Eine Daunenjacke richtig waschen – So geht´s ohne Risiko

Eine Daunenjacke richtig waschen

Eine Daunenjacke richtig waschen – aber wie? Irgendwann ist es so weit, dass eine Reinigung unumgänglich ist. Doch gerade davor haben Daunen-Fans etwas Angst:

Mit Feuchtigkeit kommt die empfindliche Füllung nur schwer zurecht und gerade günstig war das gute Stück auch nicht.

Im nachfolgenden Ratgeber verraten wir die wichtigsten Tipps und Tricks, wie Sie die Daunenjacke zu Hause richtig waschen und welche Fallstricke beim anschließenden Trocknen lauern.


Eine Daunenjacke waschen - das richtige Waschmittel

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Daunen wie selber waschen: Mit der Hand oder in der Maschine?

Eine Handwäsche galt seit jeher als die einzig akzeptable Reinigung empfindlicher Textilien. Dank moderner Waschmaschinen sind diese Zeiten endgültig vorbei, denn spezielle Sensitiv-Programme gehen sehr pfleglich mit Daunen und Merinowolle um.

Nur eine Voraussetzung sollte die Maschine noch bieten: mindestens 6 Kilogramm Fassungsvermögen, besser noch mehr.

Warum das denn?

  • Die Daunenjacke darf in der Trommel während des gesamten Programmablaufs nicht komprimiert werden.
  • Zudem sollte die Jacke immer allein gewaschen werden.

Lesenswert: 


Die Daunenjacke in der Maschine waschen – 5 Schritte Anleitung

Eine Maschinenwäsche ist grundsätzlich intensiver und wenn nicht noch schonender als eine Handwäsche. Welches Programm und auf wie viel Grad waschen erlaubt ist, entnehmen Sie den Pflegehinweisen auf dem Etikett.

Einige Waschmaschinen verfügen über ein eigenes Programm für Daunen. Diese Funktion kann sich auch “Federbett” oder “Kopfkissen” nennen. Ansonsten ist “Feinwäsche” die richtige Einstellung.

Mit unserer Anleitung in 5 Schritten wird die Daunenjacke wieder taufrisch:

  1. Generell sollten Sie die Daunenjacke auf links waschen, da Schweißränder besser aufgelöst werden. Leeren Sie vorher alle Taschen und schließen Klett- und Reißverschlüsse. Falls Sie einen Riss im Futter entdecken kleben Sie diesen vorher zu oder vernähen die Stelle sorgfältig, damit beim Waschen keine Federn austreten.
  2. Die Jacke sollten Sie immer ohne andere Kleidungsstücke separat in einem Schongang bei 30 Grad waschen. Durch den erhöhten Wasserstand in der Maschine gehen Sie sicher, dass die Füllung frei in der Lauge schwimmen kann. Beachten Sie unbedingt die Mengenangaben für das Daunenwaschmittel. Fügen Sie noch 2 – 4 Tennisbälle hinzu! Warum, klären wir gleich.
  3. Der Schleudergang ist Gift für die Daunen. Bestenfalls lassen Sie das letzte Wasser abpumpen und entnehmen die Jacke oder lassen sie bei maximal 400 Touren pro Minute kurz anschleudern.
  4. Stellen Sie einen zusätzlichen Spülgang nach Beenden des Programms ein, um die letzten Waschmittelrückstände auszuwaschen.
  5. Welcher Waschgang ist für die Wash-in Imprägnierung zuständig? Dazu kommen wir später noch!

Warum sollte man die Daunenjacke mit Tennisball waschen?

Der Trick mit den Trocknerbällen hat sich ja schon herumgesprochen, doch beim Waschgang kennt noch kaum jemand die auflockernde Wirkung bei Daunenjacken.


Trocknerbälle aus Schafswolle

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Achten Sie bei Tennisbällen auf farblosen Flor ohne Aufdrucke, damit sich keine Farbe auf das möglicherweise helle Kleidungsstück überträgt. Alternativ können Sie einen weißen Turnschuh im Wäschenetz mitwaschen.

Die Daunenjacke mit der Hand waschen – 5 Schritte Anleitung

Falls die Trommel weniger Wäsche fasst, steht die Handwäsche an. In der Badewanne oder einer großen Plastikwanne ist die Reinigung zwar aufwendiger, jedoch sicherer, als die teure Daunenjacke in einer Fünf-Kilo-Trommel zu ruinieren.

  1. Schließen Sie alle Klettriegel und Reißverschlüsse und wenden die Jacke auf links.
  2. Füllen Sie die Wanne so voll, dass die Jacke genügend Platz hat. Auch mit der Hand darf die Daunenjacke nicht zu warm gewaschen werden!
  3. Drücken Sie alle Luftblasen herunter und lassen die Jacke etwa eine Stunde lang in der Waschlauge einweichen.
  4. Anschließend bewegen Sie die Jacke noch einige Male, lassen die Lauge ablaufen und füllen klares Wasser zum gründlichen Durchspülen ein.
  5. Lassen Sie die Daunenjacke beim Wasserwechsel in der Wanne! Auswringen ist eine absolute Todsünde, die feine Daunen bricht oder zusammenpappt: Nehmen Sie die Jacke hoch und lassen das Wasser kurz austropfen, drücken sie höchstens ganz vorsichtig aus.
Wichtig: Verzichten Sie beim Waschen der Daunenjacke auf Weichspüler!

Kann man Daunen bei 60 Grad waschen?

Richten Sie sich immer nach dem Waschetikett. Manche Kopfkissen Daunen vertragen tatsächlich eine 60 Grad Wäsche (1), doch haben Sie die Daunenjacke zu heiß gewaschen, kann das Polyestergewebe Schaden nehmen. Je nach Qualität der Federn klumpen diese möglicherweise durch heiße Waschlauge, da natürliche Fette ausgelöst werden.

Nur kein Schleudertrauma verursachen

Es ist schonender, mehrmals kurz mit niedrigen Touren zu schleudern, als dass die Daunenjacke zu hoch geschleudert Schaden nimmt. Es ist zwar wichtig, das Wasser auszuschleudern, doch Daunen sind ein besonderer Fall.

Im nassen Zustand saugen sie viel Wasser ein, wodurch ein beträchtliches Gewicht entsteht. Wird die Jacke zu stark geschleudert, knicken die feinen Federkiele. Ob man nach so einem Versehen die Daunenjacke retten kann, ist fraglich.

Wie oft sollte man eine Daunenjacke reinigen?

Es kommt darauf an, wie oft und bei welchen Aktivitäten die Daunenjacke getragen wird.

  • Wenn es eine Alltagsjacke ist, womit Sie sauber und trocken in der Stadt unterwegs sind, lässt sich eine Wäsche durch regelmäßiges Auslüften an frischer Luft lange hinauszögern. Wenden Sie die Jacke, sodass die Futterseite außen liegt und Gerüche verdunsten können. Es reicht zwischendurch aus, angeschmutzte Bündchen und den Kragen mit etwas Flüssigwaschmittel und einem feuchten Schwamm zu behandeln.
  • Bei aktiven Outdoor Sportlern liegt der Fall anders: Spuren schweißtreibender Aktivitäten lassen sich nicht mehr durch Lüften beseitigen, eine Wäsche ist entsprechend öfter an der Reihe.

Welches Waschmittel für die Daunenjacke?

Die Leichtigkeit und ihre wärmenden Eigenschaften hängen bei Daunenjacken direkt mit der Wahl des Waschmittels zusammen.

Kaufen Sie daher ein spezielles Produkt, damit die Daunenjacke nach dem Waschen nicht verklumpt:


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Was passiert bei der Wäsche ohne Daunenwaschmittel? Um Verunreinigungen zu lösen, enthalten herkömmliche Waschmittel bestimmte Moleküle (sogenannte Proteasen), die Eiweiße aufspalten.

Somit verschwinden die meisten Flecken, wenn Sie das Kleidungsstück bei 40 Grad waschen. Daunen bestehen jedoch auch aus Keratin, einem faserigen Eiweißbaustein.

Unter Einwirkung von Nässe fällt der molekulare Aufbau zusammen, die Daunen klumpen. Durch ordnungsgemäßes Waschen und Trocknen gewinnen sie jedoch ihr Volumen zurück.

Benutzen Sie nun das Feinwaschmittel, lösen die Proteasen nicht nur den Fleck auf, sondern auch die Daunen.

Die Daunenjacke imprägnieren

Wie vorher schon erwähnt, verliert sich bei Jacken mit imprägnierter Daunenfüllung nach rund vier bis fünf Wäschen die Wasser abweisende Wirkung. Übrigens nimmt eine verschmutzte Daune ebenfalls mehr Feuchtigkeit auf.

Dies macht sich bei feuchtem Wetter bemerkbar oder wenn Sie ins Schwitzen geraten: Die Isolierung lässt nach. Jetzt wird es Zeit, etwas zu tun.

  • Waschen Sie die Jacke nach Anleitung mit einem Daunenwaschmittel.
  • Nach Beendigung des Programms lassen Sie die Jacke in der Trommel.
  • Füllen Sie nun anstelle des Waschmittels die angegebene Menge Wash-in Imprägniermittel in die Waschmittelkammer.
  • Starten Sie erneut den Wollwaschgang mit 30 Grad.
  • Denken Sie daran, geringe Schleudertouren einzustellen.

Die Imprägnierung der Daunenjacke aktivieren

Jetzt muss die Daunenjacke bei etwa 100 °C in den Wäschetrockner. Trocknen auf der Wäscheleine ist keine Alternative, da die feuchte Füllung ihre Bauschkraft nicht im gewohnten Umfang erreicht – Sie werden frieren und die Kammern schauen leicht welk aus.

Achtung: Verklumpungen lassen sich meist nicht mehr durch erneuten Waschen und Trocknen lösen, informiert der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V (IKW).

Starten Sie den Trockner jedoch nie ohne Tennisball

Die Bewegung der Bälle lockert die Füllung sanft auf, ein Verklumpen der Federn wird somit verhindert. Die Imprägnierung benötigt Hitze, um die Wasser abweisende Beschichtung aufzubauen.

Womit wäscht man imprägnierte Daunen?

Jacken mit imprägnierter Daunenfüllung werden von immer mehr Herstellern angeboten. Die behandelte Füllung soll auch in feuchter Umgebung ihre Bauschkraft und Wärmeisolation besser aufrechterhalten.

Für die normale Wäsche empfiehlt sich ein Daunenwaschmittel.

Die Imprägnierung sollte etwa jede vierte oder fünfte Wäsche aufgefrischt werden, da sie sich mit der Zeit abnutzt. Hierfür können Sie eine Einwasch-Imprägnierung für Daunen oder ein Kombiprodukt zur Reinigung und Pflege anwenden.


Eine Daunenjacke waschen und imprägnieren

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Mit dieser Methode gehen Sie nach genauer Befolgung der Herstellerhinweise auf Nummer sicher. Wichtig: Nach der Wäsche müssen Sie die Imprägnierung aktivieren – dazu kommen wir später.

Die Daunenjacke trocknen

  • Wählen Sie ein Kurzprogramm von 20 – 60 Minuten mit heißer Temperatur aus. Nach Beendigung muss die Daunenjacke mindestens eine Stunde lang auskühlen. Nur an der kalten Jacke spüren Sie Restfeuchtigkeit mit der Hand.
  • Schütteln Sie die Jacke in dieser Zeit einige Male auf. Wiederholen Sie so viele Trockengänge, Abkühlphasen und das Aufschütteln, bis die Daunen wieder schön bauschig sind.
  • Zum Schluss sollte die trockene Daunenjacke nicht sofort im Kleiderschrank verstaut werden, sondern auf dem Bügel noch einen Tag lang klimatisieren.

Falls Sie einen modernen Sensor-Trockner besitzen, stellt dieser sich bei trockenem Obermaterial der Jacke frühzeitig ab. Die Daunen in den Kammern sind jedoch noch feucht. Was nun?

Legen Sie einen feuchten Waschlappen zur Daunenjacke in den Trockner!

Lesenswert: Wie muss eine Daunenjacke trocknen? – Trockner, Wäscheleine, Föhn

Hilfe – die Daunenjacke stinkt nach dem Waschen!

Es liegt nicht daran, dass die Daunenjacke falsch gewaschen wurde, sondern hauptsächlich falsches Trocknen verursacht den muffigen Geruch.

Falsch heißt: Lufttrocknen.

Dies kann bei einer Daunenjacke je nach Wetterlage drei oder mehr Tage dauern.

Als weitere Ursachen kommen minderwertige Gänsedaunen oder ungewaschene Daunen aus schlechter Tierhaltung infrage. Abhilfe schafft meist nochmaliges Waschen und ausreichendes Trocknen im Trockner mit mehreren Tennisbällen.

Besitzen Sie keinen Trockner, sollten Sie die Jacke professionell waschen und trocknen lassen.

Riskieren Sie keine Stockflecken, verklumpte Füllung und üblen Geruch durch die überlange Trockenzeit auf der Leine.

Der Preis für die Reinigung ist weitaus geringer, als eine neue Daunenjacke zu kaufen.

Eine Daunenjacke mit Echtpelz waschen?

Ist der Pelzbesatz fest angenäht, darf er auch wie Daunen gewaschen werden. Pelz, Daunen, Haare, Fingernägel bestehen aus Keratin, das durch spezielle Daunenwaschmittel gepflegt werden kann.

Ist der Pelzkragen abnehmbar und noch in einem guten Zustand, dann sollten Sie ihn vor dem Waschen abknöpfen.

Fazit

Eine Daunenjacke mit Spezialwaschmittel selbst zu waschen, ist relativ einfach. Das Entscheidende ist jedoch der Wäschetrockner: Nur durch Hitze und Auflockerung durch Tennisbälle in der Trommel erhalten Sie das gewünschte fluffige Ergebnis.

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