Warum sind E-Bikes so teuer? 5 Gründe für gute „Rahmenbedingungen“

Warum sind E-Bikes so teuer

Warum sind E-Bikes so teuer? Der Trend zu motorisierten Fahrrädern dauert schon über zehn Jahre an, doch im Verhältnis zu konventionellen Rädern wird im Schnitt immer noch ein doppelt so hoher Preis verlangt.

Wo die Ursachen für diese großen Preisunterschiede liegen, gehen wir in unserem Beitrag auf den Grund.

5 Gründe warum E-Bikes so teuer sind

1. Das E-Bike steckt noch in der Entwicklung

Während Fahrräder auf eine Jahrhunderte lange Karriere zurückblicken und nur noch Feinheiten am Design und technischen Verbesserungen anfallen, kamen die ersten kommerziellen E-Bikes Anfang der 1990-er Jahre auf den Markt.

  • Während die ersten E-Bike Motoren noch als große schwere Klumpen am Rahmen hingen, verstecken sich moderne sensorische Mittelmotoren fast unsichtbar am Tretlager.
  • Genau so leisten die Akkus in jeder neuen Generation mehr und werden harmonisch integriert.
  • Steuergeräte am Lenker beherrschen immer komplexere Aufgaben.

Bis der Verbraucher von einer Neuerung profitiert, sind zahllose Entwürfe, Tests und Zulassungen erforderlich. Die Entwicklungskosten legen die Hersteller auf den Verkaufspreis um.

2. Hohe Fertigungskosten

Ein herkömmliches Fahrrad kann aufgrund weniger Arbeitsschritte preisgünstiger produziert werden. An einem Pedelec befinden sich zahlreiche Komponenten mehr, deren Anbau, Einstellung und Qualitätskontrolle weitaus aufwendiger ist.

Zuvor müssen der Motor, die Verkabelung, der Bordcomputer sowie der Akku von einem Zulieferer gekauft oder auch intern hergestellt werden.

3. Verstärkte Bauteile

Da der Rahmen, die Reifen, Kette, Schaltung und die Bremsen durch die erreichten Geschwindigkeiten von 25 oder 45 km/h viel höheren Belastungen ausgesetzt sind, kommen nur verstärkte Versionen zum Einsatz.

Rahmenbrüche und Ausfall der Bremsen an längeren Abfahrten, wie sie in der Anfangszeit öfter zum ernsten Sicherheitsrisiko wurden, kommen bei modernen E-Bikes kaum noch vor.

4. Der Akku

Längere Laufzeiten und weniger Verbrauch durch höhere Kapazität haben ihren Preis. Die Rohstoffe für Akkus sind gleichermaßen für Smartphones und E-Autos begehrt. Die hohe Nachfrage hat sich zur echten Konkurrenz zwischen den Industriezweigen entwickelt, wodurch die Preise für Akkus teuer ausfallen.

Doch auch bei Akkus geht die Entwicklung weiter:

Der Lithium-Ionen-Akku hat vielleicht schon bald ausgedient.

Forscher haben den Prototypen für einen Lithium-Schwefel-Akku vorgestellt, der doppelte Speicherkapazität und drei- bis fünffache Energiedichte aufweist (1).

5. Warum sind Discounter E-Bikes günstiger?

Wer die Preisgestaltung hinsichtlich E-Bikes nachvollziehen möchte, sollte sich zuerst informieren, wie viel ein gutes konventionelles Fahrrad kostet:

  • Rechnen Sie nun für den Akku je nach Kapazität zwischen 400 und 800 Euro dazu.
  • Dann benötigen Sie noch den Controller und den Motor. An zuverlässigen E-Bikes kommen Antriebe von Brose, Bosch, Yamaha, Shimano, Continental oder Giant zum Einsatz.
  • Fahrdaten wie die Restreichweite des Akkus, Tages- und Gesamtkilometerzähler und die aktuelle Geschwindigkeit lassen sich am Lenker-Display verfolgen.
  • Aus Sicherheitsgründen ist zudem eine verstärkte Konstruktion nötig, wie in Punkt drei beschrieben.

Jetzt sollte Ihre Kalkulation für ein solides E-Bike mit Marken-Komponenten bei fast 2000 Euro liegen. Nun kommt bevorzugt zum Saisonstart im Frühjahr Aktionsware in die Regale diverser Baumärkte und Discounter.

Sind günstige E-Bikes sicher?

Schnäppchenpreise verunsichern die Käufer, denn auf den ersten Blick machen die Angebote eine gute Figur. Wir wollen ihnen verraten, welche Teufel bei sehr günstigen E-Bikes im Detail stecken:

  • Oft werden schwierig fahrbare Frontmotoren verbaut
  • Es handelt sich durchweg um wenig belastbare, ältere No-name Motoren und Schaltgruppe
  • Die Bedienelemente am Lenker sind meist nicht als Display vorhanden
  • Schutzbleche aus Kunststoff oder fehlend, kein Kettenschutz
  • Schweres Gewicht
  • Der Motor reagiert verzögert, schiebt durch schlechte Feinabstimmung nach
  • Seilzüge und Verkabelung ist außen am Rahmen verlegt
  • Unsaubere Schweißnähte (Bruchgefahr!) und scharfkantige Übergänge
  • Geringer Fahrkomfort durch ungefederte Gabel und Sattelstütze
  • Nur eine Rahmengröße
  • Keine Probefahrt, keine Beratung
  • Keine Ausstattung nach StZVO, das heißt, Klingel, Beleuchtung und Reflektoren müssen separat gekauft werden

Da die Anbieter Transport- und Lagerkosten einsparen, bestellen Kunden das E-Bike und übernehmen die Lieferkosten der Spedition.

Gibt es Alternativen für günstige Marken E-Bikes?

Ja – besser als die Frühlings-Schnäppchen bei Lidl & Co abzuwarten, ist es, direkt beim Hersteller nachzufragen. Neue E-Bikes kommen in immer kürzeren Produktionszyklen auf den Markt, sodass Vorjahresmodelle aus dem Lager zu reduzierten Preisen abverkauft werden.

Tipp: Ein günstiger Kaufzeitpunkt für E-Bikes ist direkt nach großen Fahrradmessen

Deutschlandweite Termine für Fahrradmessen finden Sie hier. Manche Hersteller bieten auch direkt Ausstellungsstücke, Vorjahresmodelle oder geprüfte Gebrauchte im Sale an.

Fazit, warum E-Bikes so teuer sind

Warum E-Bikes so teuer sind, ist einfach erklärt:

Ein robuster Rahmen, belastbare Motoren, Akkus mit großer Kapazität und ausgereifte Technik im Allgemeinen versprechen lange, störungsarme Lebensdauer.

Dazu gesellen sich noch bequemer Fahrkomfort und die Gewissheit, bei einem Schaden original Ersatzteile zu bekommen. Damit fährt man doch gleich viel unbeschwerter los, nicht wahr?

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