Fahrradsattel zu hart? Weicher machen mit diesen 7 einfachen Tricks!

Fahrradsattel zu hart, Sattel weicher machen

Ist der Fahrradsattel zu hart, ist das Sitzen auf dem Fahrradsattel unbequem. Das Rad bleibt im Keller.

Der Sattel bildet den Komfortfaktor Nr.1 und entscheidet über die Praxistauglichkeit. Schmerzen im Rücken oder am Gesäß sind jedoch kein unabänderliches Schicksal.


Empfehlungen:


Wie Sie Schmerzquellen beseitigen und wie sich ein Fahrradsattel weicher machen lässt, gehen wir im Beitrag nach.

Warum sind Fahrradsattel so hart?

Auf kurzen Strecken ist ein weicher Sattel bequem.

Sein Einsatzzweck ist das “unsportliche” Hollandrad oder das schicke City Bike, womit meist Damen in mäßigem Tempo tägliche Wege in der Stadt erledigen.

Beim Tourenfahren (siehe auch Trekkingsattel) sieht es anders aus: Spätestens nach einer halben Stunde fortdauernder Fahrt verursacht der breite Fahrradsattel Schmerzen am Sitzknochen.

Ursache hierfür ist das tiefe Einsinken des Beckens in die Polsterung.

In tieferen Gewebeschichten verursacht die Tretbewegung eine Reizung der Sehnen- und Muskelansätze, die sich als ziehender Schmerz bemerkbar machen kann. Gleichzeitig drückt der weiche Sattel auf den Dammbereich, wo Nerven und Blutgefäße nicht mehr ausreichend durchblutet werden – Taubheitsgefühl stellt sich ein.

Straffe Stützung wirkt effektiver als das vermeidlich komfortable Polster:

Fahrradsattel zu hart? Im Gegenteil – je länger die Fahrt dauert, umso härter sollte der Sattel sein.

Fahrradsattel zu hart – 7 Tricks, die wirklich helfen

Kunststoffsattel für Alltagsräder besitzen gewöhnlich eine Polsterung aus Schaumstoff und Gel-Kissen, überzogen mit einer dünnen Decke aus Kunstleder. Bei beiden Füllmaterialien bleiben das Volumen und die Elastizität vorerst unverändert.

Später stellen sich Alterserscheinungen ein:

  • Die Zellstruktur des Schaums fällt zusammen,
  • das Gel wird dünn und der Fahrer verdrängt es zur Seite.

Direktes “weicher machen” ist daher nicht möglich, doch pfiffige Radler kennen Mittel und Wege für mehr Sitzkomfort.

1. Der schnellste Weg zum weichen Sattel

Falls Ihnen keine der unten genannten Modifizierungen zusagt, ist es am einfachsten, den ungeliebten harten Sattel auszutauschen.

Besonders gut gefällt uns dieser moderne Sattel nach neuesten orthopädischen Erkenntnissen:

Büchel City/Grande Citta Medicus für Damen

Fahrradsattel zu hart - wechseln zu Büchel City/Grande Citta Medicus für Damen weicher sattel

  • für alle gängigen Touren- und Cityräder
  • drei verschieden Sitzkomfortzonen
  • Federung durch GEL-Einlagen
  • Preis: ANSEHEN

Der Büchel Medicus City-Sattel bietet optimalen Komfort durch drei orthopädische Zonen. Im vorderen Bereich ermöglicht die speziell ausgeformte Sattelnase beste Balance und Kontrolle über das Fahrrad.

Die mittlere Dynamik-Zone liegt tiefer und ist mit einer federnden dreieckigen Aussparung versehen, die Druckentlastung am vorgekippten Beckenknochen bewirkt.

A.V.E. (Aktiv Volume Elastomer) Federung mit dynamischer Gewichtsanpassung sowie zusätzlichen Gelkissen kennzeichnet den hinteren Sitzbereich. Dieser beliebte Sattel ist ebenfalls als Herrenmodell erhältlich.

Wittkop Vito Medicus weicher Sattel für Herren

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Pro

+ hochwertig und langlebig
+ leichter als herkömmlich gefederte Sättel
+ für lange und kurze Fahrstrecken

Contra

– Eingewöhnungszeit bei empfindlichen Personen
– teils Verarbeitungsmängel
– minderwertiger Kloben

2. Die Federung des Sattels verbessern

Wenn das Sattelmodell von Haus aus nur eine dünne Polsterung aufweist, lässt sich die Dämpfung durch bessere Federung erhöhen. Dazu lohnt ein Blick zur Sattelstütze, dem Rohr, das den Sattel mit dem Rahmen verbindet.

Falls der Hersteller eine einfache “Sattelkerze” verbaut hat, empfiehlt sich der Austausch gegen eine Feder-Sattelstütze oder Vario-Sattelstütze. Unebenheiten gleicht die integrierte Feder aus, unangenehme Schläge auf die Wirbelsäule minimieren sich.

3. Ein Sattelbezug erhöht den Sitzkomfort

Manche spartanische Sitzfläche lässt sich mit einem schicken Bezug optisch aufwerten und vor allem viel bequemer herrichten. Sattelbezüge sind zum Fahrradtyp passend erhältlich:

Ein netter Nebeneffekt ist der Schutz gegen Schmutz, UV-Strahlung und Regen, womit sich die Lebensdauer des Sattels erhöht.

4. Eine Radlerhose für längere Touren

Rennradprofis tragen sie, doch auch Freizeitfahrer haben die gepolsterte Hose längst für sich entdeckt.

Entweder handelt es sich um knielange Stretchhosen mit eingearbeitetem Sitzpolster, die im Sommer solo, doch auch unter der normalen langen Hose getragen werden können.

Ebenso sind gepolsterte Shorts, Radunterhosen oder lange Baggyhosen eine Wohltat für lange Touren oder den sportlichen Einsatz auf dem BMX-Rad oder Mountainbike.

5. Einen Ledersattel weicher machen

Ein neuer Ledersattel ist tatsächlich bretthart. Die aufgespannte Decke passt sich in etwa 500 km Einfahrzeit der Beckenform seines Fahrers an.

Damit die Lederfasern sich dehnen können, muss die Unterseite des Sattels mit speziellem Pflegemittel eingefettet werden. Ungeduldige Radler beschleunigen das “Einbrechen” durch risikoreiche Methoden, die wir zwar nennen, aber davon abraten.

Achtung, keine Garantie für das Resultat!

Wärme

Der großzügig eingefettete Sattel bei 50 Grad Wärme in den Backofen gelegt. Beobachten Sie den Vorgang und nehmen den Sattel nach einigen Minuten wieder heraus. Besser ist es, den Sattel stattdessen in die Sonne zu legen.

Weichklopfen

So wie man starre Fersenkappen am Wanderstiefel gangbar macht, kommt auch beim Ledersattel der Gummihammer zum Einsatz. Klopfen Sie 10 – 15 Minuten den Ledersattel weich.

6. Künstlich gealterte Ledersattel

Brooks Flyer Aged Sattel

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Der Hersteller Brooks kommt Kunden mit einem “Aged”-Sattel entgegen, dessen Leder künstlich vorgealtert ist. Die Einfahrzeit sparen Sie sich hierbei, doch das Einfetten ist weiterhin nötig.

7. Fahrradsattel zu hart – Gewöhnung härtet ab

Ob ein Radler einen Fahrradsattel hart oder weich empfindet, hängt mit der Gewöhnung zusammen. Es ist normal, dass ein anderer Sattel anfangs drückt.

Beginnen Sie daher mit kurzen Fahrzeiten, legen ein oder zwei Tage Pause ein und steigern jede Etappe. Mit der Zeit verschwindet der Schmerz von selbst.

Voraussetzung für angenehmes Fahren später gewährleistet die passende Sattelbreite, die sich nach dem gemessenen Abstand der Sitzknochen richtet.

Ein zu schmaler Sattel wird immer unbequem bleiben.

Nur bei genügender Sitzbreite kann sich der Druck gleichmäßig verteilen.

Fahrradsattel zu hart? Welcher ist nun der richtige?

Einen universellen Sattel gibt es nicht. Trotzdem kristallisieren sich zugehörige Sattel- und Radlertypen heraus.

Der Tourenfahrer

Bei Amateur oder Profi kommt es weniger auf Polsterung an, da sich das Gesäß nach Tausenden Kilometern längst an den festen länglichen Sattel gewöhnt hat.

Vornüber gebeugter Oberkörper und hoher Pedaldruck entlasten das betroffene Körperteil zusätzlich.

Der Freizeitfahrer

Er sitzt aufrecht, drückt den hinteren Sattelbereich und übt weniger kräftigen Pedaldruck aus. Da er als typischer “Sitzenbleiber” kaum seine Sitzposition variiert, benötigt dieser Fahrertyp gute Druckverteilung auf einem nicht zu dick gepolsterten Sattel in anatomischer Ausformung.

Kritisch werden Strecken über 100 km: Die Wahrscheinlichkeit von Sitzbeschwerden oder Wundreiben der Beine an der Innenseite erhöht sich.

Frauen

Frauen, die das Rad auf Kurzstrecken im Alltag nutzen, bevorzugen den breiteren, am hinteren Rand gepolsterten Damensattel. Auch hier trifft man die aufrechte bis leicht gebeugte Sitzposition mit wenig Pedaldruck an. Eine kürzere Sattelnase als beim Herrensattel entspricht der weiblichen Beckenform.

Fazit – Fahrradsattel zu hart

Einen Leder- oder Kunststoffsattel weicher zu machen, erfordert ein wenig Geduld und “um die Ecke denken”.


Empfehlungen:


Die passende Höhe und Neigung vermindern ebenso die Druckbelastung, sodass sinnvolles Bikefitting den ehemals unbequemen Sattel in einen Komfortsitz verwandeln kann.

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