Der beste Fahrradsattel für Damen (2019) – Form statt Farbe!

fahrradsattel damen test

Ein Fahrradsattel für Damen sollte genau so gut passen, wie die Bekleidung oder ein Paar Wanderschuhe.

Wenn mit den ersten schönen Tagen die Radsaison beginnt, wird für manche Damen die Tour zur Tortur:

  • Rückenschmerzen,
  • Kribbeln
  • oder Taubheitsgefühl im Gesäßbereich

dies alles sind Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.

Doch wie finden Sie den optimalen Sattel? Holen Sie sich wertvolle Infos rund um die Fahrradsatteltypen im Ratgeber, damit Sie sich beim nächsten Ausflug endlich nicht mehr wie die Prinzessin auf der Erbse fühlen!


Beliebte Fahrradsättel:


Beginnen wir mit den Topmodellen für verschiedene Einsatzbereiche aus dem Damen Fahrradsattel Test.

Der beste Fahrradsattel für Damen

1. Für die City – Der Selle Royal Fahrradsattel Manhattan City Gel

Für die City - Der Selle Royal Fahrradsattel Manhattan City Gel

  • Komfort-Polsterung mit Royalgel
  • mit Zug- und Druckfedern
  • weiche und strapazierfähige Xsenium-Decke
  • für Damen und Herren (Unisex)
  • Preis: ANSEHEN

Die anatomische Form des Selle Royal “Manhattan” kommt Damen und Herren gleichermaßen entgegen: Auf kurzen Alltagswegen sowie längeren Ausfahrten macht sich die Royalgel Polsterung mit 40 % Druckentlastung auf Schambein oder Prostata und die Gesäßknochen spürbar bemerkbar.

Die Sitzfläche besitzt mit ca. 270 mm Länge und ca. 245 mm Breite ein bequemes Format, die Zwei-Wege-Federung an der Rückseite bügelt Schlaglöcher rückenschonend aus.

Fahrkomfort bei dünner Sommerkleidung bietet die weiche Xsenium-Decke.

Seine leichte Strukturierung vermeidet Schweißansammlung, auch Regen macht dem Sattel nichts aus:

Wasserdicht

Die einzige Naht ist wasserdicht versiegelt, womit der Royal Vacuum Light Spezialschaum im Inneren garantiert trocken bleibt.

Die benötigte Befestigung für den Selle Royal Manhattan Sattel finden Sie in der Suchfunktion mit dem Stichwort “Selle Sattelkloben Anatomic”.

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2. Der Klassiker in Leder – Brooks Damen Flyer S Classic Line

Der Klassiker in Leder - Brooks Damen Flyer S Classic Line

  • Echtleder Decke
  • gefedertes Heck
  • Länge: 24,2 cm, Breite:17,6 cm, Höhe 8,6 cm
  • Gewicht: 800 g
  • schwarz emaillierter Sattelrahmen
  • Preis: ANSEHEN

Ledersättel der britischen Manufaktur Brooks sind weltbekannt für unverwüstliche Qualität und Komfort.

Ausgezeichnet!

So wartet das Damen Modell Flyer S aus der Classic Line mit besten Empfehlungen des Magazins “aktivRadfahren 03/2017” und “aktivRadfahren 09-010/2017” auf.

Der einzigartige Sattel mit den typischen Nieten am hinteren Rand bietet universelle Passform, robuste Federung sorgt für guten Fahrkomfort auf kurzen und langen Trekking Touren.

Diese Damenversion ist der Größe nach auf die anatomischen Bedürfnisse zugeschnitten.

Das Leder ist wahlweise in braun, schwarz oder honigfarben lieferbar.

Um die Lebensdauer zu verlängern, kommt es besonders in der Anfangszeit auf die richtige Pflege des Leders an: Idealerweise bestellen Sie gleich eine Dose Brooks “Proofide” (hier kaufen) Spezialfett für Ledersättel mit.

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3. Medizinischer Sattel – Büchel Wittkop Medicus Twin Fahrradsattel 2.0
Medizinischer Sattel - Büchel Wittkop Medicus Twin Fahrradsattel 2.0

  • für Trekking- und Damenräder
  • mit anatomischer Aussparung (full hole)
  • integrierter AVE-Dämpfung
  • Maße: ca. 26,5 x 19,5 x 6 cm ( L x B x H )
  • mit Gel
  • Preis: ANSEHEN

Der medizinische Sattel Wittkop Medicus Twin von Büchel ist die auf die nach vorn gebeugte Körperhaltung auf Race- und Mountainbikes abgestimmt.

Fünf verschiedene gepolsterte Bereiche unterstützen den Fahrkomfort dort, wo im Kontakt mit dem Sattel Druck und Bewegung ist.

Mit diesem medizinischen Fahrradsattel radeln Damen schmerzfrei, da die besonders dick gepolsterte hintere Sitzfläche die Sitzhöcker während der Fahrbewegung entlastet. Das Körpergewicht verteilt sich auf die gesamte Sitzfläche außer die Mitte:

Hier lässt eine Aussparung dem Schambein ausreichenden Platz. Ebenso ist die relativ kurze Nase der weiblichen Anatomie angepasst. Die Gelfüllung empfinden Radler als optimal, die AVE-Dämpfung federt weder zu hart noch zu weich.

Der Aufbau orientiert sich grundlegend an dem erfolgreichen Wittkop-Medicus-Prinzip, in dessen Entwicklung orthopädisches Fachwissen einfloss.

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4. Ergonomischer Fahrradsattel für Damen – Selle Royal Look IN Moderate
Ergonomischer Fahrradsattel für Damen - Selle Royal Look IN Moderate

  • praktisches Clip-System
  • Sitzkomfort durch Royalgel
  • Foam Metrix Füllung
  • Cool Cover Decke
  • Preis: ANSEHEN

Für Damen, deren Steißbein beim Radfahren empfindlich reagiert, bietet Ergonomie-Spezialist Selle den Look IN Moderate Fahrradsattel an. Die “normale” Alltags-Radlerin in fast aufrechter Sitzposition genießt beim Fahren angenehmen Sitzkomfort:

Der verwendete Schaumstoff weist durch offenporige Zellstruktur erhöhte Elastizität und Atmungsaktivität auf. Auch Royalgel kommt wieder an den Druckpunkten zum Einsatz:
Seine dreidimensionale Struktur reduziert die Belastung bis zu 40 %, sodass die Unterstützung sozusagen der Beckenrotation bei der Fahrbewegung folgt.

Falls das Rad in der Sonne abgestellt war, profitieren Fahrerinnen vom Selle Cool Cover: Diese Satteldecke erhitzt sich 25 % weniger, als herkömmliche Materialien.

Ein weiteres praktisches Detail ist der rückseitige Clip, woran sich eine Satteltasche oder ein Rücklicht befestigen lässt. Nicht zuletzt die schicken optischen Details heben den Selle Damensattel aus der Menge hervor.

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5. Weicher und bequemer Fahrradsattel für Frauen – DAWAY C99
Weicher und bequemer Fahrradsattel für Damen - DAWAY C99

  • Decke: PVC Leder
  • Maße: 28 x 22 cm (L x B)
  • Polsterung: dichter Schaumstoff
  • wasserdichtes LED-Rücklicht
  • ergonomisches Design
  • Preis: ANSEHEN

Ein bequemer Fahrradsattel für Damen motiviert, öfter das Auto stehen zu lassen.

Der Daway C99 ist komfortabel wie ein Sofa: Eine robuste, rutschfeste PVC-Decke über dem dichten Schaumstoffpolster stabilisiert das Becken bei der Fahrbewegung, wodurch selbst große Entfernungen beschwerdefrei zurückgelegt werden.

Das ergonomische Design ist ausgereift: Es umfasst stabile Federung sowie eine Öffnung der Sitzfläche, die effektiv Atmungsaktivität fördert. Extra schmal ist die Nase ausgeformt, damit keine Reibung an den Beinen aufkommt.

Ein weicher Fahrradsattel wie der Daway C99 ist der Geheimtipp für das Mountainbike, Trekkingrad oder das City Bike, ganz gleich, wer fährt.

Für mehr Sicherheit im Dunkeln sorgt das integrierte Rücklicht mit fünf hellen LEDs, die sich in drei Beleuchtungsmodi schalten lassen. Der Daway Sattel kommt mit CR2032 Batterie und einem universellen Sattelkloben, daneben gewährt der Anbieter ein Jahr Zufriedenheits-Garantie.

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4 Damensattelformen für 4 Fahrradtypen

Typen von Fahrradsätteln für Frauen

Kommen wir nach der Vorstellung von beliebten Fahrradsätteln für Damen zu den wichtigsten Sattelmodellen, die auf dem Markt angeboten werden. Inzwischen fahren Frauen selbstverständlich alle Radmodelle, die früher als Männerdomäne galten.

Darum gehen viele Hersteller dazu über, die Fahrradtypen mit Unisex Sattelmodellen zu liefern. Trotzdem kann es bei Sitzproblemen Sinn machen, auf ein spezielles Damen- oder Herrenmodel umzusatteln.

Nachfolgend gehen wir genauer auf die Details ein, um die spezifischen Eigenschaften jedes Satteltyps herauszustellen.

1. Der Damensattel am Trekkingrad

Die Fahrerin auf einem Trekking Bike sitzt gewöhnlich bedeutend länger im Sattel als die Besitzerin eines City Bikes. Allein schon die großen Distanzen erfordern es, Kraftreserven überlegt einzusetzen.

Dies geschieht durch eine moderat gebeugte Sitzposition, wobei sich die Druckpunkte automatisch weiter nach vorn verlagern. Der Sattel für das Trekkingrad ist daher relativ schmal und die Polsterung fällt ebenfalls gering aus, um dem Fahrer besseren Halt zu ermöglichen.

Manche Einsteiger empfinden den Trekkingsattel daher als unkomfortabel hart. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich gerade auf langen Strecken die strafferen Modelle gut bewährt haben.

SQlab 621 Active Trekkingsattel

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Pro

+ stabilisiert auf langen Touren
+ ermöglicht gute Beckenrotation
+ verlagert das Gewicht ausgewogen

Contra

– mehr Belastung Richtung Schambein
– ungewohnt hart für Einsteiger

2. Der Damenfahrradsattel für das Rennrad

Noch länger und schmaler als der Sattel beim Tourenrad ist der Rennradsattel geformt. Dies hat die Bewandtnis, dass die Beine eng an dem Sattel entlang gerade nach unten bewegt werden können.

Der günstige Winkel schont die Knie und erhöht die Kraftübertragung auf die Pedale, wodurch die Fahrerin ihre Energie effizienter umsetzt. Diese zwei Fakten nutzen Vereinssportlerinnen und Radprofis, um beim Wettkampf die maximale Leistung herauszuholen.

Auch möglichst geringes Gewicht soll die Fahrzeiten verbessern, weshalb der Rennradsattel aus ultraleichten Materialien konstruiert ist. Da die Sitzfläche spartanisch hart ist, tragen weit nach vorn gebeugt sitzende RennradfahrerInnen gepolsterte Radhosen, um den starken Druck auf Scham- und Dammbereich entgegenzuwirken.

Selle Italia Diva Rennradsattel

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Pro

+ fester Halt beim Fahren
+ gebeugte Sitzposition stärkt Rückenmuskulatur
+sehr leicht, effiziente Fahrweise

Contra

– starker Druck auf das Schambein
– kaum Polsterung, ohne Federung
– gewöhnungsbedürftig für untrainierte Fahrer

3. Der Sattel am City Bike für Damen

Fast kerzengerade sitzt der City Biker auf seinem Zweirad. Diese Sitzposition vermittelt im Gegensatz zum Rennradfahren ungehinderten Weitblick auf das Verkehrsgeschehen. So entspannt fährt sich kein anderer Fahrradtyp, vielleicht ausgenommen ein Liegerad.

Die Durchblutung des unteren Rückens kann ungehindert fließen, auch kribbelnde Beine oder leblose Zehen kommen nicht vor. Die breiten, dick gepolsterten City Bike Sättel eignen sich gut für den täglichen kurzen Weg zum Supermarkt.

Bei längeren Fahrten kann ein weniger angenehmes Sitzgefühl aufkommen, was man mit “Schwimmen” bezeichnen kann: Das Becken findet wenig Halt, wodurch die Belastung leicht unkoordiniert wird.

Das aufrechte Sitzen entspannt zwar die Rückenmuskulatur, doch darunter leiden die Bandscheiben, die nun als Stoßdämpfer dienen müssen. Bei Vorbelastung können die Erschütterungen auf längeren Strecken problematisch werden, da die Dämpfung von einem Schlag einige Male nachfedert.

Büchel Damen Sattel City

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Pro

+ sehr komortabel auf Kurzstrecken
+ ausgewogene Gewichtsverteilung
+ keine Druckstellen oder Taubheitsgefühl

Contra

– der Beckenknochen findet wenig Halt
– höhere Belastung der Bandscheiben
– eher nicht für Langstrecken geeignet

4. Der Damensattel fürs Mountainbike

Abseits befestigter Wege geht es mit dem Mountainbike in die Natur. Rasende Downhill Abfahrten schütteln den Fahrer ordentlich durch, was sich nach einer längeren Session nicht selten in einem schmerzenden Gesäß äußert.

Obwohl der MTB-Fahrer meist auf den Pedalen steht, werden hohe Anforderungen an das Material gestellt. Halten, Ausbalancieren, Speed machen geht immer mit Reibung an den Sattelseiten einher.

Die Sattelform ähnelt dem spitz zulaufenden Rennradsattel, um jederzeit aufzustehen und durch effiziente Kraftübersetzung Bestzeiten herauszuholen. In den zwischenzeitlichen Abschnitten, die nach vorn gebeugt sitzend gefahren werden, ist gute, doch nicht zu dicke Gel- oder Schaumstoff-Polsterung sowie Federung bei einem Hardtail MTB gefragt.

Wer ein Fully fährt, federt nicht mit dem Sattel, sondern mit dem voll gefederten Rahmen Unebenheiten ab.

OUTERDO bequemer MTB Sattel für Damen

Auf Amazon

Pro

+ für längeres Fahren
+ schmalere Form für Beinfreiheit
+ leicht und effizient

Contra

– relativ hart
– erhöhte Druckbelastung
– für Einsteiger anfangs unangenehm

Fahrradsattel für Damen Test machen und kaufen

Fahrradsattel damen test machen

Im nachfolgenden Ratgeber haben wir viele Informationen zu Damensätteln zusammengestellt, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern. Wir besprechen

  • verschiedene Satteltypen
  • Form und Materialien
  • gesundheitliche Aspekte

4 Anforderungen an einen Damensattel

Die Funktionalität sollte an erster Stelle stehen, wenn Sie einen Fahrradsattel für Damen auswählen. Auch ausgiebiges Radeln macht (wieder) Spaß, wenn Sie folgende Punkte beachten:

  1. Der Fahrradsattel für Frauen ist etwas breiter und kürzer, als ein Männersattel. Nicht das breiteste Modell ist das bequemste, sondern die Breite sollte zu dem Abstand der Sitzknochen passen.
  2. Die Aussparung in der Sattelmitte sollen Schambeinknochen und Damm entlasten. Das funktioniert allerdings nur ohne störende Nähte und wenn sich der zentrale Sattelbereich mit der Vertiefung tatsächlich an der richtigen Stelle befindet. Ledersättel besitzen dieses Merkmal gewöhnlich nicht.
  3. Sportliche Damen genießen mit einem schmaleren Sattel mehr Bewegungsfreiheit.
  4. Ein besonders weicher Fahrradsattel offenbart seine Tücken später: Während längerer Fahrten komprimiert sich die vormals verführerisch dicke Polsterung, die Fahrerin sinkt ein und spürt nun den harten Unterbau der Sitzfläche.

Der Einsatzbereich für den Damensattel

Im Vorfeld der Kaufentscheidung liegt die Planung für den überwiegenden Einsatzbereich. Oftmals hilft bereits die Suche in einer bestimmten Kategorie, den geeigneten Damensattel für Ihren Fahrradtyp zu finden.

  • Der Damensattel zum Radwandern, Rennrad- und Sportfahrten ist meist aus Leder hergestellt und eher von schmaler Form.
  • Sättel für Mountainbikes und Downhillfahrten müssen besonders robust sein, um starke Schläge durch unbefestigte Wege auszugleichen
  • Damensättel für die City und häufige Kurzfahrten verursachen aufgrund falscher Nutzung gesundheitliche Beschwerden
  • Kleinere Sättel für Jugendliche eignen sich für zierliche Frauen.

Wie beugt der Damensattel gesundheitlichen Problemen vor?

Die Ursache dauerhafter Rückenschmerzen, verspannter Schultern bis hin zu Kieferschmerzen wird auf den ungeeigneten Fahrradsattel geschoben – meist zu Unrecht.

Achtung

Aus medizinischer Sicht entstehen Beschwerden grundsätzlich durch das unpassend eingestellte Fahrrad selbst.

Beim Radeln nimmt der Beckenbereich direkten Einfluss auf den gesamten Bewegungsapparat. Die “Schnittstelle” zwischen Mensch und Fahrzeug bildet der Sattel, weshalb die Hersteller speziell Lösungsansätze für die Problemzonen Schambeinknochen und Steißbein entwickelt haben:

  • Der ergonomische Lochsattel
  • Die kurze Sattelnase

Was ist ein Lochsattel?

Dieser Sattel besitzt eine geteilte Sitzfläche. In der Mitte befindet sich eine längliche Vertiefung, die sich entweder als Rille bis durch den hinteren Sattelrand fortsetzt oder kürzer mit einer Öffnung gestaltet ist.

Die Absicht ist, Druckbelastung der Blutgefäße und Nervenenden bei vorgebeugter Sitzposition zu beseitigen.

Positive Wirkung tritt allerdings nur bei korrektem Sitz der Vertiefung ein. Radfahrerinnen sollten daher unbedingt eine ausgiebige Probefahrt mit dem gekauften Sattelmodell unternehmen.

Die Sattelnase

Weder zu lang noch zu kurz sollte die Sattelnase ausfallen. Ist sie zu breit, holen sich Radler schnell einen “Wolf”, wund geriebene Stellen, bei einer zu schmalen Nase lastet das Körpergewicht auf einer zu kleinen Fläche.

Frauen, aber auch speziell Männer können bei sportlicher Haltung ein Problem bekommen – hier nimmt ein Lochsattel den Druck von Damm- und Schambeinknochen.

Wann passt der Sattel?

Die einzige Möglichkeit, dies vorauszubestimmen, ist die Vermessung der Sitzknochen.

Diese Methode hat Sqlab, der führende Hersteller orthopädischer Fahrradsättel, entwickelt. Ob Sie einen Lochsattel oder die klassische Variante bevorzugen, ist weniger relevant als die passende Größe.

Aus welchen Materialien werden Damen Fahrradsättel angeboten?

Heute stehen die Käufer vor der Qual der Wahl, den richtigen Sattel zu finden. In den Anfangsjahren bestanden die ersten Modelle aus Metall oder Holz.

Erst mit den synthetischen Werkstoffen entstand eine große Vielfalt verschiedener Sättel.

Das Material spielt nicht nur für den Sitzkomfort, sondern auch für die Pflege und Reinigung eine entscheidende Rolle.

Der erste Sattel aus gemischten Materialien war 1986 der Selle Concor. Er bestand aus einer Kunststoffschale mit Echtleder Decke. Heute besitzt die Mehrheit aller Sättel synthetische Decken.

Sättel lassen sich in drei grundlegende Kategorien einteilen:

  1. Der Sattel aus Kunststoff mit Polsterung aus Schaumstoff oder Gel
  2. Der gedämpfte Kunststoffsattel mit einer Decke aus PVC-Kunstleder oder Echtleder
  3. Der Kernledersattel nach dem Hängematten-Prinzip

1. Der Kunststoffsattel

Ein Kunststoffsattel besitzt eine gefederte Basis aus Stahl, Titan, Aluminium oder Karbonfaser. Darüber liegt eine Plastikschale, die meist mit Schaumstoff oder Gel gepolstert ist. Diese Sättel sind bereits preiswert erhältlich.

Der Sitzkomfort steht ab der ersten Minute voll zu Verfügung, da der Kunststoffsattel nicht eingefahren werden muss. Dies setzt jedoch die sorgfältige Auswahl des Modells voraus, zudem sich die Sattelform später kaum noch verändert.

Der Kunststoffsattel wiegt weniger als ein Ledersattel, er ist pflegeleicht und nimmt längeres Anbinden im Freien wenig übel. Sättel mit verschweißten Nähten sind witterungsbeständig.

Bei günstigen Sätteln dringt Regen durch die Nähte, wodurch sich der Schaumstoff wie ein Schwamm voll Wasser saugen kann. Einen nassen Hosenboden vermeidet der Sattelüberzug aus Kunstleder, Nylon oder Echtleder.

2. Der Gel Fahrradsattel

Zur Polsterung akuter Druckstellen werden hier Gelkissen eingesetzt, das übrige Volumen ist mit Schaumstoff ausgefüllt. Ein Gel Fahrradsattel bietet komfortablen Sitzkomfort, die weichen Polster finden viele Anhänger unter den Tourenfahrern.

Der Gelsattel ist vergleichsweise leicht und witterungsbeständig, solange die Satteldecke keine Beschädigungen aufweist. Nach langem Gebrauch zeigen sich erste Verschleißerscheinungen: Das Gel verändert seine Konsistenz, indem es aushärtet oder so weich wird, dass der Fahrer das Gel verdrängt. Dabei erhöht sich das Risiko, dass sich an den Innenschenkeln wunde Scheuerstellen bilden.

3. Der Ledersattel

Ein Echtledersattel kostet seinen Preis, doch der Käufer erfreut sich an langer Haltbarkeit, höchster Qualität und Bequemheit: Das Naturmaterial passt seine Form der Anatomie der Fahrerin an, genau wie ein Paar Lederschuhe. Des Weiteren überzeugt der Ledersattel jederzeit durch angenehmes Sitzklima.

Leder ist ein atmungsaktives Material, das im Sommer Schweiß und Wärme optimal ableitet. Im Winter hingegen isoliert der Sattel gegen Kälte.

Alle diese Vorteile setzen eines voraus: die richtige Pflege. Während der Kunststoffsattel nach feuchtem Abwischen gleich wieder einsatzklar ist, sollte der Ledersattel mit speziellem Pflegemittel eingefettet werden. Das Auftragen von der Unterseite muss anfangs regelmäßig und sehr sorgfältig erfolgen, am besten mit einer Kinderzahnbürste.

Das Lederfett erhält die Elastizität, die für die Anpassung notwendig ist. Schludern die Besitzer bei der Pflege, rollen sich die Seitenränder nach außen oder die Lederdecke schrumpft ein, sodass die Nieten hervorstehen.

Der Ledersattel wiegt mehr als die Mitfahrer aus Kunststoff, da der Unterbau oft aus Titan gefertigt ist und eine verstärkte Federung integriert ist. Diese ist nötig, da der Ledersattel ohne Polsterung auskommt. Ledersättel sollten nicht nass regnen, da das Material aufquillt und seine Form ändert.

Fingerspitzengefühl erfordert das Nachspannen der durchgesessenen Satteldecke mittels der Schraube unter dem Sattel. Diese Wartung ist nur in seltenen Fällen nötig und begründet sich in der Hängematten-Bauweise eines Ledersattels.

Kernledersättel werden nur von wenigen spezialisierten Firmen angeboten, da die Herstellung in Handarbeit traditionelles handwerkliches Können erfordert. Weltweite Bekanntheit genießt die britische Marke Brooks.

Wie unterscheiden sich Schaumstoff- oder Gelpolster?

Beide Füllstoffe unterscheiden sich durch unterschiedliche Druckverteilung. Ein Schaumstoffpolster ist durchaus mit einer Matratze vergleichbar: Die Zellenstruktur gibt punktuellem Druck nach. Beim Sattel befinden sich Schaumstoffpolster daher am Heck, wo das Einsinken der Sitzbeinknochen erwünscht ist.

Ein Gelkissen passt sich der Knochenform an und verlagert den Druck auf das umliegende Material. So erzeugt das Sitzen Gegendruck. Wichtig bei dieser Polsterung ist, dass die Gelfüllung nicht durchgedrückt wird, sonst wirkt der Effekt kontraproduktiv.

Komfortabel fahren ohne Polsterung

Wer intensiv Mountainbike oder Cross-Bike, fährt findet den komfortabelsten Sattel bei dem traditionellen Ledersattel-Experten Brooks. Diese Sättel sind ohne Polsterung äußerst bequem, da sich die Sitzfläche nach einer Weile dem Fahrerprofil perfekt angleicht.

Möglich macht dieses eine Füllung aus Naturkautschuk. Diese Sättel sind teuer, doch dafür kauft man so ein Stück nur einmal im Leben, bei entsprechender Pflege.

Je mehr Federung, umso besser der Sattel?

Die Federung gestaltet das Radfahren rückenschonend, da sie das Überfahren von Unebenheiten ausgleicht. So wird nicht jedes Steinchen auf dem Weg zum “Rückenkiller”. Jedoch nicht jeder Sattel besitzt eine Federung: Ein gedämpfter Sattel ist an einem voll gefederten Rahmen überflüssig.

Als Faustregel gilt: Je aufrechter die Sitzposition ist, umso stärkere Federung benötigt der Sattel.

Die Sattellänge und -breite bestimmen

Die Breite und Länge entscheiden über den persönlichen Sitzkomfort. Eine Grundlage dazu ist, den Abstand der Sitzhöckerknochen zu messen. Dies können Sie einfach zu Hause durchführen, indem Sie sich auf ein Stück Wellpappe oder Memoryfoam setzen und den Abstand der Druckpunkte bestimmen.

Mit dem Messresultat geht es ins Detail: Je nach Sitzposition müssen Sie einige Zentimeter dazuzählen:

SitzpositionSitzwinkelZum Sitzknochenabstand addieren
Aufrecht< 15 °4 cm
Moderatbis 15 °3 cm
Gebeugtbis 30 °2 cm
Gestrecktbis 45 °1 cm
Flach> 45 °0 cm

Der Sitzknochenabstand liegt bei Männern zwischen sechs und sechzehn Zentimeter, bei Frauen fällt er mit neun bis siebzehn Zentimeter größer aus. Aus diesem Grunde bieten Hersteller ergonomischer Sättel Damen- und Herrenmodelle an.

Eine gesunde Sitzposition auf dem Damensattel

Die Sattelform richtet sich nach dem Fahrradtyp. Dadurch ergeben sich die unterschiedlichen Sitzpositionen der Radlerin. Ein korrekt eingestellter ergonomischer Fahrradsattel für Damen vermeidet falsche Belastung durch eine ungünstige Körperhaltung:

Hüfte, Rücken, Hals und Kopf sollten bei aufrechter Sitzposition in einer geraden Linie liegen. Sehr schädlich ist eine über- oder unterstreckte Position durch einen “Katzenbuckel” oder anders herum, ein Hohlkreuz.

Erschütterungen müssen in diesem Fall Rücken und der Schultergürtel ausgleichen, wodurch schlimmstenfalls durch verschwitzte Haut und Fahrtwind eine “steife Schulter” herangezüchtet wird. In der richtigen Fahrposition gleichen die leicht angewinkelten Arme Schläge aus, der Schwerpunkt ruht auf dem Sattel.

Radler sitzen auf zwei Arten

Die knöchernen Sitzbeinhöcker, entscheiden darüber, ob die Person beim Sitzen eher das Schambein oder das Sitzbein belastet.

1. Radfahren auf dem Sitzbein

Radler, die den Schwerpunkt des Körpergewichts auf das Sitzbein verlagern, entlasten weitgehend den Damm- und Schambereich. Falls der Sattel oder das komplette Rad neu ist, kann das Sitzen während der ersten Zeit immer noch unangenehm sein.

Die Schmerzen verschwinden von selbst, wenn sich die Anatomie an das ungewohnte Gefährt gewöhnt hat und der Sattel die benötigte Breite aufweist. Diese aufrechte Sitzposition bevorzugen Damen auf Holländer Fahrrädern und anderen City Bikes.

2. Radfahren auf dem Schmabeinknochen

Radler, die eine nach vorn gebeugte sportliche Sitzposition einnehmen, belasten automatisch mehr den Schambeinknochen und das Sitzbein kaum. Gerade bei Wettkampf-Sportlern wie Rennradfahrern oder Triathleten ist dies der Fall. Wo es auf Geschwindigkeit ankommt, bewirkt die aerodynamische Körperperhaltung den geringsten Windwiderstand:

Da der Sattel höher als der Lenker eingestellt ist, ergibt sich die nach vorn gekippte Sitzposition, die Druck auf den Schambeinknochen erzeugt.

Bei Frauen ist die Anatomie so veranlagt, dass das Schambein tiefer liegt als bei Männern. Bei sportlicher Sitzposition drückt es daher schon früher auf die Sattelnase, als bei den Herrn der Schöpfung. Daher ist der Fahrradsattel für Damen vorn kürzer oder verzichtet sogar ganz auf eine Nase.

Probleme bei falschem Sattel für Damen

Die Aufgabe des Sattels ist es, dem Fahrer, der Fahrerin eine bequeme Sitzmöglichkeit bereitzustellen. Wie oben beschrieben, ist die passende Länge und Breite essenziell für beschwerdefreies Fahren.

Federung, Schaumstoff oder Gel runden laut Hersteller Fahrkomfort ab – doch die Enttäuschung ist groß, wenn der Sattel mit den vielen guten Bewertungen schmerzt.

Bei Frauen verursacht der unpassende Sattel:

  • Schmerzen am Schambeinknochen
  • Wunde Stellen an den inneren Oberschenkeln
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • Entzündungen in der Schamgegend

Männer klagen über:

  • Schmerzen in der Dammgegend
  • Druck auf die Genitalien
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • Prostataprobleme

Eine moderne Sattelstütze erhöht den Fahrkomfort

An einem Fahrrad lassen sich fast alle Komponenten austauschen und verbessern. Die Bereifung ist nun weiß, die Griffe besitzen Aufprallschutz und natürlich müssen die Seitentaschen einer schicken Fahrradbox weichen.

Während die meisten Anbauteile der Sicherheit oder der Optik dienen, übersehen die meisten Radfahrer ein grundlegendes Bauteil: die Sattelstütze.

Ganz gleich, ob Ihr Hobby lange Radwanderungen sind, oder ob das Damenrad auf täglichen Kurzstrecken zum Einsatz kommt: Unebener Untergrund ist wahres Gift für den Rücken, falls eine ungeeignete Sattelstütze montiert ist.

Bei näherer Betrachtung zählt dieses unscheinbare Bauteil tatsächlich zu den wichtigen Komponenten am Fahrrad, da es den Fahrkomfort direkt beeinflusst. Grund genug, die Sattelstütze in unserem Ratgeber zum Damen Fahrradsattel vorzustellen.

Was ist eine Sattelstütze?

Bei der Sattelstütze handelt es sich um ein Rohr, das Rahmen und Sattel miteinander verbindet. Zur Befestigung steckt es am unteren Ende im Sitzrohr des Rahmens, am oberen Ende wird der Sattelkloben angebracht.

Nun gut, doch warum sollte es speziell am Fahrradsattel für Damen mehr Beachtung finden?

Die Sattelstütze folgt dynamisch den Fahrbewegungen. Sie soll Erschütterungen abfedern und dem Rahmen im Ganzen bessere Dämpfung verschaffen. Der positive Effekt bewirkt:

  • ein ausgewogen ruhiges Fahrverhalten
  • verbesserte Balance
  • verringert Belastungsspitzen durch Schlaglöcher
  • der Rahmen wird geschont

Sind Sattelstützen alle gleich?

Nein – jeder Fahrradtyp benötigt eine eigene Ausführung der Sattelstütze. Die Unterschiede begründen sich zuerst durch unterschiedliche Durchmesser der Sitz- und Sattelrohre an den Rahmen, woran die Sattelstütze montiert wird.

Die meisten Hersteller verwenden die gängigen Rohrdurchmesser 27,2 mm sowie 31,6 mm, doch auch Sondergrößen sind erhältlich.

Mit dem Freizeit- und Fahrradboom hat sich auch die Auswahl an Zubehör deutlich vergrößert. Bei den Sattelstützen unterscheidet man grob wie folgt:

1. Die Sattelkerze

Die Urform aller späteren, spezialisierten Sattelstützen weist 22 mm Durchmesser auf. Von spürbarer Dämpfung kann man hier noch nicht sprechen. Mit dem eingesteckten Sattelkloben lässt sich lediglich der Sattel in Winkel und Neigung anpassen.

2. Die Patent-Sattelstütze

Das Folgemodell der Sattelkerze ist ebenfalls sehr robust konstruiert. Die erste Weiterentwicklung betrifft den Sattelkloben und das Stützrohr, die beide nun eine Einheit bilden. Auch die Montage der Patentsattelstütze gestaltet sich unkompliziert und schnell mit zwei Inbusschrauben. Der größte Vorteil jedoch ist die viel feinere Justierung der Sattelneigung.

3. Die Federsattelstütze

Wer komfortabel radeln möchte, sollte eine Federsattelstütze montieren. Der Federweg die Gesamtlänge der eingebauten Feder. Momentan beträgt der standardmäßige Federweg gut 30 mm im unbelasteten Zustand. Das Gewicht des Fahrers verkürzt den Federweg mehr oder weniger.

4. Die Vario-Sattelstütze

Der aktuelle Stand der Technik ist wie folgt: Während der Fahrt lässt sich auf Knopfdruck die Höhe der Stütze passend einstellen. Das einwirkende Gewicht der Fahrerin sorgt dann automatisch für die richtige Höhe der Sattelstütze. Der Knopf dafür ist meist am Lenker montiert.

Welches Material wird verwendet?

Es hängt vom Fahrradtyp ab, aus welchem Material die Sattelstütze eingebaut wird. Im Handel erhältlich sind:

  • CFK kohlenstoffverstärkter Kunststoff
  • Titan
  • Stahl
  • Aluminium

Geringes Gewicht ist das A und O beim Rennrad, weshalb hier die Sattelstütze aus CFK sinnvoll ist. Am Mountainbike und Trekkingrad ist Stabilität gefragt: Hier verwenden sportliche Biker eine rund 300 g bis 800 g immer noch relativ leichte Aluminiumstange.

Diese Ausführung erfüllt ihren Zweck weitaus preiswerter als die Karbonstange. Schwere Sattelstützen aus Titan und Stahl eignen sich für Alltagsräder, wo es nicht so sehr auf neue Bestzeiten ankommt.

Fazit Fahrradsattel für Damen

Der Fahrradsattel für Damen ist entweder Auslöser des neuen Hobbys oder er degradiert das nagelneue schnurstracks Rad zum Gerümpel ganz hinten im Keller.


Beliebte Fahrradsättel:


Ob das Modell nun schwarz, weiß oder braun ist, sollte Nebensache bleiben, denn allein Sitzkomfort ist Trumpf.

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