet sich die Knochenhaut leicht. Der Körper wird sich in dieser Zeit an den neuen Rennrad Sattel gewöhnen.

Doch Vorsicht.

Wenn Sie ständig den Sattel wechseln, weil Schmerzen auftreten, beginnt die Tortur jedes Mal von Neuem. Warten Sie ab. Erst wenn sich nach mehreren Touren der Zustand nicht bessert, sollten Sie sich für ein anderes Modell entscheiden.

2. Die erste Ausfahrt im Frühjahr

Wenn Sie nach der Winterpause das Rad zum ersten Mal aus dem Keller holen, ist es möglich, dass der gewohnte Rennrad Sattel Schmerzen bereitet.

Wie kann das sein?

Als Ursache kommt Ihre Kehrseite infrage, deren Sitzknochen sich erst wieder an den Sattel gewöhnen müssen.

Tritt nach einigen Tagen beim Fahren keine Besserung ein, ist wahrscheinlich die Sitzfläche durchgesessen. In diesem Falle sollten Sie einen neuen Rennrad Sattel kaufen.

3. Das Augenmaß kann täuschen

Jeder Wanderer kennt seine Schuhgröße, doch kennt jeder Radsportler den Abstand seiner Sitzknochen? Ermitteln Sie daher zuerst die Rennrad Sattel Breite mittels Sitzhöckervermessung.

Auf der Suche nach dem perfekten Sattel ist dieser Messwert essenziell wichtig, denn die Sitzhöcker bilden die wichtigste Kontaktstelle des Körpers zum Fahrrad.

Wenn Sie den Abstand Ihrer Sitzknochen wissen, reduziert sich automatisch die Auswahl der passenden Sättel.

Die Vorauswahl erleichtert die Kaufentscheidung, welchen Sattel Sie sich näher anschauen sollten und welches Modell von vorneherein ausscheidet. In vielen Fahrrad Fachgeschäften stehen Messgeräte bereit, bei der online Bestellung können Sie die Messung mit einem Stück Wellappe zu Hause vornehmen.

4. Rennrad Sattel für Damen und Herren

Auf die männliche oder weibliche Anatomie optimiert, gewährleistet ein Rennrad Sattel genügende Durchblutung. Die Sitzbedürfnisse unterscheiden sich, da der Schambeinbogen einer Frau tiefer liegt und beim Mann der Dammbereich sensibler ist.

Die Aussparung beim Rennrad Sattel für Männer verläuft längs über die Mitte, bei einem Damensattel befindet sich die Vertiefung im vorderen Bereich.

Allerdings verzichten auch einige Hersteller auf die geschlechtsspezifische Unterschiede, beispielsweise hat SQlab den unisex Stufensattel entwickelt.

5. Kunststoff oder Leder?

Jeder Radler muss eigene Erfahrungen sammeln, ob die Satteldecke aus Kunststoff oder Leder den persönlichen Bedürfnissen besser entspricht. Ein Retro Rennrad Sattel aus Leder muss lange eingefahren werden, doch dafür gleich er sich perfekt der Anatomie des Fahrers an.

Das Naturprodukt ist witterungsempfindlich, es benötigt regelmäßige Pflege mit Lederfett und Wartung, doch dafür beträgt die Lebensdauer viele Jahre.

Ein Ledersattel kann auch repariert werden.

Dem entgegen steht der moderne Sattel aus Kunststoff mit kurzer Einfahrzeit, wasserfester Verarbeitung und leichterem Gewicht. Verschleiß und Materialermüdung verkürzt die Nutzungsdauer, doch der Preis liegt für Kunststoffsättel günstiger. Eine Empfehlung in die eine oder andere Richtung kann es daher nicht geben.

6. Tempo vs. Komfort

Die Sitzposition auf dem Rennrad unterscheidet zwei grundverschiedene Belastungsformen: Komfortables Fahren auf dem Sitzbein in aufrechter Haltung oder die klassische weit nach vorn gebeugte Position auf dem Schambein.

Beide Fahrstile stellen andere Ansprüche an den perfekten Sattel:

  • Fahren Sie mit dem Rennrad flott, aber entspannt zur Arbeit?
  • Oder trainieren Sie intensiv im Verein und nehmen an Straßenrennen teil?

Vielleicht ist es eine Überlegung wert, zwei entsprechende Sättel anzuschaffen, wenn beides zutrifft.

Aus praktischen Erfahrungen raten erfahrene Radler zur Mittelrille bei geschlossener Satteldecke am Herrenmodell.

Warum?

Falls Sie mit einem Lochsattel auf nasser Straße fahren, wird der freiliegende Bereich intensiv bewässert.

Damit steigt das Risiko einer Verkühlung oder Blasenentzündung und nicht nur das. Stellen Sie sich auf freche Bemerkungen Ihrer Kollegen ein, falls Sie mit durchnässter Hose an der Arbeitsstelle erscheinen.

7. Profis nehmen es leicht

Für viele Sportarten können Sie die professionelle Ausrüstung erwerben und gleich loslegen. Also studieren Sie gleich den Roadbike Rennrad Sattel Test und erfahren Details zu Ihrem Wunschsattel. Da der Profisattel wird meist aus Titan oder Karbon gefertigt ist, treibt das Material den Preis ziemlich in die Höhe.

Das oberste Gebot beim Profi Rennsattel ist die maximale Reduzierung des Gewichts, auch wenn es um wenige Gramm geht. Für den Breitensport setzen die Hersteller auf mehr Komfort, beispielsweise weist ein Amateur Rennrad Sattel Federung, entlastende Gel-Pads sowie die ergonomische Aussparung auf.

Wenn der Freizeitfahrer noch eine gepolsterte Radlerhose trägt, wird das Rennrad fahren zum sportlichen Hobby.

8. Das Rennrad Sattel Fitting

Wenn es drückt und zwickt, liegt es nicht automatisch am Material. Falls ein passend erworbener Sattel seine Aufgabe nicht zufriedenstellend erledigt, liegt die Ursache diverser Unannehmlichkeiten in der falschen Montage.

Sie sollten den Rennrad Sattel passend einstellen. Dies betrifft die nicht nur die Höhe, sondern auch die waagerechte Ausrichtung der Sitzfläche. Möglicherweise muss der Rennrad Sattel weiter nach vorne verschoben werden oder das Sitzen ist angenehmer, wenn Sie die Sattelnase minimal nach unten richten.

Mit der Einstellung des Rennsattels beschäftigen wir uns gleich noch genauer.

9. Die Familienplanung

Besonders, wenn ein Fahrer nach absolvierter Langstrecke vom Rennrad Sattel absteigt, kreisen die Gedanken um eine große Frage: Droht durch dauerhaftes Fahren auf einem harten Rennradsattel Impotenz?

Die Antwort lautet: Jein.

Man muss nach zwei Gesichtspunkten differenzieren.

Ein ergonomischer Rennrad Sattel für lange Touren bietet dem Freizeitfahrer mehr Komfort als ein Profisattel. Gelkissen schonen die Sitzhöcker und die Mittelrille, vielleicht in Kombination mit einer Vertiefung (Dip), erhält ausreichende Durchblutung der privaten Bereiche aufrecht und reduziert den Druck.

Vielmehr ist Überhitzung im Genitalbereich eine bekannte Ursache für verminderte Spermienbildung.

Das bedeutet, nicht allein der Sattel, sondern längeres Radfahren in falscher Bekleidung kann zu temporären gesundheitlichen Störungen führen.

Bei regelmäßigen langen Touren sollten Sie daher Funktionskleidung tragen, einen bequemen Rennrad Sattel montieren und von Zeit zu Zeit kurz in den Pedalen stehen.

10. Der perfekte Rennrad Sattel

Das harmonische Zusammenspiel erzielt die passende Rahmengröße, Sattelbreite, Sitzhöhe und -winkel. Da die wichtigste Schnittstelle zwischen Fahrer und Rad immer der Sattel ist, sollten Sie hier auf höchste Bequemlichkeit achten.

Bis das optimale Modell gefunden ist, kann es eine Weile dauern. Gute Voraussetzungen bietet ein Rennrad Sattel specialized für Herren und ein Rennrad Sattel für Damen specialized, da die persönliche Anatomie im Design berücksichtigt wird.

Einen universell passenden Rennrad Sattel gibt es leider nicht.

Die Rennrad Sattelhöhe einstellen – so geht’s

Die Rennrad Sattelhöhe einzustellen ist relativ einfach, doch der Effekt einer optimalen oder ungünstigen Justierung macht sich beim Fahren enorm stark bemerkbar. Falls Sie regelmäßig und längere Touren zurücklegen, gibt es die Möglichkeit, bei einem professionellen Bike Fitting die richtige Höhe am Rennrad Sattel einstellen zu lassen.

Davon einmal abgesehen stehen uns eine Reihe Formeln und Methoden zur Verfügung, womit Sie selbst die richtige Höhe sowie die Position vom Rennrad Sattel zum Lenker einstellen können.

Weitere Faktoren, die Einfluss auf die Sattelhöhe nehmen, sind die Länge der Tretkurbelarme, die Ausrichtung der Schuhplatten (Cleats) sowie die Längseinstellung der Sitzfläche.

Allgemein wird die Sattelhöhe von der Mitte des Tretlagers bis zur oberen Sattelkante vermessen. Diese Justierung verändert das Fahrgefühl grundlegend.

Falls Sie bisher viele Kilometer mit der falschen Sattelposition gefahren sind und sich nach der fachgerechten Einstellung zum ersten Mal auf das Rad schwingen, werden Sie einen Unterschied wie Tag und Nacht spüren.

Plötzlich mobilisieren Sie ungeahnte Kraftreserven, der Sitzkomfort ist wunderbar und das Reißen im Knie ist wie weggeblasen. Eine korrekte Einstellung erhöht den Spaßfaktor und beugt beim Rad fahren langwierigen Verletzungen vor.

1. Die Einsteiger-Methode: Ferse aufs Pedal

rennrad sattel einstellen

Bei der bekanntesten Methode zur Einstellung der Sattelhöhe wird eine Tretkurbel in die untere 6-Uhr-Position gebracht und die Ferse auf das Pedal gesetzt. Auch wenn diese Art der Einstellung nicht sämtliche Faktoren zur Einstellung des Rennradsattels berücksichtigt, reicht es für den Anfang aus, eine günstige Sitzpositon zu finden.

Für diese Anwendung benötigen Sie weder spezielles Werkzeug noch eine mathematische Berechnung. Setzen Sie sich aufs Rad und kurbeln rückwärts, bis das Bein senkrecht steht. in dieser Position muss das Knie völlig durchgedrückt sein.

Falls das Strecken nicht ganz klappt, stellen Sie den Sattel minimal höher. Erreicht die Ferse das Pedal nicht mehr mit flächigem Aufsetzen, muss die Sattelhöhe niedriger eingestellt werden. Probieren Sie so lange, bis die richtige Position erreicht ist.

Sollte barfuß oder mit dem Radschuh gemessen werden?

Es ist wohl unwahrscheinlich, dass Sie mit nackten Füßen radeln. Ziehen Sie beim Einstellen der Sattelhöhe die Schuhe an.

Bedenken Sie, dass die Ferse-Pedal-Methode eine statische Messung ist, die lediglich einen Aspekt erfasst. Feinere Justierung erfordert unter anderem die Einbeziehung der Schuhplatten.

Fachleute raten, immer unterschiedliche Methoden zur Einstellung der Sattelhöhe anzuwenden. Je mehr Messungen Sie durchführen, um so exakter lässt sich die Sitzposition ermitteln.

2. Die Sattelhöhe mit der Le Mond Methode ermitteln

Greg Le Mond ist mehrfacher Sieger der Tour de France. Der bekannte Rennradprofi hat viel zur Weiterentwicklung seiner Sportart beigetragen. Unter anderem tragen Fahrradmodelle seinen Namen, doch uns interessiert die Methode zur Einstellung der Sattelhöhe, die der Radrennfahrer und sein Trainer in den 1980er Jahren erarbeitet haben.

Die Le Monde-Methode ist seitdem die bekannteste Art der Satteleinstellung an Profirädern. Zur Berechnung der persönlichen Höhe dient die Schrittlänge als Grundwert. Ziehen Sie die Schuhe aus und stellen beide Füße flächig auf den Boden.

Zur Vermessung benötigen Sie ein Buch oder einen ähnlich flachen Gegenstand, der mit etwas Druck bis oben so zwischen die Beine geschoben wird, als säßen Sie auf dem Sattel. Messen Sie die den Abstand vom Buchrücken im Schritt bis zum Fußboden.

Die Le Monde Formel zur Berechnung der Rennrad Sattelhöhe lautet: Schrittlänge x 0,883

Das Ergebnis bezeichnet die Distanz zwischen der oberen Sattelkante und der Mitte des Tretlagers. Doch Achtung: Diese Messung berücksichtigt keine körperlichen Besonderheiten und Anforderungen der Fahrer.

Die Le Monde Methode zur Einstellung der Sattelhöhe ist nicht anwendbar auf:

  • Radfahrer, mit besonders langen Oberschenkelknochen im Verhältnis zum Rumpf
  • Personen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit

109 prozent methode

Die weiterentwickelte Le Monde-Messung ist als 109%-Formel bekannt. Auch hier dient als Grundlage die exakt gemessene Schrittlänge, die in diesem Falle mit 109 multipliziert wird. Der errechnete Wert bezeichnet ebenso den Abstand zwischen der oberen Sattelkante und dem Zentrum des Tretlagers.

Inzwischen sind Fachleute zu der Erkenntnis gekommen, dass die Le Monde Berechnung nur für den Ruhezustand zutrifft. Moderne Messungen erfolgen bei der Bewegung.

Bei einem Bike Fitting pedaliert der Radfahrer, wodurch der dynamische Beugewinkel des Knies mit in die Berechnung einfließt. Dadurch lässt sich die individuelle Sattelhöhe noch akkurater anpassen.

3. Die horizontale Einstellung des Rennrad Sattels

sattelposition rennrad

Wie bereits erwähnt, ist die Ausrichtung des Fahrradsattels eine komplexe Angelegenheit. Die Sattelhöhe ist nur ein Teil dessen, wodurch sich die optimale Sitzposition auf dem Rad ermitteln lässt.

Obwohl der Kniewinkel identisch sein mag, kann die Sattelhöhe deutlich variieren. Ein Fahrer, der die Fußballen auf das Pedal setzt, stellt seinen Sattel höher ein, als ein Radler, der den Mittelfuß oder die Ferse zum Pedalieren einsetzt.

Nachdem Sie die persönliche Sattelhöhe gefunden haben, geht es nun mit der Längsausrichtung weiter. Diese Einstellung beeinflusst wesentlich den Sitzkomfort während langer Strecken und die Kraftübertragung auf die Pedale. Der effektiven Fahrleistung wegen sollte die Längseinstellung darum nicht vernachlässigt werden.

Sie sollten den Rennrad Sattel weiter nach vorne stellen, wenn Sie die Pedale eher voraus schieben, anstatt mit dem Körpergewicht senkrecht nach unten drücken. Idealerweise befindet sich der eigene Schwerpunkt bei der Sitzposition genau über dem Tretlager.

In welche Richtung Sie den Rennrad Sattel verschieben sollten, bestimmt das sogenannte Knielot. Hierbei handelt es sich um eine gedachte senkrechte Linie, die auf der waagrechten Kurbelstellung exakt vor dem Knie verläuft.

Benutzen Sie ein langes Lineal, einen Zollstock oder eine Leiste, um den Rennrad Sattel nach vorne oder zurückzuschieben. Justieren Sie die Einstellung so lange, bis die Senkrechte vor dem Knie über dem Gelenk der Großzehe auf die Pedalachse weist.

Falls das Knielot zu weit vorn verläuft, muss der Sattel zurückgesetzt werden, liegt es zu weit zurück, schieben Sie den Sattel entsprechend Richtung Lenker.

Kann man auch eine Schraubenmutter an eine Schnur binden und mit diesem Lot messen?
Zur Not können Sie ein Lot benutzen, doch eine feste Leiste sichert die genaueren Ergebnisse. Eine flexible Schnur kann sich verformen oder sich bewegen, wodurch ungenaue Resultate entstehen können.

Nehmen Sie sich Zeit für die genaue Längseinstellung des Sattels, denn dies ist eine häufige Ursache für Kniebeschwerden bei leistungsorientiertem Rad fahren. Rennrad Sattel der Selle Italia SLR Serie besitzen daher eine Skala am Gestänge, die eine schnellere Einstellung ermöglicht.

Sattelhöhe und Kurbelarme

Sattelhöhe einstellen

Letztendlich hat auch die Länge der Kurbelarme Einfluss auf die Rennrad Sattelhöhe. Bei einigen Rennradfahrern hält sich die These, dass ein niedrig eingestellter Sattel und lange Kurbelarme am Tretlager mehr Power generiert. Dies erscheint so, da es anstrengender erscheint, einen großen Kreis zu kurbeln.

Diese Erfahrungen widerlegen allerdings Kollegen aus der Profifahrerzunft. Selbst ambitionierte Damen stellten im Rennrad Sattel Test fest, dass die veränderte Länge der Kurbelarme nicht relevant ist: Es besteht kein Zusammenhang mit der Kraftübertragung.

Wenn der Kauf eines neuen Rennrads ansteht, brauchen sich Fahrer nicht zu sorgen, dass sich eine bestimmte Länge negativ auf die Leistung auswirkt.

Die Tretkurbel beeinflusst andere Faktoren, die zur optimalen Sitzposition beitragen. So bewirkt ein kurzer Kurbelarm bessere Spreizung der Hüfte, wodurch Verletzungen vorgebeugt werden.

Auch die richtig eingestellte Sattelhöhe beeinflusst die Kraftübertragung bei der Tretbewegung. Es ist schon gravierend, ob die Kurbelarme oder 172,5 mm oder 175 mm lang sind – der Fahrkomfort könnte hier verbessert werden.

Trotzdem werden meist die Kurbelarme gefahren, die der Hersteller montiert hat – ob sie zur Sattelhöhe oder Rahmengröße passen oder nicht.

Die Sattelhöhe feinjustieren

Nachdem Sie nun die Einstellungen der Sattelhöhe und der Längsrichtung nach den “Ferse-Pedal” und “Le Mond” Methoden vorgenommen haben, sollten Sie zu ausgiebigen Probefahrten starten.

Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was der Tritteffizienz und der Kraftübertragung zugutekommt. Nehmen Sie das benötigte Werkzeug mit und regulieren Feinheiten der Satteleinstellung unterwegs, wenn etwas nicht ganz optimal erscheint.

Wie viel Sattelüberhöhung am Rennrad?

Einsteiger sind am Anfang meist etwas unschlüssig, bei der Sitzposition auf dem Rennrad den richtigen Bogen herauszubekommen. Dies liegt zum Teil an dem Bild der Radprofis, das man vor Augen hat.

Sich an deren Körperhaltung zu orientieren, ist keine gute Idee, denn Profis sitzen seit Jahren jeden Tag auf dem Rennrad. Erst mit der Gewöhnung stellt sich ein gewisser Sitzkomfort ein, falls man beim Rennrad überhaupt davon sprechen sollte.

Wichtig bei der jeweiligen Sitzposition ist, dass der Radler seine Griffvarianten am Ober- und Unterlenker sowie die Bremshebel bequem erreicht.

Wenn Sie mit gestreckten Oberarmen die Hände nur am Oberlenker haben und auch sonst stocksteif auf dem Rad sitzen, ist der Lenker wohl zu tief eingestellt. Radsport Anfänger sollten den Vorbau so hoch wie möglich justieren.

Der Oberlenker sollte nur minimal tiefer als die Sattel-Oberkante liegen. So gewöhnen Sie die Muskulatur langsam an die Sitzposition und gehen in der Anfangszeit sicher, bequem zu sitzen. Allenfalls hartgesottene Radprofis mit gut gedehnter Muskulatur im unteren Rücken fahren mit mehr als zehn Zentimeter Sattelüberhöhung.

Den geeigneten Abstand zwischen Lenker und Sattel am Rennrad stellen Sie am besten in der Unterlenkerhaltung fest. Damit nehmen Sie die aerodynamisch günstige Haltung ein, wobei Ober- und Unterarme einen rechten Winkel bilden. Beim Pedalieren bewegen sich die Knie eng neben den Ellbogen entlang.

Falls sich Ellbogen und Knie berühren, ist dies ein Indiz für einen zu kurzen Vorbau des Rennrads. Es sei denn, Sie möchten im Oberlenker-Griff betont aufrecht auf dem Rad sitzen.

Übertreiben Sie es nicht mit der flachen Körperhaltung, da dies zulasten der Kraftübertragung und der Rückenmuskulatur geht. Variieren Sie lieber die Griffpositionen und passen die Körperhaltung der jeweiligen Geländeform an.

Wenn nötig, nutzen Sie den stehenden Wiegetritt oder rutschen auf dem Sattel etwas nach vorne, um die Kraftübertragung auf das Pedal zu verstärken. Arbeiten Sie mit der Gangschaltung und fahren in einem angemessenen Gang: Viele Einsteiger wählen eine zu hohe Übersetzung, was zu Knieschmerzen und Überlastung führt.

Was ist ein Monolink Rennrad Sattel?

Das Monolink System des Herstellers Selle Italia betrifft eine Innovation bei der horizontalen Einstellung des Rennrad Sattels. Dazu ist unter der Sitzfläche eine Schiene mittig platziert, die wiederum mit einer speziellen Monolink Rennrad Stütze verbunden wird.

Selle Italia Monolink Sattelstütze

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Die Selle Italia Monolink Sattelstütze ist nur mit eigenen Sattelmodellen, beispielsweise der SLR-Reihe, kompatibel. Aufgrund hoher Nachfrage baut der Hersteller das Angebot ständig aus. Die Vorteile sprechen für sich:

  • Deutlich größerer horizontaler Verstellbereich
  • Skalierungen für exakte Neigungs- und Höhenverstellung
  • Einfache Montage
  • Gängige Durchmesser 27,2 und 31,6 Millimeter
  • Gut verarbeitete Aluminium-Stütze

Mit einem Adapter Kit lassen sich auch herkömmliche Dual Rail Rennrad Sattel mit dem Selle Monolink System verbinden. So können Sie den eingefahrenen Sattel weiter benutzen und die Einstellungen verfeinern.

Radrennsport ist längst Frauensache

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Rennrad fahren boomt als Lifestyle sportlicher Frauen, die jährlich stattfindenden Touren im Breitensport erfahren riesigen Zulauf: Fast die Hälfte der Teilnehmer sind Frauen.

Die großen Hersteller haben reagiert und bieten Frauen Rennräder samt Zubehör an. Bei Stiftung Warentest scheint dieser starke Trend noch nicht angekommen zu sein, denn auf einen Frauen Rennrad Sattel Test warten wir bisher noch. Es existieren lediglich allgemeine Testberichte zum Thema Rennrad-Sättel allgemein.

Wir haben für Sie recherchiert und können Ihnen den Bikeboard Rennrad Sattel Test für Damen als Informationsquelle zeigen.

Hilfe, der Rennrad Sattel knarzt!

Schmutz in der Sattelstütze verursacht manchmal eine ärgerliche Geräuschkulisse. Montieren Sie die Sattelstütze ab und reinigen Sie die Innenseite mit einem langen Schraubenzieher, den Sie mit einem eingeölten Putzlappen umwickeln.

Putzen Sie auch alle Bauteile und reiben alles außer die Karbon-Teile mit dem öligen Lappen ab. Setzen Sie die Sattelstütze wieder zusammen und montieren den Sattel. Eine ausführliche Anleitung ist hier.

Fazit Rennrad Sattel

Mit dem Rennrad Sattel ist es reine Gefühlssache: Das unverfälschte Fahrgefühl entsteht aus der passenden Breite und den individuellen Einstellungen. Die richtige Sattelhöhe steigert nicht nur die Kraftübertragung, sondern beugt auch typischen Radfahrer-Schmerzen und Verletzungen vor.

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