E-Bike Motor ruckelt – Die 10 häufigsten Ursachen und Lösungen

E Bike Motor ruckelt Die häufigsten Ursachen und Lösungen

Der Motor setzt aus, ruckelt, stottern oder fällt komplett aus: Der Albtraum aller E-Bike Fahrer tritt vorzugsweise auf längeren Touren auf, nach vielen Kilometern mitten in der Natur. Das Display meldet einen Fehlercode, doch was ist zu tun? Ich zeige Ihnen, welche Störungen Sie selbst beheben können und wann das E-Bike eine professionelle Reparatur braucht.

Verschleiß oder Defekte sind nur selten Auslöser für ungleichmäßige Motorleistung. Ruckeln entsteht gewöhnlich durch unterbrochenen Stromfluss sowie durch lose Kontakte. Eine genaue Kontrolle der genannten Stellen und ein Neustart löst die meisten Probleme.

E-Bike Motor ruckelt – Die 10 häufigsten Ursachen für Aussetzer

Vom Controller bis zum Antrieb ist ein Pedelec mit zahlreichen elektronischen Komponenten ausgestattet. Bereits kleine Ursachen lassen die Unterstützung ungleichmäßig laufen, der Motor zieht nicht mehr wie gewohnt oder zuckt bei jeder Pedaldrehung. Die meisten Fehler lassen sich mit wenigen Handgriffen wieder richten.

1. Das Display hat keine Stromversorgung

Ursache: Der Akku des internen Bordcomputers ist leer.
Lösung: Bei Bosch Intuvia, Kiox und Nyon schließen Sie das Display an das System an und schalten es über die Akkutaste ein. Alternativ können Sie es über den USB-Port aufladen.

2. Veraltete Software

Ursache: Anzeige eines Software Versionsfehlers verursacht Leistungsabfall oder Stottern.
Lösung: Bringen Sie das E-Bike zu Ihrem Fahrradhändler, der die aktuelle Software aufspielt.

3. Sensorbedingte Motoraussetzer

Ursache: Die Geschwindigkeit zeigt 0 km auf dem Display an und die Motorunterstützung ist eingeschränkt. Es liegt an dem Drehzahlsensor, der sich durch holprige Wegstrecke verdreht hat.
Lösung: Prüfen Sie an den Speichen des Hinterrads die Position des Magneten und korrigieren diese. Der Abstand zum Sensor beträgt idealerweise zwischen fünf und siebzehn Millimeter.

4. Keine Tretunterstützung

Ursache: Der Drehmomentsonsor ist wahrscheinlich fehlerhaft oder nicht initialisiert. Die Tretunterstützung ist nur gering oder fehlt komplett.
Lösung: Nehmen Sie den Fuß vom Pedal und betätigen den Ein-Aus-Schalter am Akku, um das System neu zu starten.

5. Anzeige eines unbekannten Systemfehlers

Ursache: Die Tretunterstützung ist geringer als gewohnt, der E-Bike Motor zuckt und ruckelt
Lösung: Schalten Sie den Akku aus, entnehmen ihn aus seinem Fach und setzen ihn wieder ein. Starten Sie das System neu durch Drücken der Ein-Aus-Taste.

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6. Falsch eingesetzter Akku

Ursache: Möglicherweise ist der Akku nicht richtig eingerastet und verursacht Aussetzer
Lösung: Nehmen Sie den Akku aus seinem Fach und setzen ihn gerade ein.

7. Unregelmäßiges Ruckeln

Ursache: Wackelkontakt durch gelöste oder gebrochene Kabelverbindungen
Lösung: Prüfen Sie den festen Sitz der Stecker am Steuerrohr, am Display oder bei einem Heckmotor an der Kettenstrebe

8. Fehler am Motor

Ursache: Aussetzer betreffen Antriebe von Bafang, Bosch und jedem anderen renommierten Hersteller.
Lösung: Als allgemeine und meist erfolgreiche Maßnahme gilt, das System auszuschalten und nach etwa zwanzig Sekunden neu zu starten.

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9. Fehler am Akku

Ursache: Eingezogene Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen können elektronische Kontakte auf der Platine schädigen. Es kommt zu Aussetzern oder Totalausfall
Lösung: Falls Ihre Werkstatt den Akku nicht reparieren kann, muss der Energiespeicher ersetzt werden.

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10. Motortuning kann Aussetzer verursachen

Ursache: Unerlaubter Manipulationen der Motorleistung durch den Einbau eines Tuning-Chips wirken Hersteller entgegen, indem nach dem Software-Update der Motor gar nicht mehr funktioniert.
Lösung: Nach dem Entfernen des Moduls läuft der Motor wieder.

Unregelmäßigkeiten durch falsch gepolte Magnete

Technischen Tüftlern ist bekannt, dass sich der Unterstützungsgrad durch eine größere Anzahl von Magneten erhöhen lässt. Beabsichtigt ist, bei niedriger Trittfrequenz mit geringem Krafteinsatz eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen.

Das Grundprinzip bei Elektromotoren ist immer gleich:

Moderne Bürstenlose Gleichstrommotoren enthalten einen festen Magneten (Stator), einen beweglichen Rotor und den Kommutator.

Im Gegensatz zu früherer Bauweise werden für den elektrischen Kontakt zwischen Rotor und Kollektor keine Kohlenbürsten mehr benötigt, sondern Magnete eingesetzt. Sobald Spannung anliegt, entsteht im Stator ein magnetisches Drehstromfeld. Der Kommutator ändert ständig die Stromrichtung.

So wandelt der Motor durch die vom Akku zugeführte elektrische Energie in Drehbewegung des Rotors um.

Damit der Motor sich dreht, müssen alle Magnete gleich gepolt sein und in exakt gleichen Abständen auf der Platte verteilt sein, ansonsten entstehen Unregelmäßigkeiten.

Achten Sie beim Einbau daher unbedingt auf die gleiche Ausrichtung der Magnetpole.

Lesenswert: E-Bike Unterstützungsstufen verschiedener Hersteller einfach erklärt [Tabelle]

Wie lässt sich der korrekte Einbau der Magnete kontrollieren?

Ganz einfach, mit einem weiteren Magneten. Entweder werden zieht der Testmagnet alle Magneten auf der Scheibe an, oder stößt sie ab. Die erhöhte Anzahl der Magneten ist konform mit der Straßenverkehrsordnung, da die Wattzahl und die Höchstgeschwindigkeit des Motors unberührt bleiben.

Falls die Motorunterstützung nur beim Rückwärtstreten einsetzt, liegt es wahrscheinlich am falschen Einbau: Drehen Sie die Magnetscheibe um – dann stimmt die Ausrichtung der Pole und der Antrieb läuft ‘richtig herum’.

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